Samstag, 29. März 2026
Es war längst schon Zeit für den ersten Besuch des Eichkogels im Frühjahr 2026.
Die Gelegenheit dazu bot sich dann am Tag vor dem Palmsonntag, der im Osten Österreichs bedeckt, kalt und stark windig verlaufen sollte. Das klang für längere Touren gar nicht einladend, aber eine Nachmittagsrunde über den Eichkogel sollte - bei niederschlagsfreiem Wetter - doch drin sein.
Wie gewohnt starte ich bei der Haltestelle Guntramsdorf und werde dort von einigen beißend kalten Windböen begrüßt. Ein wenig schimmert von Süden her, wo die Wolken dünner sind, die Sonne durch.
Ich folge zunächst dem Kreuzweg entlang der Weinberge; die dazu passende Weingartenkapelle ist schon in Sichtweite. Nach der milden Wetterphase im März ist grün bereits die Hauptfarbe der Landschaft.
04-KreuzwegWeingartenkapelle.jpg
Die Forsythien neben der 11. Kreuzwegstation stehen schon in Blüte und leuchten dank ihrer kräftigen Farbe sogar ohne Sonnenschein.
43-Kreuzweg11Station.jpg
Am Beginn des Anstiegs zum Eichkogel vom Weg entlang der Ersten Wiener Hochquellenleitung stehen etliche Obstbäume, die etwas zeitversetzt blühen.
Bei diesem Zweig tippe ich nach allen Vergleichsbildern, dass er zu einem Marillenbaum gehört. (Falls doch nicht, bin ich dankbar für korrigierende Hinweise!)
12-Marillenblüten.jpg
Der Weg steigt nun kurz steiler an. Und gleich am ersten möglichen Platz, den ich aus den vergangenen Jahren kenne, steht tatsächlich eine bereits weitgehend geöffnete Zwergschwertlilie.
14-Zwergschwertlilie.jpg
Die blauvioletten Exemplare sind wie stets deutlich in der Mehrzahl, aber zwischen ihnen stehen auch einige Blüten mit gelben Blättern.
16-gelbeZwergschwertlilie.jpg
Ich steige zunächst zum Gipfel an. Hier dominiert Buschwald mit nur einzelnen hohen Bäumen. Einige von ihnen sind bereits vor dem September 2024 (wann auch immer genau) umgestürzt und liegen immer noch da. Sie wurden aber zurechtgeschnitten, und man kommt mittlerweile leichter an ihnen vorbei.
Die kleine flache Gipfellichtung ist von sehr unterschiedlichen Bäumen umgeben. An ihrem Rand bringen einige Adonisröschen einen kräftigen Gelbton mit hinein.
20-Gipfellichtung-Adonisröschen.jpg
Der teilweise lockere Wald um den Gipfel bietet offensichtlich beste Voraussetzungen für das Wachsen der Duftveilchen (Viola odorata).
22-Duftveilchen.jpg
Wie erwartet, steht an zahlreichen Stellen vor allem am Waldrand auch die Echte Schlüsselblume.
26-EchteSchlüsselblume.jpg
Ich beginne meine Runde in der Hoffnung zu schließen, dabei auf weitere Zwergschwertlilien zu stoßen, und werde nicht enttäuscht. In Summe finde ich sogar deutlich mehr Exemplare als ich - noch vor dem Ende des Monats März - erwartet hätte; teilweise stehen sie in Gruppen beisammen.
28-Zwergschwertlilien.jpg
Aber ihre Blütephase beginnt hier gerade erst. Und so bietet sich die ideale Möglichkeit, die Iris pumila in unterschiedlichen Stadien bestaunen zu können:
mit noch ganz geschlossenen Blütenblättern, die aber schon ihre Farbe durchscheinen lassen...
30-GeschlosseneZwergschwertlilie.jpg
...über Blüten, die sich gerade ganz vorsichtig zu öffnen beginnen,...
32-sichöffnendeZwergschwertlilie.jpg
...bis zu bereits weitgehend geöffneten.
36-Zwergschwertlilie.jpg
Interessanterweise sind die Adonisröschen, die nach meinen bisherigen Eindrücken meist ein wenig früher als die Zwergschwertlilien blühen, heuer noch wenig entwickelt. Erst einige ihrer Blüten beginnen sich zu öffnen, die meisten sind noch im Knospenstadium.
Der - etwas gezoomte - Blick nach Süden bestätigt das unübliche Phänomen, dass die Bewölkung heute Richtung Schneeberg und Semmering lockerer ist als im Raum Wien.
Hinter Gumpoldskirchen ist zunächst der Harzberg mit der Aussichtswarte zu sehen, dahinter - mit gut erkennbarem Schnee - die Hohe Wand und die Vordere Mandling. In der klaren Luft reicht die Sicht rechts hinten bis zum Krummbachstein und der Flanke zum Waxriegel am Hochschneeberg, wo es aktuell wesentlich sonniger ist als im Raum Wien.
39-ZoomGumpoldskirchen-HoheWand.jpg
Aber die Weingärten mit den benachbarten Bäumen und Hecken bieten genügend Motive, die selbst ohne Sonneneinstrahlung gut aussehen.
41-Weingärten.jpg
Sehr zufrieden mit den heutigen botanischen Eindrücken - und zudem dankbar für jede Minute, die ich an weitgehend windgeschützten Plätzen verbringen konnte
- schließe ich meine Nachmittagsrunde und gehe über den Kreuzweg zur Haltestelle Guntramsdorf zurück.
45-KreuzwegWeingartenkapelle.jpg
Mein Fazit
Ich bin froh, dass diese kurze Runde auch bei Kälte gut möglich war, und freue mich, dass ich bereits deutlich mehr Zwergschwertlilien als erwartet angetroffen habe.
Die Region um den Eichkogel ist botanisch so vielfältig, dass sich zu allen Zeiten Interessantes finden lässt.
Wer speziell auf der Suche nach der Iris pumila ist, könnte in etwa einer Woche - also um die Osterfeiertage - kommen, wenn ihre Blüte den Höhepunkt erreichen sollte.
Vielleicht schaffe ich das. In jedem Fall hoffe ich, dass es im heurigen Jahr nicht mein letzter Besuch dieser faszinierenden Naturlandschaft am Ostrand der Alpen war.
Es war längst schon Zeit für den ersten Besuch des Eichkogels im Frühjahr 2026.
Die Gelegenheit dazu bot sich dann am Tag vor dem Palmsonntag, der im Osten Österreichs bedeckt, kalt und stark windig verlaufen sollte. Das klang für längere Touren gar nicht einladend, aber eine Nachmittagsrunde über den Eichkogel sollte - bei niederschlagsfreiem Wetter - doch drin sein.
Wie gewohnt starte ich bei der Haltestelle Guntramsdorf und werde dort von einigen beißend kalten Windböen begrüßt. Ein wenig schimmert von Süden her, wo die Wolken dünner sind, die Sonne durch.
Ich folge zunächst dem Kreuzweg entlang der Weinberge; die dazu passende Weingartenkapelle ist schon in Sichtweite. Nach der milden Wetterphase im März ist grün bereits die Hauptfarbe der Landschaft.
04-KreuzwegWeingartenkapelle.jpg
Die Forsythien neben der 11. Kreuzwegstation stehen schon in Blüte und leuchten dank ihrer kräftigen Farbe sogar ohne Sonnenschein.
43-Kreuzweg11Station.jpg
Am Beginn des Anstiegs zum Eichkogel vom Weg entlang der Ersten Wiener Hochquellenleitung stehen etliche Obstbäume, die etwas zeitversetzt blühen.
Bei diesem Zweig tippe ich nach allen Vergleichsbildern, dass er zu einem Marillenbaum gehört. (Falls doch nicht, bin ich dankbar für korrigierende Hinweise!)
12-Marillenblüten.jpg
Der Weg steigt nun kurz steiler an. Und gleich am ersten möglichen Platz, den ich aus den vergangenen Jahren kenne, steht tatsächlich eine bereits weitgehend geöffnete Zwergschwertlilie.

14-Zwergschwertlilie.jpg
Die blauvioletten Exemplare sind wie stets deutlich in der Mehrzahl, aber zwischen ihnen stehen auch einige Blüten mit gelben Blättern.
16-gelbeZwergschwertlilie.jpg
Ich steige zunächst zum Gipfel an. Hier dominiert Buschwald mit nur einzelnen hohen Bäumen. Einige von ihnen sind bereits vor dem September 2024 (wann auch immer genau) umgestürzt und liegen immer noch da. Sie wurden aber zurechtgeschnitten, und man kommt mittlerweile leichter an ihnen vorbei.
Die kleine flache Gipfellichtung ist von sehr unterschiedlichen Bäumen umgeben. An ihrem Rand bringen einige Adonisröschen einen kräftigen Gelbton mit hinein.
20-Gipfellichtung-Adonisröschen.jpg
Der teilweise lockere Wald um den Gipfel bietet offensichtlich beste Voraussetzungen für das Wachsen der Duftveilchen (Viola odorata).
22-Duftveilchen.jpg
Wie erwartet, steht an zahlreichen Stellen vor allem am Waldrand auch die Echte Schlüsselblume.
26-EchteSchlüsselblume.jpg
Ich beginne meine Runde in der Hoffnung zu schließen, dabei auf weitere Zwergschwertlilien zu stoßen, und werde nicht enttäuscht. In Summe finde ich sogar deutlich mehr Exemplare als ich - noch vor dem Ende des Monats März - erwartet hätte; teilweise stehen sie in Gruppen beisammen.
28-Zwergschwertlilien.jpg
Aber ihre Blütephase beginnt hier gerade erst. Und so bietet sich die ideale Möglichkeit, die Iris pumila in unterschiedlichen Stadien bestaunen zu können:
mit noch ganz geschlossenen Blütenblättern, die aber schon ihre Farbe durchscheinen lassen...
30-GeschlosseneZwergschwertlilie.jpg
...über Blüten, die sich gerade ganz vorsichtig zu öffnen beginnen,...
32-sichöffnendeZwergschwertlilie.jpg
...bis zu bereits weitgehend geöffneten.
36-Zwergschwertlilie.jpg
Interessanterweise sind die Adonisröschen, die nach meinen bisherigen Eindrücken meist ein wenig früher als die Zwergschwertlilien blühen, heuer noch wenig entwickelt. Erst einige ihrer Blüten beginnen sich zu öffnen, die meisten sind noch im Knospenstadium.
Der - etwas gezoomte - Blick nach Süden bestätigt das unübliche Phänomen, dass die Bewölkung heute Richtung Schneeberg und Semmering lockerer ist als im Raum Wien.
Hinter Gumpoldskirchen ist zunächst der Harzberg mit der Aussichtswarte zu sehen, dahinter - mit gut erkennbarem Schnee - die Hohe Wand und die Vordere Mandling. In der klaren Luft reicht die Sicht rechts hinten bis zum Krummbachstein und der Flanke zum Waxriegel am Hochschneeberg, wo es aktuell wesentlich sonniger ist als im Raum Wien.
39-ZoomGumpoldskirchen-HoheWand.jpg
Aber die Weingärten mit den benachbarten Bäumen und Hecken bieten genügend Motive, die selbst ohne Sonneneinstrahlung gut aussehen.
41-Weingärten.jpg
Sehr zufrieden mit den heutigen botanischen Eindrücken - und zudem dankbar für jede Minute, die ich an weitgehend windgeschützten Plätzen verbringen konnte
- schließe ich meine Nachmittagsrunde und gehe über den Kreuzweg zur Haltestelle Guntramsdorf zurück.45-KreuzwegWeingartenkapelle.jpg
Mein Fazit
Ich bin froh, dass diese kurze Runde auch bei Kälte gut möglich war, und freue mich, dass ich bereits deutlich mehr Zwergschwertlilien als erwartet angetroffen habe.
Die Region um den Eichkogel ist botanisch so vielfältig, dass sich zu allen Zeiten Interessantes finden lässt.
Wer speziell auf der Suche nach der Iris pumila ist, könnte in etwa einer Woche - also um die Osterfeiertage - kommen, wenn ihre Blüte den Höhepunkt erreichen sollte.
Vielleicht schaffe ich das. In jedem Fall hoffe ich, dass es im heurigen Jahr nicht mein letzter Besuch dieser faszinierenden Naturlandschaft am Ostrand der Alpen war.
und die Anregung zu einem bunten Osterspaziergang werde ich vermutlich sogar annehmen.
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