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Lift-Erschließungen in Tirol künftig schwieriger

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  • Lift-Erschließungen in Tirol künftig schwieriger

    aus dem kurier vom 29.11.2003

    Lift-Erschließungen in Tirol werden künftig noch schwieriger werden

    Die Protokolle der Alpenkonvention haben in Österreich Gesetzesrang. Sie müssen bei jedem Verfahren zur Genehmigung neuer Pisten oder Lifte berücksichtigt werden. Besonders in labilen Bereichen, bei denen die Geologen Bedenken haben, wird es künftig so gut wie keine Genehmigung mehr geben. Dies erklärte Tirols Umweltanwalt Sigbert Riccabona und verwies auch auf den Innsbrucker Hausberg: Dort gibt es Rutschungen, und Spalten öffnen sich. Der Berg sei in Bewegung, auch die Wasservorkommen gefährdet. Daher werde es wohl keinen weiteren Ausbau an Pisten, vor allem keine Abfahrt Richtung Nordosten (ehemalige Lanser Abfahrt) geben können. Riccabona: "Die Berge sind in Bewegung, sie stürzen fast in sich hinein."

  • #2
    Gut so !

    Kann man nur hoffen, dass das auch auf andere schigebiete angewendet wird, z.b. im ötztal dort reden sie schon seit jahren von einem zusammenschluss der schigebiete sölden und pitztal.
    Heuer haben sie eine neue gondel auf die innere schneid, od so ähnlich, gebaut. Als ob das schigebiet redtenbacherferner nicht schon genug erschlossen ist.
    Ganz zu schweigen von der geplanten schwebebahen auf die pasterze
    Meiner meinung nach sind da halbwegs größenwahnsinnige spinner am werk.
    Gerhard

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    • #3
      trau dem frieden nicht

      leider kann ich der sache nicht trauen.

      nur allzu oft sieht man, wie unter dem druck der wirtschaft ("wirtschaftliche interessen des landes/der region") ein sich selbst ein denkmal setzen wollender landeshauptmann dinge wie gesetze und verordnungen umgehen oder ausser kraft setzen kann, um irgendwelche umweltmässig wahnwitzige projekte durchzusetzen.

      der wirtschaftsfaktor tourismus - bei uns klima und geographisch bedingt der wintertourismus - bringt es einfach mit sich, dass alles ausser wirtschaftsdatenbringende aktivitäten wertlos bleiben.

      leider leben wir in einer welt, in der solange gold geschürft wid bis das bergwerk einstürzt - ohne rücksicht.

      aber abschliessend muss ich schon erwähnen, dass wir doch auch ein bissl einen einfluss auf diese entwicklung haben - einen kleinen, aber nicht unerheblichen - sonst klingt dieses posting gar so negativ....

      speed kills
      robinson
      www.nawisho.at - Natur- und Wildnisschule Ost

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      • #4
        Lifte

        Dieses Thema ist zwar schon alt, aber ich muß auch was dazu posten.

        Es heißt immer wieder, Lifte bauen wird erschwert, es gibt keine neuen Lifte mehr, blablabla...(Meist wenn es irgendwelche Anlässe wie z.B. Wahlen gibt)

        Ist eh immer nur blabla.

        Es vergeht kein Jahr in dem nicht irgendwo noch ein Lift, noch eine Beschneiuungsanlage, noch was anderes... dazukommt.

        Ötztal-Pitztal Zusammenschluß, Muttereralmbahn (wem das was sagt) soll neu gebaut und über eine NEUE Piste mit der Axamer Lizum zusammengeschlossen werden, Zusammenschlüsse im Zillertal (Kaltenbach-Fügen) sind geplant, neue Lifte am Patscherkofel sind im Gespräch und, und, und...

        Da soll man noch glauben, daß das Liftbauen erschwert wird. Hahaha

        Wollte das nur mal loswerden.

        Bis später

        Peter

        Kommentar


        • #5
          Tiroler Lippenbekenntnisse

          Da passt eine Aussendung der Tiroler Grünen gut dazu:

          http://www.tirol.gruene.at/themen.ph...0&anzahl_a=211

          Kann mich auch erinnern, dass bei einer Konferenz Ende 2002 zum Themenbereich Alpine Raumordnung in Landeck der damalige und heutige LH Stv. Hannes Gschwentner darüber referiert hat, dass ohne weiteren Liftbau die Seitentäler wirtschaftlich ins Mittelalter absteigen werden. Die Bevölkerung werde nach Italien oder Deutschland auswandern.

          In seine Zuständigkeit fällt u.a. auch der Bereich Umweltschutz, daher auch sein Nachsatz, dass alle Erweiterungen 'sanft' und 'umweltgerecht' erfolgen müssen. Und vom LH selbst kamen ein Monate später ähnliche Absichtserklärungen.

          Sölden und Pitztal werden zusammengeschlossen, der Zug scheint aus heutiger Sicht so gut wie abgefahren. Ich lass' mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.


          lg., stephan
          «Bergsteigen ist mehr als ein Sport. Es ist eine Leidenschaft.»
          Hermann Buhl


          Tourenalbum: http://kofi.priv.at/

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          • #6
            NEUE LIFTE

            Solang ein Bedarf da ist, sollen neue Lifte gebaut werden !

            Es gibt h u n d e r t e Täler in Österreich, wo kein Lift steht
            und auch n i e einer gebaut werden wird.

            Wer Lifte hasst, hat also noch hunderte unberührte Täler,
            in die er gehen kann ! ! !

            Es tut mir für die "Natur-Schützer" leid : Aber das ist meine Meinung !

            Wenn mir jemand sagt, die Alpen seien übererschlossen,
            dann kostet mich das nur ein müdes Lächeln !
            So viele einsame Touren, wie ich in Österreich schon gegangen bin :
            in der Arktis kannst Du nicht einsamer sein !

            Wer in Österreich die "unberührte Natur" sucht,
            der wird sie auch noch in den nächsten hundert Jahren finden !
            ( Und länger hinaus brauchen wir derzeit wirklich nicht zu denken ! )

            Die Diskussion z. B. um die "Wilde Krimml" :
            Es war eigentlich von Anfang an klar, wie die Sache ausgeht.
            Und es war - meiner Meinung nach - so auch o. k. !

            Ich bin z. B. auch für eine Seilbahnverbindung Vent - Pitztal,
            wenn es die Einheimischen wollen.

            Eine Seilbahn auf den Linken Fernerkogel - ja : schon irgendwie schade :
            aber wenn es dem Fremdenverkehr hilft : warum nicht !
            ( dem "Vranitzky-Berg" macht es sicher nix aus ! )

            Eine Verbindung Pitztal - Rettenbachferner (Sölden) :
            was Logischeres gibt es doch nicht !

            Und eine "technische Verbindung" von Kals nach Matrei :
            Warum nicht, wenn es die Einheimischen für sinnvoll und finanzierbar halten !

            Natürlich habe ich damals gestaunt über die Seilbahnstütze auf`s Kitzsteinhorn -
            und mich ein bissel (neidisch) geärgert,
            weil ich noch zu Fuß von der Krefelder Hütte aus oben war.

            Jedoch ich meine :
            Pfarrer Senn würde über manche "grüne Bedenken" von heute
            nur staunend die Stirne runzeln - es nicht fassen können !

            Die Schweizer sch........ sich doch überhaupt um nichts.
            Aber : wie schön ist eine Seilbahnfahrt z. B. auf`s Kleine Matterhorn !
            Oder die Zahnradbahnfahrt auf`s Jungfraujoch !
            Oder auf den Pilatus !

            Wer sagt :
            Die Raxseilbahn - die Schneeberg-Zahnradbahn - das gehört (wieder) weg,
            der lügt sich doch was vor ! ! !

            PS:
            Bitte reisst auch die Hohe-Wand-Strasse NICHT (mehr) ab !
            Kämpft nicht gegen die Straße durch`s Helenental ! !
            Freut Euch darüber, daß es die wunderbare Glocknerstraße gibt ! ! !
            Zuletzt geändert von Willy; 31.01.2004, 02:49.
            TOUREN PLANEN - TOUREN (ERFOLGREICH) DURCHFÜHREN - TOUREN DOKUMENTIEREN

            Das ist auch eine Art "Heilige Dreifaltigkeit" !

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            • #7
              Alle Achtung für Dein PRO für Seilbahnen.
              Leider ist es ja so,dass gejammert wird über immer wieder neue Seilbahnanlagen aber benützt werden sie dann doch auch von den Nörglern ( z.B. für Skiabfahrten )



              Schönen Sonntag !!!!

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              • #8
                Schön, dass eine Vielfalt an Meinungen gibt. So eine Einstellung kenne ich aber nicht einmal von Hoteliers im Ötztal.

                Sofern der Bedarf da ist und Einheimische es wollen, sollen Lifte gebaut werden dürfen. Unterschreibe ich sofort, denn das würde einige dieser Projekte obsolet machen. Das Positive ist, dass die Einheimischen in den Fremdenverkehrsregionen nicht so radikal denken. Nicht mal ein Günther Aloys.

                Es stimmt schon, irgendwo in Österreich wird es auch in 500 Jahren noch ein stilles Tal geben. Aber vielleicht denkt man hi und da doch ein wenig weiter. Das 'Naturschutz' in den letzten Jahren ein wenig aus der Mode gekommen ist verwundert mich nicht allzu sehr, dass "Natur-Schützer" jetzt schon im negativen Sinn verwendet wird (noch dazu in einem Forum wie diesem), schon.
                Wie sieht es mit dem Nachhaltigkeitsgedanken aus? Schon mal überlegt, wie Skiregionen á la Sölden in 50, 100 Jahren aussehen werden? Das sich Freizeittrends laufend ändern, ist wohl bekannt. Und was bleibt, wenn in absehbarer Zeit Retten- und Tiefenbachferner nicht einmal mehr die Seilbahnstützen tragen können? Macht es Sinn, den Gletscher mit Chemikalien derart aufzweichen, um mit der Pistenraupe planieren zu können? Keine Horrorgeschichte eines "Natur-Schützers", sondern Wirklichkeit. In den Berg gesprengte Garagen, Freizeitarenen etc. - wer wird hier den Rückbau vornehmen, wenn die Kreditkarten ausbleiben? Gewiss, es wird andere Täler geben, wo man sich diesem Anblick entziehen kann. Aber was ich von so einer Einstellung halte, bedarf wohl keiner näheren Erläuterung.

                Ich bin z. B. auch für eine Seilbahnverbindung Vent - Pitztal, wenn es die Einheimischen wollen.
                Und, wollen sie es? Moment, ich meine nicht die wenigen eingesessenen Hoteliers im Pitztal oder irgendwelche Immobilien-Developer... Man könnte ja bei der Gelegenheit auch eine Verbindung ins Schnalstal zum dortigen Gletscherskigebiet bauen. Sofern natürlich die Genehmigungsverfahren vor dem gänzlichen Verschwinden des Gletschers abgeschlossen sind. Und den nicht sonderlich aufregenden Fußweg zur Martin Busch Hütte wäre man auf diese Weise auch los. Nur die Gurgler wollen nicht.

                Doch schon mal Gedanken darüber gemacht, wie Vent aussehen würde? Für die paar Häuser ein solches Skigebiet errichten, wer soll das zahlen? Skigebietserweiterungen benötigen einen Bedarf, der in Vent sicher nicht vorhanden ist. Und der auch nicht zu erreichen sein wird, schon gar nicht mit der bisherigen Gästeschicht. Die Konkurrenz im Tourismus wird größer und härter, sodass die Touristiker froh sind wenn die Nächtigungszahlen gehalten werden. Würden die großen Skigebiete noch größer werden, müßten man auch die entpsrechenden Bettenkapazitäten schaffen. Keine Liftgesellschaft baut einen Lift, nur weil auf der Landkarte die schwarze Linie sinnvoll erscheint. Doch wohin soll man in Sölden noch bauen? Der Talboden ist komplett verbaut, lediglich Gefahrenzonen sind noch großteils unbebaut. Und dorthin geht es.

                Der Siedlungsraum ist heute schon derartig knapp, dass der Druck auf Bauflächen in gelben und roten Zonen steigt. Oder man errichtet 'Satellitendörfer' in Höhe der Baumgrenzen - Hochsölden, Obergurgl - in die jeweils für 4 Monate im Jahr Leben einkehrt. Ich als Raumplaner würde mit dem Begriff 'Übererschließen' vorsichtig umgehen und es eher Übernutzung nennen.

                Was hat die ganze Diskussion mit der Straße durchs Helenental zu tun? Aber vielleicht darf ich daran erinnern, dass es in den 60er Jahren Pläne für eine 4spurige Schnellstraße von der Außenringautobahn durchs Helenental nach Baden gab. Aber auch hier gibts wieder andere Täler im Wienerwald zum fröhlichen (Weiter)Wandern.
                Und die Straße auf die Hohe Wand? Keine Angst, die verstreuten Wochenendhäuser im 'Naturpark' werden auch weiterhin per Auto zu erreichen sein. Hat übrigens ebenso wenig mit dem Thema zu tun wie der Zuckerrübenanbau in Kuba.

                Zu guter Letzt: ich bin selber leidenschaftlicher (Pisten)Skifahrer. Das hindert mich aber nicht daran, Projekte kritisch zu hinterfragen. Der Begriff Einsamkeit entsteht wohl durch Begrenztheit des eigenen Horizonts. Übrigens, auch in Hochsölden bin ich im Sommer 'einsam'. Oft sogar am Hermannskogel. Und der liegt bekanntlich in Wien.

                stephan
                «Bergsteigen ist mehr als ein Sport. Es ist eine Leidenschaft.»
                Hermann Buhl


                Tourenalbum: http://kofi.priv.at/

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                • #9
                  EINSAMKEIT

                  Wir - mein Schitouren-Partner und ich - waren in den letzten beiden Tagen
                  DIE EINZIGEN GÄSTE IM GESAMTEN KRIMMLERTAL
                  ( also vor allem auch im wunderbaren Krimmler Tauernhaus ).
                  Und das bei Prachtwetter und Semesterferien der östl. Bundesländer.

                  Ich war schon mindestens 30 Mal in Vent.
                  Wie viele "Bergbauern" gibt es dort und wieviele -
                  sagen wir "Tourismus-Einrichtungen" ?
                  Prozentsatz : - ( ratet mal ! )

                  Daß Lifte auch Hotels benötigen : nona !
                  Aber wie - sagen wir "interessant" - ist das z. B. im Kaunertal "gelöst" !

                  PS zu "Einsamkeit" :
                  Ich kann sogar am Stephansplatz oder in der ausverkauften Wiener Stadthalle unglaublich allein = einsam sein !

                  Und daß es in 500 Jahren nur mehr wenige "einsame " Täler in Östrerreich gibt, . . .
                  HUNDERTE ( sogar TAUSENDE ! ) EINSAME TÄLER WIRD ES NOCH GEBEN ! ! !
                  ( einsam in dem Sinn, daß dort praktisch "überhaupt nix los ist" )

                  Soviele Kinder werden heutzutage doch nicht mehr geboren,
                  daß eine österreichische Überbevölkerung droht !
                  Und jedes Dorf ein eigener Lift : jeder weiß, daß es das ( zum Glück ! ) nicht spielt.

                  Ehrlich :
                  Wer wagt irgendeine seriöse Prognose über die nächsten 10 und gar 100 Jahre ?
                  ( Meiner Meinung nach sind das Wichtigmacher und Pseudogelehrte ! )

                  stoffl : du machst Dir Gedanken, was in 50 Jahren sein wird.
                  Sehr gut !
                  Bitte denke einmal zurück, was VOR ( ca.) 50 Jahren war !

                  1945 wurde die "Skigesellschaft Saalbach" gegründet
                  und mit dem Bau des Kohlmais-Schleppliftes begonnen.
                  Dieser erste österr. Lift wurde 1946 feierlich seiner Bestimmung übergeben.
                  1947 eröffnete man den ersten Sessellift ( auf den Schattberg ).

                  Und dennoch kannst Du in diesem nun perfekt erschlossenen (Schi)Tal noch heute wunderbare EINSAME SCHITOUREN machen !
                  ( selber mehrmals ausprobiert ! ! ! )


                  Zuletzt geändert von Willy; 06.02.2004, 18:36.
                  TOUREN PLANEN - TOUREN (ERFOLGREICH) DURCHFÜHREN - TOUREN DOKUMENTIEREN

                  Das ist auch eine Art "Heilige Dreifaltigkeit" !

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                  • #10
                    Willy, ich glaub' zumindest punkto Einsamkeit sind wir uns soweit einig, als dass es selbst in ferner Zukunft noch Gebiete in Österreich geben wird, die nicht durch Liftanlagen erschlossen sind. Ich meine allerdings, dass dieser Umstand nicht als pauschale Genehmigung aktueller Skigebietserweiterungen herhalten darf. Mit einer ähnlichen Argumentation wäre auch die Rodung der Donauauen legitim, irgendwo auf der Kugel wird's wohl noch andere Augebiete geben.

                    Was mich stört ist die dauernde Schwarz-Weiss-Malerei. Kommt kein Lift, geht die Bevölkerung zugrunde. Wird gebaut, naht die Klimakatastrophe. Wenn ich gegen die aktuellen Skigebietserweiterungen (Zusammenschlüsse mögen da und dort sinnvoll sein) bin, stelle ich nicht die Schneebergbahn oder pauschal sämtliche Liftanlagen im alpinen Raum in Frage. Genauso wenig besteht die Bevölkerung in Vent nicht nur aus Hoteliers und Bergbauern. Vent lebt seit Jahrzehnten großteils vom 'sanften' Tourismus, als Nebenerwerb dient allerdings auch heute noch oft die Landwirtschaft. Aber auch 'reine' Bergbauern gibt es, ich behaupte sogar mehr als Hoteliers. Glaubst du wirklich, der Zusammenschluss mit dem Gletscherskigebiet Pitztal würde den Einwohnern nutzen, ihr Leben verbessern? In welcher Art und Weise?

                    All die Bauten in Hochgebirgslagen haben den riesen Nachteil, dass die durch sie verursachten Schäden - wenn überhaupt - nur sehr aufwendig und dementsprechend teuer rückgängig zu machen sind. Ich würde allerdings sämtlichen Erweiterungen sofort zustimmen, wenn die dadurch entstandenen Schäden ('externen Effekte') inkl. der Wiederherstellung in den Ausgangszustand finanziell den Betreibern angelastet werden. Und natürlich nur dann, wenn keine gesetzlichen Schutzbestimmungen verletzt werden. Im Fall Vent/Pitztal wäre bei Verwirklichung des Projektes das 'Ruhegebiet Ötztal' nicht einmal mehr das Papier wert, auf dem es verfasst wurde.

                    Aber weil du's angesprochen hast - ein Blick zurück: wie war das damals mit der Verlängerung der Glockner Hochalpenstraße in die Gamsgrube inkl. Großparkplatz und Seilbahn auf den Fuscherkarkopf? Schade, dass es beides bis heute nicht gibt (man wär' immerhin schneller auf der Oberwalderhütte) ? Der Tourismus in Heiligenblut hat's verkraftet- ja er profitiert heute sogar in gewisser Weise von diesem einzigartigen Sonderschutzgebiet. Und die Argumente pro Straßenverlängerung & Seilbahn waren seinerzeit die Gleichen wie heute: ohne Verwirklichung drohe dem ganzen oberen Mölltal der wirtschaftliche Niedergang. Pleite ist seit Mitte der 90er Jahre übrigens nur die Liftgesellschaft in Heiligenblut.

                    In vielen Gebieten Österreichs ist man mittlerweile auf Alternativen zu Skigebietserweiterungen umgestiegen. Ich möchte hier nicht das Schlagwort des 'sanften' Tourismus propagieren, aber der Liftbau als Instrument zur regionalen Entwicklungsförderung ist mit Vorsicht zu genießen.

                    Ich lehne mich nicht generell gegen Liftanlagen auf. Auch nicht gegen kleinere Neu- und Ausbauten (von mir aus soll Vent sein Skigebiet ohne Berührung des Ruhegebietes ausbauen). Aber Projekte mit ökologisch wie auch ökonomisch fatalen Auswirkungen sollten unterbunden werden. Das sage ich nicht als 'Wichtigmacher' oder 'Pseudegelehrter', sondern weil auch ich gerne noch in 40 Jahren die Wildspitze ohne Stahl und Beton vor Augen erleben möchte.

                    stephan
                    «Bergsteigen ist mehr als ein Sport. Es ist eine Leidenschaft.»
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                    • #11
                      ich glaube, wir müssen uns bewusst machen und uns dazu bekennen, dass es natur nicht mehr gibt (zumindest nicht in europa), sondern nur mehr kulturlandschaft. das beginnt bei der besiedelung, geht über den straßenbau zu nutzflächen (landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich, jagdlich, etc.) zu eben erholungsflächen. überall greift der mensch bewusst ein, in welcher form auch immer: er baut, bewirtschaftet, reguliert, holzt auf und ab, legt an, sichert, zäunt ein, baut ab, schützt, etc. d.h. wo fängt obige diskussion an, wo hört sie auf? ist es nicht viel mehr eine diskussion des WIE? zudem ist sie wohl kaum auf liftanlagen zu beschränken, und ich finde es auch nicht richtig, die liftgesellschaften und hoteliers als buhmänner vor den vorhang zu holen. ist nicht überall auch ein nutzen wo ein schaden ist und umgekehrt?

                      konkretes beispiel im fall der liftanlagen: bergbauern sind ein wichtiger ökologischer faktor, deren überleben aus eigener kraft nicht mehr gewährleistet ist. d.h. bergbauern kann man in zeiten von massenproduktion und automatisation nur mehr durch förderungen dazu motivieren, das weiter zu tun, was sie bisher getan haben, oder man eröffnet ihnen neue einnahmequellen. und dazu gehört nun einmal die pacht (dass liftgesellschaften ihre lifte und pisten über die gründe der bergbauern führen dürfen), einnahmen aus nebenerwerben (z.b. gastronomie - die in österreich so beliebten urigen skihütten), etc. bitte nicht das argument der bösen kapitalistischen hoteliers und liftgesellschaften strapazieren, die als einzige solche projekte befürworten. damit kann ich herzlich wenig anfangen, denn letztlich profitieren viele davon!

                      anderes weniger spektakuläres beispiel: ich bin in kitzbühel aufgewachsen. meine großeltern haben sich ihr haus durch zimmer vermieten finanziert und haben auf diese weise ebenfalls am steigenden wohlstand partizipiert. ich hatte als kind/jugendliche eine tolle infrastruktur zur verfügung (öffentliche verkehrsmittel, schulen, lifte, andere freizeiteinrichtungen, gastronomie, kulturangebote, attraktive geschäfte, etc.), die ich keinesfalls missen möchte. und letztlich habe ich mir als skilehrer mein studium mitfinanziert ... wir alle waren froh, dass kitzbühel eine wohlhabende gemeinde ist, die sich leisten konnte, ihrer bevölkerung all das zur verfügung zu stellen. schlecht? nicht per se. es ist natürlich auch dort nicht alles gold, was glänzt (zweifelhafte baugenehmigungen und -vorhaben, etc.), aber ist das ein grund, gleich alles pauschal zu verurteilen?

                      lg
                      Susanne


                      Denn die Dinge sind nie so wie sie sind, sondern immer das, was man daraus macht.
                      Jean Anouilh

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                      • #12
                        gute diskussion
                        @ willy

                        kleine kritik wenn man nur an die nächsten 100 jahre denkt (das ist etwas mehr als die lebenserwartung eines menschen) ist das doch mehr als egoistisch. weil ich find meine kinder sollen auch noch annähernd das vorfinden (naturmäßig), was wir derzeit (noch) oder auch nicht mehr haben.

                        mfg
                        Wer höher klettert, sieht weiter,
                        wer weiter sieht, träumt länger

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