Der Burgstall im Toten Gebirge stand schon eine gefühlte Ewigkeit ganz weit oben auf meiner To-Do-Liste. Die Bergfex-App hatte meine Neugier geweckt: Dort ist ein Steig verzeichnet, der mit der knackigen Schwierigkeit T6 bewertet wird. Das wollte ich unbedingt mit eigenen Augen sehen und selbst unter die Lupe nehmen. Als ich dann vor Kurzem auch noch erfahren habe, dass am Gipfel ein kleines, feines Kreuz wartet, gab es kein Halten mehr.
Am Donnerstag, den 9. Juli 2026, war es am Nachmittag nach der Arbeit endlich so weit. Das Wetter hielt, die Motivation war riesig und ich beschloss, das Projekt als sportliche Bike & Hike-Tour anzulegen.
Die Anfahrt: Mit dem Mountainbike
Direkt von Stainach aus startete ich im Sattel meines Mountainbikes. Über den Begleitweg trat ich gemütlich über Niederhofen und Stein bis nach Wörschach hinüber. Ab Wörschach ging es dann rauf Richtung Schönmoos. Die Beine fühlten sich nach der Arbeit gut an, und die Höhenmeter schmolzen dahin.
Kurz nach dem Wanderparkplatz Schönmoos folgte dann allerdings die erste böse Überraschung des Tages. Die sogenannte „Schönmoos Runde“ – eine offizielle Mountainbike-Strecke und mein eigentlich geplanter Weiterweg – war wegen einer Hangrutschung komplett gesperrt. Mein Plan, ohne großen Höhenverlust von Schönmoos direkt hinüber zum Einstieg des Burgstalls zu kurbeln, war damit schlagartig hinfällig.
Improvisation und ungeplante Zusatzmeter zu Fuß
Eine Alternative musste her, denn Umkehren war keine Option. Ich suchte mir ein gutes Versteck im Wald, deponierte mein Fahrrad und setzte die Tour zu Fuß fort. Der Weg zog sich nun deutlich länger als gedacht. Ich marschierte erst ein weites Stück Richtung Hochtausing. Erst kurz vor dem Einstieg des dortigen Ostanstieges zweigte ich auf eine Forststraße ab, die mich wieder bergab führte. Zwar verlor ich dadurch mühsam erkämpfte Höhenmeter und sammelte ordentlich Marschzeit, aber das Ziel blieb fest im Blick. Nach einem langen Fußmarsch stand ich schließlich am ersehnten Einstieg des sogenannten T6-Steiges auf den Burgstall.
Der Aufstieg: Entzauberung des T6-Mythos
Der Steig zieht von Beginn an knackig und steil nach oben. Die Orientierung ist überraschend gut: Der Pfad ist mit einigen Steinmännchen markiert und bei aufmerksamer Wegfindung eigentlich immer gut ersichtlich. Entgegen der App-Beschreibung ist das Gelände aber nie richtig ausgesetzt.
Schnell wurde mir klar: Die T6-Bewertung ist absolut übertrieben. Ja, der Steig verlangt durchgehend solide Trittsicherheit und Konzentration im steilen Wald- und Schrofengelände. Aber eine T6 ist das keinesfalls. Meiner persönlichen Einschätzung nach bewegt sich der Aufstieg im Bereich T4, maximal an manchen Stellen bei einem soliden T5. Ein wildes, unberührtes Bergabenteuer bleibt es aber allemal.
Gipfelglück am Baumkreuz
Kurz vor dem höchsten Punkt des Burgstalls war es dann so weit: Ich entdeckte das kleine Kreuz inklusive Gipfelbuchbehälter, das hier an einen Baum genagelt ist. Ein wirklich idyllischer und stiller Ort, weitab der überlaufenen Modegipfel. Der eigentliche, höchste Punkt des Burgstalls liegt übrigens noch ein kleines Stück weiter östlich im dichten Grün. Nach einer kurzen Rast, dem obligatorischen Eintrag ins Gipfelbuch und ein paar Fotos machte ich mich wieder an den Abstieg.
Abenteuerliche Abfahrt und Ausklang
Der steile Steig verlangte auch im Abstieg noch einmal vollste Konzentration, brachte mich aber sicher wieder hinunter. Zurück am Fahrraddepot sattelte ich wieder um. Für den Rückweg wählte ich die Abfahrt nach Weißenbach. Diese entpuppte sich als eine sehr abenteuerliche, holprige Fahrt, die fahrtechnisch noch einmal richtig Spaß machte. Unten im Tal angekommen, rollte ich schließlich gemütlich und flach über den Ennsradweg R7 zurück nach Stainach.
Fazit: Eine unerwartet lange, aber geniale Feierabendrunde! Der Burgstall hat den T6-Mythos zwar nicht ganz gehalten, belohnt den abenteuerlustigen Bergsteiger aber mit absoluter Einsamkeit und einem charmanten Gipfelkreuz.
Hier die Übersichtskarte mit dem T6-Steig auf den Burgstall in der Bergfex OSM:
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1.) Die Anfahrt mit dem Mountainbike hinauf nach Schönmoos:
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2.) Und eines mit mir drauf J:
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3.) Bei der Oberkogler-Alm:
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4.) Und beim Parkplatz Schönmoos, hier wäre schon ein Hinweisschild zu sehen, dass der Weiterweg keine Radstrecke (mehr) ist, habe ich aber übersehen:
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5.) Schönmoos, hier hatte ich noch gute Laune, kurze Zeit später dann die böse Überraschung, eine Wegsperre wegen Hangrutschung, meine geplante Route, mit dem Rad direkt hinüber zum Einstieg des Burgstalles zu kommen, war also zunichte:
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6.) Ich versteckte mein Rad im Wald und weiter ging es zu Fuß, hoch bis kurz vorm Ostanstieges des Hochtausings, dann ging es auf einer Forststraße wieder weit hinunter. Ich „verschenkte“ doch einige Höhenmeter, denn auch beim Weiterweg auf einer Forststraße in Richtung Burgstall ging es auf und ab:
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7.) Hier war der Burgstall schon zu sehen – kurze Zeit später stand ich vorm….
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8.) ….Einstieg des T6-Steiges, jetzt war ich gespannt, wie schwierig der Weg auf den Gipfel tatsächlich ist:
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9.) Im unteren Bereich gab es sogar ein paar rote Markierungen:
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10.) Es gibt auch immer wieder Steinmännchen, bei Aufmerksamkeit ist der Steig eigentlich immer gut zu erkennen:
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11.) Die Südwand des Burgstalls sieht auch interessant aus, der Steig geht hier links steil im Wald durch Gras- und Schrofengelände nach oben:
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12.) Kurzer Rückblick, der die Steilheit des Geländes zeigt, der Steig ist generell nie ausgesetzt, erfordert aber aufgrund der Steilheit Trittsicherheit und Trockenheit, eine T6 ist es aber meiner Meinung nach nie:
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13.) Kurz vom Gipfel eine Latschengasse:
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14.) Hier im Rückblick:
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Am Donnerstag, den 9. Juli 2026, war es am Nachmittag nach der Arbeit endlich so weit. Das Wetter hielt, die Motivation war riesig und ich beschloss, das Projekt als sportliche Bike & Hike-Tour anzulegen.
Die Anfahrt: Mit dem Mountainbike
Direkt von Stainach aus startete ich im Sattel meines Mountainbikes. Über den Begleitweg trat ich gemütlich über Niederhofen und Stein bis nach Wörschach hinüber. Ab Wörschach ging es dann rauf Richtung Schönmoos. Die Beine fühlten sich nach der Arbeit gut an, und die Höhenmeter schmolzen dahin.
Kurz nach dem Wanderparkplatz Schönmoos folgte dann allerdings die erste böse Überraschung des Tages. Die sogenannte „Schönmoos Runde“ – eine offizielle Mountainbike-Strecke und mein eigentlich geplanter Weiterweg – war wegen einer Hangrutschung komplett gesperrt. Mein Plan, ohne großen Höhenverlust von Schönmoos direkt hinüber zum Einstieg des Burgstalls zu kurbeln, war damit schlagartig hinfällig.
Improvisation und ungeplante Zusatzmeter zu Fuß
Eine Alternative musste her, denn Umkehren war keine Option. Ich suchte mir ein gutes Versteck im Wald, deponierte mein Fahrrad und setzte die Tour zu Fuß fort. Der Weg zog sich nun deutlich länger als gedacht. Ich marschierte erst ein weites Stück Richtung Hochtausing. Erst kurz vor dem Einstieg des dortigen Ostanstieges zweigte ich auf eine Forststraße ab, die mich wieder bergab führte. Zwar verlor ich dadurch mühsam erkämpfte Höhenmeter und sammelte ordentlich Marschzeit, aber das Ziel blieb fest im Blick. Nach einem langen Fußmarsch stand ich schließlich am ersehnten Einstieg des sogenannten T6-Steiges auf den Burgstall.
Der Aufstieg: Entzauberung des T6-Mythos
Der Steig zieht von Beginn an knackig und steil nach oben. Die Orientierung ist überraschend gut: Der Pfad ist mit einigen Steinmännchen markiert und bei aufmerksamer Wegfindung eigentlich immer gut ersichtlich. Entgegen der App-Beschreibung ist das Gelände aber nie richtig ausgesetzt.
Schnell wurde mir klar: Die T6-Bewertung ist absolut übertrieben. Ja, der Steig verlangt durchgehend solide Trittsicherheit und Konzentration im steilen Wald- und Schrofengelände. Aber eine T6 ist das keinesfalls. Meiner persönlichen Einschätzung nach bewegt sich der Aufstieg im Bereich T4, maximal an manchen Stellen bei einem soliden T5. Ein wildes, unberührtes Bergabenteuer bleibt es aber allemal.
Gipfelglück am Baumkreuz
Kurz vor dem höchsten Punkt des Burgstalls war es dann so weit: Ich entdeckte das kleine Kreuz inklusive Gipfelbuchbehälter, das hier an einen Baum genagelt ist. Ein wirklich idyllischer und stiller Ort, weitab der überlaufenen Modegipfel. Der eigentliche, höchste Punkt des Burgstalls liegt übrigens noch ein kleines Stück weiter östlich im dichten Grün. Nach einer kurzen Rast, dem obligatorischen Eintrag ins Gipfelbuch und ein paar Fotos machte ich mich wieder an den Abstieg.
Abenteuerliche Abfahrt und Ausklang
Der steile Steig verlangte auch im Abstieg noch einmal vollste Konzentration, brachte mich aber sicher wieder hinunter. Zurück am Fahrraddepot sattelte ich wieder um. Für den Rückweg wählte ich die Abfahrt nach Weißenbach. Diese entpuppte sich als eine sehr abenteuerliche, holprige Fahrt, die fahrtechnisch noch einmal richtig Spaß machte. Unten im Tal angekommen, rollte ich schließlich gemütlich und flach über den Ennsradweg R7 zurück nach Stainach.
Fazit: Eine unerwartet lange, aber geniale Feierabendrunde! Der Burgstall hat den T6-Mythos zwar nicht ganz gehalten, belohnt den abenteuerlustigen Bergsteiger aber mit absoluter Einsamkeit und einem charmanten Gipfelkreuz.
Hier die Übersichtskarte mit dem T6-Steig auf den Burgstall in der Bergfex OSM:
Karte.png
1.) Die Anfahrt mit dem Mountainbike hinauf nach Schönmoos:
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2.) Und eines mit mir drauf J:
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3.) Bei der Oberkogler-Alm:
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4.) Und beim Parkplatz Schönmoos, hier wäre schon ein Hinweisschild zu sehen, dass der Weiterweg keine Radstrecke (mehr) ist, habe ich aber übersehen:
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5.) Schönmoos, hier hatte ich noch gute Laune, kurze Zeit später dann die böse Überraschung, eine Wegsperre wegen Hangrutschung, meine geplante Route, mit dem Rad direkt hinüber zum Einstieg des Burgstalles zu kommen, war also zunichte:
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6.) Ich versteckte mein Rad im Wald und weiter ging es zu Fuß, hoch bis kurz vorm Ostanstieges des Hochtausings, dann ging es auf einer Forststraße wieder weit hinunter. Ich „verschenkte“ doch einige Höhenmeter, denn auch beim Weiterweg auf einer Forststraße in Richtung Burgstall ging es auf und ab:
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7.) Hier war der Burgstall schon zu sehen – kurze Zeit später stand ich vorm….
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8.) ….Einstieg des T6-Steiges, jetzt war ich gespannt, wie schwierig der Weg auf den Gipfel tatsächlich ist:
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9.) Im unteren Bereich gab es sogar ein paar rote Markierungen:
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10.) Es gibt auch immer wieder Steinmännchen, bei Aufmerksamkeit ist der Steig eigentlich immer gut zu erkennen:
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11.) Die Südwand des Burgstalls sieht auch interessant aus, der Steig geht hier links steil im Wald durch Gras- und Schrofengelände nach oben:
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12.) Kurzer Rückblick, der die Steilheit des Geländes zeigt, der Steig ist generell nie ausgesetzt, erfordert aber aufgrund der Steilheit Trittsicherheit und Trockenheit, eine T6 ist es aber meiner Meinung nach nie:
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13.) Kurz vom Gipfel eine Latschengasse:
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14.) Hier im Rückblick:
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