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Hilfe zum Erstellen von Tourenberichten

Immer wieder haben einige User Probleme beim Erstellen eines Tourenberichtes, insbesondere beim Hochladen und Einfügen von Bildern.
Ihnen soll die folgende kleine Anleitung ein wenig Hilfe geben, wie ein Tourenbericht ganz kurz und schmerzlos erstellt werden kann

In sechs einfachen Schritten kann ein neuer Bericht leicht erstellt werden:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
2. Bilder verkleinern
3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
4. Bilder hochladen
5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes und Veröffentlichen



Im Folgenden werden die einzelnen Schritte ausführlich erklärt:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
Möglichst aussagekräftige Fotos wählen, die auch die Route und wesentliche Details darstellen.
Gegen einzelne "schöne" Landschafts- und Blumenbilder ist natürlich nichts einzuwenden ...


2. Bilder verkleinern
Bewährt hat sich ein Format mit der längeren Bildkante 900 Pixel.
Damit läßt sich bei Speicherung als JPEG eine recht ordentliche Bildqualität erzielen, bei Photoshop etwa abhängig vom Sujet 80/100.


3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
z.B. "Wanderungen und Bergtouren" - "Steiermark"
+Neues Thema wählen

Titel etwa nach dem Schema
Gipfel (Höhenangabe), Anstiegsroute, Gebirgsgruppe (ostalpin nach AVE)

Möglichst bis zu 5 aussagekräftige Stichworte vergeben.

Zum Bilderhochladen weiter mit der "Büroklammer".


4. Bilder hochladen
Möglichst bitte NUR so:
a) "Büroklammer"
b) "Anhänge hochladen"


4.1 Bilder auswählen
Abhängig vom eigenen Rechner/Betriebssystem.
Maximal 15 Bilder pro Posting sind derzeit zulässig, eine größere Bilderanzahl erfordert Folgepostings (Antworten).
(Bewährt hat sich auch, 1-2 Bilder weniger hochzuladen, um für spätere Ergänzungen eine kleine Reserve zu haben.)

4.2 Liste der hochgeladenen Anhänge
Die Auflistung ist leider nicht chronologisch nach Bildbezeichnung geordnet.

Im Textfeld die gewünschte Einfügeposition mit dem Cursor markieren,
bzw. die gelisteten Bilder in der gewünschten Reihenfolge einzeln als "Vollbild" oder "Miniaturansicht" platzieren.
Eine oder mehrere Leerzeilen zwischen den Bildern erleichtern später das Einfügen von Text.


5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
Die Bilder sind nun in der richtigen Reihenfolge im Textfenster positioniert.
Ich bevorzuge im ersten Schritt die Positionierung als "Miniaturansicht".
Das erleichtert beim Texteinfügen die Übersicht.
Muß aber nicht sein, natürlich lassen sich die Bilder auch gleich als Vollbild (also in der hochgeladenen Größe) platzieren.

5.1 Text
Jetzt kann der Text ergänzt werden.
Möglichst über dem Foto - ich finde das übersichtlicher ...
Der Text kann natürlich auch vorher erfaßt werden und anschließend einkopiert werden.

5.2 Bildgröße ändern
Wurden die Bilder vorerst als "Miniaturansicht" platziert, können sie einfach auf das finale Darstellungsformat skaliert werden:
a) Doppelklick auf die "Miniaturansicht" öffnet ein Pop-Up-Fenster
b) unter "Größe" idR "Vollbild" wählen
c) OK


6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes
Anschließend sollte der Bericht noch in der "Vorschau" kontrolliert werden.
In manchen Fällen muß zur Ansicht der "Vorschau" ziemlich weit nach unten gescrollt werden!

6.1 Veröffentlichen des Berichtes
Zum Schluß noch auf "Abschicken" klicken - und nach einer kurzen "Nachdenkpause" des Servers ist der Bericht online.



Nach dem ersten Durchlesen dieses Leitfadens mag das Erstellen eines Berichtes etwas kompliziert erscheinen - ist es aber nicht:
Viele Tourenberichte schreiben hilft sehr.

Die Reihenfolge der einzelnen Schritte ist nicht so starr wie es hier scheinen mag; natürlich kann auch zuerst der Text erstellt werden und die Bilder nachträglich eingefügt.

Änderungen am fertigen Bericht sind für den Ersteller 24 Stunden lang möglich, bei der Berichtigung später entdeckter Fehler hilft gerne ein zuständiger Moderator. Ebenso beim Verschieben eines Berichtes in das richtige Tourenforum.

Viel Freude bei euren Bergtouren UND dann beim Berichteschreiben,


P.S.: Diese Anleitung, ergänzt um verdeutlichende Screenshots, findet ihr auch unter http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...ourenberichten
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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

Alle Forumsuser/-innen sind aufgefordert, das Regelwerk zu lesen und sich daran zu halten!

1) Registrierung

Die Registrierung und Benutzung unserer Foren ist kostenlos. Es ist registrierten Teilnehmern/-innen (Usern/-innen) erlaubt, den Forums-Account bis auf Widerruf im Rahmen der vorgegebenen, jederzeit änderbaren Forumsregeln für private Zwecke zu nutzen. Ein späteres Löschen des Forums-Accounts sowie der ins Forum eingebrachten Inhalte oder Bilder ist nicht möglich. Auf Wunsch des Benutzers kann der Account stillgelegt werden. Der Benutzername kann dann von niemandem mehr benützt werden und wird vor Missbrauch geschützt.

2) Hausrecht

Die Forenbetreiber legen Wert auf die Tatsache, dass alle User/-innen Gast in diesem Forum sind und die Betreiber als Gastgeber bei Bedarf ihr Hausrecht jederzeit ausüben können und auch werden. User, die sich überwiegend darauf beschränken zu provozieren, werden ausgeschlossen.

3) Haftung

Die von Usern/-innen verfassten Beiträge stellen ausschließlich die persönliche, subjektive Meinung des Verfassers dar, und keinesfalls die Meinung der Betreiber und Moderatoren dieses Forums. Die Forenbetreiber übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der ausgetauschten Informationen.

4) Umgangston

Die Forenbetreiber erwarten von allen Usern/-innen, sich an die Netiquette zu halten. Auf einen wertschätzenden, höflichen Umgangston wird Wert gelegt.

5) Thementreue

Die Forenbetreiber legen großen Wert auf Thementreue der Beiträge und Übersichtlichkeit von Threads, um den Informationsgehalt des Forums möglichst hoch zu halten. Überschneidungen der Inhalte verschiedener Threads sind zu vermeiden.

6) Verboten ist/sind:

- Beleidigungen, Sticheleien und Provokationen (auch per PN);
- Politische oder religiöse Themen;
- Rechtswidrige Inhalte (unter anderem rechtsradikale oder pornografische Inhalte, Hackinganleitungen, Verstöße gegen das Urheberrecht) sowie das Verlinken zu Seiten mit solchen Inhalten;
- Die Verwendung von fremdem Bildmaterial, Kartenausschnitten und Topos ohne Zustimmung des Autors;
- Die Veröffentlichung von persönlichen Nachrichten (PN), E-Mails oder dergleichen ohne Zustimmung des Verfassers;
- Das Aufdecken der Identität oder die Preisgabe persönlicher Daten eines Users/Moderators/Administrators;
- Werbung für konkurrenzierende Plattformen;
- Das Führen von Doppel- oder Mehrfachaccounts;

7) Moderation:

Die Moderatoren/Administratoren werden von den Forenbetreibern bzw. ihren Vertretern ernannt.
Sie sind von den Forenbetreibern verpflichtet, für die Einhaltung der Regeln zu sorgen und somit ermächtigt, die von Usern/-innen bereit gestellten Inhalte (Texte, Anhänge und Verlinkungen) daraufhin zu prüfen und im Bedarfsfall zu bearbeiten, verschieben, zu löschen oder Themen zu schließen. Im Falle der Löschung von Beiträgen können auch jene Beiträge anderer User ganz oder teilweise entfernt werden, die auf einen gelöschten Beitrag Bezug nehmen.

Änderungen von Beiträgen werden - soweit irgend möglich – unter Angabe des Änderungsgrundes gekennzeichnet. Eingriffe, die den Sinn eines Beitrags verändern, werden nicht vorgenommen. Für die geänderten Teile eines Beitrags haftet der ursprüngliche Ersteller nicht.

Wer etwas gegen das aktive Handeln der Moderatoren/-innen vorzubringen hat, kann dies sachlich, mit konkretem Bezug und zeitnah (innerhalb von 6 Wochen ab Anlass) im Unterforum "Zum Forum/Moderation..." darlegen. In allen anderen Foren werden solche Postings im Sinne der Thementreue der Beiträge kommentarlos gelöscht. Bloßes „Mod-Bashing“ führt zu einer sofortigen Sperre.

Das Unterlaufen von Handlungen und Maßnahmen der Moderatoren ist nicht zulässig. Darunter fällt auch das Fortführen des Themas eines geschlossenen oder gelöschten Threads in einem neuen gleichartigen oder ähnlichen Thread. Ergänzungen und Hinweise von Moderatoren und Administratoren dürfen von Usern in deren Beiträgen nicht verändert oder gelöscht werden.

8) Profil/Signatur

Ein übermäßiges Ausnutzen der Signatur ist unerwünscht. Diese sollte vor allem eine maßvolle Größe haben. Nicht mit der Forumsleitung abgesprochene Werbung (für kommerzielle Angebote), Beleidigungen oder Anspielungen in der Signatur oder dem Profiltext werden nicht toleriert.

9) Werbung

Kommerzielle Werbung im Forum Gipfeltreffen ist kostenpflichtig (siehe Unterforum Werbung). Werbepostings müssten vor Platzierung mit der Forumsleitung vereinbart werden.

10) Gemeinschaftstouren/Bazar

Die Forenbetreiber stellen die Foren "Forum für Gemeinschaftstouren" und " Bazar" ausschließlich für private Kontaktzwecke zur Verfügung und gehen damit keinerlei Verpflichtungen oder Haftungen ein! Alle Kontakte in diesen Foren laufen ausschließlich zwischen den Usern/-innen und auf Basis des gegenseitigen Vertrauens. Bei nachweislichen Betrugsfällen stellen die Forenbetreiber alle vorhandenen Informationen zur Verfügung, um eine straf- und zivilrechtliche Verfolgung zu ermöglichen.

11) Regelwidriges Verhalten

User/-innen, die sich regelwidrig verhalten, werden per PN verwarnt und/oder gesperrt. Art und Dauer der Maßnahme richten sich nach der Schwere und der Häufigkeit der Regelübertretung/en. Die betroffenen User/-innen werden darüber per Mail informiert. Ein Posten unter einer anderen Registrierung in der Zeit der Accountsperre ist verboten und zieht automatisch eine Verlängerung der Sperre nach sich.

Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

12) Information

Die Forumsbetreiber behalten sich das Recht vor,
- alle registrierten User/-innen in unregelmäßigen Abständen über Themen rund um das Bergsteigen, alpiner Sicherheit, Risikomanagement und Weiterbildung per Mail zu informieren und
- dieses Regelwerk jederzeit abzuändern.

13) Nutzung von hochgeladenen Anhängen

Die User/-innen stellen den Forenbetreibern die eingestellten Bilder sowie sonstige Anhänge zur Nutzung im Forum zur Verfügung. Eine darüber hinaus gehende Nutzung der eingestellten Bilder und sonstigen Anhänge durch die Forenbetreiber erfolgt nicht.
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Jubiläumsgrat am 27.07.2013

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  • Jubiläumsgrat am 27.07.2013

    Im Juli war ich vom 13.07. bis 28.07.2013 zusammen mit einem Kollegen in den Alpen unterwegs. Während dieser Zeit des Schönwetters haben wir einige schöne Touren erlebt.

    Weitere Touren sind:
    Roggalspitze Nordkante (IV+, 10SL)
    Gimpel Südostwand (3+, 8SL)
    Oberreintalturm, Fahrradlkant'n (V-, 9SL)
    Lärmstange Nordkante (IV+, 11SL)
    Olperer über Südostgrat
    Gr. Wiesbachhorn
    Watzmann Überschreitung

    Nach der Watzmannüberschreitung musste ich leider 2 Tage aussetzen da ich mit meinen aufgeschürften Füßen nicht mehr schmerzfrei in irgendwelche Schuhe oder Schlappen kam. Mein Kollege hat in der Zwischenzeit dann den Isidor-Klettersteig am Grünstein und den Hohen Göll gemacht.

    Von Berchtesgaden zurück gings dann am 26.07.2013. Wir haben noch nen Abstecher über Innsbruck gemacht. Dort wollten wir den E-Klettersteig an der Martinswand machen. Bei 35°c im Schatten hielten wir es aber nicht lange in der Südwand aus und sind daher nach dem 1. Teil wieder runter zum Auto.

    Weiter gings dann über Mittenwald nach Garmisch. Hier waren wir ziemlich zu Beginn des Urlaubs bereits um im Oberreintal die Fahrradlkant'n zu klettern.

    Diesmal gings zunächst auf den Campingplatz in Grainau, welcher seit diesem Jahr neue Besitzer hat und etwas umstruktiert wurde. Die Erde ist dennoch Mist. Man bekommt keinen Hering gerade in die Erde und sonst hat sich am Campingplatz außer den höheren Preisen (29.90 für 2 Personen mit Zelt/Auto) nichts getan. Dennoch ziemlich überfüllt.

    Am Campingplatz waren wir uns noch nicht ganz sicher ob der Jubiläumsgrat die richtige Entscheidung für den nächsten Tag sein sollte. Das Gewitterrisiko war zwar relativ gering aber Temperaturen von 35°c im Tal ließen uns daran zweifeln ob es denn dann selbst am Grat zu warm und zu trocken ist.

    Nichts destotrotz fuhren wir am Vortag bei der Eibsee-Seilbahn vorbei und fragten ob auch schon vor 8 Uhr eine Bergfahrt möglich ist. Das freundliche Personal ermöglichte es uns dann um 7:30 mit der ersten Bahn nach der täglichen Revision raufzufahren.

    29 Euro wurden da schonmal fällig. AV-Rabatt gibt es keinen. Aber das kannte ich schon aus dem letzten Jahr von der Talfahrt nach dem Aufstieg durchs Höllental.

    Am Gipfel angekommen standen wir zunächst sogar noch vor einer verschlossenen Tür hinauf auf die Terrasse. Wir waren erwartungsgemäß nicht die einzigen die um die Uhrzeit schon rauffuhren um den Jubigrat anzugehen.

    3 Tage zuvor hatten wir auch noch versucht Schlafplätze im Münchner Haus zu bekommen. Daraus wurd aber auch nix: "Da seids ein paar Wochen zu spät dran.". Aber bisher hab ich ohnehin nichts positives von der "Hütte" gehört.

    Ziemlich ungewohnt ist der Blick über die fast menschenleere Terrasse. Wenige Stunden später würden sich hier bereits Unmengen an Menschen zusammendrängen.

    Am Gipfel kommt uns schon der erste Zugspitzbesteiger übers Höllental entgegen. Er ist in der Nacht losgegangen und hat wohl alles richtig gemacht wie wir später beim Blick ins Höllental erkennen konnten.

    Da wir nicht genau wussten was uns erwartet und wir außer der Watzmannüberschreitung nichts ähnliches unternommen hatten hatten wir auch 60m Halbseil, Klettersteigset und ein paar Schlingen und Karabiner dabei.

    Der erste Teil gilt als der anspruchsvollste und ist mit 3.5 Std angegeben. Zunächst noch am Abzweig ins Höllental über einen normalen Weg rüber zum eigentlichen Jubigrat. Hier beginnt leichte Kletterei im 1. bis 2. Schwierigkeitsgrad. Zudem ist das ganze meist ordentlich ausgesetzt. Fehler wie z.B. Stolperer darf man sich hier keine erlauben.

    Als wir zur klettertechnisch schwierigsten Stelle (3-) kommen holen wir eben das mitgeschlörrte Seil raus und seilen ab. Dies wäre zwar nicht unbedingt notwendig gewesen aber wenn mans schon bei hat... Beim Abseilen sind mir dann auch ein paar Eisenstifte an der Platte aufgefallen. Von daher bin ich mir garnicht sicher ob 3- noch aktuell ist.

    Auf der anderen Seite ging es dann im IIer Gelände wieder hinauf. Die ersten 1.5 Std ca. begegnet man keiner Drahtseilversicherung. Obwohl es noch relativ kühl ist schwitze ich in dieser Zeit am meisten. Den Kopf sollte man schon frei haben sonst bekommt man hier keinen Spaß.

    Irgendwann beginnen dann auch kurze Drahtseilversicherungen. Klettersteighandschuhe sind daher empfehlenswert auch ohne Klettersteigset.

    Am Abzweig zur Knorrhütte ein kurzer Blick auf den Himmel. Noch immer alles blau. Keine Wolken. Also gehts weiter. Hier kommen uns Leute entgegen, welche von der Knorrhütte her aufgestiegen sind. Selbst in der A-Stelle hängen sie ihre Klettersteigsets ein. Daher bezweifel ich stark, dass diese wirklich bis zum Gipfel gegangen sind.

    Ab dem Abzweig zur Knorrhütte wird es zunächst deutlich leichter. Stellen A/B und zum Teil Gehgelände laden zur Entspannung ein. Kurz vor der Biwakschachtel (Gehgelände) stürzte mein Kollege und zog sich eine Platzwunde am Schienbein zu. Zum Glück hatten wir Verbandszeug dabei. Auch wenn das schnell durchgeblutet war. Ich bewundere noch immer, dass er die nächsten Stunden weitergeklettert ist.

    Die Biwakschachtel wirkt übrigens sehr gemütlich. 12 Schlafplätze, ausgestattet mit Matratzen und Decken befinden sich hier. An sich für den Notfall bei Schlechtwetter. Im Winter für die notwendige Zwischenübernachtung an den kurzen Tagen.

    Auch wenn ich den 2. Teil als einiges leichter empfunden habe gab es noch genügend Kletterstellen ohne Drahtseilversicherung. Definitiv ist er aber Drahtseillastiger als der Erste. An der Volkarspitze hängen wir dann auch unsere Klettersteigsets ein. Die fast senkrechte D-Stelle wäre zwar auch so machbar gewesen aber es wäre auch zu dämlich wenn man es dabei hat, nicht einhängt und dann abstürzt. Früher war diese Passage wohl deutlich einfacher und ohne Drahtseil machen. Irgendwann kurz nach der Jahrtausendwende ging hier aber ein ordentlicher Felssturz nieder. Man sieht das recht schön an dem gelben Felsen.

    An der Volkarspitze angekommen erwarten einen an sich keine großen Schwierigkeiten mehr. Ein paar Drahtseile. Kletterei bis 1-.

    Nun hat man nur noch den Hochblassen (2707m) und die alpspitze (2628m) vor sich. Am Abzweig zwischen Blassengrat (angegeben mit II und 6 Std) und Grießkarscharte staune ich nicht schlecht als ich hinter der Zugspitze dunkle Wolken bemerke. Wenig später hört man auch erstes Donnergrollen. Ich selbst hab noch kein Gewitter im Hochgebirge erlebt aber genug schlechtes im Internet darüber gelesen. Noch vor der Grießkarscharte, quasi nach der Umgehung vom Hochblassen, befindet sich eine etwa 5 Meter tiefe Höhle in der wir guten Schutz gefunden hätten. Wir hätten ansonsten sogar Notfallbiwaksäcke mitgehabt.

    An der Grießkarscharte kurz überlegt. An sich war der Plan zur Alpspitze raufzugehen und über die Alpspitz-Ferrata (B) zur Alpspitzbahn abzusteigen. Hierfür sind laut Topo weitere 2 Std veranschlagt. Ich rechnete ohnehin damit, dass das Gewitter in wenigen Minuten auch bei uns voll loslegen würde. Und da sind Drahtseile nunmal ein absolutes Tabu. Unfälle gab es in Klettersteigen schon genug bei Gewitter. Blieben uns also die Möglichkeiten den Abstieg durchs Matheisenkar zur Höllentalangerhütte oder durchs Grießkar vorzunehmen. Das Matheisenkar sah auch nicht so ganz harmlos aus und bei nem Unwetter rauscht da vermutlich auch an einigen Stellen einiges an Wasser runter.

    Also runter ins Grießkar. Über viel Geröll geht es weiter zu einem kleinen See. Man hört es immer wieder donnern. Auch in Abstiegsrichtung beobachten wir bereits Fallstreifen und Blitze. Bei uns bleibts aber trocken. Absteigen können wir ohnehin nicht mehr, da mein Kollege doch so lansgam seine Verletzung am Bein zu spüren bekommt.

    Wir sind gerade unterhalb der Baumgrenze da fallen zumindest ein paar Regentropfen. Kurze Zeit später hört aber auch das wieder auf. Donnern hören wir es auf dem Weg zum Kreuzeck aber weiterhin.

    Scheinbar hat die Zugspitze das Gewitter solange zurückgehalten bis es von selbst zerfallen ist. Im Radio wurde am Tag zuvor gesagt, dass das Gewitterrisiko sehr gering ist und nur lokale Wärmegewitter möglich sind. Diese würden allerdings wahrscheinlich unwetterartig ausfallen. Glück gehabt also.

    Mittlerweile ist es fast 18 Uhr. Der Abstieg zum Kreuzeckhaus hat sich doch noch gezogen. Nun stellte sich die Frage ob wir noch mit der Bahn ins Tal kommen. Ich wäre zwar motiviert gewesen auch notfalls abzusteigen aber für meinen Kollegen sah das mit dem Bein etwas anders aus.

    Gerade um die Ecke gekommen fragt uns der Liftler ob wir noch runter wollen. Dieser wollte eigentlich gerade abschließen und mit der Garagierung der Gondeln beginnen. Wieder Glück gehabt. Eine Minute später wärs dann aufs Absteigen hinausgelaufen. Oder andernfalls halt ne Übernachtung im Kreuzeckhaus.

    An der Talstation bezahlen wir 12 Euro für die Fahrt (gegen Vorlage der Karte der Bergfahrt an der Zugspitze). An der Alpspitzbahn sinds wohl nur 7 hab ich gehört obwohl mehr Höhenmeter gemacht werden.

    An der Kasse erfahren wir auch, dass keine Bahn mehr zum Eibsee fährt. Die sehr freundliche Mitarbeiterin bietet uns an uns 30 Minuten später dorthin mitzunehmen.

    Und wieder: Glück gehabt

    Sonst wärs halt en teures Taxi geworden. So hingegen etwas Trinkgeld.

    Abends wieder am Campingplatz angekommen erleuchtet der Jubiläumsgrat, Jubigrat, oder auch Jubelgrat in der untergehenden Sonne.


    Im nächsten Beitrag komm ich dann zu den Fotos:

  • #2
    AW: Jubiläumsgrat am 27.07.2013

    Am Vorabend am Campingplatz in Grainau


    Links Alpspitze, rechts davon Hochblassen und der Felsturm in der Senke die Volkarspitze


    Nochmal mit Volkarspitze


    Morgens, viertel vor 8 an Deutschlands höchstem Punkt. Wenn man sich vor Augen führt, wie es hier wenige Stunden später ausgesehen haben muss...


    Zeit die Zivilisation hinter sich zu lassen.


    Zum Dritten Mal stehe ich auf der Zugspitze. Letzten Sommer mit Hüttenübernachtung durchs Höllental und im Oktober nochmal bei Neuschnee und Übernachtung im Winterlager der Höllentalangerhütte. Dieses Mal allerdings ohne jegliche Anstrengung. Dafür viel schmerzhafter mit dem Einsatz von 29 Euronen.


    Blick ins Höllental mit Höllentalferner.


    Normalerweise kommt man sich hier vor wie im Zoo. Diesmal ists aber erträglich.


    Und los


    Wir sind nicht die einzigen am Grat


    Abseilen an der 3- Stelle.








    Kommentar


    • #3
      AW: Jubiläumsgrat am 27.07.2013





      Wer sich für den Verlauf vom Höllentalklettersteig interessiert der bekommt hier nen guten Überblick. Ich schätze die Wartezeit am Einstieg zum Klettersteig mit ca. 1.5 Stunden ein. Überholen kann man bei den MenschenMASSEN im Steig wohl auch vergessen. Für mich wär des kein Vergnügen mehr. Früh aufstehen lohnt sich bei der Tour immer!


      Rückblick zur Zugspitze und über den Grat


      Garmisch


      Die "alte" Höllentalangerhütte. Nächstes Jahr wird diese komplett neugebaut. Daher wird sich der Andrang zur Zugspitze durchs Höllental vllt auch etwas mehr in Grenzen halten wenn diese Übernachtungsmöglichkeit wegfällt.


      Biwakschachtel rechts im Hintergrund


      Gemütliches Teil. Da kann mans bestimmt aushalten


      Rechts zu erkennen: Felsabbruch an der Volkarspitze. In der Mitte der Hochblassen und links die Alpspitze.


      Leichte Kletterstellen gibts immer noch.


      Der Hochblassen wird links umgangen

      Kommentar


      • #4
        AW: Jubiläumsgrat am 27.07.2013

        Beim Abstieg durchs Grießkar der Rückblick zur Scharte.






        Und abends wieder am Campingplatz


        Zum Abschluss noch ein Bild von uns am Gipfel. Aufgenommen von der Panomax Webcam. Die Teile gefallen mir. Sind teilweise super wenn man sich über die Verhältnisse informieren möchte.




        Abschließend noch ein paar Worte zu der Tour.
        Wer den Jubiläumsgrat machen will sollte schon einigermaßen erfahren sein und Kletterstellen bis zum 3. Grad auch seilfrei klettern können. Klettersteigerfahrung alleine hilft hier nicht. Selbst dann nicht wenn man schon Extremklettersteige mit E/F Stellen gegangen ist.

        Zudem sollte man kopfmäßig gut dabei sein. Teilweise bewegt man sich auf einem wirklich schmalen Grat. Ein Sturz würde hier einige hundert Meter tiefer enden.

        Außerdem sollte man den Grat nur bei sicherem Wetter angehen. Einen Wettersturz möchte ich dort wirklich nicht erleben. Am besten wägt man bei der Abzweigung zur Knorrhütte noch einmal ab was wettertechnisch zu dem Zeitpunkt mehr Sinn macht. Notabstieg zur Knorrhütte, weiter zur Biwakschachtel oder noch den kompletten Grat. Bei Gewitter besteht ohnehin Lebensgefahr. Und klettern möcht ich bei Regen auch nicht unbedingt.

        Wer die Tour zum ersten Mal macht geht ihn am besten von der Zugspitze zur Alpspitze. So hat man den anspruchsvolleren 1. Teil zu Beginn. Wenn man Schwierigkeiten bekommt kann man ja noch umdrehen zur Zugspitze. Wer allerdings von der Alpspitze kommt und nachher dann im anspruchsvolleren Teil Probleme bekommt kann nicht so einfach bzw. schnell umgehen. Wer von der Alpspitze kommt und auf dem Weg zur Grathütte schon Probleme hat sollte sich gut überlegen ob es Sinn macht weiterzugehen. Der anspruchsvollste Teil würde in dem Fall noch bevorstehen.


        Man sollte meinen, dass es sich erübrigt zu erwähnen, dass man für die Tour auch körperlich fit sein sollte. Dennoch zeigen zahlreiche Einsätze der Bergwacht am Jubiläumsgrat, dass er oft unterschätzt wird und so erschöpfte Bergsteiger mit dem Hubschrauber abgeholt werden müssen. Ohne DAV-Mitgliedschaft wird man diese Unterschätzung dann finanziell bitter bereuen.


        Für mich selbst wars ne klasse Tour. Vom Kopf her wars das anspruchsvollste in dem 2-wöchigen Urlaub. Aber das macht es auch zum intensivsten Erlebnis.

        Beim nächsten Mal würde ich allerdings mit weniger Material losgehen, da ich weiß was mich erwartet. Vermutlich würde ich Klettersteigset, Gurt usw weglassen. Vllt ein kurzes Seil (20 bis 30m). Damit hat man sich ja auch schnell ein Fixseil an den Abseilhaken aufgebaut und kann daran ganz gut hinabklettern. Wir hatten jeweils 5 Liter Wasser mit. Meine waren am Kreuzeck auch aufgebraucht. Unterwegs gibt es keine Möglichkeit Getränke aufzufüllen. Ein Helm macht an manchen Aufschwüngen ebenfalls Sinn. An den anderen Stellen dient er dann halt zum Sonnenschutz

        Der Jubiläumsgrat wird uns auch nächstes Jahr sicherlich wiedersehen. Dann evtl. ohne Seilbahnen und nach einer Nächtigung am Kreuzeckhaus.


        Das hier ist nun leider mein letzter Tourenbericht von diesem Urlaub. Tags darauf war ohnehin die Abreise geplant. Aufgrund der Verletzung meines Kollegen, welche genäht werden musste, wäre der Urlaub aber ohnehin beendet gewesen.

        Ich hoffe ihr hattet Spaß mit den Berichten

        Kommentar


        • #5
          AW: Jubiläumsgrat am 27.07.2013

          Zitat von Hibbe
          Ich hoffe ihr hattet Spaß mit den Berichten
          Natürlich hatten wir den :up: Wie könnte es auch anders sein, bei eurem ambitionierten Programm?

          Gratuliere euch zu all den tollen Touren, die ihr in diesen herrlichen Tagen realisieren konntet + Danke für die feinen Berichte!

          lG
          Martin
          Leuchtende Tage - nicht weinen, dass sie vergangen, sondern lächeln, dass sie gewesen!

          Kommentar


          • #6
            AW: Jubiläumsgrat am 27.07.2013

            Zitat von Hibbe Beitrag anzeigen
            Man sollte meinen, dass es sich erübrigt zu erwähnen, dass man für die Tour auch körperlich fit sein sollte. Dennoch zeigen zahlreiche Einsätze der Bergwacht am Jubiläumsgrat, dass er oft unterschätzt wird und so erschöpfte Bergsteiger mit dem Hubschrauber abgeholt werden müssen. Ohne DAV-Mitgliedschaft wird man diese Unterschätzung dann finanziell bitter bereuen.
            Vorsicht, das ist ein Irrtum. Soweit ich weiss werden Bergsteiger die sich wegen Erschöpfung (so ein Bergretter kann das schon abschätzen ob da wirklich Bergnot oder Unvermögen und Leichtsinn vorhanden war...) mit Hubschrauber abholen lassen zur Kasse gebeten. Da zahlt keine DAV Versicherung !!!
            (Da musst dir schon einen Stein aufs Schienbein werfen... dann vielleicht...
            PS
            bin den Jubi auch schon gegangen... tolle Tour, wird häufig unterschätzt.

            Kommentar


            • #7
              AW: Jubiläumsgrat am 27.07.2013

              Super - noch ein schöner Bericht von Dir. Das nenne ich mal einen fein genutzten Urlaub!

              Das Foto vom Höllentalsteig ist echt gaga - warum man sich so was antut, werde ich wohl nie verstehen.
              Tourenberichte und Sonstiges auf www.deichjodler.com

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              • #8
                AW: Jubiläumsgrat am 27.07.2013

                Gratulation zur gelungenen Alpenreise und vielen Dank für deine Berichte!
                "Glück, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

                Kommentar


                • #9
                  AW: Jubiläumsgrat am 27.07.2013

                  Mein Kousin Rainer war x Mal auf dem Jubiläumsgrat. ( Übrigens: Welch verführerischer weil tödlicher Name ! )

                  Aber ich würde lieber ein drittes Mal mit der Seilbahn auf die Zugspitze hinauf schweben
                  - hier meine zweite "Besteigung" des höchsten Berges der Republik Deutschland : http://www.youtube.com/watch?v=F72yhIAh0Dg -
                  als dort völlig unnötig mein Leben riskieren !

                  Und nun ein ( hoffenlich ) recht abschreckendes Beispiel von vielen ( wenn nicht gar unzähligen ) dortigen Todesfällen :

                  http://www.merkur-online.de/lokales/...t-2755638.html
                  Zuletzt geändert von Willy; 23.08.2013, 22:58.
                  TOUREN PLANEN - TOUREN (ERFOLGREICH) DURCHFÜHREN - TOUREN DOKUMENTIEREN

                  Das ist auch eine Art "Heilige Dreifaltigkeit" !

                  Kommentar


                  • #10
                    AW: Jubiläumsgrat am 27.07.2013

                    wir waren vor ein paar Wochen auch auf dem Jubigrat unterwegs... hier auch von uns ein paar Impressionen dieser tollen aber auch nervenaufreibenden Tour!

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