Bericht der Bergrettung Reichenau:
Nach einer sehr ruhigen Einsatzphase in den ersten beiden Wintermonaten 2026 wurden unsere Bergrettungsteams an den ersten beiden Märzwochenenden insgesamt fünfmal alarmiert. Am Sonntagnachmittag um 15:36 Uhr wurde unsere Ortsstelle zu einer beinahe sechs Stunden dauernden Suche nach einer Schneeschuhwanderer-Gruppe gerufen.
Die geführte Gruppe gab an, sich bei ihrer Tour auf dem Plateau zwischen Dirnbacherhütte und Seehütte im dichten Latschenfeld verirrt zu haben und den unmarkierten nicht mehr zu finden. Zudem hatten sich drei Personen von der Gruppe getrennt, um eigenständig den Rückweg zu suchen.
Die Wetterbedingungen – besonders der extrem dichte Nebel – ließen einen Suchflug durch das BMI nicht zu, weshalb bereits 30 Minuten nach der Alarmierung 17 Bergretter:innen unserer Ortsstelle zur Suchaktion ausrückten.
Dank einer außerplanmäßigen Fahrt der Rax-Seilbahn – vielen Dank für die wie immer ausgezeichnete Zusammenarbeit und Unterstützung – gelangte das Team aufs Plateau und von dort mit bereitgestellten Fahrzeugen in Richtung Otto Haus. Hier begann der Zustieg mit Tourenski und Schneeschuhen, aufgeteilt in drei Suchteams, zu den ermittelten Koordinaten. Ein Team stieg über den Sommerweg zur Neuen Seehütte auf, ein weiteres über den Winterweg und ein dritter Suchtrupp fuhr mit Ski zur Dirnbacherhütte (Notunterstand) und begann von dort mit der Suche.
Die einsetzende Dämmerung sowie der stellenweise dichte Nebel mit Sichtweiten unter 50 Metern erschwerten die Orientierung im Latschenwald der Rax erheblich – nur gelegentlich riss die Nebeldecke kurz auf. An neuralgischen Punkten wurde versucht, Rufkontakt mit den Vermissten herzustellen – leider erfolglos. Weder im Winterraum der Seehütte noch in der Dirnbacherhütte waren Personen anzutreffen. Auch telefonisch war keine Kontaktaufnahme mehr möglich.
Aufgrund des unklaren Gesundheitszustands der vermissten Personen wurde ein viertes Bergeteam samt Akja auf der Rax zusammengezogen. Dieses Team konnte schließlich die Dreiergruppe, die sich vom Rest getrennt hatte, zwischen Höllentalaussicht und Ottohaus aufgreifen. Sie waren unverletzt, aber erschöpft, und wurden zur Bergstation gebracht, bevor das Team erneut ins Suchgebiet aufbrach.
Um etwa 18:00 Uhr kam die erfreuliche Nachricht: Eines der Suchteams fand die zehnköpfige Gruppe im Bereich des Ho-Chi-Minh-Pfads. Die Mitglieder waren erschöpft und leicht unterkühlt, befanden sich aber – obwohl sie ihre Tour um 10.00 Uhr am Vormittag gestartet hatten – insgesamt in relativ stabilem Zustand. Lediglich ein über 80-jähriger Mann, der vor wenigen Wochen eine Hüftoperation hatte, zeigte deutliche Ermüdungserscheinungen. Nach kurzer Erstversorgung führte der Suchtrupp die Gruppe langsam aus dem Latschenwald zur Dirnbacherhütte.
Aufgrund der eingebrochenen Dunkelheit – die Gruppe hatte größtenteils keine Stirnlampen dabei – unterstützten die beiden anderen Suchteams nach Kräften. Kurz vor 19:00 Uhr holten sie das Bergeteam und die Ausflugsgruppe ein und der nun steile, teilweise vereiste Aufstieg konnte für die Schneeschuhwanderer bestmöglich ausgeleuchtet werden. Die Akja-Truppe wurde ebenfalls bereitgestellt, falls sich der Zustand des ältesten Gruppenmitglieds verschlechtern und ein selbstständiger Aufstieg unmöglich werden sollte.
Um circa 19:45 Uhr erreichten die Bergeteams gemeinsam mit den zehn Personen den Praterstern nahe dem Otto Haus. Vier der am stärksten erschöpften Personen wurden mit dem Bergrettungsfahrzeug zur Bergstation gebracht, die übrigen sechs wurden von der Bergrettung zum Berggasthof begleitet. Um 20:15 Uhr waren schließlich alle wohlbehalten bei der Seilbahn eingetroffen und mit einer Sondergondel ging es um 20:30 Uhr für die gesamte Schneeschuhgruppe und allen Bergretter:innen zurück ins Tal.
In der Zentrale der Bergrettung wurden anschließend die Daten aller Gruppenmitglieder durch die Alpinpolizei aufgenommen. Nach abschließender Untersuchung durch unseren Bergrettungsarzt durften alle die Heimreise mit Pkw und Zug antreten. Um 21:15 Uhr konnte schließlich das Einsatzende vermeldet werden.
https://reichenau.bergrettung-nw.at/...rten-personen/
Nach einer sehr ruhigen Einsatzphase in den ersten beiden Wintermonaten 2026 wurden unsere Bergrettungsteams an den ersten beiden Märzwochenenden insgesamt fünfmal alarmiert. Am Sonntagnachmittag um 15:36 Uhr wurde unsere Ortsstelle zu einer beinahe sechs Stunden dauernden Suche nach einer Schneeschuhwanderer-Gruppe gerufen.
Die geführte Gruppe gab an, sich bei ihrer Tour auf dem Plateau zwischen Dirnbacherhütte und Seehütte im dichten Latschenfeld verirrt zu haben und den unmarkierten nicht mehr zu finden. Zudem hatten sich drei Personen von der Gruppe getrennt, um eigenständig den Rückweg zu suchen.
Die Wetterbedingungen – besonders der extrem dichte Nebel – ließen einen Suchflug durch das BMI nicht zu, weshalb bereits 30 Minuten nach der Alarmierung 17 Bergretter:innen unserer Ortsstelle zur Suchaktion ausrückten.
Dank einer außerplanmäßigen Fahrt der Rax-Seilbahn – vielen Dank für die wie immer ausgezeichnete Zusammenarbeit und Unterstützung – gelangte das Team aufs Plateau und von dort mit bereitgestellten Fahrzeugen in Richtung Otto Haus. Hier begann der Zustieg mit Tourenski und Schneeschuhen, aufgeteilt in drei Suchteams, zu den ermittelten Koordinaten. Ein Team stieg über den Sommerweg zur Neuen Seehütte auf, ein weiteres über den Winterweg und ein dritter Suchtrupp fuhr mit Ski zur Dirnbacherhütte (Notunterstand) und begann von dort mit der Suche.
Die einsetzende Dämmerung sowie der stellenweise dichte Nebel mit Sichtweiten unter 50 Metern erschwerten die Orientierung im Latschenwald der Rax erheblich – nur gelegentlich riss die Nebeldecke kurz auf. An neuralgischen Punkten wurde versucht, Rufkontakt mit den Vermissten herzustellen – leider erfolglos. Weder im Winterraum der Seehütte noch in der Dirnbacherhütte waren Personen anzutreffen. Auch telefonisch war keine Kontaktaufnahme mehr möglich.
Aufgrund des unklaren Gesundheitszustands der vermissten Personen wurde ein viertes Bergeteam samt Akja auf der Rax zusammengezogen. Dieses Team konnte schließlich die Dreiergruppe, die sich vom Rest getrennt hatte, zwischen Höllentalaussicht und Ottohaus aufgreifen. Sie waren unverletzt, aber erschöpft, und wurden zur Bergstation gebracht, bevor das Team erneut ins Suchgebiet aufbrach.
Um etwa 18:00 Uhr kam die erfreuliche Nachricht: Eines der Suchteams fand die zehnköpfige Gruppe im Bereich des Ho-Chi-Minh-Pfads. Die Mitglieder waren erschöpft und leicht unterkühlt, befanden sich aber – obwohl sie ihre Tour um 10.00 Uhr am Vormittag gestartet hatten – insgesamt in relativ stabilem Zustand. Lediglich ein über 80-jähriger Mann, der vor wenigen Wochen eine Hüftoperation hatte, zeigte deutliche Ermüdungserscheinungen. Nach kurzer Erstversorgung führte der Suchtrupp die Gruppe langsam aus dem Latschenwald zur Dirnbacherhütte.
Aufgrund der eingebrochenen Dunkelheit – die Gruppe hatte größtenteils keine Stirnlampen dabei – unterstützten die beiden anderen Suchteams nach Kräften. Kurz vor 19:00 Uhr holten sie das Bergeteam und die Ausflugsgruppe ein und der nun steile, teilweise vereiste Aufstieg konnte für die Schneeschuhwanderer bestmöglich ausgeleuchtet werden. Die Akja-Truppe wurde ebenfalls bereitgestellt, falls sich der Zustand des ältesten Gruppenmitglieds verschlechtern und ein selbstständiger Aufstieg unmöglich werden sollte.
Um circa 19:45 Uhr erreichten die Bergeteams gemeinsam mit den zehn Personen den Praterstern nahe dem Otto Haus. Vier der am stärksten erschöpften Personen wurden mit dem Bergrettungsfahrzeug zur Bergstation gebracht, die übrigen sechs wurden von der Bergrettung zum Berggasthof begleitet. Um 20:15 Uhr waren schließlich alle wohlbehalten bei der Seilbahn eingetroffen und mit einer Sondergondel ging es um 20:30 Uhr für die gesamte Schneeschuhgruppe und allen Bergretter:innen zurück ins Tal.
In der Zentrale der Bergrettung wurden anschließend die Daten aller Gruppenmitglieder durch die Alpinpolizei aufgenommen. Nach abschließender Untersuchung durch unseren Bergrettungsarzt durften alle die Heimreise mit Pkw und Zug antreten. Um 21:15 Uhr konnte schließlich das Einsatzende vermeldet werden.
https://reichenau.bergrettung-nw.at/...rten-personen/