Viel zu wenig bekannt und noch nie als Skitour beschrieben ist die Überquerung des Karnischen Hauptkamms über das Tilliacher Joch. Die Etappe von Obertilliach zur Malga Dignas soll Teil meiner Trans Carnic Skiroute (in Arbeit) werden.
Von Obertilliach erblickt man bereits die Porzehütte (PH) und das Tilliacher Joch (TJ). Auch die Porze (P) ist schön anzuschauen:
Tilliacher Joch, Porzehütte, Porze (von Obertiliiach)#.jpg
Über das Tilliacher Feld fährt man hinab in den Mühlboden (1342 m). Erst dort werden die Felle aufgezogen. (Die sehr schlecht geräumte Straße dorthin sollte nur mit einem Allrad-Fahrzeug befahren werden. Denn sonst kommt man erst im Sommer wieder zurück hinauf!)
Die sanft ansteigende Straße durch das „unendlich“ lange Obertilliacher Tal wird von der Jägerschaft dankenswerterweise nicht geräumt (Unsinn im Zink-Skitourenführer) sondern mit einem Raupenfahrzeug bis zum Sommerparkplatz kurz vor dem Klapfsee präpariert. Dort ist dann die große Dreifachverzweigung (Porzescharte, Porzehütte via Straße, Porzehütte direkt):
Klapfsee, dreifache Wegteilung.jpg
Der Direktweg empfiehlt sich durchaus für den Aufstieg (und die Abfahrt), aber auch die Straße kann abgekürzt werden. Aus dem Bärenbad (am Direktweg) sieht man schließlich erstmals die Porzehütte (versteckt hinter Bäumen) und das Tilliacher Joch aus der Nähe:
Tilliacher Joch, Porzehütte (vom Bärenbad).jpg
Die Porzehütte (1942 m) hat auch einen (abgesehen vom mangelnden Brennholz und Kochgeschirr/Besteck) vollwertigen, frei zugänglichen Winterraum in einer Nebenhütte, der von der Sektion Austria aber nur als „Notraum“ (ohne nähere Angaben) bezeichnet wird. Es gibt jedenfalls 4 Betten, 10 Decken, 1 Tisch mit Bank und Stühlen, Kästen, Ofen/Herd. Hier ist er, zusammen mit der amtlichen Schneemeßstation, die im Internet abgerufen werden kann (mit Blick zurück nach Obertilliach):
Porzehütte, Winterraum; Obertilliach.jpg
Von der Hütte folgt man der Sommermarkierung direkt aufwärts. Die letzten 3 Kehren unter dem steil aufragenden Tilliacher Joch (Forcella Dignas), 2094 m, werden aber in jedem Fall auf dem breiten Saumpfad ausgegangen bzw. bei der Abfahrt ausgefahren.
Wer es eilig hat, der fährt auf italienischer Seite gleich durch die Rinne ab, die man aber schon nach wenigen Schwüngen unbedingt nach rechts zur (aus der Rinne schwer erkennbaren!) Kehre P. 2031 m der Militärstraße verlassen sollte, da die Rinne bald darunter steil, eng und unfahrbar wird!
Empfehlenswerter ist es jedoch, rechterhand die namenlose Kuppe P. 2159 m im Grenzkamm zu ersteigen und überschreiten.
Im folgenden Bild, das die italienische Seite zeigt, kann man die Gesamtsituation schön herauslesen:
Tilliacher Joch, italien. Seite.jpg
Eine mögliche Abfahrtsvariante im Mittelteil führt durch das Tal des Rio Dignas (nächstes Bild):
Rio Dignas, oberes Tal, h. im Nebel M.ga Campobon#.jpg
Alle Varanten führen schließlich zur Malga Digna (Casera Dignas), 1686 m, die neuerding den ganzen Winter hindurch bewirtschaftet wird. Mittwoch Ruhetag! (Di./Mi. und Mi./Do.keine Nächtigung möglich.) Di Pächterin Claudia Celi beherrscht nu gebrochenes Englisch. Die nicht-italienische Telekommunikation/Buchung sollte daher fernschriftlich entweder per SMS über +393333860741 (Mobiltelephon) oder mittels Elektropost über [email protected] erfolgen. Die auf der Hüttenwebsite https://agriturismomalgadignas.it ausgewiesene Adresse [email protected] wird kaum gelesen! Die Gaststube ist noch original von 1800(!) erhalten. (Das dort aufliegende Buch „Scialpinismo in Val Visdende“ sollte man unbedingt studieren!) Ansonsten gibt es moderne Annehmlichleiten wie Elektricität, Zentralheizung und dicke Daunendecken in jedem Zimmer, Warmwasserdusche am Gang, WLAN und sehr guten Mobilfunkempfang. Die Preise sind durchwegs moderat gehalten.
Malga Dignas.jpg
Eigentlich wollte ich am zweiten Tag am Rückweg via Malga Campobon (war schon auf einem Photo oben im Nebel zu sehen), Malga Cecido und Forcella Cecido die Reiterkarspitze (Monte Cecido) zu den Soldhäusern überschreiten, aber die halbherzige Wettersituation hat mich dazu veranlaßt, wieder über das Tilliacher Joch zurückzukehren. Aufgrund der Vielzahl an großräumigen Varianten hatte ich auch dabei genug Abwechslung.
Von Obertilliach erblickt man bereits die Porzehütte (PH) und das Tilliacher Joch (TJ). Auch die Porze (P) ist schön anzuschauen:
Tilliacher Joch, Porzehütte, Porze (von Obertiliiach)#.jpg
Über das Tilliacher Feld fährt man hinab in den Mühlboden (1342 m). Erst dort werden die Felle aufgezogen. (Die sehr schlecht geräumte Straße dorthin sollte nur mit einem Allrad-Fahrzeug befahren werden. Denn sonst kommt man erst im Sommer wieder zurück hinauf!)
Die sanft ansteigende Straße durch das „unendlich“ lange Obertilliacher Tal wird von der Jägerschaft dankenswerterweise nicht geräumt (Unsinn im Zink-Skitourenführer) sondern mit einem Raupenfahrzeug bis zum Sommerparkplatz kurz vor dem Klapfsee präpariert. Dort ist dann die große Dreifachverzweigung (Porzescharte, Porzehütte via Straße, Porzehütte direkt):
Klapfsee, dreifache Wegteilung.jpg
Der Direktweg empfiehlt sich durchaus für den Aufstieg (und die Abfahrt), aber auch die Straße kann abgekürzt werden. Aus dem Bärenbad (am Direktweg) sieht man schließlich erstmals die Porzehütte (versteckt hinter Bäumen) und das Tilliacher Joch aus der Nähe:
Tilliacher Joch, Porzehütte (vom Bärenbad).jpg
Die Porzehütte (1942 m) hat auch einen (abgesehen vom mangelnden Brennholz und Kochgeschirr/Besteck) vollwertigen, frei zugänglichen Winterraum in einer Nebenhütte, der von der Sektion Austria aber nur als „Notraum“ (ohne nähere Angaben) bezeichnet wird. Es gibt jedenfalls 4 Betten, 10 Decken, 1 Tisch mit Bank und Stühlen, Kästen, Ofen/Herd. Hier ist er, zusammen mit der amtlichen Schneemeßstation, die im Internet abgerufen werden kann (mit Blick zurück nach Obertilliach):
Porzehütte, Winterraum; Obertilliach.jpg
Von der Hütte folgt man der Sommermarkierung direkt aufwärts. Die letzten 3 Kehren unter dem steil aufragenden Tilliacher Joch (Forcella Dignas), 2094 m, werden aber in jedem Fall auf dem breiten Saumpfad ausgegangen bzw. bei der Abfahrt ausgefahren.
Wer es eilig hat, der fährt auf italienischer Seite gleich durch die Rinne ab, die man aber schon nach wenigen Schwüngen unbedingt nach rechts zur (aus der Rinne schwer erkennbaren!) Kehre P. 2031 m der Militärstraße verlassen sollte, da die Rinne bald darunter steil, eng und unfahrbar wird!
Empfehlenswerter ist es jedoch, rechterhand die namenlose Kuppe P. 2159 m im Grenzkamm zu ersteigen und überschreiten.
Im folgenden Bild, das die italienische Seite zeigt, kann man die Gesamtsituation schön herauslesen:
Tilliacher Joch, italien. Seite.jpg
Eine mögliche Abfahrtsvariante im Mittelteil führt durch das Tal des Rio Dignas (nächstes Bild):
Rio Dignas, oberes Tal, h. im Nebel M.ga Campobon#.jpg
Alle Varanten führen schließlich zur Malga Digna (Casera Dignas), 1686 m, die neuerding den ganzen Winter hindurch bewirtschaftet wird. Mittwoch Ruhetag! (Di./Mi. und Mi./Do.keine Nächtigung möglich.) Di Pächterin Claudia Celi beherrscht nu gebrochenes Englisch. Die nicht-italienische Telekommunikation/Buchung sollte daher fernschriftlich entweder per SMS über +393333860741 (Mobiltelephon) oder mittels Elektropost über [email protected] erfolgen. Die auf der Hüttenwebsite https://agriturismomalgadignas.it ausgewiesene Adresse [email protected] wird kaum gelesen! Die Gaststube ist noch original von 1800(!) erhalten. (Das dort aufliegende Buch „Scialpinismo in Val Visdende“ sollte man unbedingt studieren!) Ansonsten gibt es moderne Annehmlichleiten wie Elektricität, Zentralheizung und dicke Daunendecken in jedem Zimmer, Warmwasserdusche am Gang, WLAN und sehr guten Mobilfunkempfang. Die Preise sind durchwegs moderat gehalten.
Malga Dignas.jpg
Eigentlich wollte ich am zweiten Tag am Rückweg via Malga Campobon (war schon auf einem Photo oben im Nebel zu sehen), Malga Cecido und Forcella Cecido die Reiterkarspitze (Monte Cecido) zu den Soldhäusern überschreiten, aber die halbherzige Wettersituation hat mich dazu veranlaßt, wieder über das Tilliacher Joch zurückzukehren. Aufgrund der Vielzahl an großräumigen Varianten hatte ich auch dabei genug Abwechslung.
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