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Hilfe zum Erstellen von Tourenberichten

Immer wieder haben einige User Probleme beim Erstellen eines Tourenberichtes, insbesondere beim Hochladen und Einfügen von Bildern.
Ihnen soll die folgende kleine Anleitung ein wenig Hilfe geben, wie ein Tourenbericht ganz kurz und schmerzlos erstellt werden kann

In sechs einfachen Schritten kann ein neuer Bericht leicht erstellt werden:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
2. Bilder verkleinern
3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
4. Bilder hochladen
5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes und Veröffentlichen



Im Folgenden werden die einzelnen Schritte ausführlich erklärt:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
Möglichst aussagekräftige Fotos wählen, die auch die Route und wesentliche Details darstellen.
Gegen einzelne "schöne" Landschafts- und Blumenbilder ist natürlich nichts einzuwenden ...


2. Bilder verkleinern
Bewährt hat sich ein Format mit der längeren Bildkante 900 Pixel.
Damit läßt sich bei Speicherung als JPEG eine recht ordentliche Bildqualität erzielen, bei Photoshop etwa abhängig vom Sujet 80/100.


3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
z.B. "Wanderungen und Bergtouren" - "Steiermark"
+Neues Thema wählen

Titel etwa nach dem Schema
Gipfel (Höhenangabe), Anstiegsroute, Gebirgsgruppe (ostalpin nach AVE)

Möglichst bis zu 5 aussagekräftige Stichworte vergeben.

Zum Bilderhochladen weiter mit der "Büroklammer".


4. Bilder hochladen
Möglichst bitte NUR so:
a) "Büroklammer"
b) "Anhänge hochladen"


4.1 Bilder auswählen
Abhängig vom eigenen Rechner/Betriebssystem.
Maximal 15 Bilder pro Posting sind derzeit zulässig, eine größere Bilderanzahl erfordert Folgepostings (Antworten).
(Bewährt hat sich auch, 1-2 Bilder weniger hochzuladen, um für spätere Ergänzungen eine kleine Reserve zu haben.)

4.2 Liste der hochgeladenen Anhänge
Die Auflistung ist leider nicht chronologisch nach Bildbezeichnung geordnet.

Im Textfeld die gewünschte Einfügeposition mit dem Cursor markieren,
bzw. die gelisteten Bilder in der gewünschten Reihenfolge einzeln als "Vollbild" oder "Miniaturansicht" platzieren.
Eine oder mehrere Leerzeilen zwischen den Bildern erleichtern später das Einfügen von Text.


5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
Die Bilder sind nun in der richtigen Reihenfolge im Textfenster positioniert.
Ich bevorzuge im ersten Schritt die Positionierung als "Miniaturansicht".
Das erleichtert beim Texteinfügen die Übersicht.
Muß aber nicht sein, natürlich lassen sich die Bilder auch gleich als Vollbild (also in der hochgeladenen Größe) platzieren.

5.1 Text
Jetzt kann der Text ergänzt werden.
Möglichst über dem Foto - ich finde das übersichtlicher ...
Der Text kann natürlich auch vorher erfaßt werden und anschließend einkopiert werden.

5.2 Bildgröße ändern
Wurden die Bilder vorerst als "Miniaturansicht" platziert, können sie einfach auf das finale Darstellungsformat skaliert werden:
a) Doppelklick auf die "Miniaturansicht" öffnet ein Pop-Up-Fenster
b) unter "Größe" idR "Vollbild" wählen
c) OK


6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes
Anschließend sollte der Bericht noch in der "Vorschau" kontrolliert werden.
In manchen Fällen muß zur Ansicht der "Vorschau" ziemlich weit nach unten gescrollt werden!

6.1 Veröffentlichen des Berichtes
Zum Schluß noch auf "Abschicken" klicken - und nach einer kurzen "Nachdenkpause" des Servers ist der Bericht online.



Nach dem ersten Durchlesen dieses Leitfadens mag das Erstellen eines Berichtes etwas kompliziert erscheinen - ist es aber nicht:
Viele Tourenberichte schreiben hilft sehr.

Die Reihenfolge der einzelnen Schritte ist nicht so starr wie es hier scheinen mag; natürlich kann auch zuerst der Text erstellt werden und die Bilder nachträglich eingefügt.

Änderungen am fertigen Bericht sind für den Ersteller 24 Stunden lang möglich, bei der Berichtigung später entdeckter Fehler hilft gerne ein zuständiger Moderator. Ebenso beim Verschieben eines Berichtes in das richtige Tourenforum.

Viel Freude bei euren Bergtouren UND dann beim Berichteschreiben,


P.S.: Diese Anleitung, ergänzt um verdeutlichende Screenshots, findet ihr auch unter http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...ourenberichten
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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

Alle Forumsuser/-innen sind aufgefordert, das Regelwerk zu lesen und sich daran zu halten!

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Die Forenbetreiber legen Wert auf die Tatsache, dass alle User/-innen Gast in diesem Forum sind und die Betreiber als Gastgeber bei Bedarf ihr Hausrecht jederzeit ausüben können und auch werden. User, die sich überwiegend darauf beschränken zu provozieren, werden ausgeschlossen.

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Das Unterlaufen von Handlungen und Maßnahmen der Moderatoren ist nicht zulässig. Darunter fällt auch das Fortführen des Themas eines geschlossenen oder gelöschten Threads in einem neuen gleichartigen oder ähnlichen Thread. Ergänzungen und Hinweise von Moderatoren und Administratoren dürfen von Usern in deren Beiträgen nicht verändert oder gelöscht werden.

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Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

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Vilsalpsee - Landsberger Hütte - Leilachspitze, 2274m, Allgäuer Alpen / 16.07.-17.07.2018

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  • Vilsalpsee - Landsberger Hütte - Leilachspitze, 2274m, Allgäuer Alpen / 16.07.-17.07.2018

    Nach den zwei Tagen in den Lechtaler Alpen und einem eher erholsamen Wochenende im Lechtal (mit Quartier in Elmen) hatten Klaus und ich geplant, zwei weitere Tage in den Allgäuer Alpen unterwegs zu sein. Wir hatten dafür noch nichts reserviert und wollten die Entscheidung über die Hütte für die Nächtigungen erst kurzfristig treffen - nicht zuletzt in Hinblick auf die Bedingungen, die generell als wechselhaft angekündigt waren.

    In den Talregionen des Außerfern waren für uns durchaus genussvolle leichte Wanderungen möglich (z.B. auf einem Abschnitt des Lechwegs oder rund um den Heiterwanger See); es zogen aber auch ein paar Regenschauer und ein Gewitter durch.

    An den folgenden Tagen sollte sich an der Gesamtwetterlage wenig ändern: insgesamt brauchbare Bedingungen zum Bergwandern, aber kein verlässlich stabiler Tag. So entscheiden wir uns gegen die Hermann-von-Barth-Hütte und den (Großen) Krottenkopf, den höchsten Gipfel der Allgäuer Alpen.
    Unsere Alternative war die Landsberger Hütte in den Vilsalpseebergen mit deutlich kürzerem Zustieg und einer Auswahl unterschiedlich langer Gipfeltouren.

    So fahren wir nach Tannheim, parken dort und nehmen den Bus zum Vilsalpsee. Die Region um den See ist bereits seit 1957 Naturschutzgebiet, daher ist die Zufahrt für private PKWs zwischen 10 und 17 Uhr jeweils gesperrt.
    Der erste Blick auf den landschaftlich wunderschön gelegenen und rundherum von über 2000m hohen Bergen umgebenen See.
    01-Vilsalpsee-Kugelhorn.jpg

    Ziemlich genau in der Bildmitte ist die Steilstufe zu sehen, über die unser Anstieg zur Landsberger Hütte führen wird. Direkt dahinter befindet sich der Traualpsee, und die Lachenspitze schaut oben bereits drüber.
    Unübersehbar sind natürlich die Folgen des großen Bergsturzes an der Flanke der Blässe links, der sich im November 2013 ereignete. Der Zugang zur Landsberger Hütte war längere Zeit unterbrochen; inzwischen wurde der Weg nahe dem Ufer durch einen großen Damm geschützt. Die zunächst angedachte Alternative - das Umrunden des Sees im Westen - ist unmöglich, da dort irgendwann ein noch viel größerer Felssturz bevorsteht. So ist aktuell der Weg um den See ab dem Aufstieg zur Landsberger Hütte gesperrt.
    02-Vilsalpsee-BergsturzBlässe-Lachenspitze.jpg

    Der See ist also von viel porösem Gestein umgeben und zugleich ein landschaftliches Juwel. Wunderschön liegt die Vilsalpe hinter dem See zu Füßen des (abgerundeten) Kugelhorns und des (gezackten und deutlich schwerer besteigbaren) Rauhorns.
    Die Aufnahme entstand wegen günstigerer Lichtbedingungen beim Abstieg am Vormittag des letzten Tages.
    45-Vilsalpsee-KugelhornRauhorn.jpg

    In vielen Kehren und meist mittlerer Steigung überwindet der Steig die knapp 500 Höhenmeter bis zum Traualpsee in 1631m Höhe. Noch eine zweite, deutlich niedrigere Geländestufe bleibt zu bezwingen, und dann ist die Landsberger Hütte (rechts der Bildmitte) bereits erreicht. Dahinter sehr attraktiv die Nordwand der Lachenspitze.
    06-Traualpsee-LandsbergerHtt-Lachenspitze.jpg

    Wäre es nicht schon relativ später Nachmittag, würde die Obere Traualpe knapp über dem See sehr zu einer Rast einladen.
    08-ObereTraualpe.jpg

    Eine kurze Flachpassage entlang dem Traualpsee (der durch eine Staumauer vergrößert wurde) lädt dazu ein, die Blicke schweifen zu lassen.
    Im Hintergrund das Gaishorn, 2247m, westlich des Vilsalpsees. Durch seine nach Norden vorgeschobene Position ist es bis weit ins Alpenvorland gut zu sehen. Vor einigen Jahren erhielt es übrigens Moderatorenbesuch.
    10-Traualpsee-Gaishorn.jpg

    Die letzte felsdurchsetzte Steilstufe zur Landsberger Hütte ist durch eine Kette gesichert, die bei nassen Bedingungen gute Dienste leisten kann.
    Auf dem Höhenrücken nähern wir uns der Hütte dann von Nordosten; hinter ihr die Steinkarspitze, 2067m.
    14-LandsbergerHütte-Steinkarspitze.jpg

    Auf der Terrasse der großen Hütte können wir nun durchschnaufen. Trotz des Anstiegs am Nachmittag gab es in Sichtweite keine Regenschauer und - vor allem - kein Gewitter; dafür waren die Temperaturen teilweise nicht ganz niedrig...
    18-LandsbergerHütte-Terrasse.jpg

    Der Blick nach Norden über den gut 150m tiefer gelegenen Traualpsee weiß sehr zu gefallen. Wir können ihn vom Balkon des (großen) Lagerschlafraums ebenso genießen wie vor der Hütte oder sogar aus den Toilettenfenstern.
    Der spitze Gipfel rechts hinten ist der ziemlich allein dastehende Einstein in den Tannheimer Bergen.
    22-BlickTraualpseeEinstein.jpg

    Blick von der Hütte nach Nordosten zur Schochenspitze, 2069m.
    Neben den Seen ist es vor allem der vielfache Wechsel zwischen satt grünen Hängen und felsigen Steilstufen, der zum Reiz der Landschaft wesentlich beiträgt.
    25-Schochenspitze.jpg

    Natürlich bietet die Nordwand der Lachenspitze im Abendlicht einen besonders attraktiven Anblick.
    Im Jahr 2009 wurde der Klettersteig durch die Wand eröffnet, Schwierigkeitsgrad bis zu C-D. Gemeinsam mit einigen kurzen, noch anspruchsvolleren Übungsklettersteigen lockt er seither ein neues Publikum auf die Landsberger Hütte.
    Der Einstieg befindet sich knapp links von dem Restschneefeld etwa in der Bildmitte.
    29-Lachenspitze-Abendlicht.jpg
    Speziell zu den Tagesrandzeiten zeigt sich die Umgebung der Hütte oft von ihrer schönsten Seite.
    Dieser Blick zur Steinkarspitze entstand am letzten Morgen vor dem Abstieg zum Vilsalpsee.
    30-Steinkarspitze.jpg

    Natürlich lohnt es sich auch, die kleine Lache zu besuchen, die etwa 40hm unter der Hütte direkt zu Füßen der gleichnamigen Spitze liegt.
    Dahinter wieder die Schochenspitze.
    36-Lache-Schochenspitze.jpg

    Klar, dass Hüttengäste gern Zeit an der Lache verbringen und manche von ihnen auch zumindest die Zehen ins Wasser halten!
    38-Lache-Lachenspitze.jpg
    Zuletzt geändert von Wolfgang A.; 22.08.2018, 00:22.
    Lg, Wolfgang


    Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
    der sowohl für den Einzelnen
    wie für die Welt zukunftsweisend ist.
    (David Steindl-Rast)


  • #2
    Dienstag, 17.07.2018
    Die Landsberger Hütte bietet eine Vielzahl möglicher Touren. Mit der Roten Spitze, der Steinkarspitze, Lachenspitze und Schochenspitze sind gleich vier Gipfel im Nahbereich der Hütte relativ rasch erreichbar - und beliebig miteinander kombinierbar. So ließe sich auch ein Tag mit labilem Wetter sinnvoll nützen.
    Bereits am Morgen ziehen Quellwolken über Steinkarscharte und Steinkarspitze. Der Hüttenpächter beantwortet unsere Frage nach der aktuellsten Wetterprognose mit "durchwachsen": sonnige Abschnitte, tagsüber aber auch Schauer. Immerhin vermeidet er das Wort "Gewitter".
    01-Steinkarscharte-Steinkarspitze.jpg

    Wir sind entschlossen, den höchsten Gipfel der gesamten Vilsalpseeberge zu besteigen: die 2274m hohe Leilachspitze. Sie bildet zugleich den östlichen Eckpfeiler dieser Untergruppe, ist daher von vielen Stellen im Lechtal gut zu sehen und bietet ein weites Panorama. Wegen zumindest zwei Gegensteigungen und anspruchsvolleren Wegabschnitten benötigt man von der Hütte jedoch zweieinhalb bis drei Stunden bis zum Gipfel.
    So durchqueren wir zunächst die Senke mit der Lache und steigen dann zum Östlichen Lachenjoch an. Von dort bietet sich ein schöner Rückblick zur Lache und dem Traualpsee in zwei verschiedenen "Stockwerken" - und auch zur Landsberger Hütte auf der Geländerippe über der Lache.
    08-Lache-Traualpsee-RoteSpitze.jpg

    Die Lachenspitze erhebt sich nun direkt südwestlich von uns. Die Anstiegsroute von dieser Seite führt im obersten Abschnitt durch leichtes Felsgelände im 1. Schwierigkeitsgrad. Einfacher erreichbar ist sie von der Steinkarscharte im Westen; dieser Weg bietet daher auch den bequemsten Abstieg für die Klettersteiggeher.
    10-Lachenspitze.jpg

    Der erste Blick zu unserem Tagesziel, der Leilachspitze, links im Bild. Die Route dorthin verläuft allerdings in einem ausgeprägten Bogen nach Süden und führt hinter den Luchsköpfen rechts durch deren sanftere Südflanke.
    05-GappenfelderNotländ-Leilachspitze-Luchsköpfe.jpg

    Da geht es für uns zunächst weiter: durch das weite Kar der Gappenfelder Notländ in die Lechtaler Scharte (links oben). Das Kar ist angenehm zu durchqueren; die letzten Minuten des sehr schottrigen Anstiegs in die Scharte sind hingegen etwas mühsam.
    12-GappenfelderNotländ-Krottenkopfscharte.jpg

    Die Lechtaler Scharte bietet den ersten freien Blick nach Südwesten zum vielleicht attraktivsten unter den vielen markanten Gipfeln der Allgäuer Alpen, dem Hochvogel. Die Gipfelwolke kann den starken Eindruck dieser Gebirgsszenerie nicht schmälern. Bedauerlich ist hingegen, dass der Gipfel seit Jahren durch eine breite Spalte zerrissen ist, die sich immer weiter öffnet. Der frühere Anstieg durch die österreichische Südflanke ist seit 2014 wegen großer Steinschlaggefahr strikt gesperrt!
    14-Hochvogel-FuchskarspitzeGlasfelderkopf.jpg

    Genau in Gegenrichtung sind hinter dem Krinnenspitz (links) die viel besuchten Klettergipfel der Tannheimer Berge zu sehen: Gimpel und Rote Flüh, Köllenspitz und Gehrenspitze.
    16-BlickTannheimerBerge.jpg

    Der Steig südlich der Krottenköpfe ist zunächst durch einige recht angenehm begehbare Abschnitte geprägt, die höchstens kurz von leicht ausgesetzten Rinnenquerungen unterbrochen werden.
    21-QuerungunterKrottenköpfen.jpg

    Dann beginnt der Steig doch stärker zu steigen und zieht schließlich durch eine breite erdige Rinne etwas unangenehm auf eine Schulter zwischen den beiden Luchsköpfen hinauf. Das letzte Stück dieses Abschnitts im Rückblick, etwa nach Westen schauend.
    23-RückblickKrottenköpfe-Querung.jpg

    Sehr schön ist der Tiefblick von dieser Schulter ins Lechtal mit dem charakteristischen "Lechzopf" zwischen Stanzach und Forchach. Zwei Tage davor haben wir vom Lechweg dort unten zur Leilachspitze heraufgeschaut.
    Hinter Stanzach dominiert die Elmer Kreuzspitze in den Lechtaler Alpen die Szenerie. Links hinten schaut u.a. die Namloser Wetterspitze drüber.
    25-StanzachLechzopf-ElmerKreuzspitze.jpg

    Bedauerlicherweise verlieren wir nach der Schulter nochmals gute 80 Höhenmeter, bevor wir dann den Verbindungskamm zur Leilachspitze erreichen. Der Verlauf der Route ist von hier aus bereits gut zu erahnen: Über den Kamm erreicht man die breite Schuttrinne, die über der Bildmitte diagonal nach links oben zieht. Einige Felsstufen führen von der obersten Scharte dann zum Gipfel links oben.
    27-Leilachspitze.jpg

    Die imposanten Luchsköpfe im Rückblick. Links von ihnen die begrünte Schulter, über die wir gekommen sind.
    29-RückblickLuchsköpfe.jpg

    Wie einige Tage davor am Maldongrat sind die ausgesetztesten Stellen bereits vor Erreichen der breiten Schotterrinne zu bewältigen. Die Rinne selbst ist breiter und etwas weniger steil als jene zum Maldongrat, erfordert aber natürlich dennoch konzentriertes Steigen. So fotografiere ich die - eindrucksvolle! - Szenerie nur einmal. Rechts wieder die Luchsköpfe; unser Abstiegsweg von der Schulter ist nun noch deutlicher zu sehen. Und im Hintergrund, diesmal sogar wolkenfrei, der stolze Hochvogel.
    31-Luchsköpfe-Hochvogel.jpg

    Nach oben hin wird die Schotterrinne dann schmäler, zugleich aber auch flacher, und wir erreichen die oberste Scharte knapp südlich des Gipfels.
    Entsprechend eindrucksvoll ist der Durchblick nach Weißenbach am Lech vor den Ammergauer Alpen im Hintergrund.
    32-BlickWeißenbachGaichtspitze-HeiterwangerSee.jpg

    Die felsige Steilstufe gleich über der Scharte erfordert zu Beginn ein paar große Schritte, bald danach legt sich die Flanke aber zurück. Fast haben wir schon die Höhe des gezackten Kamms jenseits der Scharte erreicht.
    34-Leilachspitze-gezackterKamm.jpg
    Zuletzt geändert von Wolfgang A.; 22.08.2018, 17:42.
    Lg, Wolfgang


    Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
    der sowohl für den Einzelnen
    wie für die Welt zukunftsweisend ist.
    (David Steindl-Rast)

    Kommentar


    • #3
      Und oben beim Kreuz auf der 2274m hohen Leilachspitze!
      Die Felsgipfel der Tannheimer Berge sind als erster Ausblick nicht zu verachten, lediglich die Wolken über ihnen begeistern uns nicht uneingeschränkt...
      35-LeilachspitzeGipfel-TannheimerBerge.jpg

      Der Gipfel der Leilachspitze kommt hingegen sogar für mehrere Minuten in die Sonne. So lässt sich die Rast noch mehr genießen. Und der Blick zum Hochvogel sowie einigen Gipfeln der Hornbachkette links hinter ihm ist reicher Lohn für alle Konzentration beim Anstieg.
      36-Klaus-BlickHochvogel.jpg

      Meine Gipfelgrüße werden von Felix unmittelbar mit der Nachricht beantwortet, dass in unserer Region gerade einige Regenschauer unterwegs sind.
      Wenn es dafür einer Bestätigung bedürfte, würde sie dieser Blick Richtung Tannheimer Tal bieten.
      Der Schauer wird allerdings einige Kilometer nördlich von uns vorbei ziehen.
      39-BlickTannheimerBerge-Regenschauer.jpg

      Blick über Weißenbach und das untere Lechtal zu den Ammergauer Alpen; auch der Heiterwanger See ist im Hintergrund gut zu erkennen.
      Rechts der markante Thaneller.
      40-BlickWeißenbachThaneller-HeiterwangerSee.jpg

      Die Wolken kommen heute aus Westen bis Nordwesten, und so trägt das freundliche Bild in diese Richtung gut zur Entspannung bei.
      Hinten die komplett zu Bayern gehörende Daumengruppe mit dem Großen Daumen rechts sowie dem viel besuchten Nebelhorn über Oberstdorf links.
      Im Vordergrund sehen wir die Lachenspitze abermals aus einer anderen Perspektive.
      Auf dem Gipfel treffen wir übrigens den einzigen Bergsteiger ab der Lechtaler Scharte. Witzig ist es, als sich heraus stellt, wer er ist: ein junger Mitarbeiter der Landsberger Hütte, der einige Stunden Mittagspause für eine Tour auf die Leilachspitze weitgehend im Stil eines Bergläufers nützt.
      Obwohl er kaum die Hälfte unserer Zeit benötigt hat, war er überrascht, wie lang er unterwegs war...
      43-BlickLachenspitze-Nebelhorn-GrDaumen.jpg

      Der Bergläufer hat längst mit dem Abstieg begonnen, und auch wir wollen das Wetterglück nicht zu sehr strapazieren.
      Wir kommen gut und zügig in die oberste Scharte zurück, und der folgende Abstieg durch die breite Schotterrinne ist weniger unangenehm als befürchtet. Abermals kommt mir die abschließende Querung zum Verbindungskamm zu den - im Hintergrund schon wieder sichtbaren - Luchsköpfen am heikelsten vor: weil es da schwer sein könnte, im Rutschen nochmals Halt zu finden.
      46-Rinnenquerung-Luchsköpfe.jpg

      Rückblick auf die breite Schotterinne, den Gipfel der Leilachspitze links darüber und die Querung im Vordergrund.
      Mein subjektives Gefühl: Der ganze Abschnitt war eine Stufe weniger schwierig als der Steig zum Maldongrat. Aber vielleicht lag es auch vorwiegend daran, dass wir uns auf solches Gelände schon etwas mehr einstellen konnten.
      48-RückblickLeilachspitze.jpg

      Da ist die Verbindungsroute zur Schulter links von den Luchsköpfen bereits gut zu sehen. Wir können hier im Bewusstsein unterwegs sein, den Gipfel und den anspruchsvollsten Teil des Abstiegs bereits bewältigt zu haben. Der nun sonnigere und freundlichere Eindruck der Szenerie passt da sehr gut dazu.
      49-Luchsköpfe-Lachenspitze.jpg

      Noch ein Rückblick zur Leilachspitze, da auch der gesamte Gipfelaufbau nun wieder von der Sonne bestrahlt wird.
      50-Leilachspitze.jpg

      Schon imposant, wie die Luchsköpfe nun direkt vor bzw. über uns aufragen! Dass man sie bei Interesse von der Schulter aus im (oberen) ersten Schwierigkeitsgrad erreichen kann, würde man aus dieser Perspektive nicht für möglich halten.
      52-Luchsköpfe.jpg

      Durchblick zum Gimpel, dessen Felsen nun auch wieder in der Sonne leuchten.
      Es sind nach wie vor ein paar Regenschauer in Sichtweite unterwegs, aber sie halten gerade durchwegs einen guten Respektabstand zu uns.
      53-DurchblickGimpel.jpg

      Deutlich ausgeprägtes "Felsgesicht", das - allerdings recht finster - in Richtung Gimpel blickt!
      59-Felsgesicht.jpg

      Rechts vor uns taucht bereits wieder die Lachenspitze auf, so kann es nicht mehr allzu weit zur Lechtaler Scharte sein!
      61-Krottenkopfscharte-Lachenspitze.jpg

      So karg oder schottrig kann die Umgebung gar nicht sein, dass nicht doch ein paar Blumen für Farbtupfer sorgen und die vorbei kommenden Bergsteiger mit ihrem Anblick erfreuen.
      62-Löwenzahn.jpg
      Zuletzt geändert von Wolfgang A.; 22.08.2018, 17:45.
      Lg, Wolfgang


      Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
      der sowohl für den Einzelnen
      wie für die Welt zukunftsweisend ist.
      (David Steindl-Rast)

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      • #4
        In der Lechtaler Scharte trennen Klaus und ich uns für den restlichen Rückweg zur Landsberger Hütte. Während er noch die Steinkarspitze, den niedrigsten und leichtesten Hüttengipfel, mitnehmen möchte, fühle ich mich bereits ausgelastet und möchte daher wieder über das Östliche Lachenjoch zurück gehen.
        Hier quere ich bereits den oberen Teil der Gappenfelder Notländ.
        64-GappenfelderNotländ-Lachenspitze.jpg

        Der letzte Rückblick zur Leilachspitze und den Luchsköpfen: in besserem Licht als am Vormittag, bei mehr Sonne - und vor allem im Wissen, den Gipfel bezwungen zu haben.
        68-Leilachspitze-Luchsköpfe.jpg

        Knapp vor dem Östlichen Lachenjoch. Die beiden Gipfel vor mir - Schochenspitze und Sulzspitze - stehen nahe dem viel begangenen Höhenweg vom Neunerköpfl zur Landsberger Hütte und werden dabei gern "mitgenommen".
        67-Schochenspitze-Sulzspitze.jpg

        Prachtblick vom Östlichen Lachenjoch zur Steinkarspitze, der Roten Spitze sowie der Landsberger Hütte am Höhenrücken direkt unter ihr.
        69-Steinkarspitze-RoteSpitze-LandsbergerHütte.jpg

        Auch dieser Anblick kann etwas: Rauhorn und Gaishorn hinter dem Traualpsee und dem satt grünen Geierköpfle.
        70-Traualpsee-RauhornGaishorn.jpg

        Ich könnte in diesen Anblicken noch viel länger schwelgen, hätte ich nicht auch die Wolkenentwicklung hinter der Schochenspitze im Norden im Blick.
        Da empfiehlt sich doch eher der Schlussabstieg zur Hütte; gut, dass es nicht mehr weit ist!
        73-WolkenstimmungSchochenspitze.jpg

        Bis jetzt hatten wir heute durchaus Wetterglück, nun aber scheint etwas Dickeres heranzuziehen. Bereits knapp über der Lache stehend ist aber auch für dieses Foto noch ausreichend Zeit.
        75-LacheSchochenspitze-Wolkenstimmung.jpg

        Denn für die letzten 30 Höhenmeter Steigung zur Landsberger Hütte zurück genügen einige Minuten, und die habe ich noch zur Verfügung!
        Genau zum richtigen Zeitpunkt erreiche ich die Hütte.
        76-LandsbergerHütte-Geierköpfle.jpg

        Freilich halte ich zugleich Ausschau, wann Klaus eintrifft. Er sah die Wolken natürlich ebenfalls kommen, wusste, dass er es nicht mehr bis zur Hütte schaffen würde und suchte daher einen etwas geschützten Platz für den Beginn des Regens.
        Der Kern des Schauers, der diesmal auch einige Blitze im Gepäck hatte, zog dann doch etliche Kilometer östlich vorbei. So blieb es bei Windböen, einer spürbaren Abkühlung und vielleicht 20 Minuten mäßig starken Regens. Dann war alles schon wieder vorbei.

        Eineinhalb Stunden später schlendern wir im Sonnenschein gemütlich zur Lache, setzen uns an ihr Ufer und lassen die gelungene Tour auf den höchsten Gipfel der Vilsalpseeberge dort gut ausklingen.
        Zuletzt geändert von Wolfgang A.; 22.08.2018, 17:49.
        Lg, Wolfgang


        Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
        der sowohl für den Einzelnen
        wie für die Welt zukunftsweisend ist.
        (David Steindl-Rast)

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        • #5
          Informationen

          Die Landsberger Hütte des DAV steht in 1805m Höhe und ist der wichtigste Stützpunkt in den Vilsalpseebergen. Sie bietet 120 Schlafplätze (30 in Betten und 90 im Lager).
          Die unschwierige Höhenwanderung vom Neunerköpfle (auf das von Tannheim eine Seilbahn führt) zur Landsberger Hütte ist viel begangen und wird rege beworben. Insofern ist die Hütte in den Sommermonaten an eine große Zahl von Tagesgästen gewöhnt. Das Team wirkte auf uns generell gut organisiert.

          Außerhalb der Wochenenden sind in den Lagern meist Plätze frei, dennoch empfiehlt sich eine Reservierung. An Wochenenden ist die Hütte teilweise bis zum letzten Platz belegt.
          Wir verbrachten die erste Nacht gemeinsam mit etwa 10 weiteren Personen im großen Lager im Dachgeschoß mit dem netten Namen „Schwalbennest“. In der zweiten Nacht waren dann wesentlich mehr Plätze frei, und wir waren zu unserer Überraschung ganz allein im Lager (und haben entsprechend gut geschlafen).

          https://www.landsbergerhuette.at/

          Der Anstieg vom Vilsalpsee zur Hütte erfordert etwa zwei Stunden.
          Die Kehren über die oberste felsige Steilstufe sind mit einer Kette gesichert, die bei nassen Bedingungen Erleichterung bietet.

          Die Gipfel nahe der Hütte sind im Wesentlichen ohne nennenswerte Schwierigkeiten zu besteigen. Die Rote Spitze westlich der Hütte wird als besonders schöner Platz für Abendstimmungen empfohlen. Die Lachenspitze bietet über ihre felsige Nordseite den spektakulärsten Tiefblick zur Hütte und den wie gestaffelt übereinander liegenden Seen.

          Leilachspitze

          Ab der Landsberger Hütte hin und zurück knapp 10km Strecke,
          aufgrund mehrerer Gegensteigungen um die 800 Höhenmeter.
          Gehzeit je nach Tempo zweieinhalb bis drei Stunden im Aufstieg,
          im Abstieg wegen der Gegensteigungen und des heiklen oberen Abschnitts nicht sehr viel kürzer.

          Anforderungen der Route:
          + südlich der Krottenköpfe einige kurze, leicht ausgesetzte Rinnenquerungen
          + breite erdige Rinne im Anstieg zur Schulter bei den Luchsköpfen, etwas beschwerlich
          + Verbindungskamm zur Leilachspitze: einige ausgesetzte Querungen, teilweise rutschiges Gelände
          + Schotterrinne zur Scharte: rote Markierungspunkte, aber kein wirklicher Weg. Anstrengend, aber nicht allzu ausgesetzt. Bei größeren Gruppen Achtung auf Steinschlag!
          + Letzter Gipfelaufschwung: einfaches Felsgelände bis maximal 1+. Dabei nicht ausgesetzt und erfreulich wenig schottrig.

          Natürlich sind Tagestouren auf die Leilachspitze auch ohne Hüttenübernachtung möglich.
          Als Ausgangspunkte bieten sich dafür neben dem Vilsalpsee auch Rauth (Weg durch das Birkental) oder Weißenbach am Lech an. Auch eine Überschreitung geht sich - bei einer stattlichen Anzahl an Kilometern und Höhenmetern - an einem Tag aus.
          Der von Osten/Nordosten durch das Weißenbacher Notländer-Kar auf den Gipfel führende Steig überwindet im obersten Teil einen Felsabschnitt und ist von den Schwierigkeiten unserer Route ähnlich.


          Persönliches Fazit

          Wie bereits in den Lechtaler Alpen um die Anhalter Hütte waren Klaus und ich vor allem davon fasziniert, dass wir eine für uns komplett neue Bergregion kennen lernen konnten.

          Das nicht ganz berechenbare Wetter hat uns - mit ein wenig Glück - keinen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Landsberger Hütte eignet sich bei solchen Bedingungen gut als Stützpunkt, da sie Touren ganz unterschiedlicher Länge bietet.
          Vielleicht haben wir es dem wechselhaften Wetter zu verdanken, dass die Hütte und ihre nahe Umgebung nicht unangenehm überlaufen waren.
          Die Leilachspitze wird aufgrund der Länge und der Anforderungen ihrer Anstiege generell nur recht selten besucht. Durchaus überraschend, dass dies im Nahbereich des sehr viel besuchten Tannheimer Tals möglich ist!

          Wie einige Tage davor am Maldongrat habe ich die Tour als anregend erlebt. Das Maß an Konzentration und Anstrengung, das die Route erfordert, hat für mich persönlich genau gepasst.


          Ich habe es genossen, innerhalb einer Woche Touren in zwei für mich komplett neuen Gruppen der Nördlichen Kalkalpen gehen zu können. Realistisch gesehen werden meine weiteren Besuche in den Allgäuer Alpen wohl nicht häufiger als in den Lechtaler Alpen ausfallen. Aber vielleicht ergibt sich ja doch wieder etwas. Die Eindrücke, die ich mitnehmen konnte, würden zu einem weiteren Erkunden der Region jedenfalls sehr einladen.
          Zuletzt geändert von Wolfgang A.; 22.08.2018, 21:51.
          Lg, Wolfgang


          Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
          der sowohl für den Einzelnen
          wie für die Welt zukunftsweisend ist.
          (David Steindl-Rast)

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          • #6
            Hallo Wolfgang,

            da hast du mal wieder einen stimmungsvollen und sehr informativen Bericht gezaubert.
            Herzlichen Dank dafür.
            Und ich komme sogar auch vor

            Die Gegend um die Landsberger Hütte ist für einen Kurztrip aus dem Rheinland ein geeigneter Ort, um
            bereits für wenige Tage die Natur zu genießen.

            Die Leilachspitze steht auch noch weit oben auf dem Zettel, fast alle anderen "Wander"berge des Tannheimer Tales habe ich schon.
            (immerhin 15 Stück)


            www.kfc-online.de

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            • #7
              Deine Bilder machen Lust dort auch einmal unterwegs zu sein. Die Gegend um den Vilsalpsee kenne ich leider noch gar nicht. Besonders die Seen gefallen mir, weil es in den Regionen der NKA, in denen ich hauptsächlich unterwegs bin, kaum welche gibt.
              "Glück, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

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              • #8
                Das Tannheimer Tal und den Vilsalpsee besuchte ich in meiner Kindheit des Öfteren. Haben damals aber eher die leichten Touren gemacht. Danke für den tollen Bericht, da kamen mir doch einige Berge wieder bekannt vor .
                Bei den Bergen ist es so: Je höher man steigt, umso weiter ist die Sicht; bei den Menschen ist es oft umgekehrt (Otto Baumgartner-Amstad)

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                • #9
                  Unglaublich wie schön doch diese Gegend dort ist, da kommen Erinnerungen auf.
                  Lg. helmut55

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