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Thema: Kamp von Langenlois nach Altenwörth, Sempember 2016

  1. #1
    1000er
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    Kamp von Langenlois nach Altenwörth, Sempember 2016

    Fast hätte ich gesagt, „Ein Wochenende ohne Tour, ist wie ein Bier ohne Schaum“ aber richtiger wäre: „Ein Wochenende ohne Tour, ist wie ein Glas ohne Bier.“

    Glücklicherweise hat man ja die ganze Woche, um das Wochenende zu planen. Die Urlaubssaison geht zur Neige und so sind die meisten Leute wieder im Lande. Soweit so gut. Nur hat es seit Wochen nicht mehr so richtig geregnet und die Pegelstände sind niedrig, was die Auswahl der Touren im Umland doch stark einschränkt. Je näher man der Donau kommt, desto besser stehen die Chancen auf einen ausreichenden Wasserstand.

    So mache ich am Samstag eine Erkundungstour nach Rosenburg. Die Strecke nach Langenlois schaut schon fahrbar aus, irgendwie. Ab Langenlois sagt der DKV-Führer, das der Kamp zum Aufluss wird. Das muss jedenfalls gehen, denke ich mir.

    Am Sonntag dann leicht verspätete Anreise, wegen dem Guppen-Faktor*.

    * Gruppenfaktor: Man rechne für An- und Abreise je Person zusätzliche 10 Minuten, für die Unternehmung selbst, multipliziere man die geplante Dauer mit 1,5.

    Aber es ist ja noch früh am Tag und Zeitdruck ein unbekanntes Fremdwort. In Altenwörth stellen wir ein Auto ab und fahren weiter nach Langenlois. In der Nähe der B34-Brücke über den Kamp finden wir einen Parkplatz und setzen 4 Kajaks ins Wasser.

    01_Kamp.jpg

    Der Pegel Stiefern sagt 185 cm. Das klingt jetzt nicht so schlecht und die Paddelei lässt sich auf den ersten Metern auch recht gut an. Kein Wunder, ist es doch der Rückstau eines Wehres. Das Wehr ist eigentlich eine Steinrampe. Aus Rücksicht auf die Boote heben wir diese ins Unterwasser.

    02_Wehr.jpg

    Dort gibt es so eine Art Whirlpool. Aber zu einem Bad lassen wir uns dann doch nicht hinreißen.

    03_Whirlpool.jpg

    Gemütlich gleiten wir dahin, genießen die Auenlandschaft und freuen uns über das angenehme Spätsommerwetter.

    04_Auwald.jpg

    So wie es sich gehört liegen auch ein paar Bäume im Wasser, wegen der Idylle.

    05_Auenland.jpg

    Allerdings hat der Fluss nicht nur natürliches Treibgut aufgestapelt, auch eine Baustelle scheint geplündert worden zu sein.

    06_Hindernis.jpg

    Der eine oder andere quer liegende Baum erfordert die Entwicklung neuer Sportarten, wie hier – Kajaklimbo. Wir haben uns auch im Kajakhochsprung versucht, aber das war nicht so erfolgreich…

    07_Limbo.jpg

    Das mit dem Pegelstand ist so eine Sache. Den Pegel bei Stiefern müssen sie wohl in einem Loch versenkt haben, dass da 185 cm auf der Latte stehen. Der Pegelmesser hier reicht heute nicht mal richtig bis ins Wasser…

    08_Pegel.jpg

  2. #2
    1000er
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    AW: Kamp von Langenlois nach Altenwörth, Sempember 2016

    Da bleibt auf manchen Abschnitten nicht viel anderes übrig, als sich den Weg durch den Flussschotter zu graben. Viel mehr als 10…15 cm Wassertiefe brauchen wir ja nicht, aber selbst das ist heute stellenweise nicht drin.


    09_Schotter_kratzen.jpg


    Naja, mal abgesehen von den Stellen, wo Bäume den Fluss versperren und wir aus den Booten müssen - da ist die Wassertiefe natürlich mehr als ausreichend! Oh Mann, kann nicht mal jemand Murphys Gesetz außer Kraft setzen!?

    10_Mehr Baeume.jpg

    Ein Gutes hat tiefes Wasser beim Umtragen aber auch. Man kann im Kajak mit flottem Schwung die Böschung hinabreiten und eine kurze Erfrischung nehmen. Das hat auch was.

    11_Schnellstart.jpg


    Diesen Baum hier muss einer der Yedi-Ritter bearbeitet haben, so glatt wie die Unterseite ausschaut. Laser-Schwert raus, wrumm, wrumm und schon ist da eine Durchfahrt. Mann, warum bin ich auf die Lösung nicht selber gekommen!

    12_Baum_horizontal.jpg


    Aber kein Grund zum Jammern, bei solch einer Landschaft und dem Herbstlicht kommt Urlaubsstimmung auf! Zumindest ein wenig, denn allmählich wird die Zeit knapp. Der Gruppenfaktor, s.o., macht sich deutlich bemerkbar und die Synapsen stellen die verlorengegangene Verbindung zur Vokabel Zeitdruck wieder her.

    13_Urlaubsfeeling.jpg


    Vor der Dunkelheit kommen wir sicher an, aber so ganz das letzte Lumen ausreizen, das muss ja auch nicht sein. Zudem kommen noch 2..3 nette Stellen, wie hier.

    14_Stufen.jpg


    Der Kamp ist mittlerweile in die Krems gemündet und wir rodeln hier über die Gefällebremsen der Donau entgegen.

    15_Stufen.jpg


    Nach der letzten Stufe kommt Freude auf, denn nun ist es definitiv nicht mehr weit bis zum Auto. Die Uferpromenade ist praktisch schon in Sicht.

    16_Stufen.jpg

    Im Nachhinein frage ich mich, woher dieser situationsgebundene Optimismus kam. Allein das Auto zu erreichen heißt noch gar nichts! Ein Autoschlüssel wäre nämlich auch super! Wäre, denn der Schlüssel ist nirgendwo zu finden. Arrrrrrg!!! Ich kapere – nein, ich frage höflich bei einem Pärchen an, das unschuldig am Rande des Parkplatzes steht, ob sie uns nicht 20 km nach Langenlois fahren können, zu unseren anderen Autos, und uns damit aus einer sehr, sehr misslichen Lage befreien. Vielen, vielen Dank! Sie machen das nämlich. So hocken wir mit feuchten Neoprenanzügen auf Ikea-Tüten und fahren nach Langenlois. Unsere Wechselklamotten befinden sich natürlich im verschlossenen Auto in Altenwörth – kein Kommentar! Mit den eigenen Autos geht es von Langenlois zurück nach Altenwörth. So sind wir erst mal wieder mobil und handlungsfähig. Wenig später stellt sich heraus, dass der vermisste Autoschlüssel in einem Rucksack in den Langenloiser Autos lag. Na wenigstens sind alle Schlüssel wieder da und wir brauchen nicht noch 2 Stunden, um einen Zweitschlüssel aufzutreiben...

    Ja nun, was das Leben ohne solche Zwischenfälle? Das wäre doch fad, oder?
    Geändert von SnowClimber (27.09.2016 um 16:47 Uhr)

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