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Region Pigne d'Arolla, Wallis: Sieben Tote und mehrere Schwerverletzte bei Schitour / 30.04.2018

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  • Region Pigne d'Arolla, Wallis: Sieben Tote und mehrere Schwerverletzte bei Schitour / 30.04.2018

    Region "Pigne d’Arolla", Wallis - Vier Skitourenfahrer erfroren

    Am 29. April 2018 gerieten 14 Skitourenfahrer in der Region "Pigne d’Arolla" in eine Schlechtwetterfront und mussten die Nacht im Freien verbringen. Dabei starben vier Personen, fünf weitere befinden sich nach wie vor in einem kritischen Zustand.

    Heute Vormittag, kurz vor 06.30 Uhr meldete der Hüttenwart der "Cabanne des Vignettes", dass im Gebiet "Pigne d’Arolla" mehrere Personen die Nacht im Freien verbracht hatten. Unverzüglich wurden die notwendigen Einsatzkräfte aufgeboten. Sieben Helikopter der Air Glaciers, der Air Zermatt sowie der Rega - mit mehreren Ärzten und Gebirgsspezialisten an Bord - begaben sich vor Ort. Dort fanden sie 14 Personen vor, wovon mehrere stark unterkühlt waren.

    Eine Person war beim Eintreffen bereits tot. Wie sich herausstellte, war die Person an den Folgen eines Sturzes gestorben. Die Skitourengänger wurden mittels Helikoptern in verschiedene Spitäler im Wallis und ausserhalb des Kantons transportiert. Dort sind inzwischen drei weitere Personen verstorben. Fünf Personen befinden sich immer noch in einem kritischen Zustand. Die restlichen Tourengänger erlitten leichtere Unterkühlungen, befinden sich jedoch ausser Lebensgefahr.

    Gruppen von Sturm überrascht
    Gemäss ersten Ermittlungserkenntnissen verliessen am 29. April 2018 eine Gruppe von zehn Personen, darunter ein Bergführer, sowie eine 4er-Gruppe, welche die "Haute Route Chamonix - Zermatt" absolvieren wollten, die "Cabanne des Dix" (2'928 Meter über Meer). Die beiden Gruppen wollten über die klassische Route "la Serpentine" zur "Cabanne des Vignettes" auf 3'157 Meter über Meer gelangen. In der Region "Pigne d’Arolla" wurden sie von einem Sturm überrascht und waren gezwungen, die Nacht im Freien auf einer Höhe von 3'270 Meter über Meer zu verbringen.

    Bei den Skitourenfahrern handelt es sich um italienische, französische und deutsche Staatsangehörige. Die Opfer sind gegenwärtig noch nicht identifiziert.

    30.04.2018 17:20 | Von: Kantonspolizei Wallis


    Quelle: http://www.polizeiticker.ch/news/art...froren-116514/
    Zuletzt geändert von Wolfgang A.; 30.04.2018, 20:02.
    Lg, Wolfgang


    Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
    der sowohl für den Einzelnen
    wie für die Welt zukunftsweisend ist.
    (David Steindl-Rast)


  • #2
    Auje, böse Sache! Da denkt man immer, solche Katastrophen wären in der heutigen Zeit mit Handy, moderner Ausrüstung und aktuellen Wetterberichten etc. nicht mehr vorstellbar. Von wegen.

    War ja vor ziemlich genau einem Jahr selbst auf der Route unterwegs. Hatten in der Umgebung des Pigne d'Arolla auch keinen Handyempfang. Dazu passiert man dann beim Abstieg/der Abfahrt zur Cabane Vignettes mehrere Gletscher - alles insgesamt ein recht weitläufiges und teilweise unübersichtliches Gelände. Bei Sturm und Whiteout wirds dann schnell problematisch.

    Wirklich tragisch
    "Meine Spur ziehe ich am liebsten, wohin keine andere führt. Ich kann zurückblicken und sie beurteilen, was ich sonst nicht könnte, weil sie sich durch die vielen anderen verlieren würde.
    Auch mein Leben will ich unter Kontrolle haben. Darum gehe ich einen eigenen Weg, dem nicht jeder folgt." (Heini Holzer)

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    • #3
      Mitte April 1985 waren wir zu viert mit einem Bergführer von der Cabane des Dix zur Cabane des Vignettes unterwegs, als in der Gipfelregion des Pigne d'Arolla die Sicht sich eintrübte, der Wind auffrischte und ein Weitergehen unmöglich wurde. Wir waren alle schlecht gerüstet. Nicht einmal der Bergführer hatte ein Schaufel dabei. Da begegnete uns Rudi Lindner mir weiteren vier Gästen und einer Schaufel im Gepäck. Das Biwak für 10 Leute war in etwa 2 Stunden fertig. Die Nacht auf 3800m Höhe war kalt und lang.

      Am Morgen klarte der Himmel auf. Wir machten uns auf den Weg zur Vignettes. Ein Hubschrauber flog die Gipfel ab und vergewisserte sich, dass in unseren Biwak niemand zurück geblieben war.


      Eisige Sturmnacht 500 Meter neben der SAC-Hütte

      Die Skitourenfahrer mussten in der Folge die Nacht im Freien verbringen und konnten die nahe gelegene «Cabane des Vignettes» nicht mehr erreichen. Nach Angabenvon Pascal Gaspoz, Chef der Rettungsorganisation «Maison FXB du sauvetage» der Air-Glaciers, wurden die Berggänger nur etwa 400 bis 500 Meter entfernt von der «Cabane des Vignettes» aufgefunden.

      Trotz der Nähe konnten sie von der SAC-Hütte aus wegen des Sturm weder gehört noch gesehen werden. Sie waren auf einer Länge von etwa 30 Metern verteilt und versuchten, sich so gut wie möglich zwischen den Felsen vor dem Sturm zu schützen.

      https://www.srf.ch/news/regional/ber...rben-im-wallis
      Zuletzt geändert von Karl-Wolfgang; 01.05.2018, 09:54.

      Kommentar


      • #4
        Speziell tragisch: Der Ort, an dem die Schitourengeher die Sturmnacht im Freien verbrachten, ist kaum 500 Meter von der "Cabane des Vignettes" entfernt.


        Eisige Sturmnacht 500 Meter neben der SAC-Hütte

        Die Skitourenfahrer mussten in der Folge die Nacht im Freien verbringen und konnten die nahe gelegene «Cabane des Vignettes» nicht mehr erreichen. Nach Angabenvon Pascal Gaspoz, Chef der Rettungsorganisation «Maison FXB du sauvetage» der Air-Glaciers, wurden die Berggänger nur etwa 400 bis 500 Meter entfernt von der «Cabane des Vignettes» aufgefunden.

        Trotz der Nähe konnten sie von der SAC-Hütte aus wegen des Sturm weder gehört noch gesehen werden. Sie waren auf einer Länge von etwa 30 Metern verteilt und versuchten, sich so gut wie möglich zwischen den Felsen vor dem Sturm zu schützen.

        Nach dem Notruf des Hüttenwartes starteten eine gross angelegte Rettungsaktion. Gebirgsspezialisten und Ärzte des «Maison FXB du sauvetage» fanden die 14 Personen am Morgen. Mehrere von ihnen waren stark unterkühlt. Eine Person war zuvor nach einem Sturz ums Leben gekommen.

        Quelle: https://www.srf.ch/news/regional/ber...rben-im-wallis


        Am Morgen des 30.04.2018 konnten auch auf dem Mönch in den Berner Alpen zwei junge Alpinisten nur mehr tot geborgen werden:

        + Am Mönch sind zwei Bergsportler ums Leben gekommen.
        + Die beiden jungen Bergsteiger, die bereits am Sonntagabend als vermisst gemeldet worden waren, sind leblos geborgen worden.
        + Bei den Opfern handelt es sich um einen 21-jährigen Mann aus dem Kanton Bern und um einen 22-Jährigen aus dem Kanton Basel-Landschaft.
        + Die Kantonspolizei geht davon aus, dass die Männer ihr Leben aufgrund der kalten Temperaturen und der Erschöpfung verloren.
        + Die beiden Männer stiegen wohl via Lauperrippe auf den Mönch auf und dann via Nordostgrat in Richtung Eigerjoch ab.

        Die beiden Männer wurden am Sonntagabend gegen 20.20 Uhr als vermisst gemeldet. Daraufhin wurde umgehend eine Suchaktion gestartet. An der Suche beteiligten sich Mitarbeitende der SAC Rettungsstation Lauterbrunnen, ein Helikopter der Air-Glaciers und Gebirgsspezialisten der Kantonspolizei Bern.

        Aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse gestaltete sich die Suche nach den Vermissten schwierig und war nur bedingt möglich, wie die Polizei schreibt. Schliesslich konnten die Vermissten am Montagmorgen nur noch leblos aufgefunden werden.

        Da sich die Unglücksstelle auf Walliser Kantonsgebiet befindet, erfolgte der Rettungseinsatz in Absprache mit der Walliser Kantonspolizei.

        Quelle: https://www.srf.ch/news/regional/ber...auch-am-moench
        Lg, Wolfgang


        Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
        der sowohl für den Einzelnen
        wie für die Welt zukunftsweisend ist.
        (David Steindl-Rast)

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        • #5
          Ok, ich muss mich korrigieren. Die Gruppe war ja nicht von der Cabane des Vignettes zur Rifugio Dix unterwegs, sondern andersherum. Entsprechend lagen die weitläufigen Gletscher hoch zum Pigne d'Arolla schon hinter ihnen. Vom Gipfel zur Vignettes ist es eigentlich nur ein Katzensprung - gerade mit Ski. Zwar kann die Orientierung im Whiteout zur großen Herausforderung werden, doch das Gelände ist zumeist nur mäßig steil - abgesehen vom letzten felsdurchsetzten Stück, wo die Gruppe dann vermutlich auch die Nacht verbrachte. Bei guten Verhältnissen fährt man vom Gipfel wahrscheinlich in 20-30Min ab. Da muss es wirklich zu einer Verkettung mehrerer ungünstiger Umstände gekommen sein.

          Eine quälende Fragen bleibt natürlich. War die Wetterverschlechterung wirklich so unvorhersehbar (vgl. das Unglück am Mönch) oder ist die Gruppe das Risiko bewusst eingegangen, in den Wetterumschwung hineinzugeraten? Wir haben für die gleiche Tour (mit Schneeschuhen wohlgemerkt!) gut 6h gebraucht. So sehr kann man sich da eigentlich nicht verkalkulieren. Technische Schwierigkeiten gibts auf der Route auch keine nennenswerten. Aber vielleicht verleitet das dazu, bei suboptimalen Bedingungen bzw. Vorhersagen trotzdem loszugehen. Bei einer mehrtägigen Skidurchquerung sitzt ja auch permament der Zeitplan im Nacken.

          Bitte versteht mich nicht falsch. Ich will keine Schuldfrage aufwerfen und die gesamten Details werden schon noch früh genug ans Licht kommen, doch man versucht sich ja doch das tragische Ereignis zu erklären und für sich selbst Rückschlüsse daraus zu ziehen.
          "Meine Spur ziehe ich am liebsten, wohin keine andere führt. Ich kann zurückblicken und sie beurteilen, was ich sonst nicht könnte, weil sie sich durch die vielen anderen verlieren würde.
          Auch mein Leben will ich unter Kontrolle haben. Darum gehe ich einen eigenen Weg, dem nicht jeder folgt." (Heini Holzer)

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          • #6
            Aktuell sind zwei weitere Personen in Spitälern an den Folgen der Unterkühlung gestorben.
            Somit erhöht sich die Zahl der Todesopfer bei dem Bergdrama auf (zumindest) sechs.


            Die Zahl der Toten beim Skitour-Unglück am Pigne d'Arolla hat sich am Dienstag auf sechs erhöht. Am Vormittag sei auch eine 52-jährige Bulgarin im Spital gestorben, teilte die Walliser Kantonspolizei mit.
            Die anderen fünf Skitourengänger, die wegen eines plötzlichen Wettereinbruchs ums Leben gekommen sind, stammen alle aus Italien. Eines der Opfer ist laut Polizeiangaben der 59-jährige Bergführer der Zehnergruppe. Er starb vor Ort an den Folgen eines Sturzes.
            Die weiteren vier Opfer starben in den Spitälern an Unterkühlung. Es handelt sich um zwei italienische Ehepaare im Alter von jeweils 53 und 45 Jahren. Drei Personen befinden sich noch immer in einem kritischen Zustand: Ein 72-jähriger Schweizer, eine 56-jährige Französin und eine 43 Jahre alte Italienerin.

            Quelle: http://www.luzernerzeitung.ch/nachri...t46441,1244381


            Es war ausgerechnet der (italienische) Bergführer der 10-köpfigen Gruppe, der bei Sturm und dichtem Nebel auf der Suche nach der "Cabane des Vignettes" abstürzte und an den Folgen des Unfalls noch an Ort und Stelle verstarb.

            Sonntagnachmittag am Pigne d’Arolla: 14 Skitouren-Fahrer werden oberhalb von Arolla VS von einer Schlechtwetterfront kalt erwischt. Die Alpinisten wollen in der Berghütte «Cabane des Vignettes» Schutz suchen – allen voran der italienische Bergführer.

            Das Drama nimmt seinen Lauf. Denn der 59-Jährige stürzt auf der Suche nach der Schutzhütte ab. Die verbleibenden 13 Alpinisten sind auf sich gestellt. Wegen der schlechten Wetterverhältnisse entschieden sich die Skitouren-Fahrer nicht auf eigene Faust nach der Hütte zu suchen. Stattdessen harrten sie auf 3270 m.ü.M. die Nacht im Freien aus. Fatal – denn die Hütte lag nur wenige Hundert Meter entfernt. Der Entscheid endete für sechs Alpinisten letztlich tödlich.

            Quelle: https://www.blick.ch/news/schweiz/we...id8325968.html
            Lg, Wolfgang


            Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
            der sowohl für den Einzelnen
            wie für die Welt zukunftsweisend ist.
            (David Steindl-Rast)

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            • #7
              Meine Frau und ich waren vor 10 Tagen da und sind von der Vignettes, vorbei an der Dix zur Prafleuri gelaufen, daher früh im Dunkeln gestartet. Der Durchschlupf zwischen Felsen und Gletscherbruch oberhalb der Vignettes war da schon sehr hart. Laut anderen Berichten ist dort der Bergführer auf der Suche nach dem Durchschlupf abgestürzt - danach waren dessen Gäste auf sich gestellt.

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              • #8
                Zitat von Wette Beitrag anzeigen
                Eine quälende Fragen bleibt natürlich. War die Wetterverschlechterung wirklich so unvorhersehbar (vgl. das Unglück am Mönch) oder ist die Gruppe das Risiko bewusst eingegangen, in den Wetterumschwung hineinzugeraten? Wir haben für die gleiche Tour (mit Schneeschuhen wohlgemerkt!) gut 6h gebraucht. So sehr kann man sich da eigentlich nicht verkalkulieren. Technische Schwierigkeiten gibts auf der Route auch keine nennenswerten. Aber vielleicht verleitet das dazu, bei suboptimalen Bedingungen bzw. Vorhersagen trotzdem loszugehen. Bei einer mehrtägigen Skidurchquerung sitzt ja auch permament der Zeitplan im Nacken.
                Diese Berge sind objektiv gefährlich. Es sind durchaus schon leistungsfähige und erfahrene Leute beim Training für die Patrouille des Glaciers (Zermatt - Verbier) vom Föhnsturm überrascht wurden. Vor längerer Zeit starben zwei von ungefähr zehn Leuten. Auch Tengelmann-Chef Haub verschwand Anfang April spurlos.

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                • #9
                  Ich denk das Hauptproblem war, dass der Bergführer verstorben (abgestürzt) ist und die Gruppe hilflos und geschockt war.
                  ...."verteilte sich zwischen den Felsen" ... das war denke ich ein schwerwiegender Fehler.
                  Warum sie nicht eng zusammengesessen ( wie es Pinguine bei Kälte machen) sind und sich gegenseitig gewärmt haben, oder ein Biwak geschaufelt haben bleibt unklar.

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                  • #10
                    Die Schilderung eines (aus Italien stammenden) Überlebenden:

                    Berg-Tragödie: Bozner Überlebender erzählt

                    Der aus Mailand stammende, in Bozen wohnhafte Architekt Tommaso Piccioli, hat das Drama in den Schweizer Alpen überlebt. Seine 3 Freunde aus Bozen sind, wie berichtet, während der Nacht erfroren. Am gestrigen Dienstag meldete sich Piccioli bei seinem Vater und schilderte die dramatischen Stunden und spricht von fatalen Fehlern.

                    Insgesamt 14 Skitourengänger waren am Sonntag von der „Cabane des Dix“ auf 2928 Metern über Meer aus gestartet. Sie waren in zwei verschiedenen Gruppen unterwegs: einer Vierergruppe sowie einer Zehnergruppe mit einem Bergführer. Beide Gruppen wollten über die klassische Route „la Serpentine“ zur Hütte „des Vignettes“ auf 3157 Metern gelangen.

                    Dabei wurden sie im Gebiet des Pigne d'Arolla von dem Wettersturz überrascht. Sie kamen nicht mehr weiter und mussten die Nacht auf über 3000 Metern Höhe im Freien verbringen. Sie wurden am Montag in der Früh mit Helikoptern geborgen, nachdem der Hüttenwart von „des Vignettes“ Alarm geschlagen hatte.

                    3 Bozner tot

                    Für 6 Personen, darunter der Bergführer, der als erster auf der Suche nach der Hütte abstürzte, und die 3 Bozner Elisabetta Paolucci (44), Marcello Alberti (53) und Gabriella Bernardi (53), kam jede Hilfe zu spät. Sie alle starben an Hypothermie, also Unterkühlung.

                    Tommaso Piccioli überlebte allein wegen seines eisernen Willens. Nach eigener Aussage wusste er, dass er sich nicht niedersetzten oder gar hinlegen darf. Niemals. Das wäre das sichere Ende.

                    Er versuchte auch die anderen, seine langjährigen Freunde, zu animieren, wach zu bleiben und sich warm zu halten. Doch irgendwann konzentrierte er sich nur noch auf sich. Musste er, wenn er nicht sterben wollte. Er bewegte sich unentwegt, kämpfte gegen die Kälte und gegen den Tod.

                    Gegenüber TG3 berichtet er, dass es im Laufe der Nacht öfters den Moment gab, in dem er aufgeben wollte. „Doch dann dachte ich an meine Frau“, sagte er. So habe er die Nacht irgendwie überstanden. „Bis zu dem Tag wusste ich nicht, was die Hölle ist. Jetzt weiß ich es.“

                    Was war passiert?

                    „Wir haben uns 4 oder 5 Mal verlaufen“, schildert Piccioli die Geschehnisse am Berg. „Ich habe die Gruppe dann angeführt, da ich der einzige mit einem funktionierenden GPS-Gerät war. Doch irgendwann ging es wegen der katastrophalen Sicht einfach nicht mehr weiter. Unmöglich.“

                    „Es sind viele Fehler passiert. Es war eine Verkettung unglücklicher Umstände. Und dann kam die Nacht. Wir haben uns auf einem ausgesetzten Sattel niedergelassen. Auch das war eine schlechte Entscheidung, man bleibt nie auf einem Sattel, wenn Sturm herrscht. Wir hätten an einem geschützteren Ort bleiben und uns dort einen Unterschlupf graben sollen.“

                    Das Schlimmste an der ganzen Tragödie: Die rettende Hütte wäre nur ein paar hundert Meter entfernt gewesen.

                    Quelle: https://www.stol.it/Artikel/Chronik-...ender-erzaehlt


                    An anderer Stelle im Forum hat Felix eine genaue Analyse der Wetterlage vor dem Unglück gepostet:
                    http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...chweizer-alpen






                    ​​​​​​​
                    Lg, Wolfgang


                    Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
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                    • #11

                      Gestern hat sich das Schweizer Fernsehen vor allem mit dem Unglück am Pigne d´Arolla beschäftigt. Die befragten Experten (Bergführer und -retter) haben sich durchaus kritisch zum Verhalten der Opfer geäußert. Wie an anderer Stelle ausgeführt, wird man von einem Wettersturz heute kaum noch überrascht. Vor allem in der Schweiz gibt es bei jedem Bergführerbüro und auf vielen Hütten ganz aktuelle Wetterberichte als Aushang. Nach diesem Beitrag hat sich offensichtlich tragisch ausgewirkt, dass die Gruppenmitglieder in ihrem geplanten Urlaub mit konkreter Tourenplanung offensichtlich nicht bereit waren auf die Umstände angemessen zu reagieren.
                      Weinviertelradler

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                      • #12
                        Im Schneesturm bewältigten vier Freistädter Alpinisten die Königsetappe auf der „Haute Route“ durch die Walliser Alpen. Doch während dem Quartett der Aufstieg gelang, erfroren 450 Meter von der Hütte entfernt fünf Menschen. „Die Toten sind neben uns gelegen“, schildert OEAV-Landesalpinreferent Thomas Pflügl der „Krone“ die tragischen Erlebnisse.

                        http://www.krone.at/1702062

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                        • #13
                          Nach dem Bergdrama am Pigne d'Arolla in der Nacht auf Montag ist am Mittwoch eine weitere Frau im Spital gestorben. Die Opferbilanz steigt damit auf sieben, wie die Walliser Kantonspolizei am Mittwochabend mitteilte.

                          Die 42-Jährige starb am Mittwoch gegen Abend, hiess es weiter. Es handelt sich bei ihr um eine italienische Staatsangehörige. Damit stammten sechs der Opfer aus Italien. Bereits am Dienstag war eine 52-Jährige aus Bulgarien ihrer Unterkühlung erlegen.

                          Zwei weitere schwer Verletzte schwebten am Mittwochabend nicht mehr in Lebensgefahr. Bei ihnen handelt es sich um einen 72-jährigen Schweizer und eine 56-jährige Französin. Somit ist nun niemand mehr in Lebensgefahr.


                          Quelle: http://www.luzernerzeitung.ch/nachri...t46441,1245265
                          Zuletzt geändert von Wolfgang A.; 03.05.2018, 18:23.
                          Lg, Wolfgang


                          Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
                          der sowohl für den Einzelnen
                          wie für die Welt zukunftsweisend ist.
                          (David Steindl-Rast)

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                          • #14
                            Zitat von Karl-Wolfgang Beitrag anzeigen
                            Im Schneesturm bewältigten vier Freistädter Alpinisten die Königsetappe auf der „Haute Route“ durch die Walliser Alpen. Doch während dem Quartett der Aufstieg gelang, erfroren 450 Meter von der Hütte entfernt fünf Menschen. „Die Toten sind neben uns gelegen“, schildert OEAV-Landesalpinreferent Thomas Pflügl der „Krone“ die tragischen Erlebnisse.

                            http://www.krone.at/1702062
                            Aus diesem Interview kann man nichts Brauchbares herausfiltern, außer, dass der Wetterumschwung absehbar war ("Föhnwalze").

                            Mal ganz abgesehen von der boulevardtypischen und pietätlosen Berichterstattung (Titel: "Alpinist aus OÖ: "Die Toten lagen neben uns") erscheint mir hier die einzige Lehre: Sei zäh, lern Karten lesen und Biwaks bauen und dann kannst du auch bei solchen Bedingungen auf Tour gehen. Eine kritische Selbstreflexion seitens der Gruppe fehlt mir da ein wenig. Ich will damit noch gar nicht mal sagen, dass man bei solchen Bedingungen nicht unterwegs sein darf. Ich glaube schon, dass die 4er Gruppe wusste, was sie macht und die Situation zum Großteil unter Kontrolle hatte, aber warum geht man mit so einer Stellungnahme an die Medien? Es sind immerhin sieben Menschen dabei gestorben. Riecht ein wenig nach Selbstdarstellung. Und in jedem Fall sendet das in meinen Augen einen falschen Appell an die Gelegenheitsbergsteiger da draußen. Als ob es wirklich nötig ist, die Folgen eines solchen Wetterumschwungs zu relativieren...
                            "Meine Spur ziehe ich am liebsten, wohin keine andere führt. Ich kann zurückblicken und sie beurteilen, was ich sonst nicht könnte, weil sie sich durch die vielen anderen verlieren würde.
                            Auch mein Leben will ich unter Kontrolle haben. Darum gehe ich einen eigenen Weg, dem nicht jeder folgt." (Heini Holzer)

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                            • #15
                              @Wette: Dem stimme ich voll und ganz zu. Es lagen mir zunächst auch kritische Worte auf der Zunge. Angesichts der schweren Schicksalsschläge wäre meines Erachtens etwas Zurückhaltung angebracht.
                              Bei den Bergen ist es so: Je höher man steigt, umso weiter ist die Sicht; bei den Menschen ist es oft umgekehrt (Otto Baumgartner-Amstad)

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