ich denke bei der aussage dass anständige sicherungstechnik grundvorraussetzung beim klettern sein sollte sind wir uns hier alle einig. genauso klar ist, dass man diese idealerweise nicht mittels grigri lernt.(und wenn doch dann sollte man wenigstens verstanden haben wozu der hebel da ist...und was man damit besser nicht macht).
letzte woche wurde mir allerdings in der kletterhalle das sichern mit hms verboten. das sei eine windige technik die in die alpen gehöre, nicht in eine kletterhalle
(aber hauptsache in der folgenden diskussion das sichern eines nachsteigers mittels tuber direkt vom körper weg verteidigen...die "kulturellen" unterschiede der verschiedenen kletterszenen sind doch erstaunlich)dass eine solide auswahl an knoten pflicht sein sollte wenns aus der halle rausgeht sollte ebenfalls keiner diskussion bedürfen. mit knoten kann man fast alles lösen, und man kann sie immer und überall machen
etwas offtopic: hatte erst diesen winter das vergnügen festzustellen dass mein nachsteiger -der nach allem was er mir erzählt hat eigentlich der bessere kletterer von uns beiden sein hätte sollen - weder die crux einer mixed seillänge klettern konnte,seilzug hin oder her, noch wusste was ein prussik ist und wie man sich damit eventuell helfen könnte...ein ad hoc erklären in der situation konnte ihn von der sinnhaftigkeit dieser technik auch nicht überzeugen...die folge war letztlich ein unangenehmer rükzug in einem eisgully im schneesturm obwohl nur noch ein schneefeld zwischen meinem stand und dem ausstieg war...
die frage ist jedoch ob ein knoten besser ist als ein speziell dafür hergestelltes teil - so man dieses dabeihat. für diese aussage hätte ich eben gerne belege. fehlbedinungen bei diesem hang on stell ich mir recht schwer vor. genausogut könnte man sagen die karabiner verleiten zu fehlbedienungen, die einzig sinnvolle sicherung am klettersteig sei das verknoten einer bandschlinge am seil.
ein derartiges gerät ist eine natürliche konsequenz dieses ganzen absurden "extremklettersteig" booms. wenn derartige klettersteige begangen werden wird der wunsch entstehen dies mit "optimaler absicherung" zu tun. wie deine methode dazu dienlich sein soll, ohne an jedem fixpunkt de facto zu rasten ist mir nicht ganz klar. wenn du einen dieser absurden "sportklettersteige" im grad E/F oder F raufkletterst ohne rasten zum umbinden dann mach davon bitte ein video und stell es ein, du wirst nicht nur mich beeindrucken.
ganz abgesehen davon dass zahlreiche kettersteige derartig offensiv und verharmlosend beworben werden, dass man dort mit sicherheit recht viele kletterunerfahrene finden wird. du würdest dich wundern wie viele leute sich mit einem klettersteigset "perfekt gesichert" fühlen und keine ahnung haben wie ungut ein sturz am klettersteig wirklich sein kann, auch mit neuestem xxl super bandfalldämpfer und den windschnittigsten klettersteigkarabinern aller zeiten....mir ists in zweifelsfall dann doch lieber der verkäufer dreht ihnen gleich noch so ein teil an.
ach ja und deine vorstiegstechnik mittels bandschlingenklemmer würde mich tatsächlich auch interessieren. gibst du dir einfach entsprechend schlappseil aus und ziehst das ding dann fest? und bist du dir sicher dass auch im falle eines vorstiegssturzes hitzeschäden am seil ausgeschlossen sind?

???

) oder zwischendurch auch noch einmal, da ist der Unterschied nicht allzu groß. Die Fixpunkte an schweren Passagen sind ja nicht sehr weit auseinander.
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