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gratwandernde Bergratte
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Westlicher und Hoher Seeblaskogel, Stubaier Alpen, 07.2008, Überschreitung
am tag vor der strahlkogeltour mit oliver und willy machte ich eine eingehtour über die seeblaskögel. nichts ahnend, daß diese tour deutlich anspruchsvoller als der strahlkogel werden sollte.
hier erstmal die rein technischen daten: strecke: 8km steigung: 1200hm inklusive gegenanstiege schwierigkeit: wenig gehgelände, viel I+ bis II (IIer lang anhaltend), einige stellen III und ein paar wenige stellen IV- charakter: lange, anstrengende gratbegehung in teils sehr exponiertem gelände; gratlänge 1,3km !!!; gestein teils brüchig und teils genusskletterei in festem fels. los ging es in aller früh im dunklen richtung winnebachjoch. an der südlichen moräne des winnebachferners begann es langsam zu dämmern. a.jpg hier biegt nur der anstieg weg von der markierten "trasse" zum winnebachjoch richtung wsw ab und folgt dem moränenrücken zum beginn des gletschers. b.jpg hier hieß es nun steigeisen anlegen. auf bockhartem firn ging es nun mäßig steil über die kläglichen gletscherreste aufwärts. im westen leuchteten der breite grieskogel, der strahlkogel und die larstigspitze im ersten morgenlicht. c.jpg in etwa der mitte steilt der gletscher kurz auf, um weiter oben wieder deutlich abzuflachen. hier schaut schon an vielen stellen das gestein durch. der gletscher wird also bald auseinandereissen und bald darauf ganz verschwunden sein. nun beging ich einen kleinen fehler, der meinen tagesplan total durcheinanderrütteln sollte. in der annahme, daß auf dem folgenden bild der gipfel rechts liegt, stieg ich in richtung des steilen schneefeldes. dieses steilte sich immer weiter (auf dem bild leider überhaupt nicht zu erkennen) auf und erreichte im oberen teil zwischen den felsen vielleicht knapp über 55 grad. wegen des superharten firns wollte ich deshalb in die felsen links ausweichen und geriet schnell in unnötig schweres gelände. 3er kletterei in sehr steilem gelände über leicht vereiste felsen wollte ich eigentlich nicht machen, doch war der point of no return leider ein paar züge weiter unten. also hieß es pobacken zusammenkneifen und durch.d.jpg immer wieder lenkten die umliegenden berge, hier strahlkogel und larstigspitze, die blicke ab. am grat angekommen bemerkte ich meinen fehler. der vermeintliche gipfel war nur ein vorgelagerter gupf. der richtige gipfel war gute 150m weiter südlich und nur über einen unschönen bruchgrat (II+) zu erreichen. vom oberen gletscherende wären es keine 5 minuten gewesen, aber mein umweg kostete mich locker 1 stunde. trotzdem war der westliche seeblaskogel nach etwa 3,5 stunden bezwungen und es hieß ersteinmal durchatmen und die aussicht genießen. hier nochmal der strahlkogel und die larstigspitze (aufnahme noch bei aufgehender sonne am "vorgipfel") e.jpg im süden spitzte das kecke schrandele hinter dem bachfallenkopf hervor. rechts der gewaltige schrankogel und im vordergrund der bachfallenferner. f.jpg hell leuchtete die wildspitze herüber. h.jpg im nordosten rückte mein "schicksalsberg", der winnebacher weißkogel ins blickfeld. ihn konnte ich im vergangenen winter endlich im dritten anlauf besteigen. g.jpg auch die aussicht nach westen zum kaunergrat...... i.jpg ......und südwesten zum ötztaler hauptkamm mit dem similaun in der bildmitte wußte zu gefallen. j.jpg
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gratwandernde Bergratte
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AW: Überschreitung Westlicher-Hoher Seeblaskogel
langsam galt es den grat zum hohen seeblaskogel in angriff zu nehmen. also gönnen wir uns mal ein paar blicke auf ihn. hier der erste teil im hintergrund der höchste punkt ist p3122.
a.jpg erstaunlich, daß der westliche seeblaskogel einen namen hat und diese erhebung nicht. vom westlichen seeblaskogel geht es zunächst recht leicht in knapp 5 minuten hinab in die scharte, bis in die der rest des winnebachfernes reicht. von dort geht es nordostwärts am grat richtung p3122. am anfang des grates hat mir der gletscherschwund etwas zu schaffen gemacht. die direkte gratkante war recht bröselig. ein ausweichen auf die südseite war wegen des noch bröseligeren gesteins nicht möglich. nordseitig war das gestein fester, doch lag trotzdem einiges an losem material da und die felsen waren großflächig komplett vereist, aber dank steigeisen kein problem. bald wurde das gestein fester und die kletterei fast immer im bereich II- bis III mit ein paar stellen IV- im exponierten gelände ein echter genuss. d.jpg kurz vor p3122 wurde die felsqualität wieder deutlich schlechter und zwang mich zum südseitigen ausweichen. den höchsten punkt der graterhebung umging ich etwa 20-30m rechts unterhalb. g.jpg hier der blick zurück zum westlichen seeblaskogel (in der bildmitte oben) über den genussvollsten teil des grates. f.jpg der mittlere abschnitt war zwar etwas bröseliger, aber zum glück auch leichter und kaum schwerer als II+. das bild zeigt den abschnitt von p3122 über die scharte p3052 und nach rechts den ansatz des grates zum hohen seeblaskogel.... b.jpg ....und weiter der rest bis zum gipfel c.jpg hier eine etwas andere perspektive etwas später aufgenommen. im hintergrund der lüsener fernerkogel. e.jpg von der scharte geht es dann wieder fester und genussvoller in II-IIIer kletterei weiter. langsam machte sich die anstrengung etwas bemerkbar. der unnötige umweg am anfang hatte doch etwas kraft und nerven gekostet. trotzdem fühlte ich mich jetzt sehr sicher und genoss nur noch. bald war auch das letzte gratstück überwunden und der gipfel erreicht. eine längere pause mit einer spitzen aussicht stand nun an. im westen beherrschte der lüsener fernerkogel das panorama.... h.jpg ....und im anschluss weiter südlich die brunnenkogelwände. i.jpg mit ein wenig stolz blickte ich zurück über den bewältigten grat. hinten erkennt man leicht links der bildmitte die dunkle spitze des "falschen gipfels". weiter links daneben der echte westliche seeblaskogel. rechts am bildrand p3122. j.jpg bald war es mit der ruhe am gipfel vorbei, da eine 7-köpfige gruppe vom westfahlenhaus her über den normalweg ankam. so packte ich meine sachen und machte mich an den abstieg. nach ein paar meter felsen geht es auf die reste des grüne tatzen ferners, welchen ich (auf dem bild gut zu erkennen) richtung p3102 querte. k.jpg hier beginnt der markierte weg richtung winnebachseehütte. den plan, weiter über die grüne tatzen zum bachfallenkopf zu gehen hatte ich schon am gipfel verworfen. ich wollte ja fit für den strahlkogel sein. ![]() nach ein paar sehr kurzen gegenanstiegen und schneefeldquerungen bog der weg nach westen in ein steiles kar ab und wand sich in vielen kehren nach unten. die zunge des bachfallenferners machte schon einen recht kläglichen eindruck. l.jpg kurz vor der hütte kann man noch leicht und schnell einen weiteren gipfel mitnehmen, das 2507m hohe ernst riml spitz. dies war anno 2003 auf meiner allerersten bergtour mein erstes erreichtes gipfelkreuz. m.jpg sicherlich kann man sich hier über selbstständigkeit oder ähnliches streiten, doch ändert das nichts an der tatsache, daß dieses gipfelchen ein hervorragender aussichtspunkt ist. von hier war der ganze grat einzusehen. links der westliche seeblaskogel und in der bildmitte recht unscheinbar p3122. rechts daneben die scharte 3052. n.jpg und noch weiter rechts der hohe seeblaskogel. o.jpg auch die aussicht nach wsw durchs winnebachtal über den geigenkamm bis zum kaunergrat wusste zu gefallen.... p.jpg ....genau wie der blick nach wnw zur winnebachseehütte, dem gänsekragen links und dem breiten grieskogel rechts. ganz rechts kann man noch den lartigfernerkopf erkennen. q.jpg hier noch die bachfalle, die dem links oberhalb liegenden gletscher den namen gab. r.jpg die urige winnebachseehütte ist wirklich ausserordentlich schön gelegen und kann nur wärmstens weiterempfohlen werden. s.jpg am abend kamen dann willy und oliver an, um gemeinsam mit mir den strahlkogel zu besteigen. aber dies ist eine andere geschichte. ![]() ende ![]()
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AW: Überschreitung Westlicher(3047m)-Hoher Seeblaskogel(3235m), Stubaier Alpen im Jul
Zitat:
![]() gruss, vdniels
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AW: Überschreitung Westlicher(3047m)-Hoher Seeblaskogel(3235m), Stubaier Alpen im Jul
der fels war zwischendrin richtig gut, eigentlich fast das beste, was mir bisher in den stubaiern zwischen die finger gekommen ist. aber natürlich war streckenweise auch das allseits beliebte stubaier urgestein dazwischen.
![]() jedenfalls ist die tour wirklich schön. von norden vom winnebachjoch her soll ja eine wirklich schöne kletterroute raufführen. die soll laut führer III nicht überschreiten und umgeht wahrscheinlich die brüchigen stellen vor p3122 nordseitig. gruss, vdniels
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AW: Überschreitung Westlicher(3047m)-Hoher Seeblaskogel(3235m), Stubaier Alpen im Jul
Zitat:
![]() gruss, vdniels
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AW: Überschreitung Westlicher(3047m)-Hoher Seeblaskogel(3235m), Stubaier Alpen im Jul
hier nochmal ein bild vom aufstieg zum winnebacher weißkogel im märz 2008. links der hohe seeblaskogel, in der bildmitte der punkt p3122 und rechts der westliche seeblaskogel mit dem fälschlicherweise zuerst angegangenen nebengipfel rechts daneben. da habe ich schon solche bilder und schau sie mir vor der tour nicht an und "verlaufe" mich prompt.
![]() gruss, vdniels
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