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Lawinen Airbags - was können sie wirklich ?

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  • Schöngeist
    antwortet
    AW: Lawinen Airbags - was können sie wirklich ?

    Ich verkaufe seit mittlerweile fast 14 Jahren Lawinenairbags.
    Über die Vorteile eines Lawinenairbags braucht man glaube ich nicht mehr diskutieren.
    Der Lawinenairbag kann eine Ganzverschüttung verhindern, bzw. die Verschüttungstiefe verringern, eine hundertprozentige Sicherheit
    kann keines der am Markt befindlichen Systeme garantieren.
    Und der Lawinenairbag ist eine Zusatzsicherung zur Standardausrüstung wie LVS-Gerät, Schaufel und Sonde, der Lawinenairbag ist ein aktives Rettungssystem,
    das heißt ich bin nicht davon abhängig von jemandem gefunden zu werden, sondern KANN eine Tiefenverschüttung selbst verhindern.
    Dies unterscheidet das System auch vom jahrelangen "Möchtegernkonkurrenten" Lawinenball.
    Zu den unterschiedlichen Systemen:
    ABS: Abs ist das bekannteste Airbagsystem, 2 seitliche Airbags blasen sich innerhalb von Sekunden auf.

    Vorteil des ABS:
    2 Airbags (falls 1 Airbag beschädigt wird)
    Meistverwendetes System: Die Kartuschen bekommt man weltweit, und sind derzeit die am meisten verbreiteten.
    Durch die 2 Airbags kann man sich in der Lawine besser aufrichten.
    Carbonpatrone (um die Hälfte leichter als die Stahlpatrone, dafür fast um das dreifache teurer, liegt derzeit laut Liste bei 280 Euro.

    Nachteil des ABS: Service und Nachlieferung (ABS Rucksäcke sind erst ab Mitte Februar wieder bei der Herstellerfirma verfügbar), noch schlimmer allerdings,
    sowohl Carbon als auch Stahlpatronen sind ebenfalls erst ab Mitte bis Ende Februar verfügbar, daher wird es immer mühsamer Testauslösungen durchzuführen.
    Bei einer Auslösung muss sowohl Patrone als auch Griff getauscht werden.
    Kommt es zu einer Auslösung ohne angeschraubter Kartusche ist der Airbagrucksack meistens beschädigt, daher nur den Auslösegriff ansetzen wenn die Kartusche eingeschraubt ist.

    Mittlerweile gibt es zahlreiche Hersteller wie Dynafit, Salewa, Northface..., und in der nächsten Saison Ortovox, die Rucksäcke mit ABS System anbieten.

    Vorteile des Mammut RAS
    Bieten so ziemlich die größte Auswahl an Rucksäcken, von 18 bis 45 Liter,
    vom kurzen Rücken (RAS short) bis ultraleicht.
    Bestechen durch besten Tragekomfort, außerdem kann durch den Ausbau des RAS-Systems der Rucksack
    auch als normaler Alpin und Tourenrucksack ohne Airbag verwendet werden.
    Schutz des Kopfes und des Nacken durch den Kopf umhüllenden Airbag.
    Auslösesystem kann problemlos getestet werden, mittels eines beigefügten Spezialschlüssels
    wird der Auslösemechanismus wieder zurückgespannt.
    Eine meiner RAS Schulungen wurde mitgefilmt, da wird das komplette System erklärt:
    http://www.youtube.com/watch?v=wveX-...yqn7Cg&index=1

    Nachteil beim Mammutsystem:
    Die Kartuschen sind weltweit NOCH nicht so verbreitet wie die von ABS.

    Snowpulse hat den Vorteil dass der Airbag den Kopf optimal umschließt und an die Schneeoberfläche bringt,
    allerdings mit dem Nachteil, dass man das System nicht wie bei RAS ausbauen und in einen anderen Rucksack einbauen kann
    bzw. den Rucksack auch seperat ohne Rettungssystem verwenden kann.
    Vorteil optimalster Schutz für Kopf und Nacken

    Nachteil: so ziemlich das teuerste System am Markt
    Die Schulterriemen können etwas unangenehm wirken wegen des darin verstauten Airbags

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  • FloImSchnee
    antwortet
    AW: Lawinen Airbags - was können sie wirklich ?

    Zitat von nimbi Beitrag anzeigen
    ...welchen der vielen angebotenen Airbags ich kaufen soll, weil alle sehr teuer sind und einer "am (relativ) Besten" sein wird.
    Einverstanden, diesbzgl. noch deutlichere Informationen zu haben wäre schon interessant.

    Zitat von nimbi Beitrag anzeigen
    Es bestätigt immerhin ansatzweise mein Bauchgefühl, dass der "Kragenförmige" RAS-airbag den Kopf besser schützt.
    Das bestätigt auch der SLF-Test.
    (der bessere Schutz vor mechanischen Verletzungen war auch für mich der Grund, einen Snowpulse Lifebag und keinen ABS und keinen RAS zu kaufen)

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  • nimbi
    antwortet
    AW: Lawinen Airbags - was können sie wirklich ?

    es steht auch in der verlinkten Studie, dass die Testsituation für die "Testdummies" günstig war, weil keine Geländefaktoren vorlagen, die eine wirklich tiefe Verschüttung begünstigt hätten.
    Von daher könne man die Aussagen eben nicht verallgemeinern ..

    Auf gut deutsch, wie von mir angeregt, gehört ein noch deutlich umfangreicherer Test mit mehr Testsituationen her, um zu noch klareren Aussagen kommen zu können.

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  • FloImSchnee
    antwortet
    AW: Lawinen Airbags - was können sie wirklich ?

    Auch ich versteh nicht, worauf du hinaus willst, nimbi.
    Das Funktionsprinzip ist für mich klar nachvollziehbar, selbst ohne Tests würde ich glauben, dass es funktioniert.
    Dann gibt's die Untersuchung vom SLF, damit bin ich zufrieden.

    Zitat von nimbi Beitrag anzeigen
    2. Nein, reicht mir nicht. Wenn ich 800 Euro ausgeben soll (inklusive einer kartusche),
    Musst eh nicht, ist deine Entscheidung.

    Zitat von nimbi Beitrag anzeigen
    und bei jeder Tour 2.5kg extra mitschleppen soll
    Im Vergleich zu einem normalen Skitourenrucksack sind's 700 (Snowpulse Lifebag Lite 35) bis 1500g mehr.

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  • tollerhecht1
    antwortet
    AW: Lawinen Airbags - was können sie wirklich ?

    Natürlich kann es auch mit Airbag zur Ganzverschüttung kommen, während der Lawinenbereich in welchem ich mich gerade zum Stillstand kommt bin ich mit Airbag aber definitiv weiter oben als ohne - deshalb auch die durchschnittlich niedrigere Verschüttungstiefe. Wenn man in einem Graben liegt der zugeschüttet wird hat man mit und ohne Airbag schlechte Chancen.

    Das ist es ! Danke ! Genau so ! So klar wie du es sagst wird es eben nicht !! diskutiert ! Allgemein heist es das es eine Verschüttung verhindert !
    Gute NAcht !

    PS
    Ich freue micht sehr das hier ordentlich diskutiert wird

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  • nimbi
    antwortet
    AW: Lawinen Airbags - was können sie wirklich ?

    Ich denke die Studien wurden schon weiter oben mehrfach verlinkt. Und das waren die mit einer recht kleinen Stichprobe. Was zwischen 1991 und 200 war, interessiert mich eher weniger, weil von den Teilen nichts mehr am markt heute angeboten wird.

    Zitat von leichti Beitrag anzeigen
    Von Seiten der wirklichen Profis gibts nichts was die Wirkung in Frage stellen würde - Was willst du mehr?
    Ich möchte gerne wissen, welchen der vielen angebotenen Airbags ich kaufen soll, weil alle sehr teuer sind und einer "am (relativ) Besten" sein wird.

    AUf Basis meines derzeitigen Wissensstands [noch ohne den Rucksack in der Hand gehabt zu haben] hätte ich am liebsten den Rucksack "lite" von Mammut http://www.mammut.ch/de/productDetai....S.-ready.html wegnen der 980g plus das herausnehmbaren R.A.S System http://www.mammut.ch/de/productDetai...em-R.A.S..html (850g) - weil ich das vom gewicht her -wenn es stimmt, für akzeptabel halte. Aber aus irgendeinem unerfindlichen grund bietet Mammut - im Gegensatz zu ABS - keine leichte Carbonkartusche an [280g gefüllt] sondern nur schwere Stahlbomber [>500g, gefüllt].

    Und bei ABS mag ich die schwere Basisplatte mit dem ganzen Hartplastik nicht. Bisher habe ich einen Ortovox Skitourenrucksack, der leer ebenfalls unter 1 kg wiegt.

    Was ich noch suche ist, wie ein ordentlicher Produktvergleich, wie die beiden Systeme relativ zueinander dort abschneiden, wo es für mich neben dem Gewicht zählt: bei der Sicherheitsleistung. Der ABS hat z.B. ein etwas grösseres Volumen, dafür gefällt mir "aus dem Bauch heraus" der schwimmwestenartige Kragen beim Snowpulse/Mammut RAS System besser. Ob das in der Praxis wirklich exakt gleichwertig ist oder nciht, hätte ich gerne gewusst.

    Bevor ichannähernd 1000 Euro für relativ selten gebrauchtes Sportgerät auf den Kopf haue, und das mal 2 .. einmal für mich, einmal für meine Frau ... mache ich vorher meine Hausaufgaben. Und will genau dieselben Fakten auf den Tisch, die ich für jedes beliebige andere produkt in der Preisklsse auch bekommen kann. Wie eben z.B. beim Winterreifentest ... Verhalten auf trockener Fahrbahn, auf nasser Fahrbahn, auf Schnee auf Eis, beim Bremsen, beim Gasgeben. Und dann entscheide ich. Und nicht nach der Farbe des Rucksacks oder ob einer 10 Euro billiger oder teurer ist.

    PS: Danke .. .der link http://arc.lib.montana.edu/snow-scie...12-756-763.pdf war doch hilfreich, Danke! Auch wenn eben die Stichprobe mit nur 4 abgesprengten Lawinen am selben Hang insgesamt etwas klein ist. Es bestätigt immerhin ansatzweise mein Bauchgefühl, dass der "Kragenförmige" RAS-airbag den Kopf besser schützt.
    Zuletzt geändert von nimbi; 29.01.2013, 00:15.

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  • leichti
    antwortet
    AW: Lawinen Airbags - was können sie wirklich ?

    Na ja, so lange der Schnee in Bewegung ist, aber wenn der der Dummy liegen bleibt wird er weiter verschüttet wie man sieht.
    Natürlich kann es auch mit Airbag zur Ganzverschüttung kommen, während der Lawinenbereich in welchem ich mich gerade zum Stillstand kommt bin ich mit Airbag aber definitiv weiter oben als ohne - deshalb auch die durchschnittlich niedrigere Verschüttungstiefe. Wenn man in einem Graben liegt der zugeschüttet wird hat man mit und ohne Airbag schlechte Chancen.

    Zitat von nimbi Beitrag anzeigen
    1. am Arlberg oder im Zillertal oder in dutzenden anderen grösseren Skigebieten gibt es garantiert genug Lawinensprengvorrichtungen um eine ganze Woche lang auf verschiedensten Hängen, Expositionenen, Schneebeschaffenheiten und versuchsanordnungen testen zu können. Da hätte ich keine Sorge.
    2. Nein, reicht mir nicht. Wenn ich 800 Euro ausgeben soll (inklusive einer kartusche), und bei jeder Tour 2.5kg extra mitschleppen soll, dann will ich dafür das absolut beste zur Zeit am markt erhältliche System haben und nix anderes.
    3. Hauptsache ist, nicht unter eine Lawine zu kommen. Am sichersten erreiche ich das, wenn ich keinen lawinenairbag und keine Skiausrüstung kaufe und im Winter nicht in verschneiten Bergen herumstiefle und -fahre. Ist also genau kein Argument, sorry.

    Ich bleibe dabei, gemessen am Preis hat mir die Lawinenairbag-Branche bisher DEUTLICH zu wenig Info geliefert. Und der ÖAV hat mir zu dem Thema für meine Mitgliedsbeiträge bisher auch zu wenig relevante geliefert ... und angesichts der Tatsache, dass das ein thema ist, das wohl zigtausende andere Mitglieder ebenfalls interessiert. Gilt natürlich für alle anderen alpinen Vereine auch. Ein 4-seitiger Artikel im bergauf, in dem brav nur die - teilweise falschen bzw. irreführenden - Angaben aus den Pressetexten und marketing-Broschüren der Hersteller uabgeschrieben und tabellarisch aufbereitet werden ... reicht mir nicht. Bei weitem nicht. Das finde ich eigentlich nur kläglich, wenn man dann z.B. beim Gewicht schreibt "inklusive Kartusche" und es ganz klar die gewichte der Rucksäcke mit Aribag aber ohne Kartusche sind. Und in ei9nem Fall dann den offensichtlichen Fehler von 1400g ungefragt abschreibt ... das bringe sogar ich im Alleingang besser her.

    Es wird wohl so lange gehen müssen, bis zu der Gesetzgeber einschreitet und bestimmte Performance-Kriterien und Tests vorgibt, welche die Hersteller von airbags einhalten bzw. durchführen müssen ... egal, ob die airbags in Autos gehen oder in Rucksäcke.
    Was redest du?
    Anscheinend scheinst du den von mir geposteten Link zu einem Bericht des SLF zu ignorieren, vielleicht ist dir das Proceeding von der ISSW lieber)

    Jahr 2000, Untersuchungen Lawinenunfällen zwischen 1991 und 2000
    Currently, out of the proven technical devices, the avalanche airbag provides the greatest chances of survival in avalanche incident.
    Weiteres Proceeding
    The convincing rate of success (= 97% survival rate) when using an Airbag System is well proven. It`s now time to add the Airbag System to the personal safety gear.
    Von Seiten der wirklichen Profis gibts nichts was die Wirkung in Frage stellen würde - Was willst du mehr?

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  • nimbi
    antwortet
    AW: Lawinen Airbags - was können sie wirklich ?

    Zitat von Guru Beitrag anzeigen
    Und wo nimmst das Gebirge her, in demst eine Woche lang herumballern kannst?
    Denken wir lieber wieder praktisch und physikalisch: großes luftgefülltes Volumen = großer Auftrieb. Die Wahrscheinlichkeit einer Totalverschüttung sinkt signifikant - das muß doch reichen für die Praxis, oder?
    Die Hauptsache ist ohnehin, gar nicht in eine Lawine zu kommen.
    1. am Arlberg oder im Zillertal oder in dutzenden anderen grösseren Skigebieten gibt es garantiert genug Lawinensprengvorrichtungen um eine ganze Woche lang auf verschiedensten Hängen, Expositionenen, Schneebeschaffenheiten und versuchsanordnungen testen zu können. Da hätte ich keine Sorge.
    2. Nein, reicht mir nicht. Wenn ich 800 Euro ausgeben soll (inklusive einer kartusche), und bei jeder Tour 2.5kg extra mitschleppen soll, dann will ich dafür das absolut beste zur Zeit am markt erhältliche System haben und nix anderes.
    3. Hauptsache ist, nicht unter eine Lawine zu kommen. Am sichersten erreiche ich das, wenn ich keinen lawinenairbag und keine Skiausrüstung kaufe und im Winter nicht in verschneiten Bergen herumstiefle und -fahre. Ist also genau kein Argument, sorry.

    Ich bleibe dabei, gemessen am Preis hat mir die Lawinenairbag-Branche bisher DEUTLICH zu wenig Info geliefert. Und der ÖAV hat mir zu dem Thema für meine Mitgliedsbeiträge bisher auch zu wenig relevante geliefert ... und angesichts der Tatsache, dass das ein thema ist, das wohl zigtausende andere Mitglieder ebenfalls interessiert. Gilt natürlich für alle anderen alpinen Vereine auch. Ein 4-seitiger Artikel im bergauf, in dem brav nur die - teilweise falschen bzw. irreführenden - Angaben aus den Pressetexten und marketing-Broschüren der Hersteller uabgeschrieben und tabellarisch aufbereitet werden ... reicht mir nicht. Bei weitem nicht. Das finde ich eigentlich nur kläglich, wenn man dann z.B. beim Gewicht schreibt "inklusive Kartusche" und es ganz klar die gewichte der Rucksäcke mit Aribag aber ohne Kartusche sind. Und in ei9nem Fall dann den offensichtlichen Fehler von 1400g ungefragt abschreibt ... das bringe sogar ich im Alleingang besser her.

    Es wird wohl so lange gehen müssen, bis zu der Gesetzgeber einschreitet und bestimmte Performance-Kriterien und Tests vorgibt, welche die Hersteller von airbags einhalten bzw. durchführen müssen ... egal, ob die airbags in Autos gehen oder in Rucksäcke.

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  • tollerhecht1
    antwortet
    AW: Lawinen Airbags - was können sie wirklich ?

    Na ja, so lange der Schnee in Bewegung ist, aber wenn der der Dummy liegen bleibt wird er weiter verschüttet wie man sieht.

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  • leichti
    antwortet
    AW: Lawinen Airbags - was können sie wirklich ?

    Zitat von nimbi Beitrag anzeigen
    natürlich gibt es keine standardisierte Lawine.
    Aber wenn man eine Woche lang 100 Lawinen-ABS auf geeigneten Crash-test-Dummies testet, in dem man täglich 20 oder auch 50 Lawinen absprengt und die test-Kandidaten verschütten lässt, ist die Stichprobe locker groß genug, um wissenschaftlich haltbare Aussagen zur Performance der unterschiedlichen Systeme und Modelle zu gewinnen. Und so was kostet keineswegs Lawine. Da gibt es genug Leute, die gerne und unentgeltlich bei sowas mitwirken.

    Aus meiner Sicht mangelt es nur an der relativen "Schlappheit" der alpinen Vereine.
    Auch an dich die Frage: Was passt dir am SLF-Test aus 2011 nicht? Mit wie vielen Lawinen/Dummies bist du zufrieden? In der Wirtschaft sagt man "so wenig wie nötig", wollen wir ein 95, 97.5, 99, 99.5% Konfidenzintervall für die statistische Auswertung zur Überprüfung des Verhalten mit/ohne Airbag?
    Und, im ernst: Wie aussagekräftig ist ein vom Hersteller finanzierter Test?

    Es gibt unabhängige Untersuchungen die zeigen dass der Airbag helfen kann, in vielen Fällen hilft. Warum noch mehr Geld investieren? Wenn jemand das Gegenteil behauptet wäre dieser an der Reihe dies zu beweisen - es gibt aktuell keine Tests die zu einem anderen Schluss kommen (Airbag hilft nicht).
    Also: Warum etwas untersuchen wenn man das Ergebnis schon kennt?

    Ich finde auch dass der Airbag zu teuer ist, vorallem wenn man die funktionalität der ABS-Rucksäcke berücksichtigt - Aber solange dieser zuverlässig funktioniert bin ich bereits es zu zahlen, wie viele andere auch - dann wissen wir auch wieder warum er soviel kostet...

    Und wo nimmst das Gebirge her, in demst eine Woche lang herumballern kannst?
    Denken wir lieber wieder praktisch und physikalisch: großes luftgefülltes Volumen = großer Auftrieb. Die Wahrscheinlichkeit einer Totalverschüttung sinkt signifikant - das muß doch reichen für die Praxis, oder?
    Weniger anschaulich aber vermutlich wichtiger ist die Entmischung - wieder Statistik

    edit: Für die, die zu faul für den Link sind eine anschauliche Erklärung
    Ursächlich für die Entmischung der unterschiedlich großen Bestandteile ist der Transport. Durch die rüttelnde Bewegung entstehen kurzzeitig Hohlräume, in die bevorzugt die kleineren Bestandteile des Müslis rutschen. Die größeren passen nicht hinein, so dass sie effektiv nach oben „wandern“, je länger man schüttelt.
    Zuletzt geändert von leichti; 28.01.2013, 21:48.

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  • Guru
    antwortet
    AW: Lawinen Airbags - was können sie wirklich ?

    Zitat von nimbi Beitrag anzeigen
    natürlich gibt es keine standardisierte Lawine.
    Aber wenn man eine Woche lang 100 Lawinen-ABS auf geeigneten Crash-test-Dummies testet, in dem man täglich 20 oder auch 50 Lawinen absprengt und die test-Kandidaten verschütten lässt, ist die Stichprobe locker groß genug, um wissenschaftlich haltbare Aussagen zur Performance der unterschiedlichen Systeme und Modelle zu gewinnen.
    Und wo nimmst das Gebirge her, in demst eine Woche lang herumballern kannst?
    Denken wir lieber wieder praktisch und physikalisch: großes luftgefülltes Volumen = großer Auftrieb. Die Wahrscheinlichkeit einer Totalverschüttung sinkt signifikant - das muß doch reichen für die Praxis, oder?
    Die Hauptsache ist ohnehin, gar nicht in eine Lawine zu kommen.

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  • Foxiwave
    antwortet
    AW: Lawinen Airbags - was können sie wirklich ?

    an den Antworten hier im Forum merkst du auf alle Fälle dass die Airbag Industrie in das Allerwichtigste reichlich investiert hat: Lobbyisten und Opinion Leader

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  • Steirerspur
    antwortet
    AW: Lawinen Airbags - was können sie wirklich ?

    Zitat von nimbi Beitrag anzeigen
    Aber wenn man eine Woche lang 100 Lawinen-ABS auf geeigneten Crash-test-Dummies testet, in dem man täglich 20 oder auch 50 Lawinen absprengt und die test-Kandidaten verschütten lässt, ist die Stichprobe locker groß genug, um wissenschaftlich haltbare Aussagen zur Performance.....
    Könnte man machen, dann peckt man aber bald 1.999,-- oder so für den Rucksack... die praktische durchführbarkeit von 140-350 lawinensprengungen für einen test wird auch schnell an ihre natürlichen grenzen stoßen...
    Zuletzt geändert von Steirerspur; 28.01.2013, 17:56.

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  • nimbi
    antwortet
    AW: Lawinen Airbags - was können sie wirklich ?

    natürlich gibt es keine standardisierte Lawine.
    Aber wenn man eine Woche lang 100 Lawinen-ABS auf geeigneten Crash-test-Dummies testet, in dem man täglich 20 oder auch 50 Lawinen absprengt und die test-Kandidaten verschütten lässt, ist die Stichprobe locker groß genug, um wissenschaftlich haltbare Aussagen zur Performance der unterschiedlichen Systeme und Modelle zu gewinnen. Und so was kostet keineswegs Lawine. Da gibt es genug Leute, die gerne und unentgeltlich bei sowas mitwirken.

    Aus meiner Sicht mangelt es nur an der relativen "Schlappheit" der alpinen Vereine.

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  • pivo
    antwortet
    AW: Lawinen Airbags - was können sie wirklich ?

    Zitat von nimbi Beitrag anzeigen
    Als potentieller Käufer eines Lawinen-Airbags finde ich auch, dass es sich die Hersteller reichlich einfach machen. Und die alpinen Vereine ebenfalls.
    denk ich nicht; s. unten.

    Zitat von nimbi Beitrag anzeigen
    Ich finde, dass dieses massiv sicherheitsrelevante Thema einen unabhängigen Produkt-Test und -vergleich zumindest im Umfang der alljährlichen Sommer- und Winterreifentests mehr als noch verdient hätte.
    AUf gut deuscth, das was ÖAMTC, ADAC und Co problemlos jedes Jahr 2x zustandebringen, sollten Alpenvereine und Naturfreunde ja wohl auch schaffen.
    das sind standardisierte tests. lawinen unterliegen keinem standard, tests sind daher nicht wirklich aussagekräftig. ausser man normiert eine standardlawine, also eine normlawine. da bist du aber nach den tests genauso schlauer wie vorher. weil die normlawine unter laborbedingungen (und nur eine solche kann man in versuchsreihen hernehmen und vergleichen) kommt draußen eben nur in an 0 grenzender wahrscheinlichkeit genauso vor wie in der versuchsreihe.
    frei nach kreisky: lernen sie statistik, herr kollege....
    spass beiseite; solche tests wären eben nicht aussagekräftig genug, da die streubreite der verschiedenen bedingungen im "echtbetrieb" zu groß sind und zu sehr von den normbedingungen abweichen.

    man wird sich daher aus a) wissenschaftlichen, b) haftungsrechtlichen gründen nicht auf solche testreihen einlassen.

    Zitat von nimbi Beitrag anzeigen
    * Finanzierung: die Lawinen-Airbag-Hersteller, wer denn sonst. Dafür können sie am Hochglanz-Marketing-Gedudle und der völlig unnötigen Produktvielfalt was einsparen
    dann wird das zeug noch teurer. weil die kosten trägt immer der konsument.

    Zitat von nimbi Beitrag anzeigen
    * Durchführung: ein kompetentes, internationales Team aus alpinen Vereinen + freiwillige Helfer
    * Wissenschaftliche Verstärkung: Kooperation mit einer oder mehreren technischen Universitäten + Profs, Dissertanten, Diplomanden
    * Location: ein passendes hochalpines (Ski-) Gebiet, wo der Liftbetreiber ebenfalls nochmals einen kräftigen logistischen und finanziellen Beitrag leistet ... Lawinensprengungen, Hubschraubereinsatz, whatever ...
    da wirst schon wen finden, aber siehe oben. aussagekräftig bzw relevant sind die ergebnisse nie.

    Zitat von nimbi Beitrag anzeigen
    Sollte doch wirklich nicht zuviel verlangt sein, angesichts dessen, was für die Produkte verlangt und bezahlt wird.
    rein produkttechnisch betrachtet ist der preis der airbagruckis reine abzocke. das stimmt.
    der überhebliche schmarrn, den mir ein junger verkäufer bei einem grazer bergsportfachgeschäft nach langer aufklärung süffisant nach meinem einwand, dass mittlerweile wie bei vielen produkten bei höherer stückzahl der preis einmal fallen müsste, sagte, ist reine chuzpe: "das muss dir dein leben wert sein."
    mit der folge, dass wir nur patronen tauschten und keine neuen kauften.
    die produktionskosten sind sicher nimmer so hoch wie vor 10 jahren, der preis ist aber flott gestiegen. mein erster abs vor vielen jahren (ich hatte einen der ersten in unserer gegend) lag bei ATS 3.500. jetzt bist du ab € 500 dabei.

    allerdings: ein normaler tourenrucksack von namhaften herstellern kostet relativ zu seinem nutzen mehr.

    btw: bislang musste ich noch nie im echtbetrieb leine ziehen. und bin froh darüber. und so soll es auch bleiben.
    Zuletzt geändert von pivo; 28.01.2013, 17:33.

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