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Umdrehen knapp vorm Gipfel?

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  • Umdrehen knapp vorm Gipfel?

    Wer von euch war schon in der Situation, daß er knapp vor einem Gipfel(egal wie schierig, hoch und in welchem Land) umdrehen mußte? Was waren eure Gründe dafür?
    - objektive Gefahren(z.Bsp Blitzschlag, Schneesturm, Kälte, Höhe)
    - letzten Meter zu schwieriges Gelände z.Bsp. ausgesetzt
    - Erschöpfung, Erfrierung

    Was hat das Umdrehen für euch bedeutet & welche Gefühle habt ihr dabei gehabt?
    - Entäuschung, Ärger, Zorn, Wut
    - Ehrgeiz es noch 1x oder mehrere Male zu probieren
    - Zufriedenheit (wenigsten) bis zum Umkehrpunkt gekommen zu sein

    Habt ihr die Umkehr-Erfahrung, bzw. das Erlebte für euch behalten oder es weiter erzählt, niedergeschrieben?

    Ich freue mich auf viele Antworten und bitte alle forumianerInnen die persönlichen postings so stehen zu lassen, wie sie geschrieben werden!

    LGr. Pablito
    LGr. Pablito

  • #2
    AW: Umdrehen knapp vorm Gipfel?

    18. Nov 2004: Handlesberg (1370m)
    Aufstieg vom Gschoada durch die Pax auf die Bodingschneid. Ab hier einige cm Schnee. Entlang des Zaunes Aufstieg auf den Kl. Wildföhrenstein. Starker Wind. Weiterweg über einen Grat, noch ca. 200 Höhenmeter, ca. 1/2 Stunde zu gehen. Wegen des starken Windes habe ich mich entschieden, die Tour abzubrechen und zurückzugehen.
    Ich war trotzdem nicht enttäuscht, es war bis zum Umkehrpunkt eine schöne Tour, wenn auch das Wetter nicht so mitgespielt hat. Mein Leben ist mir auf alle Fälle mehr wert als ein Gipfelsieg. Dies wurde mir umso mehr bewusst, als ich während des Abstieges bei einem Überstiegl quer über die Leiter einen dicken Ast bemerkte, der beim Aufstieg noch nicht dort gelegen ist.
    Ich habe dieses Bergerlebnis auch in meinem Bekanntenkreis weitererzählt.

    Da ich um 12.00 wieder im Tal war, blieb am Nachmittag noch Zeit für eine kurzen Aufstieg auf die Jochart, und ich bin doch noch zu einem "Gipfelsieg" gekommen.
    Angehängte Dateien
    lg
    Woifal


    Und wenn du noch so oft an ihre Türen klopfst, die Natur wird nie erschöpfend Auskunft geben.
    (Iwan S. Turgenjew)

    Kommentar


    • #3
      AW: Umdrehen knapp vorm Gipfel?

      Ich hab schon zweimal umgedreht, weil mir die letzten 5 Meter zu ausgesetzt vorkamen (Polinik & Ankogel). Im ersten Moment war ich froh, dass ich da nicht raufgegangen bin, aber spätestens beim Abstieg fing der Ärger an zu nagen, weil ich nun noch einen Versuch brauchen würde und ich es einfach nicht leiden kann, wenn ich eh schon zu wenig Zeit habe, um alle meine Tourenpläne durchzuführen und dann noch einen Berg doppelt gehen muss!

      Ich würde trotzdem immer umdrehen, wenn mir etwas zu gefährlich erscheint - lieber einmal kurz feig als den Rest des Lebens tot....

      Ciao, Guinness!
      http://www.bergliste.at

      2017-01-09 Lichtenberg
      2017-01-15 Steinkogel
      2017-01-22 Scharnsteiner Spitze
      2017-02-11 Spitzplaneck
      2017-02-21 Kreuzkogel
      2017-03-04 Almkogel, Brunnbacheck, Kleiner Almkogel, Burgspitz
      2017-05-01 Lindeck, Sonnkogel

      Kommentar


      • #4
        AW: Umdrehen knapp vorm Gipfel?

        meine erste bergtour auf den winnebacher weisskogel. habe 100m unter dem gipfel auf druck meiner tante umdrehen müssen. ich war zwar etwas wütend, doch war es im nachhinein eine gute erfahrung, gleich zu beginn meiner "bergsteigerkarriere" das umkehren zu üben.
        mein zweiter derartiges ereignis war die kreuzspitze im ötztal (dezember2004). ich drehte höchstens 20m vom kreuz entfernt auf dem vorgipfel (war wohl sogut wie genauso hoch)um. grund war totale erschöpfung. dies aber nehm ich eher gelassen, da ich hierhin sicher nocheinmal komme, wenn ich mich für den similaun einlaufe. wahrscheinlich(hoffentlich) schon kommenden sommer.
        gruss, vdniels

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        • #5
          AW: Umdrehen knapp vorm Gipfel?

          Zitat von pablito
          Was waren eure Gründe (für`s Umkehren) ?

          Habt ihr die Umkehr-Erfahrung, bzw. das Erlebte für euch behalten oder es weiter erzählt, niedergeschrieben?
          Negative Erlebnisse am Berg merkt man sich doch viel besser als positive.
          Und vor allem über Pannen aller Art erzählt man am liebsten bei langen Hüttenabenden !

          RM sinngemäß : "Dem rechtzeitigen und oftmaligen Umdrehen verdanke ich, daß ich noch lebe !"

          Fast alle Deine angeführten Gründe für eine Umkehr treffen bei mir auch zu.
          Nie aber "Erschöpfung". Ich bin am Berg unglaublich "hochgepuscht",
          wenn ich oft auch beim Bergauf-Gehen oft (schon) sehr langsam werde.

          Hauptgründe für`s Umdrehen waren vor allem :
          Einsetzender Wettersturz oder eine zu gefährliche (Kletter)Stelle.

          Natürlich bin ich (sehr) enttäuscht, wenn`s nicht mehr weiter geht.
          (Knapp unter dem Kitzsteinhorngipfel habe ich mit 12 Jahren sogar vor Enttäuschung geweint)

          Die Enttäuschung ertragen kann ich nur, indem ich möglichst rasch versuche, die "Scharte auszuwetzen".

          (Über diese Einstellung werden nun viele die Stirne runzeln. Aber so bin ich halt)

          Ich plane bereits im Augenblick des Umdrehens den nächsten Besteigungsversuch ! (Nur das tröstet mich.)

          Manche Gipfel - wie hier die DABERSPITZE im Venedigergebiet - erreichte ich erst beim 3. Anlauf :
          1. Abbruch : zu ausgesetzte Kletterstelle (war allein unterwegs - meine Frau wartete auf der Clarahütte)
          2. Abbruch : Wettersturz - jederzeit konnte das Gewitter losgehen
          Wir waren schon weit am Südgrat (rechts vom großen Schneefeld über meinem Rucksack).
          ICH WOLLTE DAMALS NICHT UMKEHREN !
          Aber Bergführer Leo Baumgartner befahl den Rückzug.
          (Wir hätten übrigens nicht umdrehen brauchen. Blitz und Donner kamen erst um 17 Uhr)

          Das Foto zeigt mich beim 3. Versuch. Man merkt`s mir an, daß es diesmal klappen wird :
          Angehängte Dateien
          Zuletzt geändert von Willy; 02.02.2005, 01:26.
          TOUREN PLANEN - TOUREN (ERFOLGREICH) DURCHFÜHREN - TOUREN DOKUMENTIEREN

          Das ist auch eine Art "Heilige Dreifaltigkeit" !

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          • #6
            AW: Umdrehen knapp vorm Gipfel?

            28.7.1991: Schweiz - Täschhorn

            Mit meinem Standardtourenpartner von der Domhütte bis ca. 70 Hm unter den Gipfel.Der Gipfelaufbau war an diesem Tag blank vereist. Unsere Eiskletterkünste waren eindeutig nicht gut genug, und so war es eine gemeinsam eindeutig gefällte Entscheidung, nicht weiter zu gehen.

            Wir waren dann am 25.8.1998 bei wesentlich besseren Verhältnissen an einem Traumtag am Gipfel.

            Günter
            Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
            (Marie von Ebner-Eschenbach)

            Kommentar


            • #7
              AW: Umdrehen knapp vorm Gipfel?

              eigentlich bin ich nur einmal kurz vor dem gipfel umgedreht - vergangenes jahr am Matterhorn.
              beste verhaeltniise, aber zu spaet aufgebrochen. um 11.30 vor dem letzten aufschwung. zurück wären es wieder etliche stunden gewesen udn wir wären in die finsternis gekommen. abgesehen davon hatten wir zuwenig wasser mit, um in der Solvayhütte zu übernachten, welche übrigesn einfach grauenhaft ist ( gestank, nur bretterm keine decken..)
              da die tour eigentlich als akklimatisationstour für einen nepalgipfel gedacht war, fiel die entscheidung leicht.
              hinterher habe ich mich geärgert und tue es noch immer.
              Angehängte Dateien
              Daxy besucht mich auf www.wabnig.net

              asti, asti bandar ko bakaro!
              Langsam, langsam fang den Affen!
              Indisches Sprichwort

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              • #8
                AW: Umdrehen knapp vorm Gipfel?

                Vor einigen Jahren war ich mit meiner Freundin auf dem Karnischen Höhenweg, da uns das Wetter aber einen Strich durch die Rechnung machte beschlossen wir ins Tal zu gehen.
                Jedoch wurde das Wetter besser und wir entschieden uns auf den Kleinen Pal zu gehen, um uns da oben das Freilichtmuseum anzusehen. Wir war schon fast oben, als mich das GEfühl nicht loslies, dass das Wetter umschwingen könnte. Ich beschloss, kurz vor dem Ziel, umzudrehen und wieder retour zu gehen, meine Freundin war ziemlich böse auf mich, weil ich ja keinen wirklichen Grund angeben konnte für meinen Entscheidung, aber die Luft wurde stiller und es "roch" irgendwie nach Regen und die Wolken zogen ziemlich schnell.

                Meine Entscheidung stellte sich als richtig heraus, denn schon beim Abstieg begann es leicht zu regnen und als wir beim Auto ankamen fing es ziemlich heftig zu hageln an. Irgdendwie waren wir nun beide froh, im Auto zu sitzen.
                Zuletzt geändert von Magda; 02.02.2005, 09:33.
                Hört auf danach zu fragen,
                was die Zukunft für euch bereit hält,
                und nehmt als Geschenk,
                was immer der Tag mit sich bringt

                (Quintus Horatius Flaccus)

                Kommentar


                • #9
                  AW: Umdrehen knapp vorm Gipfel?

                  Im Rocky Mountains National Park wollte ich 1997 meinen ersten 4.000er machen. Mußte aber ein paar hundert Höhenmeter unterm Gipfel wegen Gewitter umkehren.

                  Letztes Jahr - Schneeschuhwanderführung - anstatt auf den Gr. Höllkogel wurde kurzfristig die Rieder Hütte als Ziel erkoren. Grund: Starker Regen und Wind. In der Hütte warteten wir bis der Regen in Schneefall überging. Rückweg zur Bergstation der Feuerkogelseilbahn bei Schneesturm und Nebel mit Karte und Bussole - ein langwieriges Unterfangen vor allem bei Nebel mit einer Gruppe. Mittlerweile hab ich mir ein GPS zugelegt (ich liebe die Trackback-Funktion).
                  LG Geri

                  *******
                  Einen Berg kann man nicht besiegen - man kann höchstens sich selbst besiegen...

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                  • #10
                    AW: Umdrehen knapp vorm Gipfel?

                    Musste bis jetzt 2 mal umdrehen;

                    Gr. Pyhrgas-hofersteig, irgend ein Oktober war´s, unten regen ab ca. 1800m schneefall keinen weg mehr gesehen-drahtseile waren verschneit und teilweise vereist. Wir hatten keine handschuhe keine skibrillen mit. waren total falsch ausgerüstet, für meine frau war es die erste größere bergtour-nicht der beste einstieg.

                    Wildspitze mai 2004, sind schon bei relativ schlechten wetter von der vernagthütte gestartet. Ab dem brochkogeljoch schneesturm mit max. 10-15 m sicht. Wir gingen trotzdem bis zum mitterkarjoch weiter, ab hier spielte dann auch das gps verrückt. Keine orientierung mehr möglich, wir handelten uns dann so gut es ging an den noch schwach vorhandenen skispuren zurück.

                    Das erlebnis auf der wildspitze war für mich schon sehr einschneident, normal kehre ich nicht gerne um, dazu bin ich zu ergeizig. Aber dieser schneesturm und der ausfall des gps holte mich dann doch auf den boden zurück. Alleine hätte ich da nicht herumlaufen wollen.
                    Habe meine einstellung glaube doch etwas geändert.............hoffentlich
                    Zuletzt geändert von grasi; 02.02.2005, 09:37.
                    Gerhard

                    Kommentar


                    • #11
                      AW: Umdrehen knapp vorm Gipfel?

                      Also Umdrehen vor dem Gipfel kam bei mir schon oft vor - und leid getan hat es mir nie.
                      Einmal am Prisonjic - oder wie immer man den schreibt - nach dem Okno, der Gipfel voll im Nebel, was soll's, wenns keine Aussicht gibt gehen wir lieber auf ein Bier.
                      Wildspitze: schönes Wetter aber viele Leute, warum soll ich mir die Drängelei antun, bin zum Schi fahren hier. Dafür haben wir bei der Abfahrt noch den Peternkopf mitgenommen, waren dort allein.
                      Vor allem bei Schitouren habe ich oft auf den Gipfel verzichtet. Immer dasselbe Argument: bin zum Schi fahren hier, lieber guten Schnee zum Abfahren als den Gipfel und nachher im Sterz versinken.
                      Bereut habe ich es nie, Gipfel sind mir nicht wichtig, die Tour muss schön sein.

                      Erik

                      Kommentar


                      • #12
                        AW: Umdrehen knapp vorm Gipfel?

                        Umgedreht hab ich schon öfters, immer aus einem von 3 Gründen:
                        .) schlechte Tourenplanung (Einbruch der Dunkelheit, z.B. Preber mit einem zu langsamen Tourenpartner),
                        .) extreme Wetterverschlechterung (z.B.. Matterhorn Hörnligrat auf 4100m),
                        .) weil ich entweder mir oder meinem Seilpartner die Tour nicht zutraute (z.B. Monte Agner Nordkante).
                        Ich war noch niemals verärgert, denn ich weiß daß die jeweilige Entscheidung immer richtig war, und bin später auf jeden Berg raufgekommen, bei dem ich einmal umgedreht hab (einzige Ausnahme: Monte Agner, in der Pala war ich seither nicht mehr).
                        Es kam auch vor, daß ich später bei Touren umgedreht bin, die ich schon ein- oder mehrmals vorher gemacht habe, aus verschiedensten Gründen, und ich habe es noch nie bereut.
                        Ich erzähle es auch weiter bei passender Gelegenheit, denn ich habe wie gesagt kein Problem damit.

                        @Daxy: Das mit der Solvayhütte kann ich nur bestätigen. Nach dem Matterhorngipfel (2.Versuch) schwor ich mir, nie wieder diesen Bruchhaufen über den Schweizer Normalweg zu besteigen. Aber einmal möchte ich noch die Überschreitung machen: Zmuttgrat hinauf und Liongrat hinunter. Mal sehen, wann das Wollen stark genug ist, um wieder Walliser Bruchberge heimzusuchen.
                        LG, Herbert
                        [SIZE="2"][SIZE="1"]Good bye ...[/SIZE][/SIZE]

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                        • #13
                          AW: Umdrehen knapp vorm Gipfel?

                          Da fällt mir noch was ein :
                          Ich bin schon oft umgedreht, nur weil mir zuviele Leute in einer Route waren, wofür mich manche meiner Tourenpartner schon verflucht haben.
                          Da fallt mir einiges ein:
                          Stehe mit meinem Freund frühmorgens am Einstieg der Abramkante in der Sella, etwa 7 oder 8 Seilschaften vor uns. Unter dem Gefluche meines Freundes gehe ich wieder zur Hütte zurück, um ein Bier zu trinken und in der Sonne zu liegen. Sind dann um 13h eingestiegen und kletterten völlig allein in dieser schönen Route!

                          Oder stieg mit einem befreundeten Ehepaar und deren zwei Kindern (der Jüngste damals 13) zum Haidsteig auf der Rax. Von herunten konnte man bereits sehen, daß etwa 40 Leute in der Einstiegswand herumzipften. Ich erklärte nur kurz: "Da gehn wir nicht rauf, ich kenn da was besseres ein bissl weiter oben."
                          Nichtsahnend folgten mir die 4 dann über den Königschußwandsteig zur Hochfläche (ich hatte wegen dem 13-jährigen ein Seil dabei, um ihn eventuell am Haidsteig zu sichern). Drei meiner vier Bekannten hat die Königschußwand super gefallen (alle am Seil natürlich, damals waren Klettersteigsets noch weithin unbekannt), nur der/die Vierte (sag ich jetzt absichtlich geschlechtslos) war vielleicht ein bissl am Limit.

                          Oder Dachstein-Südwand Steinerweg: Schönes Wetter, vor uns mindestens 10 Seilschaften. Ich wieder mal: "No rubbing shoulders - ohne mich!" und ging was anderes. Zwei Wochen später stiegen wir dann durch, und außer uns waren nur 2 Seilschaften unterwegs - naja, aber es regnete auch ab und zu.
                          Zuletzt geändert von blackpanther; 02.02.2005, 10:28.
                          [SIZE="2"][SIZE="1"]Good bye ...[/SIZE][/SIZE]

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                          • #14
                            AW: Umdrehen knapp vorm Gipfel?

                            habe schon oft eine Tour unterbrochen gründe waren

                            - zu starker Wind
                            - Schneeverhältnisse waren zu gefährlich (Skitouren)
                            - Nebel
                            - zu viele Leute (schon desöfteren passiert)

                            Manchmal habe ich mich geärgert, manchmal nicht, man lernt aus jeder
                            "Extremsituation" am Berg und ich möchte die dadurch gewonnene Erfahrung nicht missen.
                            Mit Stöcken, Steinen, Baseball-Schlägern und Macheten überrannten die Demonstranten die Polizeikräfte.

                            Kommentar


                            • #15
                              AW: Umdrehen knapp vorm Gipfel?

                              Man sollte immer dem Gefühl folgen - auch wenn man sich im Nachhinein über eine Umkehr ärgert.
                              Gründe gibt es viele (Schlechwettereinbruch, zuwenig Kondition, schlechte Tagesverfassung, zuwenig Zeit,....)
                              Einen Gipfel nicht zu erreichen ist keine Schande!!!!

                              lg
                              Mathilde
                              "alt ist, wer mehr an die Vergangenheit als an die Zukunft denkt"

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