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Thema: Alpi Apuane ed Appennino Tosco-Emiliano/Nov 2016

  1. #1
    lord vader schnauft net! Avatar von pivo
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    Alpi Apuane ed Appennino Tosco-Emiliano/Nov 2016

    üblicherweise steht um diese jahreszeit immer die epische herbstwanderung über mehrere tage mit den hunden an. die ausgangslage dafür ist heuer aber schlecht. der alte hund ist schwerkrank und ich hab mir im juli das kreuzband gerissen und mag daher nicht tagelang mit riesenrucksack gehen (OP hab ich i-wann im neuen jahr), vor allem nicht eben bzw wenig steil. also ein bikeurlaub, der althund blieb daheim, der junghund zog den joker.

    auf der suche nach neuem verschlug es uns heuer anfang november in das gebiet zwischen carrara und dem appennin.
    direkt an der küste stellen die alpi apuane eine sehr schroffe kalkbarriere dar, die bedingt zum biken geeignet ist.

    tag 1, alpi apuane, gleich oberhalb von carrara. eine spannende gegend mit ebensolchen trails. auch wenn die berge die 2000er marke nicht knacken, "alpin", obwohl ausserhalb der alpen sind sie dennoch.
    ende der fahrgelegenheit, irgendwo da unten in carrara sind wir gestartet, chefin zeigt etwas zu weit:



    weiter gehts tragend, immer wieder blicke auf blaues und weisses meer; denn meerseitig sind die hänge ein einziger marmorbruch, eindrucksvoll. ich will aber nicht wissen, wieviele menschen beim abbau und wieviele lasttiere beim transport des "weissen goldes" in den letzten 2000 jahren draufgegangen sind. wer die bau- und kunstwerke in italien und auch anderswo bewundert, möge sich mal den abbau und die örtlichkeiten bzw die transportwege ansehen.



    da hint is der berg. was nach flow aussieht, ist dort nicht immer flow. der marmor sorgt immer wieder für überraschungen. er bricht seltsam, in großen, kantigen formen und ist daher eher ungut zu fahren.



    nach einer genussvollen gipfelrast,



    gings gepflegt abwärts. der trail? eigenartig. obwohl er gar nicht so aussieht und sich sehr flowig verkleidet. je weiter der blick geht, desto leichter sieht der weg aus. der teufel steckt im detail.



    im hintergund die ziele der nächsten tage, das gelände schaut vielversprechend aus... irgendwie etwas steil und unnahbar.





    sauteufel ausnahmsweise mal brav hinten...









    nach dem hüttenbier noch gschwind beim herrgott vorbei,



    ging der trail dann durchs fenster schnurstracks vom alpinen...



    bereich in den urwald,



    und endet bei gebratenen kastanien am dorfplatz (wir wurden einfach so eingeladen) mit meerblick.



    die weiteren tage folgen tröpferlweise...
    Geändert von pivo (29.11.2016 um 10:08 Uhr)
    mei bier is net deppat! (e. sackbauer)

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  2. #2
    lord vader schnauft net! Avatar von pivo
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    AW: Alpi Apuane ed Appennino Tosco-Emiliano/Nov 2016

    weiter gehts mit tag 2, noch immer in den alpi apuane. nach einer lauen nacht (wir sind großteils "wildschläfer") im kastanienhain mit meerblick musste erst mal der ausgangspunkt für die nächste tour gefunden werden. von resceto, wo die via vandelli (apenninencrossern wohlbekannt) endet, war eine schnucklige runde angedacht. wie bei uns halt, tragen wir einen trail rauf, schauen, ob er was zum runterfahren taugt, wenn nicht, nehmen wir den anderen. auch ein hintertürl (via vandelli eben) ließen wir uns für alle fälle offen...

    nach 100hm war ende gelände. dennoch, das fast undurchdringliche stachelstrauchwerk, das uns in der nahezu senkrechten leiten auch abdrängte, wurde unter aufbietung aller kräfte und leidensfähigkeit im sturmodus durchdrungen. 100hm in 1 stunde.
    endlich frei:



    rechts vom zacken gings hin. der weg? fürs abfahren definitiv ungeeignet, aber nicht wegen der schwierigkeit.



    nach der einmündung eines besseren weges meldet sich der nackte fels zu wort,





    luftig lustig gehts weiter, linkerhand marmorbrüche, im gnack das meer, rechts die schlucht. herrlich!



    kurz sorgt eine straße für abwechslung (kommt ausn berg raus bzw der anderen bergseite daher),



    ehe es unvermindert alpin gen gipfel geht.







    nun, oben waren wir derartig am ende, dass wir das "hintertürl" wählten: passo tambura und die via vandelli. an vernünftiges fahren im doch ansprechenden gelände entlang des alternativwanderweges war nicht mehr zu denken. ausserdem hatten wir zu wenig bier mit und an der vandelli lockte eine hütte.



    also doch nicht den schnuckeligen grat zurück, nächstes mal aber sicher! ganz links hinten der monte sagro, der berg vom vortag.

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  3. #3
    lord vader schnauft net! Avatar von pivo
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    AW: Alpi Apuane ed Appennino Tosco-Emiliano/Nov 2016

    ....seltsamer weise forderte auch der normalweg.





    ab dem pass dann antenne hoch (fürn hund) und endlich yalla yalla... ab zur hütte: nur, das bier war aus...







    links ums eck war die hütte, tja so gings eben staubtrocken talwärts. aber kaum wanderer auf der via vandelli ließen uns trotz viel zu vieler fotopausen im nu beim bus mit kühlschrank ankommen.









    fazit: zu spät weggekommen, zu früh abgezweigt, dennoch super tag. bis auf die zermarterten extremitäten, die uns noch tage schmerzten...
    nächstes mal umgekehrt und den direkten vom bergwerk runter. nachher ist man immer gscheiter.

    wers mehr auf radlfahren auslegt, kann von weiter draußen gleich nach massa übern hauptkamm großteils auf asfalt sich von hinten gänzlich pedalierend dem passo tambura nähern (letztes stück schiebend), den gipfel aussparen und die via vandelli bergab richtig genießen. uns und vor allem dem hund war das zu weit und nur die vandelli trailmäßig zu wenig.
    Geändert von pivo (29.11.2016 um 10:58 Uhr)
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  4. #4
    lord vader schnauft net! Avatar von pivo
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    AW: Alpi Apuane ed Appennino Tosco-Emiliano/Nov 2016

    weiter im text, tag 3 bei strahlendem sonnenschein noch immer in den alpi apuane. diesmal handzahmes tourl - wundenlecken quasi, weil wir noch immer an den schmerzen des vortages litten. nicht nur wegen der schürfwunden gaben wir kleinbei und rollten eine tour ausn italienerforum nach. die gipfeloption lösten wir weder beim ersten anblick des berges (nicht unbedingt ermutigend) und auch nicht bei dessen rückenansicht (die hütte zog mehr) ein. also eine banale umrundung des monte corchia.
    kommode auffahrt nach einer nacht am campo sportivo mit aussicht und warmwasser, frühstück und bikeservice in der sonne inkl.

    vom passo croce gings um den korkenzieher, äh corchia, eigentlich nur auf trails herum.
    südseitig dominieren kastanien, nordseitig buchen.



    hütte und "panikberge" (pania secca e croce) - auch diese option wurde ausgelassen, wär sich bei unserm schneckentempo aber eh nimmer ausgangen. nächstes mal mit nächtigung in der sehr kommoden hütte.



    die zahme seite des korkenziehers juckte uns auch nicht. is ja urlaub.




    auch die pania liess uns kalt. trotz 26°...
    panoramisch, gschmeidig und genussreich, das alpiniwegerl.



    ein wenig mehr zur sache gings dann ums eck. aber immer noch im komfortrollbereich.



    ein paar kehren und nocken zur wahrung der konzentration schaden nie.



    steil ist dort eigentlich immer und überall.



    "wieso nimmt der hiabler net die grade? glei hab i di!"



    ein paar ruckler noch zur lockerung der bindegewebe und fettschichten,



    dann wurden leider ein paar meter auf asfalt vernichtet, ehe es durch sauenwälder ins schon fast dunkle tal ging. das bad im fluss (ohne bild) wurde dennoch nicht ausgelassen.
    so, das wars mit den alpi apuane. wir verlegten ins landesinnere in die garfagnana, um den apennin zu erkunden.
    Geändert von pivo (29.11.2016 um 11:00 Uhr)
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  5. #5
    Paarfahrer Avatar von schetzgo
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    AW: Alpi Apuane ed Appennino Tosco-Emiliano/Nov 2016

    Gewaltig,sowohl die Lanschaft als auch Eure Leistung-RESPEKT!!! Immer wieder und danke für's zeigen!
    "Sieger zweifeln nicht - Zweifler siegen nicht!"

  6. #6
    Reichensteiner Avatar von Harald Braun
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    AW: Alpi Apuane ed Appennino Tosco-Emiliano/Nov 2016

    Ahhhh
    Da kann ich nur seufzen: Wunderschön! Beneidenswert! Tüchtig!
    Danke für die fantastischen Eindrücke.
    Dort möchte` ich auch einmal hin (aber ohne Bike - zum Klettern dürfte es da auch einiges geben)

  7. #7
    Muckenkogel Fan-Club Avatar von Bassist
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    AW: Alpi Apuane ed Appennino Tosco-Emiliano/Nov 2016

    Einfach obergeil!
    Den Abstand zwischen Brett und Kopf nennt man geistigen Horizont

  8. #8
    Internetbergsteiger Avatar von GrazerHans
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    AW: Alpi Apuane ed Appennino Tosco-Emiliano/Nov 2016

    Echt lässig, da habt ihr ja wiedermal eine besondere Gegend erkundet, bei besten Herbstbedingungen. Ein intaktes Kreuzband wird offenbar arg überbewertet, wenn ich mir anschau, wie du bergauf und bergab unterwegs bist. Glückwunsch jedenfalls, das das alles geht (und fährt) mit dem lädierten Knie.
    Gewaltige Eindrücke jedenfalls, die du fotografisch festgehalten hast!

    LG Hans
    Nach uns die Sintflut.

  9. #9
    da Sunn entgegen Avatar von Mileean
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    AW: Alpi Apuane ed Appennino Tosco-Emiliano/Nov 2016

    Geleck! I bin jo goa net neidisch! GOOOAAA net!

    Soooo schöne Herbstfotos und wer braucht scho a Kreuzbandl...
    Over every mountain there is a path, although it may not be seen from the valley.

    http://www.dogehtsauffi.at

  10. #10
    auf Abwegen Avatar von Wette
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    AW: Alpi Apuane ed Appennino Tosco-Emiliano/Nov 2016

    Lecko mio, das kann was! Immer wieder beeindruckend, wo ihr eure Räder hinauf tragt. Sieht aus, als wäre da viel Schweiß geflossen

    Die Bilder sind natürlich wieder ebenfalls erste Sahne! Einfach zum Genießen...
    "Meine Spur ziehe ich am liebsten, wohin keine andere führt. Ich kann zurückblicken und sie beurteilen, was ich sonst nicht könnte, weil sie sich durch die vielen anderen verlieren würde.
    Auch mein Leben will ich unter Kontrolle haben. Darum gehe ich einen eigenen Weg, dem nicht jeder folgt." (Heini Holzer)

  11. #11
    lord vader schnauft net! Avatar von pivo
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    AW: Alpi Apuane ed Appennino Tosco-Emiliano/Nov 2016

    Zitat Zitat von GrazerHans Beitrag anzeigen
    Ein intaktes Kreuzband wird offenbar arg überbewertet, wenn ich mir anschau, wie du bergauf und bergab unterwegs bist.
    Zitat Zitat von Mileean Beitrag anzeigen
    und wer braucht scho a Kreuzbandl...
    danke, zum bandl:

    naja. einen kleinen einwurf:
    anfang juli hats bei einer bösen brezen (abgang übern lenker ins steile gelände) ratsch gemacht, vkb ab. sofort physio und aufbautraining.
    nach zwei wochen wieder biken, nach 3 wochen wieder radltragen.
    volle beweglichkeit nach 4 wochen, trotz eines weiteren vorfalls (giving-way mit seitenband(ein)riss nach ca 2 1/2 wochen beim absteigen vom rad, das knie ist einfach ins leere geknickt). schmerzfrei nach 5 wochen. wobei schmerzen nie ein thema waren, sondern nur die schwellung als einschränkung. nach 8 wochen ging sogar laufen (bergauf und bergab mit stecken, eben eher traben). schonhaltung bis ca 8.wo, bouldern nach 10 wo.
    das sah ja gut aus.
    daher war der weg so angedacht: antrainieren, schauen, bei nicht halten OP.

    aber:
    trotz konsequenter physio (1-3 mal die woche bis jetzt und weiterhin) und massivem training (1 stunde nur fürs knie täglich) gabs immer wieder kleinere und gröbere giving-way-situationen. meist bei schritten in unebenem gelände (und da vor allem bei alltagstätigkeiten wie laubrechen, rasenmähen...) oder beim nach-links-absteigen vom bike oder beim aussteigen ausn auto. seltsamer weise alle eher seitlich und keiner nach hinten.
    diese häuften sich.
    zuletzt beim bücken nach einem ball fürs gleichgewichttraining ist das knie mit einem lauten knack nach vorne (!) ausgefahren, ich bin einfach umgefallen. MRT folgt (das 3. in 5 monaten), verdacht hinteres kb ab...

    jedenfalls fahrt immer ein unsicherheitsgefühl mit (nur bergab), schwere stellen sind dzt auszusparen (das erkennt man ja auch auf den bildern, da sind meist überschaubare schwierigkeiten bis s1 dabei), absteigen nach links, bzw unerwartetes absteigen oder gar sturz gehen gar nicht. durch die wiederholten giving-ways ist das knie definitiv instabil geworden.

    fazit: für höheres niveau und höhere ansprüche kommt man nicht um eine OP herum. der derzeitige zustand ist herumeiern (ich würd so gerne, aber ich trau mich nicht...) und untragbar, wenn eine lösung da ist.
    nicht nur untragbar, sondern auch gefährlich. ich will nicht, dass mir das knie bei einer schitour in einer harten steilabfahrt oder beim aufstieg beim queren eines harten hanges durchgeht und ich dann 500 hm weiter unten in den felsblöcken lieg oder ich bei einer soloschitour after work dann für immer im wald verbleibe...
    daher plan B, OP.
    besser 12 - 18 monate pause als verzicht für immer oder verrecken.

    aber zurück zum thema, der appenninenteil folgt, wenn ich luft hab.
    Geändert von pivo (30.11.2016 um 09:07 Uhr)
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  12. #12
    lord vader schnauft net! Avatar von pivo
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    AW: Alpi Apuane ed Appennino Tosco-Emiliano/Nov 2016

    weiter gehts im text...
    von den küstennahen, eher schroffen alpi apuane gings in die garfagnana und rüber zum appennino tosco-emiliano ins landesinnere, nach tereglio. aufgrund der doch zahmeren geländeformen erwarteten wir weniger widerstand. also alles eitel rollen.

    immerhin wurden wir gewarnt:



    so wie wir im allgemeinen unsere touren gestalten, ist das nix besonderes nicht. irgendwie bring ich das satzerl mit dante alighieri und seinem purgatorio in verbindung, oder täusch ich mich? aber solangs nicht heisst: lasciate ogni speranza, is wurscht. auch wenn der berg femminamorta heisst. brachiale resp rustikale bergnamen sind wir von uns daheim ja gewohnt.
    dennoch änderte sich etwas grundlegendes an diesem tag, wie man auf dem bild erkennen kann:



    wir rochen den braten, änderten den plan und gaben kleinbei richtung femminamorta - der eigentlich geplante monte giovo war zu weit weg.



    klammheimlich zog es von westen her zu. das kleine wölkchen vom vorletzten bild wird immer mehr...



    der appenino tosco-emiliano wandelte sich zum solo emiliano. die toskanische seite ward nimmer zu sehen.



    grasige formen und nur wenig fels bestimmen das landschaftsbild. darunter ewige buchen- und kastanienwälder, enge, endlose gräben ohne nixniemandenirgendwas.



    der obere teil war nett zu fahren, unspektakulärer, aber flowig-flüssiger spass.









    der buchenwald im stock darunter begeisterte uns, ebenso die cai-hütte, die auf der kompasskarte gar nicht verzeichnet war und daher nahezu unvermittelt vor uns auftauchte.



    drängler unerwünscht, es passt nur einer durch.



    na dann überholen wir halt am pannenstreifen...



    auch die nächste hütte wurde heimgesucht, der plan, den langen 38er zur foce fobi rüberzuisohypfen, nach tereglio rauszugleiten und wieder zum auto raufzukurbeln, wurde nach zwei 0,66 morettis und auf anraten der ortsansässigen jaga seingelassen. es gibt ja eh einen direkten zu auto bei der großen quelle. nur: der existierte nicht oder zumindest nicht so wie er verzeichnet war. alternatives verkrampftes ich-muss-alles-trail-fahren ließ uns den hüttenkogel umrunden um wieder auf der asfaltstraße zu landen, die dann unter furchtbaren psychischen qualen im dunkeln zum auto runtergerollt wurde.

    achja, wegen dem ersten bild.
    zum verständnis: der eintritt ist sicher, der ausgang ungewiss.
    a so a blödsinn. das ende ist immer gewiss - biss zum letzten tropfen:



    fragts mich aber nicht, wers bummerl hatte.
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  13. #13
    lord vader schnauft net! Avatar von pivo
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    AW: Alpi Apuane ed Appennino Tosco-Emiliano/Nov 2016

    nach dem nebel kam der regen. ein speicherfülltag in castelnuovo di garfagnana wurde kurzfristig eingeschoben.
    was blieb, war der nebel. und eine leichte inkontinenz desselben.
    also nix berühmtes am programm, lustiges rollen und rollen lassen ohne ansprüche, aber dennoch bereitet die runde auf/um den tondo meist viel spass, wenn auch der zweite teil der abfahrt vom rif carpe diem nach ospidaletti deutlich mehr biker vertragen würde

    viel vom panorama hatten wir leider nicht.
    dafür viel nebel.



    und viele arge bäume.



    irgendwie wirklich arge bäume allerorts. beinah wirken sie gruslig im nebel. zum glück haben wir einen großen hund, der uns beschützen wird im ernstfall, wenn sich die bäume mit den bären, wölfen und nebelgeistern gegen uns verschwören sollten...



    in der nacht würd ich mich da glatt fürchten, diese bäume im lichtkegel einer lampe, na habedieehre...





    etwas tiefer kam sogar die sonne durch, ist ja nur staubnebel, quasi e





    in einer osteria in ospedaletto unterm passo pradarena genehmigten wir uns ein pranzo, und weiter unten wechselte der waldmeister buchen gegen kastanien aus.



    nachmittags dann doch ein wenig sonne, leider zuwenig um halbwegs trockenes brennholz für die beute zu erlangen. waggonladungen hätten wir mitnehmen können.

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  14. #14
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    AW: Alpi Apuane ed Appennino Tosco-Emiliano/Nov 2016

    auch am letzten tag unserer kleinen erkundungsreise begleitete uns nur der nebel.
    monte prado, im appennino tosco-emiliano, doch mal wieder über 2000m.

    die sonne probierts, der stau lässt sie aber nicht durch...



    lustiges gerolle auf ewig langen kämmen im nebel.







    im feuchten weggrund pfotenspuren, aber keine menschenspuren. unserer wars nicht, der war hinten. also doch wölfe.
    hier gehts überhaupt tierisch zu. rehe staksten um den bus, wildschweine schwartelten des nachts um unseren schlafplatz und undefinierbare große kackehäufen (nicht von mir ) fand ich auch mal...
    nur menschen trafen wir im appennin keine.
    und biker im ganzen urlaub nicht.

    durch sauenwälder gings lustig rollend zum bus und dann nach hause, wo uns der schnee empfing.





    fazit:

    - alpi apuane: sicher ein weiter erkundungswürdiges bikegebiet mit massakerkapazitäten. daher sicher gut für wanderer geeignet. klare empfehlung für küstennahes bergsteigen, sehr spektakuläre formen, alpiner charakter.
    - appennino tosco-emiliano: mit besserer sicht hätt ich mir ein bild machen können, oder er hätte einen besseren eindruck hinterlassen. der erste eindruck war, so wie bei uns in den niederen tauern, nur halt ohne jagaproblem, mit weniger forstwegen und vor allem ohne schiache fichtenmonokulturen. wege eher leichtlustige rollereien. anders als bei uns gibts aber auch alte mulattiere, die man aber finden muss. nicht jeder in der karte verzeichnete weg existiert in der natur bzw verläuft er oft woanders.

    vielleicht kommen wir mal zu fuss wieder, um einen der beiden gebirgszüge mehrtägig zu überschreiten.

    karten:

    alpi apuane: ausreichend brauchbares analoges material vorhanden.

    appennino tosco-emiliano:
    kompass online zur planung und übersicht. kompass analog vor ort. beide mit vorteil einer übersichtlichen darstellung aber sehr fehlerbehaftet.
    italienisches kartenmaterial total veraltet, darstellung aus großvaters zeiten (handschriftbasiert, wie die provisorische ausgabe der ÖK aus den 50ern), aber zumindest etwas richtiger. onlinekarten meist daneben bzw ohne einträge. am besten sind noch die auf den unzähligen tafeln (an jedem parkplatz fast) angebrachten ausschnitte, wobei die auch nix über den wegzustand sagen. italien halt.
    im italienerforum unter itinerari findet man ein bisserl was, worauf man aufbauen kann.

    aber grad das macht den extrareiz aus.
    Geändert von pivo (30.11.2016 um 09:47 Uhr)
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