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Hilfe zum Erstellen von Tourenberichten

Immer wieder haben einige User Probleme beim Erstellen eines Tourenberichtes, insbesondere beim Hochladen und Einfügen von Bildern.
Ihnen soll die folgende kleine Anleitung ein wenig Hilfe geben, wie ein Tourenbericht ganz kurz und schmerzlos erstellt werden kann

In sechs einfachen Schritten kann ein neuer Bericht leicht erstellt werden:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
2. Bilder verkleinern
3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
4. Bilder hochladen
5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes und Veröffentlichen



Im Folgenden werden die einzelnen Schritte ausführlich erklärt:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
Möglichst aussagekräftige Fotos wählen, die auch die Route und wesentliche Details darstellen.
Gegen einzelne "schöne" Landschafts- und Blumenbilder ist natürlich nichts einzuwenden ...


2. Bilder verkleinern
Bewährt hat sich ein Format mit der längeren Bildkante 900 Pixel.
Damit läßt sich bei Speicherung als JPEG eine recht ordentliche Bildqualität erzielen, bei Photoshop etwa abhängig vom Sujet 80/100.


3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
z.B. "Wanderungen und Bergtouren" - "Steiermark"
+Neues Thema wählen

Titel etwa nach dem Schema
Gipfel (Höhenangabe), Anstiegsroute, Gebirgsgruppe (ostalpin nach AVE)

Möglichst bis zu 5 aussagekräftige Stichworte vergeben.

Zum Bilderhochladen weiter mit der "Büroklammer".


4. Bilder hochladen
Möglichst bitte NUR so:
a) "Büroklammer"
b) "Anhänge hochladen"


4.1 Bilder auswählen
Abhängig vom eigenen Rechner/Betriebssystem.
Maximal 15 Bilder pro Posting sind derzeit zulässig, eine größere Bilderanzahl erfordert Folgepostings (Antworten).
(Bewährt hat sich auch, 1-2 Bilder weniger hochzuladen, um für spätere Ergänzungen eine kleine Reserve zu haben.)

4.2 Liste der hochgeladenen Anhänge
Die Auflistung ist leider nicht chronologisch nach Bildbezeichnung geordnet.

Im Textfeld die gewünschte Einfügeposition mit dem Cursor markieren,
bzw. die gelisteten Bilder in der gewünschten Reihenfolge einzeln als "Vollbild" oder "Miniaturansicht" platzieren.
Eine oder mehrere Leerzeilen zwischen den Bildern erleichtern später das Einfügen von Text.


5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
Die Bilder sind nun in der richtigen Reihenfolge im Textfenster positioniert.
Ich bevorzuge im ersten Schritt die Positionierung als "Miniaturansicht".
Das erleichtert beim Texteinfügen die Übersicht.
Muß aber nicht sein, natürlich lassen sich die Bilder auch gleich als Vollbild (also in der hochgeladenen Größe) platzieren.

5.1 Text
Jetzt kann der Text ergänzt werden.
Möglichst über dem Foto - ich finde das übersichtlicher ...
Der Text kann natürlich auch vorher erfaßt werden und anschließend einkopiert werden.

5.2 Bildgröße ändern
Wurden die Bilder vorerst als "Miniaturansicht" platziert, können sie einfach auf das finale Darstellungsformat skaliert werden:
a) Doppelklick auf die "Miniaturansicht" öffnet ein Pop-Up-Fenster
b) unter "Größe" idR "Vollbild" wählen
c) OK


6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes
Anschließend sollte der Bericht noch in der "Vorschau" kontrolliert werden.
In manchen Fällen muß zur Ansicht der "Vorschau" ziemlich weit nach unten gescrollt werden!

6.1 Veröffentlichen des Berichtes
Zum Schluß noch auf "Abschicken" klicken - und nach einer kurzen "Nachdenkpause" des Servers ist der Bericht online.



Nach dem ersten Durchlesen dieses Leitfadens mag das Erstellen eines Berichtes etwas kompliziert erscheinen - ist es aber nicht:
Viele Tourenberichte schreiben hilft sehr.

Die Reihenfolge der einzelnen Schritte ist nicht so starr wie es hier scheinen mag; natürlich kann auch zuerst der Text erstellt werden und die Bilder nachträglich eingefügt.

Änderungen am fertigen Bericht sind für den Ersteller 24 Stunden lang möglich, bei der Berichtigung später entdeckter Fehler hilft gerne ein zuständiger Moderator. Ebenso beim Verschieben eines Berichtes in das richtige Tourenforum.

Viel Freude bei euren Bergtouren UND dann beim Berichteschreiben,


P.S.: Diese Anleitung, ergänzt um verdeutlichende Screenshots, findet ihr auch unter http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...ourenberichten
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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

Alle Forumsuser/-innen sind aufgefordert, das Regelwerk zu lesen und sich daran zu halten!

1) Registrierung

Die Registrierung und Benutzung unserer Foren ist kostenlos. Es ist registrierten Teilnehmern/-innen (Usern/-innen) erlaubt, den Forums-Account bis auf Widerruf im Rahmen der vorgegebenen, jederzeit änderbaren Forumsregeln für private Zwecke zu nutzen. Ein späteres Löschen des Forums-Accounts sowie der ins Forum eingebrachten Inhalte oder Bilder ist nicht möglich. Auf Wunsch des Benutzers kann der Account stillgelegt werden. Der Benutzername kann dann von niemandem mehr benützt werden und wird vor Missbrauch geschützt.

2) Hausrecht

Die Forenbetreiber legen Wert auf die Tatsache, dass alle User/-innen Gast in diesem Forum sind und die Betreiber als Gastgeber bei Bedarf ihr Hausrecht jederzeit ausüben können und auch werden. User, die sich überwiegend darauf beschränken zu provozieren, werden ausgeschlossen.

3) Haftung

Die von Usern/-innen verfassten Beiträge stellen ausschließlich die persönliche, subjektive Meinung des Verfassers dar, und keinesfalls die Meinung der Betreiber und Moderatoren dieses Forums. Die Forenbetreiber übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der ausgetauschten Informationen.

4) Umgangston

Die Forenbetreiber erwarten von allen Usern/-innen, sich an die Netiquette zu halten. Auf einen wertschätzenden, höflichen Umgangston wird Wert gelegt.

5) Thementreue

Die Forenbetreiber legen großen Wert auf Thementreue der Beiträge und Übersichtlichkeit von Threads, um den Informationsgehalt des Forums möglichst hoch zu halten. Überschneidungen der Inhalte verschiedener Threads sind zu vermeiden.

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- Beleidigungen, Sticheleien und Provokationen (auch per PN);
- Politische oder religiöse Themen;
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Änderungen von Beiträgen werden - soweit irgend möglich – unter Angabe des Änderungsgrundes gekennzeichnet. Eingriffe, die den Sinn eines Beitrags verändern, werden nicht vorgenommen. Für die geänderten Teile eines Beitrags haftet der ursprüngliche Ersteller nicht.

Wer etwas gegen das aktive Handeln der Moderatoren/-innen vorzubringen hat, kann dies sachlich, mit konkretem Bezug und zeitnah (innerhalb von 6 Wochen ab Anlass) im Unterforum "Zum Forum/Moderation..." darlegen. In allen anderen Foren werden solche Postings im Sinne der Thementreue der Beiträge kommentarlos gelöscht. Bloßes „Mod-Bashing“ führt zu einer sofortigen Sperre.

Das Unterlaufen von Handlungen und Maßnahmen der Moderatoren ist nicht zulässig. Darunter fällt auch das Fortführen des Themas eines geschlossenen oder gelöschten Threads in einem neuen gleichartigen oder ähnlichen Thread. Ergänzungen und Hinweise von Moderatoren und Administratoren dürfen von Usern in deren Beiträgen nicht verändert oder gelöscht werden.

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Ein übermäßiges Ausnutzen der Signatur ist unerwünscht. Diese sollte vor allem eine maßvolle Größe haben. Nicht mit der Forumsleitung abgesprochene Werbung (für kommerzielle Angebote), Beleidigungen oder Anspielungen in der Signatur oder dem Profiltext werden nicht toleriert.

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Kommerzielle Werbung im Forum Gipfeltreffen ist kostenpflichtig (siehe Unterforum Werbung). Werbepostings müssten vor Platzierung mit der Forumsleitung vereinbart werden.

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Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

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Die User/-innen stellen den Forenbetreibern die eingestellten Bilder sowie sonstige Anhänge zur Nutzung im Forum zur Verfügung. Eine darüber hinaus gehende Nutzung der eingestellten Bilder und sonstigen Anhänge durch die Forenbetreiber erfolgt nicht.
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Raxalpe: Plateaurunde über fünf ihrer höchsten Gipfel / 18.06.2022

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  • Raxalpe: Plateaurunde über fünf ihrer höchsten Gipfel / 18.06.2022

    Die Raxalpe gehört für alle, die in Wien (oder Umgebung) wohnen und die Berge lieben, sicher zu den regelmäßigen Zielen. Bei mir standen dabei in den vergangenen Jahren stets bestimmte Anstiege - wie Zahmes Gamseck, Teufelsbadstube oder Wildfährte - im Mittelpunkt, die ich (wieder einmal) begehen wollte. Eine längere Tour über den Plateaustock habe ich seit 15 Jahren hingegen nur einmal unternommen - und dies im Winter mit Schneeschuhen! So wurde mein Wunsch immer größer, dies zu ändern, und ich entschied mich, die perfekten Bedingungen am Samstag, den 18. Juni 2022 - hundertprozentig stabiles Sommerwetter ohne zu große Hitze - genau dafür zu nützen.

    Ich starte gegen 8.30 Uhr vom Preiner Gscheid, wo die großen Parkplätze bereits ziemlich voll belegt sind. Noch dämpfen harmlose hohe Wolken die Sonneneinstrahlung, was auf den durchwegs südseitigen Anstiegen von der Passhöhe allen zugute kommt. So erreiche ich zügig den Siebenbrunnenkessel mit dem vertrauten Blick zur Südwand des Predigtstuhls.
    002-Siebenbrunnenkessel-Predigtstuhl.jpg

    Als Alternative zum stark frequentierten Schlangenweg bietet sich der Karl-Kantner-Steig an, der einfach versichert - maximale Schwierigkeit A-B - zur Hochfläche nahe dem Karl-Ludwig-Haus hinauf führt. Zugleich kann ich meine Erinnerungen an ihn auffrischen, da meine letzte Begehung mittlerweile deutlich über 20 Jahre zurück liegt.
    Von der Siebenbrunnenwiese aus ist das gestufte Felsgelände, durch das er führt (konkret: der linke Teil dieses Bildausschnitts), bereits bestens überblickbar.
    008-VerlaufKarlKantnersteig.jpg

    Bei der ersten Kehre des Schlangenwegs zweigt der Zustieg links ab und führt einige Zeit unter einer Felsstufe entlang. Mit einem scharfen Eck nach rechts beginnen dann die versicherten Passagen.
    010-KarlKantnersteig-Versicherungen.jpg

    Dieses Wandl ist die erste Stelle, die mit A-B eingestuft wird. Der Steig ist neben den moderaten technischen Schwierigkeiten auch nicht speziell ausgesetzt, sodass keine Selbstsicherung nötig ist. Daher gehört der Karl-Kantner-Steig zu den gar nicht mehr so vielen Klettersteigen auf die Rax, wo nicht nur die Trittbügel, sondern auch die alten Stangensicherungen bis heute bestehen geblieben sind.
    011-KarlKantnersteig-Trittbügel.jpg

    Zwischen den Felsen zieht der Steig anregend, aber ohne viel Schwierigkeiten steil hinauf.
    012-KarlKantnersteig.jpg

    In einer flacheren Passage führt der Steig kurz durch dichte Latschen.
    015-KarlKantnersteig-Latschenzone.jpg

    Bald ist die zweite Felsstufe mit gut ausreichenden alten Versicherungen erreicht.
    017-KarlKantnersteig-Versicherungen.jpg

    Da blicke ich schon auf das obere Ende des versicherten Abschnitts zurück. Mit Hilfe der Stangen kommt man auf den Ausläufern der Felsen besser voran als auf dem Schuttfeld daneben. Ein paar etwas mühsame Minuten auf Steilschotter bis zur Querung des Raxenmäuersteigs bleiben einem im Anschluss ohnehin nicht erspart.
    020-KarlKantnersteig-Ausstieg.jpg

    Die obersten knapp 100 Höhenmeter bis zum Plateau verlaufen dann durch gänzlich unschwieriges Gelände. Wo der Steig einmal nahe an Ausläufer der Raxenmäuer heran führt, bietet sich ein sehr attraktiver Blick an ihnen vobei zum Stuhleck.
    022-Raxenmäuer-BlickStuhleck.jpg

    Zwischen dem Karl-Ludwig-Haus und dem Raxkircherl erreiche ich die Hochfläche und bin von dem Bild, das sich hier bietet, sofort begeistert. Wie ein gelber Teppich breitet sich die Bergwiese vor mir aus.
    024-Raxplateau-Schneegraben.jpg

    Auch als Vordergrund für das Karl-Ludwig-Haus macht sich das satte Gelb natürlich hervorragend.
    Interessant, dass von hier aus rechts hinten auch das Habsburghaus im Bild ist! Im Lauf des Tages werde ich die Hütte aus unterschiedlichsten Perspektiven immer wieder sehen.
    030-KarlLudwigHaus.jpg

    Es sind nur wenige Schritte bis zum im Jahr 1936 eingeweihten Raxkircherl. Seine Widmung gilt heute vorrangig "allen, die den Bergtod fanden".
    033-Raxkircherl.jpg

    Vor dem Kircherl nütze ich die Sitzgelegenheit zu einer ersten Rast (sowie das gute Netz für das Versenden von Grüßen sowie das Beantworten eines Anrufs ).
    Eigentlich ist mir aber jeder Anlass dafür recht, an diesem prachtvollen Tag hier etwas zu verweilen und beispielsweise den Blick zum Schneeberg bewusst zu genießen.
    037-Raxkircherl-BlickSchneeberg.jpg

    Dann beginne ich mit dem Anstieg zur Heukuppe. Auf ihr stand ich zwar schon häufiger, aber angesichts der Bedingungen möchte ich nicht an ihr vorbeigehen.
    In der linken Bildhälfte sind mit dem Predigtstuhl und Dreimarkstein zwei meiner späteren Gipfelziele zu sehen.
    042-KarlLudwigHaus-PredigstuhlKlosterwappen.jpg

    Es ist nicht mehr weit bis zum einzigen Gipfel der Raxalpe, der die 2000-Meter-Marke knapp (um exakt sieben Meter) überragt.
    Klarerweise bin ich hier nicht allein unterwegs, aber die Zahl der Bergwanderer hält sich - vor allem auch angesichts der Weitläufigkeit des Geländes - in vertretbaren Grenzen.
    049-SchlussanstiegHeukuppe.jpg
    Zuletzt geändert von Wolfgang A.; vor 4 Tagen.
    Lg, Wolfgang


    Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
    der sowohl für den Einzelnen
    wie für die Welt zukunftsweisend ist.
    (David Steindl-Rast)


  • #2
    Auf der Heukuppe finde ich sogar seitlich am Denkmal des ÖTK einen Platz zum Rasten. Und ich kann mit dem Fotografieren beginnen. Es ist etwas dunstig, aber der mittlerweile nahezu wolkenlose Tag bietet doch ein hervorragendes Gesamtpanorama.
    Im Westen dominiert das benachbarte Plateau der Schneealpe (mit dem roten Dach des Schneealpenhauses knapp rechts der Mitte). Am Horizont hinter der Tonion stehen Gipfel der Ybbstaler Alpen wie Hochstadl, Hochkar und Dürrenstein.
    053-Schneealpe-YbbstalerAlpen.jpg

    An dem großen Steinmann knapp westlich des Denkmals vorbei sind hier der östliche Teil des Schneealpenstocks sowie dahinter u.a. Ötscher und Göller zu sehen.
    055-Steinmann-Schneealpe-ÖtscherGöller.jpg

    Der Blick nach Norden illustriert die Vielfalt der Raxalpe besonders gut. Neben Almen (wie der Grasbodenalm) und dem Habsburghaus rechts oben bieten sich hier auch Teileinblicke in die wilden Felswände, die das Plateau der Rax an vielen Stellen umgrenzen. Am Horizont etliche namhafte Gutensteiner Gipfel von der Traisener Hinteralm über Reisalpe und Hochstaff bis zum Unterberg.
    057-Scheibwaldmauer-NÖVoralpen.jpg

    Ich wechsle zum Teleobjektiv und betrachte etliche der Details zunächst einmal in Ruhe.
    Interessant, dass mehrfach Gipfel in unterschiedlicher Distanz fast genau hintereinander stehen! Dies gilt für den Windberg auf der Schneealpe und den Dürrenstein am Horizont...
    061-ZoomWindbergDürrenstein.jpg

    ...ebenso wie für den Göller hinter dem Amaißbichl...
    064-ZoomAmaißbichlGöller.jpg

    ...oder den Hochschneeberg fast genau hinter Dreimarkstein und Scheibwaldhöhe, höhenmäßig den Nummern zwei und drei unter den Gipfeln der Rax.
    067-ZoomScheibwaldhDreimarkstein-Schneeberg.jpg

    Der Zoom zum Habsburghaus zeigt die Kontraste zwischen dem grünen Hochplateau sowie der Roten Wand, mit der das Gelände wild zum Großen Gries abstürzt, besonders eindrucksvoll!
    066-ZoomGroßesGries-Habsburghaus.jpg

    Das erstaunlichste Detail zuletzt. Den markanten Stock des Großen Buchsteins rechts hinter der Riegerin (in gut 80km Distanz) kann ich noch gut ausnehmen. Etwas links davon ist der Horizont blass weiß gefärbt. Ich tippe an Ort und Stelle auf Quellwolken. Erst zu Hause erweist sich dann, dass doch das vergletscherte Dachsteinplateau in nahezu 160km Entfernung zu sehen war! Ein Bonus, über den ich mich speziell freue, da ich mit ihm in keiner Weise gerechnet hatte!
    060-ZoomDachsteinRiegerin-GrBuchstein.jpg

    Nach dem bewussten Blick in die Weite werde ich vor meinem Aufbruch daran erinnert, dass die Schönheit manchmal im wahrsten Sinn der Worte direkt vor den eigenen Füßen wartet.
    Zu den hübschen kleinen Blumen gesellt sich hier noch ein farbenprächtiger Schmetterling: Es müsste sich um einen Kleinen Fuchs handeln.
    068-KleinerFuchs.jpg

    Ich gehe ein kleines Stück auf dem markierten Weg zum Gamseck Richtung Nordwesten, zweige auf der breiten Kuppe aber bald etwas nach rechts ab. Bei guten Bedingungen ist das Gelände hier vollkommen problemlos zu begehen. Nach wie vor prägt der benachbarte Stock der Schneealpe die Ausblicke Richtung Westen.
    070-Schneealpe-DürrensteinÖtscher.jpg

    In gut 1900m Höhe erreiche ich - bereits zwischen kleinen Latschenfeldern - den Weg, der vom Gamseck zum Karl-Ludwig-Haus den Nordhang der Heukuppe quert, und wende mich auf ihm wieder Richtung Osten. Mit der Eckbauerhütte und der sanften Westflanke des Predigtstuhls darüber prägt hier die "grüne" Seite der Raxalpe das Bild.
    072-Eckbauerhütte-Predigtstuhl.jpg

    Dass die Felsen aber nicht weit entfernt sind, illustriert diese "wilde" Umrahmung der Grasbodenalm durch das Große Grieß, für die ich noch einmal zum Teleobjektiv wechsle.
    073-ZoomGrasbodenalm.jpg

    Allmählich beginnt der Weg etwas deutlicher zu fallen und quert dann bereits relativ knapp vor dem Karl-Ludwig-Haus die unteren Ausläufer des Schneegrabens. Wie die Rinne zu ihrem Namen kommt, erschließt sich auf den ersten Blick. Dafür, dass der Hochsommer erst bevor steht, ist heuer nicht mehr besonders viel Schnee übrig - ein Erbstück eines am Alpenostrand generell schneearmen Winters.
    082-Schneegraben.jpg

    Einen abwechslungsreichen Vordergrund für den Predigtstuhl, mein nächstes Gipfelziel, bietet der Restschnee links vom Weg aber allemal noch.
    087-Schneegraben-Predigtstuhl.jpg

    Von hier aus thront das Habsburghaus nun auf einer Kuppe über einem grünen Graben.
    089-Habsburghaus.jpg
    Zuletzt geändert von Wolfgang A.; vor 4 Tagen.
    Lg, Wolfgang


    Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
    der sowohl für den Einzelnen
    wie für die Welt zukunftsweisend ist.
    (David Steindl-Rast)

    Kommentar


    • #3
      Am Karl-Ludwig-Haus vorbei komme ich zum Törl mit der Einmündung des Schlangenwegs. Beim beginnenden Aufstieg zum Predigtstuhl passiere ich bald danach den westseitigen Einstieg in den Bismarcksteig.
      091-AbzweigungBismarcksteig.jpg

      Der Blick Richtung Westen bis Nordwesten geht von hier über die Grasbodenalm und die sanfte Flanke des Gamsecks zum Schneealpenstock dahinter sowie erneut Ötscher und Göller rechts in größerer Entfernung.
      095-BlickSchneealpe-ÖtscherGöller.jpg

      Der höchste Punkt des Predigtstuhls mit 1902m Höhe ist in der AMap - korrekterweise - nicht beim Aussichtspunkt am Plateaurand, sondern knapp 150m weiter westnordwestlich eingezeichnet. (Der Vollständigkeit halber: Alte Karten gaben diesem Punkt einen eigenen Namen, nämlich Lichtensternhöhe. Die OSM hat diese Bezeichnung übernommen.)
      Hier bietet sich die nächste Perspektive zum Habsburghaus; die Farbe grün dominiert neben erkennbaren Felseinsprengseln. Dahinter der lange Höhenzug vom Obersberg (fast) bis zum Gippel. Und hinter dem Türnitzer Höger und der Hinteralm ist am Horizont blass noch das Waldviertel zu erkennen.
      099-BlickHabsburghaus-Voralpen.jpg

      Das ist nun der allgemein als "Predigtstuhl" bekannte Ort. (Die OSM benennt ihn auch so, mit 1899m als Höhenangabe.)
      Der große Steinmann mit dem markanten Gipfelzeichen sowie die Heukuppe im Hintergrund gehören nicht zufällig zu den viel fotografierten Motiven auf der Raxalpe.
      103-Predigtstuhl-Heukuppe.jpg

      Nach ein paar Schritten ganz an den Plateaurand bietet sich ein Tiefblick in die Südostwand des Predigtstuhls. Man erkennt auch ein Stück des versicherten Bismarcksteigs, der diese Wand von Nordosten nach Südwesten quert.
      105-BlickKarlLudwigHaus-Heukuppe.jpg

      Auch der Tiefblick von hier zur Siebenbrunnenwiese und dem Aufstieg zum Preiner Gscheid kann sich natürlich sehen lassen!
      Dahinter der Höhenzug mit Kampalpe und Tratenkogel sowie am Horizont u.a. Sonnwendstein, Hochwechsel und Stuhleck.
      106-BlickSiebenbrunnenwiese-KampalpeWechsel.jpg

      Richtung Nordnordosten blicke ich auf meinen weiteren Weg über den flachen Trinksteinboden zum Dreimarkstein. Während ich bis jetzt in üblicherweise gut besuchten Teilen der Raxalpe unterwegs war, warten nun deutlich einsamere Regionen, in denen die Zahl der Bergwanderer selbst an Tagen mit Prachtwetter stets überschaubar bleibt.
      100-Trinksteinboden-Dreimarkstein.jpg

      Westlich des Trinksteinbodens verläuft ein Höhenrücken, der an zwei Stellen ebenfalls knapp 1900m Höhe überschreitet. Ich entschließe mich, ihn mitzunehmen. Nach meinem derzeitigen Wissensstand ist er namenlos. (Sollte jemand doch einen Namen kennen, bin ich für einen Hinweis dankbar. ) Nach ein paar Minuten steileren Aufstiegs erwest sich der Rücken oben als breit und zwischen kleinen Latschenfeldern völlig problemlos begehbar. Von hier aus zeigt sich vor dem Habsburghaus nun ein Großteil des Pehofer-Almwegs, der mit wenig Höhenunterschieden vom Karl-Ludwig-Haus hinüber führt. Im Hintergrund dominiert in der linken Bildhälfte der Gippel.
      109-Habsburghaus-Gippel.jpg

      Der Höhenrücken läuft Richtung Nordosten eher flach aus, sodass ich ganz einfach wieder zum Trinksteinboden hinunter komme. Nicht mehr weit vor mir steht nahe dem Trinksteinsattel die Raxgmoahütte.
      115-Raxgmoahütte.jpg

      Wer noch nie hier war, könnte überrascht sein, am nördlichsten Punkt des Trinksteinbodens nahe der Kreuzung mehrerer markierter Wege ausgerechnet auf ein steinernes Schiff zu stoßen!
      Die Tafel am Mast erklärt den Hintergrund: Das Schiff wurde 1996 anlässlich des 100jährigen Bestehens der Österreichischen Bergrettung als "Orientierungshilfe" aufgestellt.
      117-Trinksteinboden-steinernesSchiff.jpg

      Ich folge der markierten Route, die von hier in 100 Höhenmetern eher sanftem Aufstieg zum zweithöchsten Gipfel der Raxalpe, dem Dreimarkstein, hinauf führt. Der höchste Punkt - wie üblich mit einem stattlichen Steinmann - befindet sich in 1948m Höhe knapp nordwestlich des markierten Wegs.
      120-Dreimarkstein.jpg

      Der markierte Weg würde vom Dreimarkstein direkt zur um wenige Meter niedrigeren Scheibwaldhöhe (rechts im Bild) führen. Wenn ich schon einmal bei besten Bedingungen hier bin, möchte ich aber davor auch noch den Bieskogel (links im Bild) mitnehmen, auf dem ich noch nie stand. Ein breiter Rücken Richtung Norden führt vom Dreimarkstein direkt zu ihm.
      122-BieskogelScheibwaldhöhe-Schneeberg.jpg

      Der Bieskogel fällt nur Richtung Südosten zu einer markanten, noch schneegefüllten Doline steil ab. Auf dem Verbindungsrücken lässt sich bei so guten Bedingungen hingegen auch ohne Wegspuren ganz problemlos gehen.
      127-Bieskogel-Doline.jpg

      Blick in die Gegenrichtung (nach Süden) zurück zum behäbigen Dreimarkstein.
      Der Dreimarkstein bildete lange Zeit die Grenze zwischen Niederösterreich und der Steiermark. Sein Name rührt daher, dass die drei Herrschaftsgebiete von Neuberg an der Mürz, Reichenau und Gutenstein auf seinem Gipfel aufeinander stießen. Umso eigenartiger, dass die Grenzen der Gemeinden wie der Bundesländer später geändert wurden! Heute ist der Dreimarkstein rein steirisch, während die nahe gelegenen Gipfel des Bieskogels und der Scheibwaldhöhe rein niederösterreichisch sind.
      (Über die Grenzziehungen auf dem oberen Raxplateau haben sich schon etliche vor mir gewundert. Zwischen dem Waxriegel und dem Gamseck ist es da schwer, irgendeine leitende Idee zu erkennen. )
      128-Dreimarkstein.jpg

      Auchauf der flachen Kuppe des Bieskogels (1924m) befindet sich ein Steinmann. Gut 800 Meter nordnordwestlich erhebt sich der um 11 Meter niedrigere Waxriegel. (Den Namen gibt es somit zweimal auf der Rax und einmal auf dem Schneeberg.) Es wäre keine Schwierigkeit, weglos bis dorthin weiter zu gehen. Meine heutige Route ist allerdings ohnehin schon so lang, dass ich mir diese Idee für ein anderes Mal aufhebe.
      131-Waxriegel.jpg
      Zuletzt geändert von Wolfgang A.; vor 4 Tagen.
      Lg, Wolfgang


      Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
      der sowohl für den Einzelnen
      wie für die Welt zukunftsweisend ist.
      (David Steindl-Rast)

      Kommentar


      • #4
        Stattdessen wende ich mich nach Osten zur 1943m hohen Scheibwaldhöhe, meinem letzten Gipfel dieses Tages. Auch hier kein Weg, aber völlig problemfreies und übersichtliches Gelände.
        (Der markierte Weg vom Klobentörl zum Habsburghaus führt knapp nördlich am Bieskogel vorbei.)
        133-Scheibwaldhöhe.jpg

        Und oben! Diesmal bildet der Hochschneeberg den Hintergrund des obligaten Steinmanns.
        137-Scheibwaldhöhe-Schneeberg.jpg

        Eine größere Gruppe von Bergwanderern, die auf der Scheibwaldhöhe stand, ist knapp vor meinem Eintreffen weiter gegangen. So kann ich hier nun in aller Ruhe nochmals rasten und um mich blicken.
        Nach längerer Zeit ist von hier aus wieder die Preinerwand in Sicht, deren Gipfel im Südosten vorläufig noch um gut 160m tiefer liegt. Dahinter abermals Sonnwendstein, Wechsel und Stuhleck.
        (Meterologische Randbemerkung: Dass an einem Tag mit so stabilem Wetter die relativ stattlichsten Quellwolken sich genau über Wechsel und Stuhleck gebildet haben, ist wohl kaum ein Zufall. )
        139-Preinerwand-Hochwechsel.jpg

        Einmal noch setze ich das Teleobjektiv ein und hole mir den Krummbachstein nahe heran. Der Kontrast zwischen seiner felsdurchsetzten Westflanke und der breiten grünen Kuppe Richtung Osten wird von hier aus besonders deutlich. Wegen meines wesentlich höher gelegenen Standorts bilden das Wiener Becken und das Leithagebirge den Hintergrund.
        141-ZoomKrummbachstein.jpg

        Dann folge ich dem markierten Weg bis zum flachen Sattel zwischen Scheibwaldhöhe und Dreimarkstein (mit der heutigen Bundesländergrenze NÖ - Stmk). Da ich heute schon genügend Höhenmeter absolviert habe, umgehe ich den Dreimarkstein dann östlich; interessanterweise gibt es hier über längere Strecken durchaus erkennbare Wegspuren.
        Sehr lohnend die Tiefblicke von hier zur Neuen Seehütte, und dahinter beginnt die Preinerwand immer mehr ihre wilde felsige Seite zu zeigen.
        145-SeehüttePreinerwand.jpg

        Nach dem Trinksteinsattel kürze ich nochmals ab und erreiche südwestlich der Raxgmoahütte bald den markierten Weg 01A. Hier ist das Gelände deutlich stärker verkarstet als in jenen Teilen des Plateaus, wo ich bisher unterwegs war.
        150-RaxgmoahütteDreimarkstein.jpg

        Östlich des Trinksteinbodens fällt der Weg zunächst nur sanft ab. Tolle Blicke zur Preinerwand begleiten diesen Abschnitt durchgehend!
        155-Preinerwand-Schwarzatal.jpg

        Knapp oberhalb, bevor er steil hinunter führt, quert der Weg den Langermanngraben.
        Blicke vom Tal bzw. der Semmering-Schnellstraße haben schon davor gezeigt, dass der Schnee im Graben heuer bereits vollständig abgeschmolzen ist.
        157-Langermanngraben-Hochwechsel.jpg

        Gleich nach der Querung des Grabens wurde der Steig wegen eines kleinen Hangrutsches etwas weiter hinauf in die Latschen verlegt. Dort lässt sich (noch) angenehm gehen, und zudem bietet sich ein idealer Blick hinunter zum Kamm des Waxriegels.
        Der vorwiegend grüne Eindruck soll nicht darüber hinweg täuschen, dass der Weg zwischen den Latschen nahezu durchwegs schottrig und steinig ist. Das wusste ich grundsätzlich, dennoch empfinde ich ihn heute als speziell unangenehm zu gehen. Ich vermute, dass dies - neben dem Abschluss einer langen Tour und vielleicht meinem Lebensalter - auch mit den Niederschlägen der letzten Zeit zu tun hat. Über lange Strecken weist der Steig nämlich eine dünne Auflage aus ganz feinem Schotter auf, die besonders in den steilsten Abschnitten nur sehr schlecht Halt bietet.
        160-Waxriegel.jpg

        Eine willkommene Ablenkung vom widerspenstigen Boden bieten vor allem die Ausblicke zur Preinerwand, die durchgehend großartig sind!
        163-Preinerwand-Hochschneeberg.jpg

        Im Gegenlicht weiß aber auch der Blick in die Gegenrichtung - zum oberen Teil des Schlangenwegs, dem mittlerweile deutlich höher stehenden Karl-Ludwig-Haus und der Heukuppe - sehr zu gefallen!
        164-Schlangenweg-KarlLudwigHaus-Heukuppe.jpg

        Im Kontrast zum breiten Schwarzatal bei Reichenau und Payerbach sowie dem südlichen Wiener Becken im Hintergrund kommt die Preinerwand besonders stark zur Geltung.
        167-Preinerwand-Schwarzatal.jpg

        Freilich hat es auch mit dem nun am späteren Nachmittag immer besser werdenden Fotolicht zu tun, dass ich meine Blicke kaum von der Preinerwand abwenden kann.
        170-Preinerwand.jpg

        Bis zuletzt erfordert der Waxriegelsteig Konzentration, und so bin ich sehr froh, endlich das Waxriegelhaus zu erreichen und mich dort - schon knapp vor dem Schließen der Küche um 18 Uhr - noch stärken zu können. 175-Waxriegelhaus-Einkehr.jpg

        Die Tagesgäste waren schon längst wieder abgestiegen, so sitze ich zunächst ganz allein auf der Terrasse, bevor noch an zwei weiteren Tischen späte Wanderer Platz nehmen.
        Die beiden Hüttenkatzen haben die Ruhe nach dem Tagesgeschäft dafür genützt, die Terrasse für ihre Erholungszeit in Anspruch zu nehmen. Als sich doch noch einmal etwas tut, spielen sie zunächst scheinbar zufällig unter unseren Tischen und betteln dann ausdrücklich. Bald aber widmen sie sich erneut ihrer ersten Lieblingsbeschäftigung um diese Tageszeit.
        179-schlafendeKatze.jpg

        Selbst an den längsten Tagen des Jahres verschwindet die Sonne am Waxriegelhaus knapp nach 18 Uhr hinter der Heukuppe.
        Ein guter Zeitpunkt, um aufzubrechen und meine lange Raxtour - nun bereits im Schatten - mit dem Abstieg zum Preiner Gscheid zu beschließen.
        Zuletzt geändert von Wolfgang A.; vor 4 Tagen.
        Lg, Wolfgang


        Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
        der sowohl für den Einzelnen
        wie für die Welt zukunftsweisend ist.
        (David Steindl-Rast)

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        • #5
          Informationen zur Tour

          Meine gesamte Route ist 16,3km lang,
          und ziemlich genau 1300 Höhenmeter sind zu bewältigen.

          Der Karl-Kantner-Steig ist für alle, die sich unschwierige Klettersteige zutrauen, eine willkommene Alternative zum viel begangenen Schlangenweg. Die versicherten Passagen beschränken sich auf die Höhen zwischen ~1560 und 1680m. Für ein paar kurze Stellen passt die Einstufung mit A-B nach meiner Einschätzung. Der Steig ist steil, aber nicht ausgesetzt; und die alten Sicherungen sind gut intakt und ausreichend. Im Abstieg wären die Steilschotterabschnitte wahrscheinlich mühsam zu begehen.

          Alle Wege auf dem Plateau sind ausreichend markiert. Heukuppe und Predigtstuhl werden (wohl in dieser Reihung) bei Schönwetter natürlich viel besucht, Dreimarkstein und Scheibwaldhöhe deutlich weniger.
          Bei guten Bedingungen lässt sich auf dem Plateau oberhalb der geschlossenen Latschenzone fast überall problemlos gehen. Der Bieskogel ist sehr einfach zu erreichen, dasselbe gälte m.E. auch für den (oberen) Waxriegel. Eine wichtige Voraussetzung dafür sind allerdings stabiles Wetter und gute Sicht (sowie ein weitgehendes Abschmelzen des Schnees). Bei dichtem Nebel oder großer Gewittergefahr würde es gefährlich, länger auf dem Plateau unterwegs zu sein; bei starkem Wind wäre es zumindest ungemütlich. Insofern bin ich sehr froh, dass ich den 18. Juni mit durchgehend nur moderatem Wind für meine Tour abgewartet habe.

          Der Steig über den Waxriegel ist zwischen den Latschen und auch noch weiter unten im Wald sehr schottrig. Ich war zwar nicht vom Charakter generell, aber vom Ausmaß unangenehm überrascht und empfand ihn im Abstieg als mühsam zu begehen. Meine Vermutung ist, dass der Steig unter Wetterkapriolen noch zusätzlich gelitten hat. Als Alternative bietet sich der Abstieg zuerst zur Neuen Seehütte und dann über den Göbl-Kühn-Steig an - streckenmäßig zwar länger, aber für die Knie sicher bekömmlicher.

          Mit dem Karl-Ludwig-Haus sowie am Schluss dem Waxriegelhaus liegen zwei Einkehrmöglichkeiten direkt am Weg. Die Alternativroute würde zusätzlich auch zur Neuen Seehütte führen.

          Der große Parkplatz auf dem Preiner Gscheid ist im Augenblick noch kostenfrei; das Parken entlang der Straße, das in den vergangenen Jahren zum Standard gehörte, ist aktuell aber bereits untersagt. Wann das neue System mit den Parkgebühren startet, wird sich weisen; angekündigt ist es für die nahe Zukunft. Spannend bleibt vor allem, wie dann bereits in Prein angezeigt wird, ob auf der Passhöhe noch Plätze frei sind.

          Wer einen Schwerpunkt auf die wenig besuchten Teile des Raxplateaus legen möchte, kann die Runde ohne die Heukuppe, dafür aber unter Einbeziehen des Waxriegels - und eventuell des "ursprünglichen" Bieskogels etwas weiter westsüdwestlich, der die 1900m ebenfalls knapp überschreitet - gehen. Diese Route ginge sich an einem Tag auch von der Bergstation der Seilbahn aus, allenfalls ohne den Predigtstuhl.


          Persönliches Fazit

          Bei fast allen meiner Raxtouren der letzten Jahre standen einzelne Routen - vor allem unter den leichteren Klettersteigen - im Mittelpunkt, die ich (wieder) gehen wollte. Kurze Abschnitte führen auch dabei natürlich meist über einen Teil des Plateaus. Aber den Akzent habe ich darauf schon lange nicht mehr gelegt - und rückblickend gesehen war es dafür höchste Zeit!

          Auf dem Bieskogel stand ich vor dem 18. Juni noch nie, auf dem Dreimarkstein und der Scheibwaldhöhe jeweils nur ein einziges Mal im Winter - einmal mit Tourenschiern, einmal mit Schneeschuhen. Das ausgedehnte Plateau im Sommer zu begehen und zu erleben, war somit ein wirklich neuer Eindruck für mich. Mehrfach fühlte ich mich an Teile des Hochschwabs (z.B. die Mitteralm oder die Aflenzer Staritzen) erinnert - nicht überraschend angesichts ähnlicher Höhenlage, Vegetation und Geländestruktur. Als faszinierend habe ich vor allem die im Tagesverlauf vielfach wechselnden Perspektiven auf das Habsburghaus oder die Preinerwand erlebt. Es gibt so viel zu schauen, ganz in der Nähe wie bei den Panoramablicken in weite Ferne!

          Selbst auf der Raxalpe ist es an Wochenenden mit Schönwetter nicht schwierig, viel Ruhe zu erleben. Wie so häufig muss man sich dafür nur ein wenig von den stark besuchten Plätzen und den meist begangenen Routen entfernen. Ich wäre sehr überrascht, wenn es auf dem Bieskogel oder gar dem oberen Waxriegel jemals lebhaftes Treiben gegeben hätte...

          Bei stabilem Wetter und guter Sicht - aber bitte nur dann! - lädt das obere Raxplateau sehr dazu ein, es umfassend zu erkunden. Ich habe daran Gefallen gefunden und hoffe auf eine weitere Tour in näherer Zukunft. Der Lohn besteht in vielfältigen und intensiven Bergeindrücken und darin, gerade die scheinbar so vertraute Raxalpe in ganz neuen Weise zu erleben.
          Zuletzt geändert von Wolfgang A.; vor 4 Tagen.
          Lg, Wolfgang


          Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
          der sowohl für den Einzelnen
          wie für die Welt zukunftsweisend ist.
          (David Steindl-Rast)

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          • #6
            Schöne, ziemlich ausgiebige Tour! Da oben bin ich auch schon oft umhergestreift.

            Ich war am selben Tag ebenfalls auf der Rax unterwegs, allerdings wesentlich kürzer und einen Stock tiefer (u.a. wieder einmal bei der Eishöhle).

            Zum Bieskogel: Laut Hofrat Benesch ist der in den Karten falsch eingezeichnet - siehe hier: https://www.gipfeltreffen.at/forum/g...44#post1271244

            Deinen Eindruck vom Waxriegelsteig kann ich nur bestätigen, auch ich finde ihn im Abstieg äußerst unangenehm.

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            • #7
              Grüß Dich Wolfgang!

              Schöne weitläufige Raxtour bei Schönwetter mit einigen Auf und Abs. Genug an Höhenmeter und Streckenlänge !
              !

              LG
              Erich


              "Gesundheit ist des Menschen höchstes Gut"

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              • #8
                Danke für die schönen Eindrücke, Wolfgang.

                Den Waxriegelsteig bin ich zuletzt vor 11 Jahren gegangen, fand ihn damals auch schon sehr unangenehm. Wir waren als Gruppe unterwegs, kann mich dunkel erinnern, dass wir im Abstieg die Gruppe geteilt haben, und relativ zügig abgestiegen sind, eine Teilnehmerin ist damals gestürzt auf dem Schotter und hat sich das Knie blutig aufgeschlagen. Den Göbl-Kühn-Steig hab ich als wesentlich angenehmer in Erinnerung:

                "Er ist zwar rot markiert, weist aber keine nennenswerten Schwierigkeiten auf. Im Gegenteil, er leitet sogar relativ sanft ohne Knieschinderei zum Waxriegelhaus hinüber."
                Lg, Felix

                http://www.wetteran.de

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                • #9
                  Kompliment zu dieser ausgedehnten Unternehmung, Wolfgang.
                  Auf der Rax bekommt man ja "kalt-warm": Mal ist man einsam unterwegs, mal trifft man auf Menschenmassen auf Trampelpfaden.
                  Die schauen dann immer blöd, wenn man von irgendwoher aus dem Gebüsch oder zwischen Felsen plötzlich auftaucht.
                  Ist aber immer wieder schön dort, besonders bei so einem Prachtwetter wie du es hattest.
                  Feiner Bericht! daumen hoch.jpg


                  L.G. Manfred

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                  • #10
                    Kompliment auch von mir! Eine "Wahnsinns"-Tour in mehrerer Hinsicht!
                    LG, Eli

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