Schon vor Jahren ist mir in St. Johann ob Unterdrauburg (Šentjanž pri Dravogradu) direkt an der Nationalstraße eine kaum noch leserliche Tafel mit einer Landkarte über einen markierten Rundwanderweg am Selovec aufgefallen. Beim Parkplatz oberhalb der Kirche befindet sich eine zweite, noch gut lesbare Tafel, die ebenfalls ein Relikt aus alt-jugoslawischer Zeit zu sein scheint. Sie stiftet aber mehr Verwirrung als Aufklärung:
Sellouz, veraltete Übersichtstafel in St. Johann.jpg
Die Bezeichnungen Selovec (der alte deutsche Name lautet Sellouz) und Gruberjev vrh (od. Grubarjev vrh) werden zumeist synonym verwendet. Genaue Landkarten unterscheiden die beiden Gipfel. Bis 1919 verlief über den Kamm die Grenze der Kronländer Kärnten und Steiermark. Der Gruberjev vrh ist äußerst unmarkant und bei seiner Überschreitung kaum wahrnehmbar, während sich auf dem Selovec eine geheime Kapelle, die auf keiner Landkarte (außer auf meiner nachgetragen) eingezeichnet ist, und eine wahre „Sitzlandschaft“ befinden. Auch eine Kassette mit Gipfelbuch (aber kein Stempel) ist vorhanden.
Sellouz, Gipfelkapelle.jpg
Sellouz, Gipfel mit Kapelle.jpg
Ich war jedenfalls angenehm überrascht, daß der alte Rundweg offenbar erst vor kurzem - die Farbe der rot-weißen Quadrat(!)-Markierungen (in Abwandlung der offiziellen Kreis-Markierung des PZS) ist gerade erst getrocknet - re-aktiviert wurde (in leicht abgeänderter Routenführung).
Sellouz, quadratische Markierung.jpg
Auf eine Wegbeschreibung möchte ich verzichten und stattdessen meine weltweite Erst-Kartierung des Weges auf nachfolgender Landkarte präsentieren, wobei rot strichliert die (noch) unzureichend markierten Wegteile darstellt:
Sellouz 400 dpi.jpg
Man parkt jedenfalls beim Bauerngasthof Jeglenek. Ich empfehle die Begehung gegen den Uhrzeigersinn, da man so die steilen Passagen bergauf geht. Also zuerst hinab zum geheimen Skilift(!) des Bauern Bukovnik, und dann über den einsam gelegenen Škrinjar. Der Kamm wird östlich des Vorgipfels Konečnikov vrh erreicht (scharfer Wegknick). Der Abstieg erfolgt zum Rudolf. Achtung: Die Links-Abzweigung beim Zdih gleich danach ist (noch) nicht markiert! (Sie ist sogar mit Ästen symbolisch versperrt.) Bei der Napotnikova bajta ist man dann wieder auf der Straße.
Zum Schluß noch zwei Wegweiser:
Sellouz, Wegweiser 1 knapp südöstl. unter Gipfel.jpg
Sellouz, Wegweiser 2 knapp südöstl. unter Gipfel.jpg
Sellouz, veraltete Übersichtstafel in St. Johann.jpg
Die Bezeichnungen Selovec (der alte deutsche Name lautet Sellouz) und Gruberjev vrh (od. Grubarjev vrh) werden zumeist synonym verwendet. Genaue Landkarten unterscheiden die beiden Gipfel. Bis 1919 verlief über den Kamm die Grenze der Kronländer Kärnten und Steiermark. Der Gruberjev vrh ist äußerst unmarkant und bei seiner Überschreitung kaum wahrnehmbar, während sich auf dem Selovec eine geheime Kapelle, die auf keiner Landkarte (außer auf meiner nachgetragen) eingezeichnet ist, und eine wahre „Sitzlandschaft“ befinden. Auch eine Kassette mit Gipfelbuch (aber kein Stempel) ist vorhanden.
Sellouz, Gipfelkapelle.jpg
Sellouz, Gipfel mit Kapelle.jpg
Ich war jedenfalls angenehm überrascht, daß der alte Rundweg offenbar erst vor kurzem - die Farbe der rot-weißen Quadrat(!)-Markierungen (in Abwandlung der offiziellen Kreis-Markierung des PZS) ist gerade erst getrocknet - re-aktiviert wurde (in leicht abgeänderter Routenführung).
Sellouz, quadratische Markierung.jpg
Auf eine Wegbeschreibung möchte ich verzichten und stattdessen meine weltweite Erst-Kartierung des Weges auf nachfolgender Landkarte präsentieren, wobei rot strichliert die (noch) unzureichend markierten Wegteile darstellt:
Sellouz 400 dpi.jpg
Man parkt jedenfalls beim Bauerngasthof Jeglenek. Ich empfehle die Begehung gegen den Uhrzeigersinn, da man so die steilen Passagen bergauf geht. Also zuerst hinab zum geheimen Skilift(!) des Bauern Bukovnik, und dann über den einsam gelegenen Škrinjar. Der Kamm wird östlich des Vorgipfels Konečnikov vrh erreicht (scharfer Wegknick). Der Abstieg erfolgt zum Rudolf. Achtung: Die Links-Abzweigung beim Zdih gleich danach ist (noch) nicht markiert! (Sie ist sogar mit Ästen symbolisch versperrt.) Bei der Napotnikova bajta ist man dann wieder auf der Straße.
Zum Schluß noch zwei Wegweiser:
Sellouz, Wegweiser 1 knapp südöstl. unter Gipfel.jpg
Sellouz, Wegweiser 2 knapp südöstl. unter Gipfel.jpg