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Zahl der Klagen nach Bergunfällen nimmt enorm zu

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  • Zahl der Klagen nach Bergunfällen nimmt enorm zu

    Ein Variantenskifahrer fährt aus dem freien Gelände zurück auf die Skipiste und übersieht am Pistenrand eine kleine Stufe im Schnee. Der Mann kommt zu Sturz, verletzt sich – und klagt wegen der fehlender Absicherung das Skigebiet. Mit Erfolg – die Versicherung des Liftbetreibers zahlt, eine Berufung gegen das Urteil unterbleibt.

    “Ich würde erst einmal sagen: Augen auf! Schau besser, wo du hinfährst”, meinte Dagmar Unterberger, Richterin am Bezirksgericht Hall in Tirol und ehemalige Leiterin des Alpinreferates der Staatsanwaltschaft Innsbruck am Wochenende bei einer Diskussionsrunde zum Thema Recht am Berg beim Salzburger Bergfilmfestival. “Aber die Zahl der Klagen nimmt zu. Das ufert aus, weil viele eine private Haftpflichtversicherung haben. Alles wird bis aufs Letzte ausprozessiert.” Bisher werde in den meisten Entscheidungen vor Gericht die Eigenverantwortung aber noch hochgehalten.

    Weniger Eigenverantwortung

    “Die Klagefantasien reichen weit”, befand auch die steirische Richterin Dalia Tanczos und meinte überspitzt: “Selbstverständlich wollen die Leute heute Schadenersatz haben, wenn sie sich in der Kletterhalle das Bein brechen. Und natürlich verklagen sie nach einem Unfall den Bergführer, er ist ja der Garant für ihre Sicherheit.” Die Frage nach der Eigenverantwortung werde dabei aber immer stärker nach hinten gedrängt. “Das zunehmende Sicherheitsdenken in der Gesellschaft hat viel Leid erspart, aber es besteht die Gefahr, dass der Bogen überspannt wird.”

    Eine Entwicklung, die auch Estolf Müller, Leiter der Bergrettung Salzburg, bemerkt. “Die Leute haben heute eher eine Rechtsschutzversicherung als eine Bergekostenversicherung. Am Zivilrechtsweg wird dann Druck ausgeübt, um sich den Kosten einer Bergung zu entziehen.”

    Freundschaftsdienst mit Folgen

    Faktum ist, dass heute selbst ein gut gemeinter Freundschaftsdienst drastische Folgen haben kann: Im August 2010 nimmt eine erfahrene Sportkletterin ein befreundetes Paar auf dessen Wunsch in die Kletterhalle mit. Die beiden sind Anfänger, darum erklärt ihnen die Frau, wie man sich richtig sichert. Man klettert einige Routen, dann fordert die Frau den Mann auf, sich selbst ins Seil einzubinden. Der Mann hängt seinen Karabiner aber nicht in den Seilring, sondern in die Materialschlaufe ein – was niemand bemerkt. Beim Abseilen kommt es zum Unfall, der Mann wird schwerst verletzt. Laut OGH trägt die Hauptschuld an dem Unfall die erfahrene Kletterin – sie muss drei Viertel des Schadens und auch der Kosten für die Langzeitfolgen beim Verletzten tragen.

    “Dieses Urteil stellt die Frage, ab wann ich erwachsene Menschen in die Eigenverantwortlichkeit entlassen kann”, so Tanczos. Die Angst vor Verantwortung nehme in der Folge zu, der Ruf nach Reglementierungen werde lauter. “Vor allem bei geführten Touren bin ich oft mit dem Wunsch nach klaren Regeln konfrontiert. Wann nehme ich ein Halbseil, wann das Doppelseil, zu welchem Zeitpunkt muss ich den Helm am Klettersteig aufsetzen. Aber derart klare Handlungsanweisungen kann es am Berg nicht geben. Die Freiheit, für die wir den Sport schätzen, droht verloren zu gehen.”

    Doch steht man heute tatsächlich auf jeder Berg-, Kletter- oder Skitour mit einem Bein im Gefängnis? “Staatsanwälte leiden nicht an einem Verfolgungswahn, wenn sie nach Bergunfällen ermitteln oder Anklage erheben. Das Strafrecht duldet keine fahrlässige Gefährdung, Verletzungen und Tötungen von Menschen. Wir sind gesetzlich dazu verpflichtet, das aufzuarbeiten”, betonte Richterin Unterberger.
    Alpiner Raum, kein rechtsfreier Raum

    Wer heute bei einer Skitour in einen Hang einfährt, obwohl er weiß, dass es brenzlig sein könnte und er dadurch jemand anderen gefährdet, werde im Falle eines Unfalls zur Verantwortung gezogen. “Ich bin gegen eine Kriminalisierung, aber es muss jedem bewusst sein, dass der alpine Raum kein rechtsfreier Raum ist. Menschen müssen auch die Folgen ihres Tuns auf sich nehmen.” (APA)

    Quelle: http://www.salzburg24.at/zahl-der-kl...orm-zu/3777755
    Lieber bei Sauwetter einen Berg genießen
    als bei Sonnenschein in der Arbeit verdrießen.

  • #2
    AW: Zahl der Klagen nach Bergunfällen nimmt enorm zu

    Tja, die politisch gewünschte Vollkaskomentalität trägt ihre Früchte in den Köpfen der Menschen. Muss sich ja irgendwer um einen kümmern.
    Ich, bloque: Projekt Zentralalpenweg

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    • #3
      AW: Zahl der Klagen nach Bergunfällen nimmt enorm zu

      Sehr interessante und bedenkliche Entwicklungen! Danke fürs Posten!
      "Gegen Vernunft habe ich nichts, ebenso wenig wie gegen Schweinebraten! Aber ich möchte nicht ein Leben leben, in dem es tagaus tagein nichts anderes gibt als Schweinebraten" - Paul Feyerabend

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      • #4
        AW: Zahl der Klagen nach Bergunfällen nimmt enorm zu

        Zitat von beigl Beitrag anzeigen
        Tja, die politisch gewünschte Vollkaskomentalität trägt ihre Früchte in den Köpfen der Menschen. Muss sich ja irgendwer um einen kümmern.
        Mit Vollkaskomentalität hat das weniger zu tun - die Amerikaner als Pioniere dieser "Ich klag alle"-Welle sind alles andere als Vollkaskotypen!
        Das hat eher damit zu tun, dass Geld immer mehr zum Ideal wird und jeder anscheinend versucht, mehr und mehr und mehr und mehr von diesem Ideal zu scheffeln und alle möglichen und unmöglichen Quellen ausschöpft. Man könnte sich ja sonst das neueste Iphone oder den neuesten Audi nimmer leisten...

        Hab gerade vor etwa zwei Wochen in der Zeitung gelesen, dass wieder einmal ein Mountainbiker einen Grundbesitzer geklagt hat, weil er gestürzt ist. Solchen Typen sollte man normalerweise das Mountainbike wegnehmen und das tun:

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        • #5
          AW: Zahl der Klagen nach Bergunfällen nimmt enorm zu

          Zitat von beigl Beitrag anzeigen
          Tja, die politisch gewünschte Vollkaskomentalität trägt ihre Früchte in den Köpfen der Menschen. Muss sich ja irgendwer um einen kümmern.
          Die einschlägigen Bestimmungen des Zivil- und Strafrechtes, die für derartige Klagen herhalten, gibt es schon seit Jahrzehnten. Neu ist lediglich die offensichtliche Unwissenheit so manch Ausübender, dass man auch am Berg nicht ohne Konsequenzen machen kann, was man will bzw. im Umkehrschluss, dass es auch dort Eigenverantwortung gibt.

          Mit Politik hat das gar nix zu tun. Politiker werden nach wie vor vom Volk gewählt - nicht umgekehrt. Es ist halt zu einer bequemen Ausrede geworden, dass für jedes Übel die Politiker verantwortlich sind. Das ist die eigentliche "Vollkaskomentalität".
          Den Abstand zwischen Brett und Kopf nennt man geistigen Horizont

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          • #6
            AW: Zahl der Klagen nach Bergunfällen nimmt enorm zu

            Touché. Das Beispiel ist in dem Zusammenhang tatsächlich etwas schwammig. Trotzdem glaube ich, dass den Menschen die Eigenverantwortung systematisch aberzogen wird.

            “Die Leute haben heute eher eine Rechtsschutzversicherung als eine Bergekostenversicherung. Am Zivilrechtsweg wird dann Druck ausgeübt, um sich den Kosten einer Bergung zu entziehen.”

            Wenn das kein Auswuchs der Vollkaskomentalität ist?
            Ich, bloque: Projekt Zentralalpenweg

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            • #7
              AW: Zahl der Klagen nach Bergunfällen nimmt enorm zu

              Zitat von beigl Beitrag anzeigen
              “Die Leute haben heute eher eine Rechtsschutzversicherung als eine Bergekostenversicherung. Am Zivilrechtsweg wird dann Druck ausgeübt, um sich den Kosten einer Bergung zu entziehen.”

              Wenn das kein Auswuchs der Vollkaskomentalität ist?
              Natürlich - ich meine nur, dass dafür nicht Politiker verantworlich sind. Das ist doch viel eher eine der (vielen) Auswirkungen der zunehmenden Individualisierung. Solidarität mit dem Umfeld zählt nix mehr, Geiz ist geil.

              Und da solche Pressemeldungen ja kein objektiviertes Bild erzeugen, wäre es in meinen Augen schon interessant, wie die tatsächlichen Zahlen in Bezug auf Haftungsklagen aus dem Freizeitbereich aussehen. Vor`m Kadi gestritten haben die Leut auch früher oft um des Kaisers Bart, man hat`s halt bis zu Sendungen wie "Schauplatz Gericht" kaum erfahren.

              Manchmal brauchen sich die Vereine aber auch nicht wundern: Vor rd. 1 1/2 Jahren hab ich einen alpinen Verein als Wegerhalter per Mail unter Anschluss von Fotos und einem Kartenausschnitt von einer halb eingestürzten Brücke über einen Bach informiert. Antwort habe ich erhalten ("wir bringen das in Ordnung"), aber bis heute ist nix pasiert. Dabei würde es reichen, die Brücke erst einmal einfach zu entfernen - das würde 1/2 Stunde dauern oder zu sperren (5 Minuten).
              Den Abstand zwischen Brett und Kopf nennt man geistigen Horizont

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              • #8
                AW: Zahl der Klagen nach Bergunfällen nimmt enorm zu

                Also eine zunehmende Individualisierung kann ich nicht erkennen- im Gegenteil bergsteigerische Grundfertigkeiten, wie Einschätzung von Natur und Eigenkönnen scheinen für einen Großteil der Menschen, die sich in den Bergen rumtreiben, unwichtig zu werden. Im Zweifel wird die Natur angepasst - somit verliert die Vorgabe "nach bestem Wissen und Gewissen vorzugehen" an Bedeutung. Marketingschmähs wie "Climb and Ski" erschliessen eben nur Marktpotential und erzeugen keine Bergsteiger.

                und zu Deiner eingestürzten Brücke - da kann ich keinen Grund erkennen warum diese entfernt oder gesperrt werden soll, wenn es ohnehin offensichtlich ist, dass eine Begehung problematisch ist.

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                • #9
                  AW: Zahl der Klagen nach Bergunfällen nimmt enorm zu

                  Immerhin hast du damals noch Antwort erhalten - ich hab solche Meldungen schon öfter weggeschickt - Reaktion: Null.
                  LG, Eli

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                  • #10
                    AW: Zahl der Klagen nach Bergunfällen nimmt enorm zu

                    Zitat von Bassist Beitrag anzeigen
                    Natürlich - ich meine nur, dass dafür nicht Politiker verantworlich sind.
                    Natürlich nicht als Personen, aber in der Form der Entwicklung des politischen Systems in den letzten ca. 100 Jahren meine ich schon.

                    Und freilich hast du recht, dass das im Endeffekt der Wähler zu verantworten hat. Aber das macht es nicht angenehmer.
                    Ich, bloque: Projekt Zentralalpenweg

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                    • #11
                      AW: Zahl der Klagen nach Bergunfällen nimmt enorm zu

                      Zitat von beigl Beitrag anzeigen
                      ....., dass das im Endeffekt der Wähler zu verantworten hat. Aber das macht es nicht angenehmer.
                      Wie wahr!!!!!
                      Den Abstand zwischen Brett und Kopf nennt man geistigen Horizont

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                      • #12
                        AW: Zahl der Klagen nach Bergunfällen nimmt enorm zu

                        Zitat von Kreg Beitrag anzeigen
                        Also eine zunehmende Individualisierung kann ich nicht erkennen- im Gegenteil bergsteigerische Grundfertigkeiten, wie Einschätzung von Natur und Eigenkönnen scheinen für einen Großteil der Menschen, die sich in den Bergen rumtreiben, unwichtig zu werden. Im Zweifel wird die Natur angepasst - somit verliert die Vorgabe "nach bestem Wissen und Gewissen vorzugehen" an Bedeutung. Marketingschmähs wie "Climb and Ski" erschliessen eben nur Marktpotential und erzeugen keine Bergsteiger.
                        Ich glaub, wir haben von Individualisierung eine unterschiedliche Auffassung.

                        Zitat von Kreg Beitrag anzeigen
                        und zu Deiner eingestürzten Brücke - da kann ich keinen Grund erkennen warum diese entfernt oder gesperrt werden soll, wenn es ohnehin offensichtlich ist, dass eine Begehung problematisch ist.
                        Der Wegerhalter haftet kraft Gesetzes - das ist so. Wenn er seiner Erhaltungspflicht nachkommt und sein "Werk" in angemessenen Abständen kontrolliert (bei Wanderwegen reicht in der Regel 1 x pro Jahr) wird ihm auch dann nix passieren, wenn in der Zwischenzeit der Weg gelitten hat. Wenn er aber so lange nix tut, kommt er aus der Haftung nicht raus, da wird - wenn die Beschädigung dem Nutzer erkennbar ist - ein ev. Geschädigter eine Teilschuld angelastet bekommen.

                        Die alpinen Vereine wissen das auch, aber einerseits fehlt es oft an den Mitteln oder dem Personal und andererseits sind die auch versichert
                        Wenns in so einem Fall "scheppert", stehen sich vor Gericht eh meistens Verischerungen gegenüber.

                        LG Michael
                        Den Abstand zwischen Brett und Kopf nennt man geistigen Horizont

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                        • #13
                          AW: Zahl der Klagen nach Bergunfällen nimmt enorm zu

                          Zitat von Bassist Beitrag anzeigen
                          Ich glaub, wir haben von Individualisierung eine unterschiedliche Auffassung.
                          Für meinen Teil gebe ich Dir recht, dass die Klagewilligkeit auch eine Folge von Individualisierung ist. Selbstoptimierung bei Ablehnung von Eigenverantwortung ist halt ein in sich paradoxes Phänomen. Mal grob vereinfacht: Wenn alles gutgeht, kann man bei Facebook (oder im GT?? ) posten, was man für ein toller Hecht ist, wenn es nicht gut geht, soll jemand anders für die Folgen haften.

                          Trotz des Artikels habe ich aber den Eindruck, dass solche Charaktere unter der bergsteigenden Bevölkerung nach wie vor in der Minderheit sind. Hoffen wir, dass es so bleibt.
                          Tourenberichte und Sonstiges auf www.deichjodler.com

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                          • #14
                            AW: Zahl der Klagen nach Bergunfällen nimmt enorm zu

                            Zitat von HAH Beitrag anzeigen
                            Trotz des Artikels habe ich aber den Eindruck, dass solche Charaktere unter der bergsteigenden Bevölkerung nach wie vor in der Minderheit sind. Hoffen wir, dass es so bleibt.
                            Ich denke auch, dass die Klagewilligen in der Minderheit sind. Allerdings haben wir sicher einen selection bias, wenn wir auf Grund der Leute argumentieren, die wir kennen oder getroffen haben.
                            "Glück, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

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                            • #15
                              AW: Zahl der Klagen nach Bergunfällen nimmt enorm zu

                              Zitat von placeboi Beitrag anzeigen
                              Ich denke auch, dass die Klagewilligen in der Minderheit sind. Allerdings haben wir sicher einen selection bias, wenn wir auf Grund der Leute argumentieren, die wir kennen oder getroffen haben.
                              Da hast Du natürlich recht.

                              (Ein selection bias gegen Deppen ist dem eigenen Wohlbefinden ja auch durchaus zuträglich :up: )
                              Tourenberichte und Sonstiges auf www.deichjodler.com

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