Ein anderes Beispiel wo ich einfach keine Müße mehr hab was zu sagen sind Leute an einfachen Kletterwänden die mit Halbautomaten falsch sichern, erstens hab ich da irgendwie noch nie was anderes als patzige Antworten bekommen, zweitens bin ich dort um zu üben, würd ich da mit jedem zu diskutieren anfangen würd ich zu nix anderem mehr kommen.
nur um das klarzustellen ich mein nicht die gaswerkmethode, ich meine über lange zeiträume vollständig das gerät umklammert, genau die technik die mit einem hübschen totenkopf empfohlen wird in der gebrauchsanleitung.
darauf angesprochen meinte sie nur sie sei instruktorin sportklettern, ich soll mich einfach schleichen und überhaupt sei das eine frechheit...sollte das tatsächlich stimmen will ich ja gar nicht wissen was die ihren kursteilnehmern füre eine sicherungstechnik vermittelt...
zum thema fällt mir ein etwas älterer deutscher alleingänger ein, dem wir beim abstieg über den ochsentaler gletscher angeboten haben ihn mit ans seil zu nehmen, was dieser verweigert hat mit den worten das sei doch hier nicht nötig... zugegeben, der ochsentaler mag jetzt nicht gerade der spaltenreichste gletscher der alpen sein, aber ein paar ordentliche löcher gibts dann doch, und bei einer entsprechend durchnässten schneeauflage an einem nachmittag im juli hate ich persönlich ein seil doch für sinnvoll...
ein anderes beispiel hab ich auf der tschaggunser mittagspitze erlebt. das letzte stück zum gipfel ist sehr leichte kletterei aber ein bisschen ausgesetzt und brüchig, wesshalb ich mein seil und mobile sicherungsmittel dabeihatte um meinen neffen nachzusichern.(mein vater hat mich zwar in dem alter ohne seil dort raufgejagt, aber die erfahrung wollte ich ihm noch ersparen
) direkt oberhalb des steilsten stücks (und im übrigen einige meter neben dem einfachsten weg) sehe ich ein junges pärchen in turnschuhen... er redet wild auf sie ein, sie solle sich doch bitte nicht so anstellen, und sie klammert sich oben an einem felsblock fest und schaut mit offensichtlicher panik auf das steilstück vor ihr. auf meine frage ob alles in ordnung sei oder ob ich helfen könne meinte er nur "natürlich, alles kein problem". als ich sie oben angekommen nochmals direkt fragte ob sie hilfe braucht meinte sie "ja bitte!", und mit einem oben fixierten seil zum festhalten war die stelle dann tatsächlich kein problem mehr für sie. der typ hat mich einigermaßen aufgeregt. jemanden der offensichtlich panische angst hat so lange anzubrüllen bis diese person mit zitternden knien und halb geschlossenen augen eine ausgesetzte passage abklettert ist meines erachtens nach ein gutes rezept für die nächste tragische pressemeldung...und auf der anderen seite muss ich mich bei einigen kletterern bedanken, die mich bei meinen ersten versuchen auf einige dummheiten hingewiesen haben
das verletzt zwar im ersten moment den das ego, weil man sich doch gerade eben noch eingeredet hatte dass das alles ganz einfach sei und man alles im griff hat, aber ich bin allen dankbar die sich die mühe gemacht haben uns auf unsere teilweise haarstreubenden manöver hinzuweisen

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