Von Spanien bis Griechenland liegen die Tiefstwerte kommende Nacht großflächig bei 28-30°C. In Kalabrien waren es letzte Nacht teilweise 34°C.
In der Modellklimatologie des EZWMF ein Ereignis, das es um diese Jahreszeit bisher sehr selten oder noch nie (= 1) gegeben hat:
Clipboard02.jpg
Bei uns hingegen teils einstellige Tiefstwerte, in Tschechien und in höheren Alpentälern teilweise Frost - teils die Folge der eingeflossenen trockenen Luft, aber auch der tief ausgetrockneten Böden.
Wie geht's nun im Alpenraum weiter?
Bis Donnerstagabend liegen wir im Einflussbereich eines Höhentrogs mit kühleren Luftmassen und zeitweiligen Schauern, vor allem nach Süden hin auch einzelnen Gewittern.
Am Freitag Übergangstag mit auflockernder Nordstaubewölkung im Osten und weitgehend trocken. In 1500m von Ost nach West +11 bis +16°C. Nullgradgrenze um 3500m.
Am Samstag quert ein markanter Höhenrücken den Alpenraum von West nach Osten, angetrieben von einem Höhentief über der Biskaya. Damit geht in allen Höhen eine merkliche Erwärmung einher, mitunter in der Höhe aber so flott, dass die Bodentemperatur nicht hinterherkommt (sonst hätten wir schon wieder 35 Grad), es werden also eher 28-32°C, in 1500m von Ost nach West 17 bis 23 Grad. Im Hochgebirge frischt Südwestwind auf, sonst schwacher bis mäßiger Südwind. Nullgradgrenze um 4000m. Am späten Abend erste Gewitter über der Schweiz und Südtirol.
Könnt mich in den Arsch beißen, dass ich an den beiden stabilsten Tagen der Woche arbeiten muss.
Am Sonntag stellt sich das Wetter nämlich um: Von der Nordsee nähert sich ein Höhentrog, der das Höhentief über Frankreich etwa in Höhe Schweiz wieder einbindet. Damit hat es Ansätze einer Italientiefbildung, wenn auch bei schwülwarmen Luftmassen. Bis zum frühen Nachmittag ziehen clusterförmige Gewitter von den Südalpen über den Alpenhauptkamm nordostwärts und kommen etwa bis zu den Nördlichen Kalkalpen und Niederen Tauern voran. Am Nachmittag und Abend ist dann das gesamte Bergland betroffen, die gerechneten Niederschlagsmengen sind nicht schlampert.
Es ist weiteres Anzeichen der stark erwärmten Meeresoberflächen, dass trogrückseitig nicht so recht Kaltluft einströmen will. Ich kann mich an vergleichbare Lagen erinnern, wo die Schneefallgrenze unter 2500m gedrückt wurde. In diesem Fall bleibt sie bei 3000-3500m stecken und am Montag folgt schauerartig verstärkter Nordstau nach. Richtung freundlich schaut es aber auch im Süden nicht aus. Richtung Südgrenze bildet sich eine Konvergenz aus und dort kommt es zu weiteren Gewittern.
Sonntag und Montag also bis auf kurzfristig absehbare Lücken vor dem Niederschlag kein brauchbares Tourenwetter.
Der Dienstag sieht nach einem Übergangstag aus, EZ rechnet noch Niederschläge im östlichen Nordalpengebiet, die anderen Modelle sind schon trocken.
Danach rechnen alle führenden Globalmodelle eine Rückkehr zu einem "heat dome" über Südeuropa mit Auswirkungen bis Mitteleuropa alias extreme Hitze und Trockenheit vor allem in der Osthälfte von Österreich.
Lg, Felix
In der Modellklimatologie des EZWMF ein Ereignis, das es um diese Jahreszeit bisher sehr selten oder noch nie (= 1) gegeben hat:
Clipboard02.jpg
Bei uns hingegen teils einstellige Tiefstwerte, in Tschechien und in höheren Alpentälern teilweise Frost - teils die Folge der eingeflossenen trockenen Luft, aber auch der tief ausgetrockneten Böden.
Wie geht's nun im Alpenraum weiter?
Bis Donnerstagabend liegen wir im Einflussbereich eines Höhentrogs mit kühleren Luftmassen und zeitweiligen Schauern, vor allem nach Süden hin auch einzelnen Gewittern.
Am Freitag Übergangstag mit auflockernder Nordstaubewölkung im Osten und weitgehend trocken. In 1500m von Ost nach West +11 bis +16°C. Nullgradgrenze um 3500m.
Am Samstag quert ein markanter Höhenrücken den Alpenraum von West nach Osten, angetrieben von einem Höhentief über der Biskaya. Damit geht in allen Höhen eine merkliche Erwärmung einher, mitunter in der Höhe aber so flott, dass die Bodentemperatur nicht hinterherkommt (sonst hätten wir schon wieder 35 Grad), es werden also eher 28-32°C, in 1500m von Ost nach West 17 bis 23 Grad. Im Hochgebirge frischt Südwestwind auf, sonst schwacher bis mäßiger Südwind. Nullgradgrenze um 4000m. Am späten Abend erste Gewitter über der Schweiz und Südtirol.
Könnt mich in den Arsch beißen, dass ich an den beiden stabilsten Tagen der Woche arbeiten muss.
Am Sonntag stellt sich das Wetter nämlich um: Von der Nordsee nähert sich ein Höhentrog, der das Höhentief über Frankreich etwa in Höhe Schweiz wieder einbindet. Damit hat es Ansätze einer Italientiefbildung, wenn auch bei schwülwarmen Luftmassen. Bis zum frühen Nachmittag ziehen clusterförmige Gewitter von den Südalpen über den Alpenhauptkamm nordostwärts und kommen etwa bis zu den Nördlichen Kalkalpen und Niederen Tauern voran. Am Nachmittag und Abend ist dann das gesamte Bergland betroffen, die gerechneten Niederschlagsmengen sind nicht schlampert.
Es ist weiteres Anzeichen der stark erwärmten Meeresoberflächen, dass trogrückseitig nicht so recht Kaltluft einströmen will. Ich kann mich an vergleichbare Lagen erinnern, wo die Schneefallgrenze unter 2500m gedrückt wurde. In diesem Fall bleibt sie bei 3000-3500m stecken und am Montag folgt schauerartig verstärkter Nordstau nach. Richtung freundlich schaut es aber auch im Süden nicht aus. Richtung Südgrenze bildet sich eine Konvergenz aus und dort kommt es zu weiteren Gewittern.
Sonntag und Montag also bis auf kurzfristig absehbare Lücken vor dem Niederschlag kein brauchbares Tourenwetter.
Der Dienstag sieht nach einem Übergangstag aus, EZ rechnet noch Niederschläge im östlichen Nordalpengebiet, die anderen Modelle sind schon trocken.
Danach rechnen alle führenden Globalmodelle eine Rückkehr zu einem "heat dome" über Südeuropa mit Auswirkungen bis Mitteleuropa alias extreme Hitze und Trockenheit vor allem in der Osthälfte von Österreich.
Lg, Felix
Kommentar