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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

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Kieneck (1106m) ab Parkplatz Araburg, Gutensteiner Alpen / 04.11.2017

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  • Kieneck (1106m) ab Parkplatz Araburg, Gutensteiner Alpen / 04.11.2017

    Die Prognosen versprachen für den ersten Samstag im November 2017 in Niederösterreich gutes herbstliches Wanderwetter. So wollten Klaus und ich den Tag nützen, und wir entschieden uns mit dem Kieneck für einen Berg, den wir beide schon oft besucht hatten. Den langen Zustieg von Norden ab Kaumberg kannten wir bis dahin allerdings noch gar nicht (Klaus) bzw. nur teilweise (ich), und genau das wollten wir an diesem Tag ändern.

    Auf der Anreise begleiten uns Dunst in den Mulden des Wienerwalds und flache Nebelbänke im unteren Triestingtal; die Temperatur liegt zunächst noch um den Gefrierpunkt. Um etwas Zeit für den recht langen Weg zu sparen, fahren wir noch zum Parkplatz unter der Araburg hinauf. Knapp außer- bzw. oberhalb von Dunst und Nebel starten wir dort bei einem herbstlich stimmungsvollen Blick hinüber zum großen Mayerhof. Trotz der Kälte weiden etliche Rinder noch im Freien.
    03-Mayerhof-Nebelschwaden.jpg

    Fast durchsichtige Nebelschwaden und teils bereits kahle Baumkronen: So schön kann der Herbst sein. Links hinten blickt das Hocheck durch.
    02-Nebelschwaden-Hocheck.jpg

    Die ersten 150 Höhenmeter hinauf zur Araburg dienen in jeder Hinsicht dem Aufwärmen, und schon bald stehen wir südlich unter der stattlichen Burgruine mit ihrem eindrucksvollen Bergfried.
    05-AraburgSüdfront.jpg

    Das Burgstüberl ist seit Ende Oktober bereits geschlossen, aber wie gewohnt ist die Anlage gegen eine geringe Gebühr frei zugänglich. Wir nützen diese Möglichkeit natürlich und blicken bereits aus dem ersten Innenhof zum Bergfried hinauf.
    07-AraburgBergfried.jpg

    Zahlreiche Stufen später blicken wir von der Aussichtsterrasse ganz oben am Bergfried zunächst etwa Richtung Norden. Die Landschaft wird hier vor allem durch viele größe Bauernhöfe geprägt. Die Dunstschicht über dem Triestingtal ist noch gut zu erkennen; es ist hier heroben um gefühlte zehn bis fünfzehn Grad wärmer als an unserem Ausgangspunkt. Links oben der ausgedehnte Kamm des Schöpfls, des mit 893 Metern höchsten Wienerwaldbergs.
    08-Araburg-BlickNordenSchöpfl.jpg

    Die Herbstfarben und der Nebel über dem unteren Triestingtal verleihen dem Blick Richtung Osten einen besonderen Reiz.
    10-Araburg-BlickWienerwaldHocheck.jpg

    Bei Sonnenschein und schöner Herbstfärbung bieten sich von diesem Panoramaplatz natürlich auch etliche Details als Motiv an.
    15-herbstlicheBäume.jpg

    Der (gezoomte) Blick nach Westen mit der Stadtgemeinde Hainfeld im Gölsental und der Steinwandleiten dahinter. Über dem (westlichen) niederösterreichischen Alpenvorland ist geschlossener Hochnebel zu sehen.
    18-ZoomHainfeldSteinwandleiten.jpg

    Auch im Detail sehr reizvoll: die Nebelbänke über dem Triestingtal vor dem Peilstein und Hohen Lindkogel dahinter.
    16-Nebelschwaden-HLindkogel.jpg

    Nach Süden bietet sich schließlich ein perfekter Überblick unserer heutigen Route: Sie folgt im Vordergrund zunächst dem Rücken zum Veiglkogel, der östlich (=links) umgangen wird. Der längste Anstieg erwartet uns auf den Reingupf (genau in der Bildmitte) hinauf. Links dahinter befindet sich das nur mehr um gut 40 Meter höhere Kieneck, und rechts oben blickt der Hochschneeberg über die gesamte Szenerie.
    12-BlickKieneckReingupf-Hochschneeberg.jpg

    Zuletzt geändert von Wolfgang A.; vor 5 Tagen.
    Lg, Wolfgang


    Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
    der sowohl für den Einzelnen
    wie für die Welt zukunftsweisend ist.
    (David Steindl-Rast)


  • #2
    Das Panorama von der Araburg ließe sich noch länger genießen, aber da uns hin und zurück noch etliche Stunden Weges mit mehreren Gegensteigungen erwarten, gilt es aufzubrechen.
    Noch ein Blick zurück zum Bergfried von der Lichtung südlich des Arabergs,...
    19-AraburgBergfried.jpg

    ...und dann folgen wir dem Weitwanderweg Nr. 06 Richtung Mariazell, der bis zum Sattel mit der Kote 730m nördlich des Reingupfs durch ein mehrfaches Auf und Ab geprägt ist. Größtenteils verläuft der Weg im Wald; einige Schläge und Lichtungen bieten aber Ausblicke, wie hier durch das Mariental Richtung Südwesten u.a. zu Gippel, Jochart, Reisalpe und Hochstaff im Hintergrund.
    20-BlickMarienthal-JochartReisalpe.jpg

    Etwa zehn Minuten südlich der Kote 730 beginnt dann der steile Aufstieg zum Nordostkamm des Reingupfs. Bereits recht weit oben öffnet sich dieser - hier stark gezoomte - Rückblick zur Araburg. Wären im Hintergrund nicht einige Höfe oberhalb von Laaben im Wiesenwienerwald zu sehen, könnte man meinen, die Landschaft wäre fast komplett bewaldet.
    23-ZoomAraburg.jpg

    Ein wenig zeigt der (Rein-)Gupf sogar Zähne: Entlang des gesamten Nordostrückens verläuft ein einige Meter hoher durchgehender Felsgrat - niedriger, aber vom Typ her ähnlich wie beispielsweise auch am Gaisstein. Der Weitwanderweg schwingt sich auf diesen Grat hinauf...
    26-Reingupf-FelsrippeNordost.jpg

    ...und erreicht bald danach den Gipfel des Reingupfs in 1064m Höhe, auf der nach wie vor erkennbaren Felsrippe. Auch ohne viel Laub schränken die Bäume die Aussicht vom Reingupf deutlich ein, schützen heute dafür aber gegen den Wind, der hier heroben ansonsten lebhaft bläst.
    27-ReingupfGipfel.jpg

    Noch einmal verlieren wir knapp 100 Höhenmeter; Abstieg und Wiederanstieg - knapp östlich einer ausgedehnten Wiese - verlaufen aber sanft. Wir erreichen den Westrücken zum Kieneck schließlich bei dem großen Holzkreuz einige Minuten unter dem Gipfel.
    29-KieneckKreuz.jpg

    Nun ist es nicht mehr weit bis zur Enzianhütte auf dem Kieneck, die an einem sonnigen Samstag natürlich sehr gut besucht ist. Wir ergattern den letzten freien Tisch auf der großen südseitigen Terrasse, genießen Speis und Trank und bald auch bewusst das umfassende Panorama von diesem Platz.
    Über den Viehgraben, der Richtung Südosten zum Myrabach hinunter zieht, geht der Blick hier zur Hohen Wand und (rechts) einem Teil der Dürren Wand.
    31-BlickViehgraben-HoheWand.jpg

    Natürlich ist auch der Schneeberg bestens zu sehen. Statt diesem bekannten und viel fotografierten Blick ein Zoom über den Handlesberg zum Ostteil des Schneealpenplateaus mit dem Amaißbichl. Da ahnt man auch, dass - ganz im Einklang mit den Prognosen - dieser Samstag nicht überall in Ostösterreich so gutes Wetter bietet. Wie bei Südföhn oft üblich, stauen sich Dunst und hochnebelartige Wolken südlich der höchsten Kalkstöcke bis zum Semmering und bewirken dort trübes und wesentlich unfreundlicheres Wetter.
    34-ZoomHandlesbergAmaißbichl.jpg

    Links hinter dem Holzkreuz waren sie klein bereits zu erkennen, aber sie verdienen bei klarer Luft eine eigene Zoomaufnahme:
    der Türnitzer Höger im Westen - vielleicht Niederösterreichs elegantester Voralpenberg - und links dahinter der Ötscher.
    35-ZoomTürnitzerHöger-Ötscher.jpg

    Nur langsam leert sich die Terrasse der Enzianhütte, und es ist auch kein Wunder. Wenn zu guter Verpflegung und weiter Fernsicht noch Sonnenschein und angenehme Temperaturen kommen, die an windgeschützten Plätzen sogar ein Rasten im T-Shirt ermöglichen, dann wollen alle diese Möglichkeit auskosten. Wer weiß, wie viele Tage mit solchen Bedingungen der Herbst noch bringen wird...
    36-Enzianhütte.jpg

    Als es auf 14.30 Uhr zugeht, wird es aufgrund des langen Rückwegs für uns höchste Zeit, wieder aufzubrechen. Zum Sattel vor dem Reingupf hinunter folgen wir diesmal der ausgedehnten Lichtung statt des östlich im Wald verlaufenden Weges und genießen weitere Ausblicke zur Reisalpe und ihren Nachbarbergen.
    37-BlickHochstaffEbenwaldhöhe.jpg

    Im oberen Teil des Abstiegs vom Reingupf gilt es wegen der kleinen Felsstufen und viel feuchtem Laub am Weg etwas vorsichtig zu gehen. Da kommt der erneute freie Blick Richtung Reisalpe und Hochstaff für einen kurzen Fotostop gerade richtig. Wiederum im Einklang mit den Wetterprognosen ziehen nun im Lauf des Nachmittags langsam etwas dichter werdende Schichtwolken aus Westen auf, die das Sonnenlicht zunehmend dämpfen.
    39-ReisalpeHochstaff-Ebenwaldhöhe.jpg

    Auf dem Rücken zum Araberg mit seinen vielen kurzen Gegensteigungen stellt sich dann zunehmend bereits Abendstimmung ein, zu der die Schichtwolken durchaus ihren Beitrag liefern.
    42-Abendstimmung-BlickJochart.jpg

    Zum Abschluss ein umfassender Blick über die stets aufs Neue reizvolle Landschaft der Niederösterreichischen Voralpen: vom Unterberg über den Gippel und die Jochart bis zu Reisalpe und Hochstaff rechts.
    43-AbendstimmungUnterbergGippelReisalpe.jpg

    Wegen der flacheren Wege bei bereits wenig Licht gehen wir auf der Schlussetappe unseres Rückwegs westlich um den Araberg herum und erreichen in der letzten Abenddämmerung unseren Ausgangsort unter der Araburg.
    Zuletzt geändert von Wolfgang A.; vor 5 Tagen.
    Lg, Wolfgang


    Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
    der sowohl für den Einzelnen
    wie für die Welt zukunftsweisend ist.
    (David Steindl-Rast)

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    • #3
      Informationen zur Wanderung

      Knapp 17km Strecke
      sowie hin und zurück insgesamt 1150 Höhenmeter; da machen sich die vielen kürzeren Gegensteigungen doch bemerkbar.
      Unsere reine Gehzeit betrug gut dreieinhalb Stunden hinauf und gut zweieinhalb Stunden hinunter.

      Die Route über die Araburg folgt auf der gesamten Strecke dem Mariazellerweg und ab dem Veiglkogel zusätzlich auch dem Voralpen-Weitwanderweg Nr. 04. Sie ist daher durchgehend gut markiert, die Orientierung ist nirgendwo schwierig.
      Bereits seit mehreren Jahren führt der Weg über den Gipfelkamm und den höchsten Punkt des Reingupfs. Die frühere Route durch die steile Ostflanke ist in manchen Karten noch eingezeichnet, aber bei den Abzweigungen kaum mehr zu erkennen und vermutlich wegen viel Totholz nicht mehr durchgehend begehbar.

      Um die ganze Route mit Freude zu gehen, muss man den Abschnitt zwischen Araberg und dem Sattel mit der Kote 730 mit seinen vielen kurzen Gegensteigungen zumindest aushalten können. Der Nordanstieg zum Reingupf ist speziell im unteren Teil steil, aber ohne Probleme begehbar. Etwas mehr Vorsicht war jetzt im Herbst wegen der Kombination aus viel nassem Laub und kleinen Felsen am Weg im oberen Abschnitt zum Reingupf geboten.

      Wer nicht am gleichen Weg zum Ausgangspunkt zurückkehren will, hat eine Alternative zur Verfügung: vom Kieneck zunächst nach Südwesten zum Sattel unter dem Bettelmannkreuz, steil hinunter in den Kieneckgraben und dann lang im Tal nach Überländ und durch das Mariental schließlich zum Sattel unter dem Araberg. Die Route ist um vier Kilometer länger, im Tal weniger abwechslungsreich, dafür aber einfacher zu begehen und bietet statt vieler kurzer Gegensteigungen einmal ca. 250 Höhenmeter Anstieg vor dem Araberg. Da wird wohl Geschmackssache sein, welche Variante jemand vorzieht.


      Enzianhütte

      Die Enzianhütte der gleichnamigen AV-Sektion steht bereits seit 1896 auf dem höchsten Punkt des Kienecks, einer traditionellen Wallfahrtsroute von Wien nach Mariazell.
      Seit vielen Jahren ist sie im Herbst länger als zahlreiche andere Hütten in den Voralpen und auch an manchen Wochenenden im Winter geöffnet. Man lernt dies als Wanderer bewusster zu schätzen, wenn man an die Misere mit dem Schutzhaus Hocheck in der Nachbarschaft denkt und liest, dass die Besitzer des Araburg-Stüberls derzeit unschlüssig sind, ob sie sich unter geänderten Bedingungen für die Pacht im Frühjahr 2018 erneut bewerben wollen (mehr dazu hier).

      Die schwere Erkrankung des früheren Pächters machte jedoch auch auf der Enzianhütte einen Wechsel nötig. Und da ist umso erfreulicher, dass dieser Wechsel bei nur zwei Schließtagen mitten in der laufenden Herbstsaison 2017 erfolgen konnte. Am 4. November war bereits das neue Team im Einsatz. Die Verpflegung war gewohnt gut, und die zahlreichen Gäste auf der Terrasse wirkten durchwegs sehr zufrieden. Den guten Wünschen an die zwei neuen Pächterinnen für ihr weiteres Wirken schließe ich mich natürlich gern an.
      Mehr Aktuelles dazu hier.


      Persönliches Fazit

      Das Kieneck ist bis heute nur durch eigene Anstrengung zu erreichen; und die Atmosphäre bei der Enzianhütte ist davon sicherlich geprägt. Mit Ausnahme des (ohne Schneelage) uninteressantesten Weges durch den Viehgraben weisen alle Anstiege auch Steilstufen auf.
      Die Route von Kaumberg bzw. der Araburg zählt zu den längsten auf das Kieneck. Schon aufgrund der zahlreichen Gegensteigungen wird sie nicht gewählt werden, wenn jemand eher rasch zum Gipfel möchte. Wir wurden trotz der guten Bedingungen im Aufstieg von einem einzigen Wanderer überholt, der ebenfalls unter der Araburg gestartet war. Die zahlreichen Hüttengäste am 4. November kamen zur Mehrheit vermutlich über den Enziansteig oder das Bettelmannkreuz. (Auch mit Mountainbikes waren übrigens einige unterwegs.)

      Die Araburg ist - gegen einen Betrag von 1,50 Euro - ganzjährig zugänglich. Der Bergfried mit seinem umfassenden Rundblick lohnt in jedem Fall einen Besuch. Und wer die Burg generell noch nicht kennt, kann die Wanderung gut mit einer Besichtigung verbinden. So kann die Route von Kaumberg zum Kieneck und zurück in der schneefreien Jahreszeit stets einen ganzen Tag mit abwechslungsreichem Programm füllen und bietet zudem Möglichkeiten, die Ruhe der Voralpenlandschaft zu erleben und in einer gut geführten Hütte einzukehren und zu rasten.

      Genau diese Kombination, zusätzlich noch durch das ideale Wanderwetter begünstigt, haben auch wir am 4. November sehr genießen können.
      Zuletzt geändert von Wolfgang A.; vor 7 Stunden.
      Lg, Wolfgang


      Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
      der sowohl für den Einzelnen
      wie für die Welt zukunftsweisend ist.
      (David Steindl-Rast)

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      • #4
        Servus Wolfgang,

        Hui, das sind wunderschöne Aufnahmen! Besonders die von der Ruine begeistern mich, die Araburg kannte ich noch nicht, dort will ich mal hin.
        Gut erinnern kann ich mich an die Enzianhütte, da gibt es Hopfiges aus der Gegend.
        Danke sehr für den tollen Bericht - eine echte Augenweide!

        LG, Günter
        http://brothersberge.blogspot.co.at

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        • #5
          Hallo Wolfgang,
          eine ausgesprochen schöne Herbsttour seid ihr da marschiert, danke für den feinen Bericht und die schönen Fotos. Der Herbst ist schon eine ganz spezielle Jahreszeit, wenn nur nicht die Tage so kurz wären und dann oft wochenlang die graue Suppe festsitzt. Da muss man jeden schönen Tag nutzen.
          LG Andi
          ... ab 45 Grad Neigung wird's interessant ...

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          • #6
            Gratuliere zu einer gelungenen Wanderung in den Gutensteinern.
            Immer wieder nett, deiner Reportagen fröhnen zu dürfen.
            Zuletzt geändert von Ironman; vor 4 Tagen.
            Zayataler Schienentaxi Asparn an der Zaya - Mistelbach Interspar
            - www.landesbahn.at - www.weinvierteldraisine.at

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            • #7
              Die Araburg fasziniert mich immer wieder, ist sie doch von weitem erkennbar.
              War schon ein Prachttag dieser Samstag, da waren wir gar nicht so weit von einander entfernt,
              war an dem Tag am Preineckkogel.
              Lg. helmut55

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              • #8
                Danke für den informativen Bericht und die tollen Bilder. Hab am Donnerstag Zeit und werde der Enzianhütte einen Besuch abstatten, aber über den Enzian- rauf und den Mareschsteig runter. Hoffentlich gibt`s den großen Gesteinsbrocken mit den Muscheln noch knapp vor der Hütte.
                LG
                der 31.12.

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                • #9
                  Um die ganze Route mit Freude zu gehen, muss man den Abschnitt zwischen Araberg und dem Sattel mit der Kote 730 mit seinen vielen kurzen Gegensteigungen zumindest aushalten können.
                  Meine Freude darüber war enden wollend. Man ist richtig froh, wenn endlich der Anstieg auf den Reingupf beginnt.
                  Die alte Reingupf-Umgehung in der Ostflanke bin ich voriges Jahr am Rückweg gegangen: klick. Der Weg oben drüber ist eindeutig besser

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                  • #10
                    Hallo Wolgang,
                    dieser Bericht hat bei mir Erinnerungen an diese und diese meine Wanderungen hervorgerufen. Für einen Herbsttag wäre die große Runde aber natürlich zu lang gewesen.
                    Zuletzt geändert von Rudolf_48; vor 3 Tagen.
                    LG Rudolf
                    _________________________________________
                    Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit,
                    die wir nicht nutzen. (Seneca)

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                    • #11
                      Herzlichen Dank für all eure Antworten!

                      Zitat von slunecka Beitrag anzeigen
                      Hab am Donnerstag Zeit und werde der Enzianhütte einen Besuch abstatten, aber über den Enzian- rauf und den Mareschsteig runter.
                      Servus,
                      fein, dass du dein Vorhaben plangemäß umsetzen konntest!


                      Zitat von maxrax Beitrag anzeigen
                      Meine Freude darüber war enden wollend. Man ist richtig froh, wenn endlich der Anstieg auf den Reingupf beginnt.
                      Die alte Reingupf-Umgehung in der Ostflanke bin ich voriges Jahr am Rückweg gegangen. Der Weg oben drüber ist eindeutig besser
                      Zitat von Rudolf_48 Beitrag anzeigen
                      Hallo Wolfgang,
                      dieser Bericht hat bei mir Erinnerungen an diese und diese meine Wanderungen hervorgerufen. Für einen Herbsttag wäre die große Runde aber natürlich zu lang gewesen.
                      Ich konnte mich vage erinnern, einmal einige Sätze zum aktuellen Zustand des alten Ostflanken-Wegs gelesen zu haben, wusste aber nicht mehr, dass das ohnehin im Forum war. Danke für die Erinnerung!
                      Mittlerweile scheint eindeutig, dass sich nur mehr der Weg über den Gipfel des Reingupfs empfiehlt.

                      Subjektiv habe ich das wiederholte Auf und Ab am Rückweg als lästiger empfunden. Zudem geht es vom Sattel mit 730m nördlich des Reingupfs bis zur Westquerung des Kölchbergs in Summe etwa 60hm bergauf, und das eben nicht auf einmal, sondern in fünf Anläufen mit kurzen Bergabstrecken dazwischen. Am Vormittag empfand ich diesen Abschnitt nicht als so lang...

                      Das Kieneck zeichnet sich auch dadurch aus, dass es auf vielen Routen erreichbar und daher gut mit diversen Nachbargipfeln zu kombinieren ist. Für einen kurzen Herbsttag war unsere Route absolut ausreichend; bei mehr Stunden mit Tageslicht öffnen sich natürlich weitere Varianten.
                      Meine nächsten Vorhaben sind der Mareschsteig (den ich noch nie gegangen bin) und der Ostkamm über den Geißruck (auf dem ich zuletzt vor gut 20 Jahren unterwegs war). Beides lässt sich gut kombinieren. Ein kleines Zusatzziel ist es, zum höchsten Punkt des Kirchwaldbergs hinauf zu steigen.
                      Den Kamm Veiglkogel - Hocheck mit noch mehr Gegensteigungen würde ich ausschließlich gehen, wenn ich aus irgendeinem Grund aktuell meine Ausdauer verbessern möchte/sollte.

                      Zusätzlich zur gut geführten Enzianhütte ist der Gipfelblick für mich auch stets ein Grund, das Kieneck wieder zu besuchen.
                      Als Bonusbild der weitere Horizont mit fast dem gesamten Schneealpenstock (auffällig die Donnerwand genau in der Bildmitte), dem Handlesberg davor sowie dem Gippel rechts.
                      32-PanoramaHandlesberg-SchneealpeGippel.jpg
                      Lg, Wolfgang


                      Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
                      der sowohl für den Einzelnen
                      wie für die Welt zukunftsweisend ist.
                      (David Steindl-Rast)

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