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Hilfe zum Erstellen von Tourenberichten

Immer wieder haben einige User Probleme beim Erstellen eines Tourenberichtes, insbesondere beim Hochladen und Einfgen von Bildern.
Ihnen soll die folgende kleine Anleitung ein wenig Hilfe geben, wie ein Tourenbericht ganz kurz und schmerzlos erstellt werden kann

In sechs einfachen Schritten kann ein neuer Bericht leicht erstellt werden:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
2. Bilder verkleinern
3. Im Forum "Toureninfo & Verhltnisse" das passende Unterforum auswhlen
4. Bilder hochladen
5. Die Bilder mit dem Text ergnzen
6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes und Verffentlichen



Im Folgenden werden die einzelnen Schritte ausfhrlich erklrt:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
Mglichst aussagekrftige Fotos whlen, die auch die Route und wesentliche Details darstellen.
Gegen einzelne "schne" Landschafts- und Blumenbilder ist natrlich nichts einzuwenden ...


2. Bilder verkleinern
Bewhrt hat sich ein Format mit der lngeren Bildkante 900 Pixel.
Damit lt sich bei Speicherung als JPEG eine recht ordentliche Bildqualitt erzielen, bei Photoshop etwa abhngig vom Sujet 80/100.


3. Im Forum "Toureninfo & Verhltnisse" das passende Unterforum auswhlen
z.B. "Wanderungen und Bergtouren" - "Steiermark"
+Neues Thema whlen

Titel etwa nach dem Schema
Gipfel (Hhenangabe), Anstiegsroute, Gebirgsgruppe (ostalpin nach AVE)

Mglichst bis zu 5 aussagekrftige Stichworte vergeben.

Zum Bilderhochladen weiter mit der "Broklammer".


4. Bilder hochladen
Mglichst bitte NUR so:
a) "Broklammer"
b) "Anhnge hochladen"


4.1 Bilder auswhlen
Abhngig vom eigenen Rechner/Betriebssystem.
Maximal 15 Bilder pro Posting sind derzeit zulssig, eine grere Bilderanzahl erfordert Folgepostings (Antworten).
(Bewhrt hat sich auch, 1-2 Bilder weniger hochzuladen, um fr sptere Ergnzungen eine kleine Reserve zu haben.)

4.2 Liste der hochgeladenen Anhnge
Die Auflistung ist leider nicht chronologisch nach Bildbezeichnung geordnet.

Im Textfeld die gewnschte Einfgeposition mit dem Cursor markieren,
bzw. die gelisteten Bilder in der gewnschten Reihenfolge einzeln als "Vollbild" oder "Miniaturansicht" platzieren.
Eine oder mehrere Leerzeilen zwischen den Bildern erleichtern spter das Einfgen von Text.


5. Die Bilder mit dem Text ergnzen
Die Bilder sind nun in der richtigen Reihenfolge im Textfenster positioniert.
Ich bevorzuge im ersten Schritt die Positionierung als "Miniaturansicht".
Das erleichtert beim Texteinfgen die bersicht.
Mu aber nicht sein, natrlich lassen sich die Bilder auch gleich als Vollbild (also in der hochgeladenen Gre) platzieren.

5.1 Text
Jetzt kann der Text ergnzt werden.
Mglichst ber dem Foto - ich finde das bersichtlicher ...
Der Text kann natrlich auch vorher erfat werden und anschlieend einkopiert werden.

5.2 Bildgre ndern
Wurden die Bilder vorerst als "Miniaturansicht" platziert, knnen sie einfach auf das finale Darstellungsformat skaliert werden:
a) Doppelklick auf die "Miniaturansicht" ffnet ein Pop-Up-Fenster
b) unter "Gre" idR "Vollbild" whlen
c) OK


6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes
Anschlieend sollte der Bericht noch in der "Vorschau" kontrolliert werden.
In manchen Fllen mu zur Ansicht der "Vorschau" ziemlich weit nach unten gescrollt werden!

6.1 Verffentlichen des Berichtes
Zum Schlu noch auf "Abschicken" klicken - und nach einer kurzen "Nachdenkpause" des Servers ist der Bericht online.



Nach dem ersten Durchlesen dieses Leitfadens mag das Erstellen eines Berichtes etwas kompliziert erscheinen - ist es aber nicht:
Viele Tourenberichte schreiben hilft sehr.

Die Reihenfolge der einzelnen Schritte ist nicht so starr wie es hier scheinen mag; natrlich kann auch zuerst der Text erstellt werden und die Bilder nachtrglich eingefgt.

nderungen am fertigen Bericht sind fr den Ersteller 24 Stunden lang mglich, bei der Berichtigung spter entdeckter Fehler hilft gerne ein zustndiger Moderator. Ebenso beim Verschieben eines Berichtes in das richtige Tourenforum.

Viel Freude bei euren Bergtouren UND dann beim Berichteschreiben,


P.S.: Diese Anleitung, ergnzt um verdeutlichende Screenshots, findet ihr auch unter http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...ourenberichten
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Regelwerk fr die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

Alle Forumsuser/-innen sind aufgefordert, das Regelwerk zu lesen und sich daran zu halten!

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Ein bermiges Ausnutzen der Signatur ist unerwnscht. Diese sollte vor allem eine mavolle Gre haben. Nicht mit der Forumsleitung abgesprochene Werbung (fr kommerzielle Angebote), Beleidigungen oder Anspielungen in der Signatur oder dem Profiltext werden nicht toleriert.

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Sibirien - 600km mit dem Kanu, Sommer 2018

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  • #16
    So, jetzt gehts weiter, erster Tag am Fluss:
    Der Vormittag ist fr die Einkufe in Mogotscha draufgegangen, dann die gut 2-stndige Auto-Anfahrt, es ist schon Nachmittag, als wir uns reisefertig machen, fr unsere lngste Paddeltour, die wir bisher gemacht haben. 350km in 11 Tagen auf Big Salmon und Yukon in Kanada, 9 Tage Savonoski Loop in Alaska und letztes Jahr 380km in 11 Tagen auf Mur und Drau waren bisher unsere lngsten Touren. Nun sollten es 600km sein, 18 Tage haben wir dafr Zeit, die Zugtickets fr die 48-stndige Rckfahrt mit der Baikal Amur Magistrale (BAM) nach Kransnojarsk, dem nchsten Flughafen fr den Heimflug, haben wir ja schon im Gepck.

    Die Flsse Tungir und Oljokma sind mit durchschnittlich 0,37 Promille Geflle auf unserer Strecke recht langsam flieende Flsse, Mur-Drau von Spielfeld bis in die Donau haben beispielsweise 0,41 Promille. Der Tungir hat eine mittlere Wasserfhrung, die kleiner ist als beispielsweise die der Mur, die anschlieende Oljokma ist deutlich grer als die Mur. Die Flsse beginnen brigens im Oktober zuzufrieren und brechen erst im Mai wieder auf.

    Paddeln ist also angesagt, wenn wir unseren Zeitplan einhalten wollen. Gute Erfahrungen haben wir dabei damit gemacht, dass mein Schatz ganz klassisch mit dem Stechpaddel werkt, ich aber ein Doppelpaddel bentze, wie mans eigentlich nur im Kajak verwendet.

    Kurz nach dem Start fngt es dann tatschlich etwas zu regnen an, es hrt dann aber recht schnell wieder auf und als wir nach etwa 10km unser erstes Camp aufschlagen, knnen wir sogar bei Sonnenschein die blichen Arbeiten erledigen, die uns in der nchsten Zeit zur Routine werden: Kanu entleeren, Zelt aufbauen, Feuerholz sammeln, Kochen.
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    Fr das Kochen ist meist mein Schatz zustndig, den Abwasch mach dann ich.
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    Dann gibts das Abendmahl (heute Reis mit Gemseeierspeise)
    P1020847.JPG

    Anschlieend liegen wir dann mit vollem Bauch mal flach und testen, ob die Thermarest-Matten auf gutem Untergrund liegen. Mein Schatz ist da recht sensibel, eine richtige Prinzessin auf der Erbse. Aus diesem Grund lasse ich ihr immer die Platzauswahl und die Zeltausrichtung, da mische ich mich gar nicht ein. Mir bleibt nur, mit dem Spaten grbere und auch feinere Grabungsarbeiten zu erledigen, damit nichts piekst und die Liegeflche exakt eben ist.
    Nach Lesen, Hrbuch lauschen oder manchmal auch einem kleinen Nickerchen wird das Camp aufgerumt: Alles Gepck hoch genug berm Wasser ablegen und das Boot gut sichern. Es knnte ja irgendwo am Oberlauf des Flusses ein Gewitter niedergehen und in der Nacht den Fluss anschwellen lassen.

    Abends gibts dann noch einen Gute-Nacht-Tee. Dafr war eine Flasche Wodka im Einkaufswagen vorgesehen gewesen, wurde uns aber leider beim Einkauf am Vormittag verwehrt. Natrlich htte uns unser Taxler Alexander was besorgen knnen, aber wir wollten ihm gegenber nicht als Alkoholiker erscheinen, die das unbedingt brauchen.
    Das Timing passt heute: Kurz nach dem Schlafengehen, das meist recht frh geschieht, weil die Moskito- und Mcken-Aktivitten abends immer am strksten sind, geht ein ordentliches Gewitter ber uns nieder.

    Am Morgen mach ich dann als prsenil Bettflchtiger wieder Feuer und koche insgesamt etwa 2 Liter Wasser auf, Kaffee fr mich, Tee fr meinen Schatz, warmes Frhstcksmsli oder Babybrei (oder eine Mischung davon) und einen Vorrat in die Thermosflasche fr die erste oder manchmal auch zweite Kaffeepause am Vormittag.
    Mir taugt das frhe Aufstehen, ich bin meist super ausgeschlafen, weil ich sicherlich 2 Stunden weniger Schlafbedarf als mein Schatz hab und weil mir die Morgenstimmung auch sehr gefllt: Es ist khl, die fliegenden Plagegeister schlafen noch, berm Fluss liegt oft der Morgennebel:
    image_571456.jpg

    Bis zur Abfahrt dauerts aber naturgem noch ein Weilchen. Es wird gemtlich gefrhstckt, irgendwo noch eine Grube gegraben und dann ist wieder alles abzubauen und sorgfltig im Boot fest zu verzurren. Man wei ja nie, der Flussteufel schlft nicht immer.
    Einmal haben wir die Fuhre ja schon umgeschmissen, auf der Gail in Krnten. Aber das war schon ein anderes Wsserchen, nicht vergleichbar mit den trgen Flssen hier. Wir haben damals jedenfalls nichts verloren, auch die Schlafscke sind trocken geblieben.

    Es soll am Tungir auch irgendwo eine Stromschnelle geben, laut Wikipedia "порог Мадьярский Перекат" und auch Karin Ha schreibt, dass es einen ihrer Begleiter dort umgehaut hat. Wir haben jedenfalls nichts davon bemerkt. Hin und wieder sind ein paar Steine, wo man es schon von weitem Rauschen hrt und ein wenig wei sieht, es war aber alles harmlos. Die Mur durch Graz ist dagegen extremes Wildwasser.

    Wir sind abfahrbereit, es scheint ein wunderschner Tag zu werden:
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    Nachdem wir nicht wissen, was uns wettermig im Lauf unserer Tour noch erwarten wird, wollen wir an den schnen Tagen jedenfalls 40km fahren, 20km am Vormittag und 20km am Nachmittag. Ich hab auf meiner Kartensoftware QuoVadis die ganze Tour mit 10km-Markierungen markiert und auf meinem GPS eine russische Generalstabskarte 1:500000 drauf. Zustzlich wurden fr die ganze Strecke Satellitenbilder ausgedruckt, ebenfalls mit den Wegpunkten versehen. Das sind etwa 15 doppelseitige A4-Bltter, wasserdicht laminiert. Mein Schatz hat die aktuelle Karte immer im Bug und schaut gerne drauf, wo wir gerade sind und wo die nchsten vielversprechenden Schotterbnke fr ein Mittags- oder bernachtungscamp sind. Das hat wirklich super funktioniert, bei vielen Inseln hat das auch die Entscheidung erleichtert, wo wir weiterfahren. Oft ists egal, wo man fhrt, oft ists klar (wenn in einem Arm entscheidend mehr Wasser fliet), aber manchmal kann man sich einen Kilometer sparen, wenn man die krzere Route whlt.

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    Ganz super hat brigens das PV-Panel funktioniert: Damit hab ich immer alles aufladen knnen, das GPS, die Kameras, unsere beiden E-Book-Reader, mein Handy (als Hrbuch- und Podcast-Player, Empfang gibts dort natrlich keinen): Man kann damit 2 Gerte gleichzeitig ber USB laden und nur ausnahmsweise hab ichs am Boot gemacht, meist reichten dafr die Mittagspausen.

    Wir hatten an den Schnwettertagen recht hohe Temperaturen an die 30 Grad, da wurden auch fters Badepausen eingelegt,
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    Krperpflege war also kein Problem und zwischendurch einmal ein paar Wschestcke waschen auch nicht, es war im Nu wieder alles trocken.

    Zu Mittag Schatten zu finden war aber nicht immer ganz einfach: Da gabs mehrere Mglichkeiten, manchmal fanden wir eine Schotterbank, wo der anschlieende Wald noch berschwemmungszone mit Sanndflchen bildete, oder wir benutzten Lagerpltze oder Jagdhtten der einheimischen Jger. Immer hat das natrlich nicht funktioniert und dann mussten wir uns den Schatten selbst bauen, mit unserem Tarp. Im Zelt wre es zu Mittag viel zu hei gewesen, selbst im Schatten. Ein geruhsames Mittagsschlfchen ist fr uns beide nur mglich, wenn wir Ruhe vor den Gelsen und Mcken haben und da hat sich das Moskitonetz bestens bewhrt, weils da angenehm durchzieht:
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    Da sind die Russen halt hrter im nehmen, hier ein Jagdcamp, das die Leute offenbar vor kurzem erst fr einen Jagdausflug verlassen haben, das Zeug ist noch alles hier und an der Feuerstelle hats noch geraucht:
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    Ansonsten haben sie es ja recht vollstndig eingerichtet, am Baum hngt ein Spiegelschrank (Allibert) und in der Hausbar stehen etliche Flaschen, nicht mal alle leer. Es ist aber nicht immer alles Wodka, was da geschluckt wird, hufig kommt billigere Ware zum Einsatz, selbstgebrannte, gepanschte Fusel. Dieser Sprit (Geist) ist ein noch greres Problem als Wodka, weil die Toxizitt kaum einschtzbar ist.

    Immer wieder sehen wir am Flussufer einfache Jagdhtten, sogenannte Isbuschkas. Allen gemeinsam ist, dass sie gleich eingerichtet sind: mit einem einfachen, aber leistungsfhigen Ofen, einem Tisch und 2 Holzpritschen. Sie sind alle unversperrt und werden in erster Linie fr die Winterjagd verwendet. Bei bis zu minus 50C und den kurzen Tagen knnen mit dem Schneemobil dann weiter entfernte Gebiete aufgesucht werden, fr die Pelztierjagd mit Fallen. Wir haben sie fr die Nchtigung nur 2-mal benutzt, bei regnerischen Wetter und wenn wir unsere Sachen wieder trocknen mussten. Sonst haben wir die bernachtung im Zelt vorgezogen, da gibts keine Muse drinnen, die mitten in der Nacht irgendwo zu nagen beginnen oder herumhuschen. Aber manchmal eben auch fr eine Mittagspause, da es drinnen immer angenehm khl war. Auerdem war ich immer neugierig und es war fr uns auch immer ein willkommener Anlass fr eine Paddelpause und die Mglichkeit sich die Fe zu vertreten.
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    Recht bel schauts oft mit dem Mll aus, manchmal ist neben der Htte eine Grube, wo jede Menge Dosen und leere Wodkaflaschen drin liegen, oft ist aber auch die ganze Gegend um die Htte herum mit Unrat versaut. Wir haben jedenfalls alle unsere Dosen wieder mitgenommen und erst am Bahnhof in Juktali entsorgt. Der meiste Mll ist ohnehin brennbar, den haben wir regelmig verbrannt, aus der Asche haben wir dann sogar die Aluminiumfolien der Laminatverpackungen rausgenommen, so sind wir es eben gewohnt.

    2-mal hatten die Isbuschkas sogar eine Banja, eine russische Saunahtte, dabei:
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    Die Banja wird natrlich auch zum Schwitzen verwendet, wie wir es kennen, ist aber in erster Linie das Badezimmer der Sibirer zur Krperpflege, wo es kein flieendes Wasser gibt (ist in den Drfern wohl blich, bei den tiefen Temperaturen im Winter ists mit den Wasserleitungen sicher auch schwierig).
    Der Ofen dient zugleich als Herd um einen Wasserkessel frs Warmwasser zu erwrmen. Man mischt das dann mit einem Schpfer mit kaltem Wasser in einer Schssel auf passende Temperatur und schttet sich das dann ber den Krper. Ist man zu zweit, rubbelt man sich dann gegenseitig mit einem recht rauen Schwamm ab, ist ein richtiges Hautpeeling. Das Wasser luft dann einfach durch die Spalte im Fuboden ab. Die Saunasteine fr den Aufguss ums Ofenrohr herum kennen wir ja, aber eine Spezialitt gibts noch: Das Peitschen der Haut mit einem Bschel aus Birkenreisig: Das soll recht gesund sein, weil es die Hautdurchblutung frdert und zudem therische le der Birke in die Haut eingebracht werden. Zu zweit kann man da natrlich auch seine SM-Neigungen voll ausleben.

    Am Tungir sind wir auch immer wieder mal Einheimischen begegnet, die mit ihren typischen hlzernen Langbooten meist zu zweit oder dritt unterwegs sind. Oft wollten sie mit uns Kontakt aufnehmen und waren dann meist ein wenig enttuscht, dass wir fast nichts verstanden, was sie auf uns einredeten. Und ich hab ihnen immer nur erzhlt, dass wir Touristen aus sterreich sind, dass wir hier 18 Tage auf Tungir und Oljokma unterwegs sind und immer im Zelt schlafen. Was wir sonst noch von ihnen verstanden haben: Sie waren alle beraus freundlich, haben sich aber auch immer wieder lustig ber uns gemacht (einer sagte was zu den anderen, und diese grinsten dann alle). Sie haben uns oft bedeutet, dass sie Jagen, dass wir uns vor den Bren in Acht nehmen sollen und in welcher Entfernung die nchste Isbuschka wre. 1km Entfernungsangabe waren dann zwar gleich einmal 5, aber was zhlt das schon in den Weiten der Taiga.

    Diese 3 Burschen
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    haben uns recht eindeutig zu verstehen gegeben, dass sie durstig sind und gerne mit uns einen Wodka trinken wrden und Zigaretten rauchen, mit unserem Wodka und unseren Zigaretten, versteht sich. Leider hatten wir weder das eine noch das andere, sondern nur ein paar Kekse, worauf sie aber nicht besonders scharf waren. Auch mit Kaffee hatten sie nichts am Hut. Hflichkeitshalber knabberten 2 von ihnen einen Keks und verabschiedeten sich dann wieder. Es scheint bei den Einheimischen brigens blich zu sein, dass man anlegt, wenn man andere Leute sieht. Ist auch verstndlich, hier in der Einde werden so beim Tratsch am Lagerfeuer die Neuigkeiten verbreitet, ganz ohne Handy und Social Media.
    Zuletzt gendert von GrazerHans; 01.09.2018, 08:14.
    Nach uns die Sintflut.

    Kommentar


    • #17
      Nach 4 Tagen und 165km ist der kleine Ort Gulja erreicht. Hier leben nur mehr etwa 20 Einwohner stndig hier, am Ortsbeginn springen aber 2 neue Holzblockhuser ins Auge, die aber nach Information von Einheimischen nur als Ferienhuser genutzt werden. Sonst schauts aber eher triste aus, wir sehen viele nicht mehr bewohnte Anwesen:
      P1030061.JPG

      Wir spazieren ein wenig herum und treffen nur 2 Leute. Meine Frage nach einem Magazin (Einkaufsladen) wird mit einem Lachen verneint. Ja, unser Zelt knnten wir hier berall aufbauen, kein Problem. Wir entschlieen uns dann aber, ans gegenberliegende Ufer zu fahren, wo eine Schotterbank einladender aussieht. Nachdem wir aufgebaut und zu Abend gegessen haben, bekommen wir dann noch Besuch von einem jungen Burschen, den wir noch auf einen Kaffee und Kekse einladen:
      P1030073.JPG

      Die Unterhaltung gestaltet sich wie immer schwierig, da hat es mir wieder besonders leidgetan, dass wir so wenig Russisch knnen. Wir fragen ihn aber, ob er Interesse htte uns mit seinem Boot ein Stck zu schippern, so etwa 50km, und was er dafr verlangen wrde. Wre fr uns eine nette Abwechslung gewesen und htte uns einen zustzlichen Rasttag in unserem Zeitplan beschert. War aber nichts zu machen, da hatte er aus irgendeinem Grund kein Interesse.

      So geht es am nchsten Tag mit eigener Kraft wieder weiter, bei schnem Wetter fahren wir immer unsere 40km und so erreichen wir nach 8 Tagen und 325km den Ort Srednjaja Oljokma, etwa 1km nach der Mndung des Tungir in die Oljokma.
      Wir sind gespannt, ob wir hier Karin Ha tatschlich antreffen wrden. Im Frhjahr, als sie noch in Hamburg war und unser Zeitplan schon feststand, hatte sie uns auf meine Mail noch geantwortet, dass sie und ihr Mann Slawa da vielleicht gerade unterwegs nach Juktali wren, Gste abzuholen.

      Wir spazieren durch den Ort und sehen einen Dorfbewohner, der gerade an seinem LKW werkt.
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      Es passt alles zusammen, was mir aus Bildern aus Karins Bchern in Erinnerung ist: Der LKW, daneben die neue Bandsge von Slawa und ihn selbst erkenne ich dann auch gleich. Er scheint sich echt zu freuen, dass ich ihn gleich mit Namen anspreche und fhrt uns gleich zum Haus, aus dem tatschlich die Hausfrau hervortritt. Ja, das war fr uns schon ein Glcksfall, dass wir Karin hier getroffen haben. Sie freut sich echt ber unseren Besuch und ldt uns ein, in ihrem Haus zu bernachten, wir knnten auch die Banja benutzen und sie wrde uns morgen alles hier im Ort zeigen, wenn wir Zeit htten. Slawa organisiert gleich einen Cousin, der uns mit seinem Kleinbus zum Fluss hinunterfhrt, unser Gepck holen. Ja, Slawa wrde tatschlich bermorgen mit seinem Boot nach Juktali fahren, 2 Feriengste abzuholen, die sie in ihrem Gstehaus beherbergen, wir sind unserem Zeitplan aber etwas voraus und darum sind sie beide noch hier.

      Wir genieen hier russische Gastfreundschaft auf hchstem Niveau: Slawa heizt uns die Banja ein, Karin bekocht uns mit einem tollen Abendessen und wir knnen in ihrem Wohnzimmer bernachten. Aber das Beste, wir knnen viel mit ihr quatschen und sie alles Mgliche fragen zu dem, was wir schon alles erlebt haben. Wir sollten doch die nchste Nacht auch noch bei ihr bleiben, wenn es uns gefllt, einen Rasttag einlegen und wenn wir wollten, knnte uns Slawa am bernchsten Tag ein Stck die Oljokma mitnehmen, obwohl sich das mit unserem Zeitplan locker ausginge alles selber zu paddeln, da die Oljokma strkere Strmung htte und wir auf dem Tungir echt schnell gewesen wren. Das wollten wir uns noch offenlassen.

      Der Aufenthalt hier war nach der ersten Hlfte unserer Paddeltour eine besondere Abwechslung, die wir unheimlich genossen. Karin klrte uns auch ber die russische Gastfreundschaft auf. Es wre total blich, dass Verwandte oder auch Freunde pltzlich auftauchen und fr ein paar Tage beherbergt und bewirtet wrden, auch sie wrden das in Anspruch nehmen, wenn sie mal in Tupik oder Juktali zu tun htten. Das wre ganz normal und die Mentalitt der Leute sei, dass man das alles als ganz selbstverstndlich in Anspruch nimmt und sich nicht gro dafr bedankt. Das hat vielleicht damit zu tun, dass die Leute hier in der Abgeschiedenheit der Taiga viel mehr aufeinander angewiesen sind um das Leben hier gut zu meistern. Sie mssen automatisch immer zusammenhelfen, weil sie eben alles selbst machen mssen. Fr den Winter ist jede Menge Brennholz zu richten und an den Fahrzeugen, Bootsmotoren und Schneemobilen ist auch immer was zu reparieren. Wenn was nicht funktioniert, kann man den LKW nicht einfach in die Werkstatt fahren, bis Mogotscha sinds 400km und die knnen nur im Winter befahren werden, teils auf Flssen, teils mitten durch die Taiga-Wlder. Bei den Isbuschkas hab ich auch oft Motorteile herumliegen gesehen, Kolben, Kurbelwellen von Boots- oder Schneemobil-2-Taktern.

      Wir werden also super hier versorgt, Karin kocht ausgezeichnet und hat auch die entsprechenden Zutaten, die wir in unserer Campingkche nicht dabeihaben: Frisches Gemse aus ihrem Garten, frische Eier von ihren Hhnern (hat hier sonst niemand, der Stall muss im Winter mit einem Holzofen beheizt werden), sibirischer Hirsch, von Slawa geschossen, leckere Sfte und Marmeladen aus den Beeren die in den Wldern gesammelt werden und natrlich Brot, das uns auf solchen Touren immer abgeht.
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      Auf dem Spaziergang durchs Dorf zeigt Karin uns, wie das hier alles funktioniert. In Sowjetzeiten gab es hier eine Pelztierfarm mit Silberfchsen, ein kleines Sgewerk, eine Kuhherde und 3 Rentierherden. Das Dorf hatte 270 Einwohner das regelmig von Hubschraubern und im Winter von Flchenflugzeugen angeflogen wurde, die auf der zugefrorenen Oljokma landeten (in meiner russischen Generalstabskarte ist sogar ein Flughafensymbol eingezeichnet). Mit der Perestroika wurden die staatlichen Betriebe alle geschlossen und die jetzt noch etwa 50 bis 60 Bewohner sind berwiegend auf sich allein gestellt. Das Dorf ist im Sommer nur mit kleinen Motorbooten erreichbar, je etwa 300km in beiden Richtungen und im Winter durch die gefrorene Taiga, teilweise auf den Flssen. In der bergangszeit, wenn das Eis auf den Flssen nicht tragfhig genug ist, mit Booten aber nicht befahrbar, gibt es gar keine Verbindung zur Auenwelt. Es gibt einige wenige staatliche Arbeitspltze: Fr die Betreuung des Dieselaggregats zur Stromerzeugung, fr den Kindergarten mit aktuell 2 Kindern gibts beispielsweise eine Kindergrtnerin, eine Kchin, eine Putzfrau und einen Hausmeister bzw. Heizer. Bis vor einigen Jahren hat es fr die medizinische Versorgung noch einen sog. Feldscher gegeben, der von der Ausbildung her medizinische Kenntnisse auf einem Niveau einer Krankenschwester bzw. eines Krankenpflegers aufwies, aber im Bedarfsfall auch Zhne ziehen konnte . Den gibts nun auch nicht mehr. In der einklassigen Grundschule werden die Kinder bis zur 4. Schulstufe unterrichtet, spter mssen sie dann ins Internat nach Tupik.
      Es gibt einen kleinen Laden, der aber jeden Tag nur 1 Stunde geffnet hat. An unserem Rasttag ist aber grad Sonntag, also knnen wir ihm leider keinen Besuch abstatten. Wir brauchen aber eigentlich eh nichts, der Einkauf in Mogotscha wird fr die ganze Tour reichen.

      Auf der Hauptstrae von Srednjaja Oljokma:
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      Der Hausgarten von Karin:
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      Die gerade blhenden Kartoffeln sind das wichtigste Grundnahrungsmittel, sie zeigt uns aber stolz die Vielfalt ihrer Gemse: Kraut, Spinat, Gurken, Paprika, Paradeiser und vieles mehr. Sie ist frs Gemse zustndig, Slawa fr das Fleisch. Gegossen wird mit Regenwasser aus den Tonnen, in sommerlichen Trockenzeiten muss auch Wasser vom Fluss heraufgebracht werden.

      Die Dieseltanks fr den Jahresbedarf des Stromgenerators etwas auerhalb des Ortes:
      P1030220.JPG
      Die Rampe zur Entladung des Tankwagens schaut nach einer richtig russischen Konstruktion aus.
      Der Generator war bis vor einigen Jahren nur 2 Stunden vormittags und 2 Stunden abends in Betrieb. Nun gibt es aber von morgens bis sptabends elektrischen Strom. Putin habe das angeordnet sagen die Leute.

      Die Huser haben ein paar Besonderheiten: Nachdem in den strengen Wintern ein Ofen das ganze Haus heizen muss, sind die einzelnen Rume nicht vollkommen voneinander getrennt, damit die warme Luft zirkulieren kann. Es fehlen die Tren und manche Zwischenwnde reichen nicht bis zur Decke oder haben mittendrin ffnungen. In der Kche, wo es natrlich kein Fliewasser gibt, ist mitten im Boden eine Falltr, die in die darunterliegende Vorratskammer fhrt. Trotz der heien Sommer, wir hatten viele Tage bis zu 30C, ist ab etwa 2m Tiefe Permafrost und dementsprechend khl ist es darunter.

      Wir haben uns nach dem Rasttag, dem vielen Essen und dem Faulenzen entschieden, das Bootstaxi von Slawa nicht in Anspruch zu nehmen sonder gleich wieder weiterzupaddeln. Karin gibt uns noch Brot, Marmelade und frisches Gemse mit, keinesfalls will sie etwas dafr entgegennehmen, auch nicht fr die 2 Nchtigungen. Ja, das sei eben gewhnliche russische Gastfreundschaft. Alles Normalno, wie einer ihrer Buchtitel heit.

      Die Oljokma ist von der Charakteristik her mchtiger, immer wieder mal etwas schneller flieend und mehr durch Hgel und Felswnde umsumt als der Tungir. Ansonsten ists aber eigentlich ganz gleich, mit unserem Tagesablauf und der Campsuche.

      2 Mal haben wir Bren gesehen, einmal mit einem Jungtier, einmal mit zweien. Die sind hier aber viel scheuer als beispielsweise in Alaska, weil sie von den Einheimischen bejagt werden, wenn sie sich an den Fluss wagen. Bren sehen recht schlecht, sie bleiben nur so lange am Ufer, bis sie die vermeintliche Gefahr im Boot erkannt haben und verziehen sich dann sofort im Gehlz. Spuren auf den Schotterbnken haben wir auch noch ein paar Mal gesehen.

      Das sind noch die besten Fotos, die ich machen hab knnen, mir blieb wirklich wenig Zeit und die anderen sind noch verwackelter geworden. Da waren die Bren in Alaska dankbarere Motive, dort sind sie halt geschtzt und nicht so ngstlich.
      Mama Br:
      P1030248.JPG

      Und der niedliche Petzi-Br, den htte ich gerne ein wenig geknuddelt:
      P1030245z.jpg 245

      Viele Tiere haben wir brigens nicht gesehen, Adler waren zwar regelmig ber uns, aber auch nur in groer Entfernung.
      Hier ein Jungtier im Horst:
      P1030354z.jpg

      Bei dieser Wahl des Zeltaufstellplatzes waren wir etwas zu sorglos, nach 2 Wochen am Fluss glaubt man eh schon alles zu wissen:
      P1030285.JPG

      In der Nacht hat das Wasser zu steigen begonnen, sodass das Wasser bis auf einen halben Meter ans Zelt rangekommen ist. Das Zeug das herumliegt, war da aber schon weiter raufgetragen. Das Boot haben wir brigens immer doppelt angehngt, das wre wohl so ziemlich der Worst Case, wenn das Boot weg wre und wir hocken hier auf in der Einde auf einer Schotterbank.

      Gegen Ende unserer Tour hatten wir wirklich mehr Zeit, hier fr eine kleine Wanderung, um Preiselbeeren zu pflcken:
      P1030425.JPG

      Waldbrnde scheinen in diesem Gebiet recht hufig zu sein, andauernd sahen wir solche Flchen, wo nach Brnden jungen Wlder emporkommen.

      Unser Camp mal von oben:
      P1030426.JPG
      3 Tage vor Ende haben wir noch eine ganz nette Begegnung: Sascha, ein Verwandter von Slawa, bewohnt hier eine kleine Jagdhtte am Fluss, als wir bei ihm anlegen, werden wir ganz herzlich aufgenommen.
      P1030376.JPG

      Er hngt gleich einen Teekessel bers Feuer und schenkt uns eine groe Schssel Sumpfheidelbeeren, die fr die nchsten Tage unser Frhstcksmsli aufpeppen werden und sich auch gut als Flle fr die Palatschinken bewhren. Highlight ist aber das zahme Rentier am anderen Flussufer, das dort lebt und offenbar von ihm versorgt wird, weil es dort bleibt und nicht abhaut. Zunchst wussten wir nicht was er uns bedeuten wollte ber den Hirsch/Elch oder sonstwas, bis er uns kurzerhand mit seinem Motorboot hinbergebracht hat, um es anzusehen:
      Rentier.JPG

      Es haben brigens alle Leute Hunde, meist mehrere. Sie sind alle die gleiche Rasse, haben aber sehr unterschiedliche Fellfrbung. Sie sind total freundlich zu uns fremden Leuten, bellen praktisch berhaupt nicht, knnen aber auch anders: Sie werden nicht als Schmusetiere oder Lebensgefhrten gehalten wie meist bei uns, sondern sind unabdingbar fr die Jagd: Sie stbern, meist zu zweit oder zu dritt das Wild auf und treiben es Richtung Fluss, dem Jger vor die Bchse. Auch Bren stellen sie sich mutig entgegen, das hab ich in einem Video von Karin Hass sehen knnen. Als Grundnahrung kriegen sie gekochtes Buchweizenschrot und Erdpfel und natrlich Fleisch- und Fischabflle, wenn gerade vorhanden. Wenn sie das aber lnger nicht bekommen, gehen sie selbstndig, im Kleinrudel, auf Jagd und kommen nach ein paar Tagen satt und zufrieden wieder zurck. Sie sind auch extrem kltefest und mssen auch bei -50C drauen in der Hundehtte schlafen, wo sie im Winter auch ihre Jungen zur Welt bringen.
      Auf unseren Camps innerhalb 30km von den Orten sind auch immer wieder Hunde vorbeigetrabt, haben von uns aber kaum Notiz genommen, nur herumgeschleckt, wo wir beim Kochen etwas verschttet haben.
      Zuletzt gendert von GrazerHans; 01.09.2018, 08:28.
      Nach uns die Sintflut.

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      • #18
        Ein Kuriosum war auch ein Lada Niva mitten in der Einde am Flussufer unterhalb einer Isbuschka. Der wurde wohl im Winter auf dem zugefrorenen Fluss hierhergefahren, wo er sein Leben ausgehaucht hat und nicht mehr weggekommen ist. So siehts dann im Inneren aus, da ist die Karre wohl schon ein paar Mal im Hochwasser gestanden.
        LadaNiva2.JPG

        Unser Endpunkt ist mit dem Ort Ust-Njukscha erreicht, vor der Mndung des Flusses Njukscha in die Oljokma.
        Das letzte Camp hatten wir etwa 5km vorher gemacht, damit wir schon am Vormittag in Ust-Njukscha sind. Am Abend geht unser Zug von der nahegelegenen Bahnstation der BAM in Juktali nach Krasnojarsk. Von Slawa haben wir eine Telefonnummer bekommen die wir anrufen sollen, wenn wir da sind. Vera, eine Verwandte Slawas wrde dann unseren Transport zum Bahnhof managen.

        Wir bauen also das Boot ab, machen unser Gepck reisefertig und rufen dann die Nummer. Es meldet sich eine Frauenstimme und redet munter in Russisch drauf los, wovon ich kein Wort verstehe. Mir fllt nichts anderes ein als ein paar Worte in Russisch zu sagen, die mein Anliegen mitteilen sollen. sterreichischer Tourist, Kanu, Ust Njukscha, Taxi Juktali. Darauf wieder ein russischer Redeschwall. Ich bin ein wenig ratlos, eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass Vera von Slawa informiert wurde, dass wir hier ankommen, er war ja vor gut einer Woche da, die Gste abholen. Ich in meiner Hilfslosigkeit wieder dasselbe, sie ihrerseits auch. Irgendwann haben wirs dann gut sein lassen. Wir berlegen schon, dass wir uns zu Fu auf den Weg in den Ort machen und Einheimische, die wir zufllig sehen, anquatschen oder uns zum Dorfladen (Magazin) durchfragen. Da kommt auch schon ein kleiner japanischer Allradler. Es ist Veras Ehemann, der nun aber sieht, dass wir zuviel Gepck fr sein Auto haben. Er telefoniert eine Zeitlang herum und es kommt noch jemand, mit einem greren Fahrzeug, in das wir unser Zeug packen knnen. Alles paletti! Wir sind davon ausgegangen, dass wir gleich zum einige Kilometer entfernten Juktali gebracht werden, aber Vera und ihr Mann laden uns zu sich in ihr Haus im Ort ein. Wir kriegen gleich einmal Kaffee, fr meinen Schatz wird die Gartendusche angeheizt und Mittagessen kriegen wir auch noch.
        Zu Hause bei Vera und Roma:
        P1030475.JPG

        Vera geben wir dann alle Lebensmittel, die uns briggeblieben sind und auch den Brenspray. Dieser wird wahrscheinlich bei Slawa landen, mit dem er dann ngstliche deutsche Touristen ausstatten kann, die bei Ihnen sibirischen Abenteuerurlaub gebucht haben.
        Am Nachmittag kommt dann tatschlich unser Taxi, das uns weiterbringen soll. Es bringt uns aber nicht nach Juktali, weil es Sommer ist und dazwischen noch die Njukscha ist, ein Fluss in der Grenordnung der Oljokma. Und es gibt keine Brcke, sondern nur eine Fhre, das hab ich natrlich schon gewusst. Ich hab mir da sowas vorgestellt wie die Murfhren bei Mureck oder Slowenien. Seilfhren, die auch Fahrzeuge transportieren knnen mit Anlegestellen und Auffahrtsrampen.

        Nun, das war die Fhre: ein kleines Motorboot, vom Fhrmann gesteuert, der als Zeichen seiner Funktion eine Kapitnsmtze trgt:
        Fhrmann.JPG

        Anlegestelle hat es beiderseits berhaupt keine gegeben, da war einfach Schotterstrand, wo der Allradler runtergefahren ist, sonst nichts. Ist mir jetzt aber auch klar geworden. Die Flsse frieren alle mchtig zu und im spten Frhjahr, wenn sie aufbrechen und die Eismassen in Bewegung geraten, hobeln sie alles weg, was da irgendwie am Flussufer im Weg wre. Dasselbe wrde wohl auch fr eine Seilfhre gelten. Einzige Mglichkeit fr eine bessere Anbindung der Bewohner von Ust Njukscha an die Auenwelt, reprsentiert durch die Eisenbahn, wre eine Brcke, die hoch genug ber den Fluss spannt, aber fr solch eine Investition reichts hier eben nicht.
        Auf der anderen Flussseite wartet am Uferstreifen schon das Taxi, das uns nach Juktali zum Bahnhof bringt, mit Zwischenstopp in einem echt wilden Einkaufszentrum, wo wir uns noch mit ein bisschen Sigkeiten und Knabberzeugs fr die Bahnfahrt eindecken. Da wurden ein paar Lden in einer schummrig beleuchteten alten Industriehalle untergebracht, zuerst dachte ich schon, unser Taxler bringt jetzt ein paar Opfer in die Ruberhhle der sibirischen Touristenmafia. War aber alles OK, sogar ein khles Bier hab ich bekommen.
        MagazinJuktali.JPG

        Weil wir noch Zeit hatten, hat uns der Taxler vorgeschlagen, noch auf eine Anhhe zu fahren, um ein bisschen die Gegend berblicken zu knnen. Ich hab mit ihm einen Pauschalpreis von 1000 Rubel, also etwa 14 Euro ausgemacht, das wahr also sehr OK, frs Abholen vom Fluss bis zum Abliefern am Bahnhof.
        P1030487.JPG

        Hier verabschieden wir uns also von der Taiga, es war schon ein groartiges Erlebnis fr uns, einerseits die Natur, in die wir tief eintauchten und andererseits der Blick ber den eigenen Tellerrand, zu sehen, wie man auch leben kann, ein Leben ohne Krankenhaus, Arzt, Autowerksttte, Tankstelle oder Einkaufszentrum um die Ecke. Und ohne Handy, auf das wir glauben, nicht mehr verzichten zu knnen.
        Die Rckfahrt mit der Baikal Amur Magistrale war fr uns genau richtig: 48 Stunden nur faulenzen und nochmals die Weite der Taiga vorberziehen zu sehen bei khlem Bier und Kartoffelchips, man lernt die kleinen Dinge des Lebens wieder mehr zu schtzen.

        Ja, das war fr uns schon eine lssige Reise, es hat zu 100% alles geklappt, wie ichs geplant hatte, in einem Land oder einer Region, die manche Leute bei uns zu Hause ja eher mit Unorganisation, wo nichts richtig funktioniert, in Verbindung bringen. Mitreisende aus der deutschen Reisegruppe in der Transsib haben etwas besorgt dreingeschaut, als wir unser Vorhaben geschildert haben und und gemeint, das wre schon unheimlich mutig, ohne nennenswerte Russischkenntnisse, nur zu zweit, mitten durch die Taiga. Ich habs eigentlich nicht so empfunden, im Nachhinein noch weniger.

        LG Hans
        Zuletzt gendert von GrazerHans; 01.09.2018, 08:38.
        Nach uns die Sintflut.

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        • #19
          Ganz, ganz tolle Unternehmung und ein groartiger Bericht.
          Vielen Dank frs Teilen Eurer Erlebnisse!

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          • #20
            Danke fr den Bericht, liest sich super!
            Bierinduziertes Brainstorming
            setxkbmap -option ctrl:nocaps

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            • #21
              Genialer Bericht und eine fantastische Tour - Gratulation!
              LGr. Pablito

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              • #22
                Was fr ein Abenteuer!

                Hochachtung!!

                daumen hoch.jpg


                L.G. Manfred

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                • #23
                  Mir gefllt die skandinavische Weite schon sehr gut, aber Sibirien ist da noch einmal eine ganz andere Kategorie. Ihr macht es richtig. Wenn man die Mglichkeit hat so etwas zu machen, dann sollte man es machen.

                  Davon einen Bericht zu schreiben ist brigens auch richtig.
                  "Glck, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

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                  • #24
                    Da fehlen mir so ein bisschen die Worte. Was fr ein Abenteuer, Hans! Erstmal meinen groen Respekt fr ein solches Unternehmen. Wir sind vor ein paar Jahren ohne nennenswerte Spanischkenntnisse nach Sdamerika aufgebrochen. Ich kann also ein wenig nachempfinden, worauf man sich da einlsst. Aber verglichen mit Sibirien ist das natrlich ein Witz

                    Euer Mut ist da echt beneidenswert. Und mal abgesehen von der Sprache gibts so viele andere Herausforderungen: die Abgeschiedenheit, die Tierwelt, die Kultur...an so vieles muss man sich erstmal herantrauen bzw. gewhnen. Mir wre schon mulmig geworden, wenn ich irgendwo im Nirgendwo auf eine kleine Gruppe von Jgern treffen wrde. Womglich angetrunken und nicht ganz glcklich, dass man sich nicht versteht und der Besucher keine Tabak-und Trinkwaren dabei hat. Man wei ja nie - aber vermutlich ist genau dieses Denken, das uns hier in unserer fortschrittlichen westlichen Welt tagtglich vermittelt wird, die falsche Herangehensweise. Passend dazu fllt mir eine kleine Parabel ein:

                    Treffen nachts zwei Wlfe aufeinander. Denken sich beide: Ah, das ist bestimmt ein Wolf. Begegnen sich nachts zwei Menschen. Denken beide: Ah, das ist bestimmt ein Mrder.

                    Aber jetzt schweife ich ab. Was ich ausdrcken wollte: Ich habe Hochachtung fr euren Mut und eure Offenheit. Nur so lernt man die Welt kennen.

                    Vielleicht daher mal die Frage: Wann habt ihr angefangen, solch grere Reisen in oft unbewohnte Gegenden zu machen? Wie habt ihr euch da rangetastet? Passend dazu gleich die nchste Frage: Was steht noch alles auf der Wunschliste?

                    Ein paar Worte noch zum Bericht an sich: Ich finds toll, wie es dir gelungen ist, eine so lange und erlebnisreiche Reise in einen doch noch berschaubaren Bericht zu verpacken. Ich wei nicht, ob ich mich da nicht ins Hunderste oder Tausendste verloren htte. Deine geschriebenen Zeilen lesen sich im Nu weg, sind sachlich aber an den richtigen Stellen auch originell und humorvoll, die Zusatzinformationen machen Hintergrnde deutlich und man hat wirklich das Gefhl, ber Land und Leute etwas gelernt zu haben. Die Bilder runden das Ganze perfekt ab.

                    Ich danke dir wirklich fr die viele Arbeit. Das Erstellen hat garantiert jede Menge Zeit gekostet. Hoffen wir, dass das Forum noch ein paar Jhrchen berlebt, damit dein Bericht einen mittel- oder gar langfristigen Wert hat. Kurzfristig hat es sich in jedem Fall gelohnt. Ich fr meinen Teil werde mich nun nochmal ausgiebiger mit dem Thema Sibirien und Russland beschftigen. Das ist wirklich eine Reiseregion mit Potential - wenn mans sich denn traut




                    "Meine Spur ziehe ich am liebsten, wohin keine andere fhrt. Ich kann zurckblicken und sie beurteilen, was ich sonst nicht knnte, weil sie sich durch die vielen anderen verlieren wrde.
                    Auch mein Leben will ich unter Kontrolle haben. Darum gehe ich einen eigenen Weg, dem nicht jeder folgt." (Heini Holzer)

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                    • #25
                      Danke an alle fr die netten Reaktionen!
                      Zitat von Wette Beitrag anzeigen
                      Vielleicht daher mal die Frage: Wann habt ihr angefangen, solch grere Reisen in oft unbewohnte Gegenden zu machen? Wie habt ihr euch da rangetastet? Passend dazu gleich die nchste Frage: Was steht noch alles auf der Wunschliste?
                      Paddeln tun wir schon sehr lange, angefangen haben wir mit dem Kajak im Wildwasser, ganz brav mit Kurs auf der Salza. Ist vielleicht auch fr Wanderpaddler nicht schlecht, diese Herangehensweise, weil man etwas gelassener ist bezglich der Sorge, was wohl unvorhergesehen an technischen Schwierigkeiten auftauchen knnte.
                      Mit den Kindern haben wir dann begonnen, mit dem Schlauchkanadier zu fahren (Grabner Outside), auch noch im Wildwasser, aber auch schon kleinere Wandertouren mit Campingzeugs fr die bernachtung am Fluss. Die erste groe Tour war dann in Kanada auf Big Salmon River und Yukon: Da haben wir aber ausrstungsmig auf eine Agentur vor Ort zurckgegriffen: Das Kanu, Kochgeschirr und Werkzeug haben wir dort leihen knnen, und da haben wir viel gelernt ber die Ausrstung, die da sinnvoll ist. Es sind da die Kleinigkeiten, die einem das Leben auf Tour sehr erleichtern: Ein geeigneter Sack fr das russige Kochgeschirr, Schmutzhandschuhe, Topfzangen. Am offenen Feuer ist halt alles ein wenig anders als am Herd oder Campingkocher. Die geruchsdichten Lebensmittelbehltnisse wegen der Bren, eine gute Handcreme gegen rissige Hnde undundund. Das war damals ein starrer Kanadier, jetzt haben wir halt einen Faltkanadier, der von den Fahreigenschaften praktisch gleich ist, den wir aber berall hin mitnehmen knnen. Wir haben mittlerweile auch 2 Packrafts und damit auch schon eine kleine Wandertour unternommen. Haut auch gut hin, vielleicht ist sowas mal geplant, ein paar Tage in Skandinavien, wo wir mit weniger Gepck unterwegs sein wollen.

                      LG Hans

                      Nach uns die Sintflut.

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                      • #26
                        Super!
                        Ich bewundere Eure Kreativitt und die organisatorischen Fhigkeiten, mit denen Ihr diese nicht alltglichen Reisen umsetzt.
                        Danke fr diesen wunderschnen Bericht!

                        LG
                        Matthias

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                        • #27
                          Spitzen Bericht! Man lernt viel ber Land und Leute und gewinnt einen Einblick in die Planung so einer Reise. Echt spannend!

                          Ein bisschen Russisch knnt ihr schon? Oder hab ich das jetzt falsch verstanden? Also so "basic" quasi?
                          Over every mountain there is a path, although it may not be seen from the valley.

                          Kommentar


                          • #28
                            Ja, ich hab schon versucht, ein bisschen was zu lernen, auf YouTube gibts Unmengen an Sprachkursen, da hab ich auch Audiodateien aufs Handy geladen, die ich manchmal beim Radeln zur Arbeit gehrt hab. Und ich hab mir selber Karteikarten gemacht, mit den wichtigsten Vokabeln, also groteils nur Nomen: Zahlen, Lebensmittel, Gren und ein paar spezifische Sachen fr die Tour: Boot, Zelt, Br usw.
                            Und die kyrillischen Buchstaben haben wir beide gelernt, das war auch recht sinnvoll und hilfreich.
                            Mein Wortschatz, etwa 200 Karteikrtchen, die ich einfach oft eingesteckt hatte und einfach 10 Minuten zur Hand genommen, wenn ich irgendwo auf etwas warten hab mssen.
                            RussischVokabel.JPG
                            Manche Wrter haben hnlichkeiten im Serbokroatischen, das ich vor Jahren fr eine Montenegro-Radrunde auf hnliche Art gelernt habe. Es gehren ja beide Sprachen zur slawischen Sprachfamilie.
                            Wenn jedoch die Russen drauf losgequatscht haben, hab ich berhaupt nichts verstanden. Aber umgekehrt hab ich halt ihnen ein paar Brocken hinwerfen knnen, da haben sie dann meistens schon kapiert, was ich ihnen sagen wollte.

                            LG Hans






                            Zuletzt gendert von GrazerHans; 01.09.2018, 14:43.
                            Nach uns die Sintflut.

                            Kommentar


                            • #29
                              Servus,

                              vielen Dank fr den netten, ausfhrlichen Bericht!

                              lg,
                              aniTa
                              NixTun gibt's ned!

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                              • #30
                                Wenn ich deine tollen Bootstouren verfolge, dann tut es mir schon leid, ein starres Wanderkajak gekauft zu haben. Da nutzen die ganzen guten Laufeigenschaften nix - so.eine groartige Tour geht halt nur mit einem Faltboot (oder einem wahnwitzigen Transportaufwand).
                                Vielen lieben Dank fr den Bericht,
                                LG Andi
                                ... ab 45 Grad Neigung wird's interessant ...

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