Gestern gab es eine markante Superzelle in der Weststeiermark bei Köflach mit bis zu 5cm großen Hagel. Dabei fielen außerdem 29mm in 10 Minuten.
Clipboard01.jpg Quelle: Panocloud Graz Airport, 2. September 2026, 17 Uhr
Man sieht gut die breite regenfreie Aufwindbasis und den markanten Niederschlagsvorhang mit den dunklen Hagelfallstreifen. Das Gewitter war rund FL370 hoch (rund 11km). Es sorgte für rund 3 Mio Euro Schaden in der Landwirtschaft.
Von Nik Zimmermann, UBIMET:
Ebenso eindrücklich seine Grafik zu den kühlen Tagen: Höchstwerte von max. 20°C haben in Wien die letzten Jahrzehnte stark abgenommen.
kuehletage.jpg
Das schlägt sich natürlich in der kontinuierlichen Aufheizung von Gebäuden und Gewässern nieder, weshalb die Verschnaufpausen zwischen den Hitzewellen immer kürzer werden.
St. Andrä im Lavanttal hat heute den 101. Sommertag in diesem Jahr. Rekord liegt bei 105 aus dem Jahr 2022, das wird sich auch noch ausgehen.
Ein Rückblick auf den meteorologischen Sommer (1.6.-31.8.) findet ihr von Manuel Kelemen auf wetterblog.at.
In Baden-Württemberg gab es heuer bisher 38 Hitzetage, das sind 12 mehr als beim bisherigen Extremwert von 2003.
++++++++++++++++
Wie geht's nun weiter und wann endet die elendige Trockenheit?
Heute liegt ein diffluenter Höhenjet über den Alpenraum, sodass am Abend noch ein paar Regenschauer und vereinzelt kurze Gewitter im Norden und Osten entstehen können.
Wegen der kurzen örtlichen Verweilzeit bringen sie aber kaum nennenswerten Niederschlag. Dazu ist es in den Niederungen verbreitet sommerlich warm mit 25 bis 28 Grad. Am Sonnblick auf 3189m hat es +5°C.
Am Freitag dominiert Zwischenhocheinfluss bei nochmals 30ern in den Niederungen, in 1500m hat es rund 18 auf der Rax und +22 am Brenner. Im Hochgebirge weht kräftiger West- bis Nordwestwind. Sonst frischt er nur entlang der Voralpen auf. Es bleibt überall trocken und oftmals sogar wolkenlos.
Von Norden nähert sich in der zweiten Nachthälfte eine Kaltfront, die am Samstag wieder mal unter Abschwächung über den Alpenraum zieht. Vor allem im Donauraum und entlang der Voralpen bis Alpenostrand frischt teils stürmischer Westwind auf. Ein paar unmotivierte Schauer und einzelne Gewitter, vor allem nach Süden hin, sind auch mit von der Partie. Es kühlt zum Vortag um rund 10 Grad ab. Im östlichen Flachland könnte es nach einer stellenweise Tropennacht sogar nur wenige Grad Tagesgang geben.
Insgesamt also leider kein gutes Tourenwetter, aber auch nur stellenweise nennenswerter Niederschlag. Einziger Pluspunk: Gute Fernsicht nach Osten, sobald die Schauer abgezogen sind. Speziell im Wienerwald würde ich aber bedenken, dass derzeit sehr viele Bäume durch die Trockenheit geschädigt sind und es daher verbreitet zu Windwurf kommen kann, selbst bei nur stürmischem Wind (unter 80km/h).
Am Sonntag, wenn ich arbeiten muss, herrscht unter Hochdruckeinfluss natürlich dann perfektes Tourenwetter. Nach stellenweise Frühnebel und einstelligen Tiefstwerten tagsüber dann angenehme 18 bis 25 Grad. Also der Jahreszeit entsprechend.
Am Montag verlagert sich der Keil ostwärts und ein kleiner Kurzwellentrog schwenkt durch. Tendenziell scheint das westliche Bergland und der Süden am ehesten von Gewittern betroffen. In 1500m hat es dann wieder rund 15-17°C. Im äußersten Westen mitunter leicht föhniger Südwind vor den Gewittern.
+++++++++
Trend:
Am Dienstag schwülwarm und vorlaufend erste Gewitter im Bergland möglich. In der Nacht auf Mittwoch bzw. am Mittwoch dann markanter Kaltfrontdurchgang. Die Modelle rechnen diesen noch unterschiedlich, teils schleifend. Der meiste Niederschlag fällt jedenfalls auf der warmen Seite der Front. Im Nordstau mit Schneefallgrenze Richtung 2500m dann nurmehr ein paar Zentimeter neu. In weiterer Folge nochmal kurz wärmer und dann neuerlicher Kaltluftvorstoß.
Das extrem heiße Mittelmeer wird wahrscheinlich noch nicht angezapft, damit keine tagelange Starkregenlage in Sicht.
Gruß, Felix
Clipboard01.jpg Quelle: Panocloud Graz Airport, 2. September 2026, 17 Uhr
Man sieht gut die breite regenfreie Aufwindbasis und den markanten Niederschlagsvorhang mit den dunklen Hagelfallstreifen. Das Gewitter war rund FL370 hoch (rund 11km). Es sorgte für rund 3 Mio Euro Schaden in der Landwirtschaft.
Von Nik Zimmermann, UBIMET:
Italienisches Klima: Die mittlere Temperatur in diesem Sommer lag in Wien bei 24 Grad und damit nur knapp unter dem Klimamittel 1991–2020 im Florenz-Prato-Pistoia-Becken (24,4 Grad) und rund 1,4 Grad über dem dortigen Mittel von 1961–1990 (22,6 Grad in Florenz und Prato).
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Das schlägt sich natürlich in der kontinuierlichen Aufheizung von Gebäuden und Gewässern nieder, weshalb die Verschnaufpausen zwischen den Hitzewellen immer kürzer werden.
St. Andrä im Lavanttal hat heute den 101. Sommertag in diesem Jahr. Rekord liegt bei 105 aus dem Jahr 2022, das wird sich auch noch ausgehen.
Ein Rückblick auf den meteorologischen Sommer (1.6.-31.8.) findet ihr von Manuel Kelemen auf wetterblog.at.
In Baden-Württemberg gab es heuer bisher 38 Hitzetage, das sind 12 mehr als beim bisherigen Extremwert von 2003.
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Wie geht's nun weiter und wann endet die elendige Trockenheit?
Heute liegt ein diffluenter Höhenjet über den Alpenraum, sodass am Abend noch ein paar Regenschauer und vereinzelt kurze Gewitter im Norden und Osten entstehen können.
Wegen der kurzen örtlichen Verweilzeit bringen sie aber kaum nennenswerten Niederschlag. Dazu ist es in den Niederungen verbreitet sommerlich warm mit 25 bis 28 Grad. Am Sonnblick auf 3189m hat es +5°C.
Am Freitag dominiert Zwischenhocheinfluss bei nochmals 30ern in den Niederungen, in 1500m hat es rund 18 auf der Rax und +22 am Brenner. Im Hochgebirge weht kräftiger West- bis Nordwestwind. Sonst frischt er nur entlang der Voralpen auf. Es bleibt überall trocken und oftmals sogar wolkenlos.
Von Norden nähert sich in der zweiten Nachthälfte eine Kaltfront, die am Samstag wieder mal unter Abschwächung über den Alpenraum zieht. Vor allem im Donauraum und entlang der Voralpen bis Alpenostrand frischt teils stürmischer Westwind auf. Ein paar unmotivierte Schauer und einzelne Gewitter, vor allem nach Süden hin, sind auch mit von der Partie. Es kühlt zum Vortag um rund 10 Grad ab. Im östlichen Flachland könnte es nach einer stellenweise Tropennacht sogar nur wenige Grad Tagesgang geben.
Insgesamt also leider kein gutes Tourenwetter, aber auch nur stellenweise nennenswerter Niederschlag. Einziger Pluspunk: Gute Fernsicht nach Osten, sobald die Schauer abgezogen sind. Speziell im Wienerwald würde ich aber bedenken, dass derzeit sehr viele Bäume durch die Trockenheit geschädigt sind und es daher verbreitet zu Windwurf kommen kann, selbst bei nur stürmischem Wind (unter 80km/h).
Am Sonntag, wenn ich arbeiten muss, herrscht unter Hochdruckeinfluss natürlich dann perfektes Tourenwetter. Nach stellenweise Frühnebel und einstelligen Tiefstwerten tagsüber dann angenehme 18 bis 25 Grad. Also der Jahreszeit entsprechend.
Am Montag verlagert sich der Keil ostwärts und ein kleiner Kurzwellentrog schwenkt durch. Tendenziell scheint das westliche Bergland und der Süden am ehesten von Gewittern betroffen. In 1500m hat es dann wieder rund 15-17°C. Im äußersten Westen mitunter leicht föhniger Südwind vor den Gewittern.
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Trend:
Am Dienstag schwülwarm und vorlaufend erste Gewitter im Bergland möglich. In der Nacht auf Mittwoch bzw. am Mittwoch dann markanter Kaltfrontdurchgang. Die Modelle rechnen diesen noch unterschiedlich, teils schleifend. Der meiste Niederschlag fällt jedenfalls auf der warmen Seite der Front. Im Nordstau mit Schneefallgrenze Richtung 2500m dann nurmehr ein paar Zentimeter neu. In weiterer Folge nochmal kurz wärmer und dann neuerlicher Kaltluftvorstoß.
Das extrem heiße Mittelmeer wird wahrscheinlich noch nicht angezapft, damit keine tagelange Starkregenlage in Sicht.
Gruß, Felix
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