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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

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Schneealpe: Schönhaltereck - Windberg (1903m) - Schusterstuhl / 14.10.2017

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  • Schneealpe: Schönhaltereck - Windberg (1903m) - Schusterstuhl / 14.10.2017

    Zumindest einmal in jedem Herbst kündigt sich ein Samstag mit besten Bedingungen für Bergwanderungen an, den es unbedingt zu nützen gilt. Heuer war genau dies schon einige Tage davor für den 14. Oktober vorhergesagt, und ich hatte mit dem Westteil des Schneealpenplateaus auch bereits ein Wunschziel.
    Vor knapp einem Jahr war ich dort gemeinsam mit Peter (P.B.) auf einer langen Runde unterwegs, aber leider hielt sich eine hochnebelähnliche Wolkenschicht damals hartnäckig, und so war die Sicht sehr eingeschränkt. Da blieb also noch einiges an Ausblicken nachzuholen.
    Erst knapp davor ergab sich, dass mit Martin/Gamsi und Felix zwei Moderatorenkollegen am gleichen Wochenende (in Sachen Bergfotografie) ebenfalls auf der Schneealpe sein würden. Somit bot sich zusätzlich noch die Gelegenheit zu einem "Gipfeltreffen". Schade war allerdings, dass Mountainrabbit Günter nicht wie geplant mit mir gehen konnte, da seine Verkühlung noch zu wenig auskuriert war. So machte ich mich dann allein auf die Fahrt in die Obersteiermark.

    Um den prachtvollen Tag möglichst lang auf dem Plateau verbringen zu können, nütze ich erstmals die Gelegenheit, auf der Mautstraße vom Michlbauern auf mehr als 1400m Höhe hinaufzufahren. Die Parkplätze am Kohlebnerstand sind gegen 9.30 Uhr bereits fast voll belegt. Aber ist es ein Wunder, dass es an solchen Tagen viele in die Berge zieht?

    In jeder Minute hätten sich am vergangenen Samstag mehrere lohnende Motive geboten. Entsprechend groß war die Anzahl der Fotos am Ende des Tages. Trotz mehrerer Anläufe zum Reduzieren möchte ich euch vorwarnen, dass nun ein bilderreicher Bericht folgen wird.

    Der erste Blick von meinem Ausgangspunkt über den tief eingeschnittenen Lohmgraben zu Zäunlwand, Lohmstein und Schauerwand im östlichen Teil des Plateaustocks.
    002-Lohmgraben-Lohmstein.jpg

    Auf der Sandstraße lassen sich die ersten 250 Höhenmeter bequem bewältigen. Und natürlich bieten sich bereits hier laufend Motive, wie dieser prachtvoll gefärbte Baum neben einem kleinen Gedenkkreuz.
    009-Herbstfarben-Gedenkkreuz.jpg

    Viel Höhe fehlt nicht mehr bis zum ausgedehnten Plateau oberhalb der steilen Südostflanke. Das Schneealpenhaus auf einer Kuppe nahe dem Plateaurand ist schon einige Zeit lang deutlich zu sehen.
    010-Herstfarben-Schneealpenhaus.jpg

    Sehr schöne - und für Wiener zudem eher ungewohnte - Perspektive über das Tal von Altenberg zur Raxalpe mit Gamseck und Heukuppe im Osten.
    012-Lurgbauer-RaxalpeHeukuppe.jpg

    Bald nach dem Kampl mit dem Sender wird das Gelände deutlich weitläufiger, und der Blick geht über die Hochfläche Richtung Südwesten u.a. zu Hochlantsch, Rennfeld und Gleinalpe.
    018-BlickHochlantschRennfeldGleinalpe.jpg

    Fast genau in der Gegenrichtung beginnt der Hochschneeberg immer deutlicher über die nördlichen Teile des Raxplateaus drüberzuschauen.
    019-BlickHochschneebergRaxalpe.jpg

    Kaum eine Hütte ist auf Farbbildern so unverwechselbar wie das Schneealpenhaus mit seinem leuchtend roten Dach.
    020-Schneealpenhaus.jpg

    Nach dem Überschreiten zweier flacher Höhenrücken stehe ich nun am Rand der großen, nahezu ebenen Almfläche mit der Michlbauerhütte. Windberg und Schusterstuhl dahinter überragen sie noch einmal recht deutlich.
    021-Michlbauerhütte-Windberg.jpg

    Nur mehr wenig erinnert daran, dass in diesen Höhen heuer schon eine geschlossene Schneedecke lag. Die kleinen Lacken auf dem feuchten Almboden schaffen eine Szenerie, wie ich sie mir ähnlich auch in Lappland vorstellen könnte.
    022-Almboden-Lacken.jpg

    Die Michlbauerhütte ist bis Ende Oktober bewirtschaftet, und so überrascht es nicht, dass einige den sonnigen Vormittag auf ihrer Terrasse genießen.
    027-Michlbauerhütte.jpg

    Erst aus der Nähe wird deutlich, dass das Gelände nördlich und westlich der Almhütten keineswegs gleichmäßig Richtung Windberg ansteigt, sondern durch zahlreiche Dolinen zusätzlich gegliedert ist. Kleine Lacken schaffen auch hier noch einen zusätzlichen Reiz.
    029-Michlbauernalm.jpg

    Ich wende mich von der Michlbauerhütte zunächst etwas ansteigend auf dem markierten Weg Richtung Westen. Restschneeflecken bringen noch mehr Abwechslung in die ohnehin schon sehr sehenswerte Landschaft.
    031-Almlandschaft.jpg
    Zuletzt geändert von Wolfgang A.; In den letzten 4 Wochen.
    Lg, Wolfgang


    Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
    der sowohl für den Einzelnen
    wie für die Welt zukunftsweisend ist.
    (David Steindl-Rast)


  • #2
    Im Unterschied zu den ausgedehnten fast ebenen Almböden weiter östlich ist der Westteil des Schneealpenstocks stärker verkarstet. So führt der Weg mehrfach ein wenig hinauf und wieder hinunter.
    035-KleineLacke-Karstgelände.jpg

    Man kommt hier weniger zügig voran, dafür bieten sich am Wegesrand laufend interessante Detaileindrücke.
    036-Karstgelände.jpg

    Nahe dem Karleck führt die Route wieder ganz an den Rand des Plateaus heran, und so öffnet sich dieser erste prachtvolle Blick zur benachbarten Veitschalpe im Westsüdwesten.
    038-BlickVeitschalpeHochschwab.jpg

    Für die rechte Fortsetzung des Panoramas gilt es nun unbedingt das Teleobjektiv einzusetzen. Da steht zunächst der zentrale Hochschwab - mit einer stattlichen Wechte am Hauptgipfel sowie den zwei großen ostseitigen Felswänden von Ringkamp und Hochweichsel. Rechts dahinter schauen Hochtor und Planspitze drüber, bereits in gut 70km Entfernung. Und noch einmal mehr als doppelt so weit entfernt ist die (verschneite) Scheichenspitze im Dachsteingebirge rechts von der Planspitze; da fehlt nicht mehr viel auf 150km Distanz.
    039-ZoomHochschwabGesäuseDachstein.jpg

    Die letzten - ohnehin theoretischen - Zweifel, dass heute keine maximale Herbstfernsicht gegeben sein könnte, sind damit zerstreut.
    Weiter im Osten der steirischen Alpen dominieren die typischen langen Höhenzüge und Kämme. Auch die Seetaler Alpen mit dem Zirbitzkogel am Horizont dieses Bildes sind etwas über 100km entfernt. Es begeistert immer wieder, bis in welche große Ferne der klare Blick an schönen Herbsttagen reicht!
    041-ZoomZirbitzkogel.jpg

    Das Gelände bleibt vom Karst geprägt, und bis zur Knopperwiese steigt der Weg nun in Summe wieder etwas an.
    044-RichtungKnopperwieseSchönhaltereck.jpg

    Noch einmal öffnet sich durch ein Kar ein Blick Richtung Südwesten zu einer großen Vielfalt an Gipfeln und Bergstöcken. Es ist das Irserkar, durch das Andreas (bluehouse3843) erst knapp zwei Wochen davor aufgestiegen ist, leider bei viel eingeschränkterer Sicht.
    Hier ist sein Bericht zu lesen: http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...che-01-10-2017
    046-BlickSüdwesten.jpg

    Nun habe ich die Knopperwiese in 1780m Höhe erreicht. Von hier aus werde ich später über seinen breiten Westrücken zum Windberg aufsteigen. Zunächst aber lockt mich das Schönhaltereck, der westlichste Gipfel des oberen Schneealpenplateaus - und völliges Neuland für mich.
    048-Knopperwiese.jpg

    Dazu gilt es zunächst über den Hang auf dem letzten Bild zur namenlosen Kote mit 1864m aufzusteigen. Teilweise sind andeutungsweise Wegspuren zu sehen, und in gewissen Abständen stehen unterschiedlich große Steinmänner. Über den nördlichen Teil der Knopperwiese blicke ich erstmals zu einem der markantesten Gipfel in der nördlichen Schneealpe: der Donnerwand mit ihrer weithin sichtbaren Ostwand.
    052-Donnerwand-Gippel.jpg

    Von einem großen Steinmann nahe der Kote 1864m blicke ich zur Knopperwiese hinunter und jenseits von ihr zum Westrücken des Windbergs. Auch Hochschneeberg und Heukuppe lugen, wie an vielen Stellen der Schneealpe, im Hintergrund drüber.
    053-Knopperwiese-Windberg.jpg

    Im Nordosten ruft die Kleine Mitterbergwand (1863m) laut nach einer Aufnahme mit maximalem Zoom. Wer sich ihr von rechts auf der Mitterbergschneid nähert, steht zunächst vor einer Felsstufe, die etwas Kletterfertigkeit erfordern würde. Als "Normalwanderer" muss man erst die Schutthalde westlich unter dem Gipfel queren und erreicht dann von Nordwesten (=links im Bild) über eine steile Wiese ganz problemlos den höchsten Punkt.
    055-ZoomKlMitterbergwand.jpg

    Auch ein lohnender "Talblick" - nach Neuberg im Mürztal - bietet sich von diesem Platz. Am Horizont Teile der Fischbacher Alpen sowie des Grazer Berglands.
    057-BlickNeuberg-FischbacherAlpen.jpg

    Das Schönhaltereck ist in der Luftlinie nicht mehr weit entfernt. Interessanterweise ist die (namenlose) Kuppe mit dem Steinmann etwas weiter links (wie schon zuvor die Kote 1864 entlang meines Weges) geringfügig höher.
    058-Schönhaltereck.jpg

    Wie oft im Karstgelände gibt es keinen direkten Weg zum benachbarten Gipfel, sondern es gilt - unter abermaligem Verlust von 40 Höhenmetern - noch eine ausgedehnte dolinenartige Senke zu umrunden. Aber der gesamte Abschnitt ist bei guten Bedingungen eine Panoramastrecke solchen Ranges, dass er in jedem Fall höchsten Genuss bietet. Am markantesten etwas links der Bildmitte vorne das Hochalpl, dahinter Kleine und Große Proles sowie am Horizont der Dürrenstein.
    062-BlickHochalpl-ProlesDürrenstein.jpg

    Die letzte Minute zum "offiziellen" Gipfel des Schönhalterecks, und zur Belohnung darf ich dabei zugleich auch auf den Ötscher zugehen.
    063-Schönhaltereck-Ötscher.jpg
    Zuletzt geändert von Wolfgang A.; In den letzten 4 Wochen.
    Lg, Wolfgang


    Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
    der sowohl für den Einzelnen
    wie für die Welt zukunftsweisend ist.
    (David Steindl-Rast)

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    • #3
      Und oben auf dem Schönhaltereck in 1860m Höhe! Etliche Steine, ein schlichtes Holzkreuz mit Dach (ähnlich wie z.B. auf dem Obersberg), eine Gipfelbuchkassette - und ein uneingeschränktes 360-Grad-Panorama!
      064-Schönhaltereck-Gipfelkreuz.jpg

      Temperaturen, Sonnenschein und Fernsicht sind perfekt; für eine lange Rast ist es mir auf dem ungeschützten Gipfel allerdings zu windig. Aber die Zeit für eine Reihe von Fotos möchte ich mir selbstverständlich nehmen. Zu Beginn wieder ein Blick ins Mürztal hinunter, an dem im Südwesten gelegenen Vorgipfel der "Öden Kirche" vorbei. Wer weglose Routen wirklich liebt, steigt natürlich so zum Schönhaltereck auf. Und diese Spezies ist unter den Forumsmitgliedern gut vertreten . Ein typischer Bericht darüber: http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...lpen-18-8-2014
      067-TiefblickÖdeKirche-Mürztal.jpg

      Der weite Horizont Richtung Westen; kaum zu zählen ist die Anzahl der Gipfel, unter ihnen allein auf diesem Bildausschnitt vier Gruppenhöchsten. Links unten im Vordergrund die Lachalpe, rechts oben hinter dem Fadenkamp der Große Priel.
      068-BlickLachalpe-Hochschwab-YbbstalerAlpen.jpg

      Die Donnerwand im Norden, und exakt über ihr der Gippel mit der "spiegelverkehrten" Felswand Richtung Westen. Eines von vielen interessanten Details eines insgesamt begeisterten Panoramas! Im Hintergrund schauen ein paar namhafte Voralpengipfel drüber (Türnitzer Höger, Reisalpe und Hochstaff).
      070-BlickDonnerwandGippel.jpg

      Wechsel zum Teleobjektiv: Der weiteste Blick bietet sich Richtung Südsüdwesten; ich war mir mittlerweile sicher, er würde sich heute ausgehen.
      Links hinter dem Rennfeld der lange Rücken der Koralpe, und rechts am Horizont über dem Dunst im Klagenfurter Becken blass, aber doch eindeutig die höchsten Gipfel der Steiner Alpen in Slowenien - Distanz nahezu 170km!
      072-ZoomRennfeldKoralpe-SteinerAlpen.jpg

      Rechts hinter dem Großen Griesstein im Nördlichen Hochschwab steht die beeindruckende Hochtorgruppe im Gesäuse. Falls sich jemand über den eigenartigen "Buckel" am Dachl wundert: Das ist der Gipfel des Sparafelds, der genau dahinter ein wenig drüber schaut.
      074-ZoomHochschwabNord-Hochtorgruppe.jpg

      Auch der Ötscher exakt hinter dem kahlen Gipfel der Wildalpe mit den zwei Sendern verdient wenigstens eine bildfüllende Zoomaufnahme.
      076-ZoomWildalpeÖtscher.jpg

      Im Grund muss ich dem lebhaften Wind dankbar sein, dass ich mich am Schönhaltereck nicht gleich länger niederlasse und die Blicke wie die Gedanken weiter schweifen lasse! So hingegen halte ich meinen Zeitplan wenigstens einigermaßen ein und breche wieder auf - nicht ohne einen nochmaligen Rückblick aus der Nähe der Kote 1864.
      079-RückblickSchönhaltereck.jpg

      Der nächste Rückblick: auf die steile Flanke hinunter zur Knopperwiese, bereits vom beginnenden Gegenanstieg Richtung Windberg.
      082-RückblickKnopperwiese.jpg

      Der Westrücken zum Windberg ist gleich die nächste Genussstrecke: Es geht meist nur sanft bergauf, kaum eine Gegensteigung - und durchgehend weites Panorama! Nach Nordwesten geht der Blick über Karstgelände im Vordergrund an der Donnerwand vorbei zum Göller.
      086-Donnerwand-Göller.jpg

      Herbstfarben begleiten mich heute auf meiner gesamten Route. Aber von diesem satten Dunkelrot als Vordergrund für die Kleine Mitterbergwand und den Gippel bin ich dann doch noch einmal überrascht!
      088-Herbstfarben-Mitterbergschneid.jpg

      Nach und nach öffnet sich der Blick auch hinunter in den tief eingeschnittenen Melkboden, durch den der nordseitige Anstieg zum Windberg führt.
      090-DonnerwandMelkboden-KlMitterbergschneid.jpg

      Mehrfach drehe ich mich um, damit ich mir des großen Horizonts im Westen stets bewusst bleibe. Das Schönhaltereck ist in der rechten Bildhälfte genau unter dem Fadenkamp und dem Großen Priel zu sehen.
      092-Schönhaltereck-PanoramaWesten.jpg

      Über den zuletzt breiten und flachen Westrücken erreiche ich schließlich das Kreuz auf dem höchsten Gipfel des Schneealpenplateaus, dem Windberg mit 1903m. Die Heukuppe, die etwas höhere Nachbarin im Osten, grüßt freundlich herüber.
      Es ist mittlerweile 14.15 Uhr vorbei, und die Mehrzahl der Wanderer war bereits früher am Tag hier. Freilich bin ich nicht alleine, aber es dauert gar nicht lang, bis ich das Gipfelkreuz ohne weitere Wanderer fotografieren kann.
      094-WindbergGipfelkreuz-Heukuppe.jpg
      Zuletzt geändert von Wolfgang A.; In den letzten 4 Wochen.
      Lg, Wolfgang


      Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
      der sowohl für den Einzelnen
      wie für die Welt zukunftsweisend ist.
      (David Steindl-Rast)

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      • #4
        Fast eineinhalb Kilometer lang führt die teilweise schmale Mitterbergschneid bis zur Kleinen Mitterbergwand Richtung Norden.
        098-Mitterbergschneid-Gippel.jpg

        Diese - tolle! - Perspektive bietet sich mir heute erstmals so: Der Windberg überragt das Almplateau doch um 170 Meter, und aufgrund seiner steilen Südflanke wirkt der Blick hinunter fast wie eine Flugaufnahme. Rechts die große Michlbauerhütte, nahe dem oberen Bildrand das Schneealpenhaus.
        101-TiefblickMichlbauerhtt-Schneealpenhaus.jpg

        Die Ironie will es, dass ausgerechnet auf diesem Gipfel, der seinen Namen natürlich nicht zufällig trägt, der Nordwestwind für etwa 30 Minuten weitgehend einschläft. So kann ich mir mit den Gipfelgrüßen ebenso Zeit lassen wie mit der Suche nach Motiven für das Teleobjektiv.
        Den Beginn machen die höchsten Gipfel der Seckauer Tauern; das Geierhaupt rechts ist gut 80km entfernt. Davor schiebt sich rechts der Bildmitte der wuchtige Reiting-Stock.
        102-ZoomGösseck-SeckauerTauern.jpg

        Gesäusegipfel diesmal auf beiden Seiten: links wieder Hochtor und Planspitze, rechts Großer und Kleiner Buchstein. Zwischen ihnen die Riegerin; und trotz allmählich ungünstigerem Sonnenstand schauen weit dahinter nach wie vor Teile des Dachsteingebirges hervor: links die Scheichenspitze, rechts ein Stück des Hohen Kreuzes. Wer genau schaut, erkennt auch den schmalen Gipfelkamm des Koppenkarsteins über der Südflanke der Riegerin.
        103-ZoomRiegerinGesäuseDachstein.jpg

        Der etwas niedrigere Schusterstuhl im Nordosten ist gerade 500m vom Windberg entfernt. In wesentlich größerer Distanz stehen drei sehr unterschiedliche, aber auf jeweils eigene Weise durchwegs lohnende Wanderziele: zunächst der Große Sonnleitstein mit seinem felsigen Gipfelkamm, rechts darüber der Unterberg und links nochmals dahinter der Schöpfl.
        105-ZoomSchusterstuhl-GrSonnleitstein-Unterberg.jpg

        Über dem Wiener Becken hängen Dunst und letzte Wolkenreste, und so bin ich fast überrascht, wie deutlich Teile der Großstadt in gut 80km Entfernung doch zu erkennen sind. Ungewöhnlich ist, dass kein markanterer Gipfel diese Sichtlinie unterbricht; auch der Hohe Lindkogel steht etwas weiter rechts.
        106-BlickNordost-Hochwald-HLindkogel-Wien.jpg

        Die kleinen Lacken auf dem ebenen Almboden und das rote Dach des Schneealpenhauses auf der Kuppe bilden höchst interessante Kontraste.
        109-ZoomSchneealpenhaus.jpg

        Einige Wanderer sind an den obersten Almhütten vorbei doch erst jetzt herauf in Richtung Windberg unterwegs.
        111-ZoomAlmhütte.jpg

        Nach ein paar Metern steileren Abstiegs folge ich dem breiten Verbindungsrücken zum Schusterstuhl hinüber, der auch ohne Weg ganz bequem zu begehen ist. Auch hier heroben haben nur mehr wenige Schneeflecken den milden sonnigen Nachmittagen trotzen können. Einen von ihnen nütze ich als Vordergrund für den Blick über das östliche Plateau zur Raxalpe hin.
        114-Schneealpenplateau-BlickRaxalpe.jpg

        Der Nordanstieg vom Melkboden erreicht das Plateau auf dem flachen Sattel zwischen Windberg und Schusterstuhl. So überrascht nicht, dass sich von dort auch der instruktivste Blick hinunter bietet. Die bunten Lärchen im Talboden leisten ebenso ihren Beitrag zu diesem prachtvollen Panorama wie das immer seitlichere in die Ostseite der Donnerwand scheinende Sonnenlicht.
        117-MelkbodenDonnerwand-KlMitterbergwand.jpg

        Schon fast vom Schusterstuhl der Blick an der Donnerwand vorbei über den Spielkogel und die Wildalpe zum Ötscher. Schöne Berge, wohin immer man schaut...
        119-BlickDonnerwand-Ötscher.jpg

        Kaum habe ich den Windberg verlassen, wird der Wind wieder unangenehm lebhaft. So mache ich am Schusterstuhl eher zügig einige weitere Aufnahmen. Sehr eindrucksvoll sieht von hier aus der Felsklotz der Großen Burgwand knapp zwei Kilometer weiter nördlich aus.
        120-GroßeBurgwand.jpg

        Gegen 15 Uhr steht die Sonne im Herbst doch bereits so tief, dass sie das östliche Schneealpenplateau durch Schatten zusätzlich plastisch erscheinen lässt.
        121-Schneealpenplateau-Raxalpe.jpg

        Sowohl wegen der Felsszenerie als auch der Baumfärbung ruft dieser Detailausschnitt wieder nach dem Teleobjektiv. In der Bildmitte die Kleine Goldgrubhöhe (1227m) gleich nördlich der Kalten Mürz.
        124-ZoomKleineGoldgrubhöhe.jpg

        Licht und Schatten gestalten auch diesen Ausschnitt bereits kräftig mit: ein Teil der Kahlmäuer und das Gamseck in der westlichen Rax. Der breite Gipfel ganz rechts oben ist überraschenderweise der Predigtstuhl (der fast allen aus völlig anderer Perspektive vertraut ist).
        127-ZoomKahlmäuerPredigtstuhl.jpg
        Zuletzt geändert von Wolfgang A.; In den letzten 4 Wochen.
        Lg, Wolfgang


        Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
        der sowohl für den Einzelnen
        wie für die Welt zukunftsweisend ist.
        (David Steindl-Rast)

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        • #5
          Auch bei der Heukuppe ist die Ansicht von Süden über die Raxenmäuer, in der sie sehr breit dasteht, deutlich bekannter als dieser Blick von Westen auf ihre Schmalseite.
          129-ZoomHeukuppe.jpg

          Natürlich ist der Schusterstuhl der Platz für eine Aufnahme der schmalen Mitterbergschneid, die genau hier ihren Ausgang nimmt. Ich treffe genau da die Entscheidung, mich an diesem Anblick zu erfreuen, heute aber nicht mehr - wie ursprünglich geplant - auch noch zur Kleinen Mitterbergwand zu gehen. Der böige Nordwestwind, der mir dabei genau entgegen käme, ist mir zu heftig, und die Zeit bis zum Sonnenuntergang ist bereits ein wenig knapp. Der Kammweg verdient sicher viel Zeit, um alle Eindrücke aufzunehmen, und er wird mir nicht davon laufen...
          118-Mitterbergschneid.jpg

          Noch ein dritter Grund bewegt mich zum Umdisponieren: Ich möchte ja Martin und Felix heute noch treffen. Bei reichlich schwachem Handyempfang erweist sich die Kommunikation als ungewöhnlich herausfordernd: Will die Fotocrew von der Schauerwand gleich herauf zum Schusterstuhl kommen oder zunächst doch zur Michlbauerhütte gehen? Einen genauen Treffpunkt zu vereinbaren ist gar nicht so einfach, wenn eine SMS meist 15 Minuten bis zum Empfänger benötigt...
          Dann trifft doch eine aktuelle Nachricht von Felix ein, dass er die Michlbauerhütte gerade erreicht hat. So blicke ich noch einmal zum windigen Schusterstuhl zurück...
          131-Schusterstuhl.jpg

          ...und steige in Erwartung eines windgeschützten Platzes zügig zur Alm ab.
          130-ZoomMichlbauerhütte.jpg

          Und tatsächlich klappt es mit dem Treffen auf der noch sonnenbeschienenen Terrasse der Michlbauerhütte! ​Einige Zeit kann ich mit Martin und Felix beisammen sitzen und ihnen vom Panorama auf dem Windberg vorschwärmen, bevor das - nach kurzfristigen Absagen kleine - Grüppchen der Landschaftsfotografen hinauf aufbricht, um den Sonnenuntergang auf dem höchsten Punkt zu erwarten.
          Für mich passt der Zeitpunkt zum Weitergehen ebenfalls perfekt, da die Michlbauerhütte gleich in den Schatten geraten wird.
          134-Michlbauerhütte-Windberg.jpg

          Auch ich kann am Rückweg erleben, dass die Farben um diese Tageszeit am beeindruckendsten sind. So leuchtet nun nicht nur das Dach des Schneealpenhauses.
          135-Almboden-Schneealpenhaus.jpg

          Ein Blick etwa in Richtung Semmering zeigt den großen Waldreichtum der Landschaft. In der Bildmitte der felsige Kamm des Kaltenbergs, dahinter u.a. Großer Otter, Sonnwendstein und Erzkogel.
          138-Kaltenberg-GrOtter-Sonnwendstein.jpg

          Das warme Licht des frühen Abends prägt nun etwas oberhalb vom Kampl auch diesen Blick Richtung Mürztal, Hochlantsch und Rennfeld.
          142-BlickHochlantschRennfeld.jpg

          Ein Blick ins Tal nach Mürzzuschlag, umgeben von der Großen Scheibe, Stuhleck und Amundsenkogel.
          143-BlickMürzzuschlagStuhleck.jpg

          Auch der Heukuppe steht die frühabendliche Färbung natürlich sehr gut.
          144-Heukuppe.jpg

          Als ich zum Sender auf dem Kampl gelange, wird der Platz gerade noch von der Sonne erreicht. So bieten die Ausblicke von dort einen abschließenden Höhepunkt meiner Wanderung.
          147-Kampl-BlickGrScheibe-Stuhleck.jpg

          Die Felsen westlich unter dem Kampl bieten einen Vordergrund für dieses Bergpanorama, wie er großartiger gar nicht sein könnte.
          149-Kampl-BlickVeitschHochstadl.jpg

          Riegerin, Großer und Kleiner Buchstein, Hochtürnach, Haller Mauern und Warscheneck in der Abendsonne.
          Selten konnte ich auf der letzten halben Stunde einer Bergwanderung so dankbar und zufrieden unterwegs sein wie mit diesen Eindrücken.
          151-ZoomKlBuchstein-Hochtürnach-HallerMauern.jpg

          In der beginnenden Abenddämmerung erreiche ich den Kohlebnerstand, wo nur mehr wenige Autos stehen. Die Heimfahrt kann ich voll der Freude über einen selten gelungenen Tag in den (erweiterten) Wiener Hausbergen antreten.
          Zuletzt geändert von Wolfgang A.; In den letzten 4 Wochen.
          Lg, Wolfgang


          Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
          der sowohl für den Einzelnen
          wie für die Welt zukunftsweisend ist.
          (David Steindl-Rast)

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          • #6
            Informationen zur Bergwanderung

            Meine Route ist etwa 15km lang und weist 920 Höhenmeter auf.
            Die Höhendifferenz zwischen den Parkplätzen am Kohlebnerstand und dem Windberg beträgt nur ungefähr die Hälfte. Die übrigen Höhenmeter ergeben sich durch ein oftmaliges kürzeres Auf und Ab zwischen Michlbauerhütte, Knopperwiese und Schönhaltereck.
            Die Strecke vom Schusterstuhl auf die Kleine Mitterbergwand und zurück brächte zusätzlich knapp drei Kilometer Strecke und etwa 130 Höhenmeter.

            Die Mautstraße vom Michlbauern zum Kohlebnerstand kostet derzeit sieben Euro pro Fahrzeug (die man exakt zahlen muss). Die Straße ist bis zum Ende der Wiesen asphaltiert. Ab dann führt eine Sandstrecke zuletzt in einigen engen Kehren, aber ohne allzu große Steigung und in vergleichsweise gutem Gesamtzustand weiter.

            Mit der Michlbauerhütte bietet die Rundtour eine Einkehrmöglichkeit, die üblicherweise von Ende Mai bis Ende Oktober durchgehend geöffnet ist. Das Schneealpenhaus läge nur wenig abseits der Strecke.

            Wegcharakter
            + Vom Kohlebnerstand zur Michlbauerhütte kann man durchgehend der Sandstraße folgen, wobei oberhalb der Kutatschhütte als Alternative eine (markierte) Abkürzung besteht.
            + Die Wege auf dem Plateau sind ausreichend markiert. Zwischen Michlbauerhütte und Knopperwiese verläuft die Route über das verkarstete Plateau etwas unübersichtlich (viele kleine Mulden und Rücken, etliche Richtungsänderungen). Bei dichtem Nebel und höherer Schneelage könnte die Orientierung hier erschwert sein.
            + Zwischen Knopperwiese und Schönhaltereck bestehen maximal Wegspuren; bei guter Sicht zeigen aber etliche Steinmänner den günstigsten Verlauf an. Absturzgefahr besteht auch dort nirgendwo, allerdings würde ich vor diesem Abschnitt bei Schneelage bzw. (vor allem) schlechter Sicht eher warnen. Bei gutem Wetter ergibt sich die Route zwischen Kote 1864 und Schönhaltereck auf dem Kamm links um die große Doline herum im Grund von selbst.
            + Steil sind nur die Strecke zwischen Knopperwiese und Kote 1864 sowie der Großteil des markierten Wegs zwischen Michlbauerhütte und Windberg.


            Persönliche Eindrücke

            In Summe ist die Schneealpe weniger überlaufen als die Rax, aber natürlich nützen an schönen Herbstwochenenden doch viele die Mautstraße und die Möglichkeit zu Plateaurunden ohne zu viel Anstrengung.
            Die Sandstraße zur Michlbauerhütte (und auch der Abstecher zum Schneealpenhaus) waren rege frequentiert, der Windberg ganz gut besucht.
            Schon auf dem markierten Weg zur Knopperwiese wie auf dem Westrücken zum Windberg bin ich jeweils nur wenigen Personen begegnet. Und das prachtvolle Panorama auf dem Abschnitt zum Schönhaltereck hatte ich bei bestem Wetter in weitem Umfeld für mich allein.
            Insgesamt hat sich die übliche Erfahrung bestätigt: Wer auf gern besuchten Berg(stöck)en Ruhe erleben will, muss sich von den paar häufig begangenen Routen gar nicht weit entfernen.
            Insofern finde ich speziell witzig, dass ausgerechnet das Schönhaltereck innerhalb der letzten zwei Wochen gleich dreimal Besuch von Forumsmitgliedern erhielt.

            Ab dem Kampl verläuft meine Route durchgehend oberhalb der Baumgrenze. Latschenfelder schränken die Sicht oft ja kaum ein, und so ist man bei guter Fernsicht mehrere Stunden lang auf einer Panoramastrecke der Superlative unterwegs.


            Fazit

            Der vergangene Samstag war wie geschaffen dafür, den Schneealpenstock wieder etwas mehr kennenzulernen. Die westlichsten Teile um das Schönhaltereck begeistern vor allem durch den völlig freien Blick Richtung Westen und die Ruhe. Ich weiß zugleich, dass mir auf der Schneealpe noch vieles zu erkunden bleibt. Der augenblickliche Plan lautet (wenig überraschend), dass mich der nächste Besuch auf jeden Fall auf die Mitterbergschneid und zum Schneealpenhaus führen wird. Speziell die Nordseite hält aber noch viel mehr Varianten bereit.

            Als Resumee bleibt mir einmal mehr, wie glücklich man sich schätzen kann, von Wien aus Tagesziele wie die Schneealpe zur Verfügung zu haben, und wie gut es in jeder Hinsicht tut, einen Tag bei Schönwetter und guter Fernsicht dort zu verbringen.
            Zuletzt geändert von Wolfgang A.; In den letzten 4 Wochen.
            Lg, Wolfgang


            Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
            der sowohl für den Einzelnen
            wie für die Welt zukunftsweisend ist.
            (David Steindl-Rast)

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            • #7
              Ein phantastischer Bergtag auf der Schneealpe mit höchst gelungenen Bildern!
              Ich kenne die Gegend ja einigermaßen, aber bei nächster sich bietender Gelegenheit muß ich gleich wieder einmal hin

              lg
              Norbert

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              • #8
                Wirklich schade, dass ich Dich an diesem tollen Tag nicht begleiten konnte, aber es war besser für mich.

                Wunderschöne Bilder hast Du mitgebracht.

                LG, Günter
                Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
                (Marie von Ebner-Eschenbach)

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                • #9
                  Servus Wolfgang,

                  vielen Dank für den sensationell schönen Bericht! Bei den überaus gelungenen Herbstbildern, bekommt man gleich Lust dort zu sein. Echt toll.
                  Einige Aufnahmen begeisterten mich aus persönlichen Gründen. Auf Donnerwand und Burgwand waren wir vor ein paar Wochen und auf Hochlantsch und Rennfeld war ich gestern.
                  Die Beschreibung der Tour ist natürlich wie üblich Top!

                  LG, Günter
                  http://brothersberge.blogspot.co.at

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                  • #10
                    Die Schneealm ist ein sehr sympathisches Plateau, da geh ich auch gern von verschiedenen Seiten rauf. Deine Fotos sind wie immer sehr schön!

                    Kommentar


                    • #11
                      Erst letztes Jahr ging ich genau die selbe Tour und hatte ähnliche Eindrücke, nochmal schön anzusehen.
                      Lg. helmut55

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                      • #12
                        Ja, das war ein traumhaftes Herbstwochenende,
                        viele schöne Fotos sind es geworden, den Text hab' ich nicht ganz geschafft, da fehlt mir die Kondition

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                        • #13
                          Zitat von Wolfgang A. Beitrag anzeigen
                          Die Heimfahrt kann ich voll der Freude über einen selten gelungenen Tag in den (erweiterten) Wiener Hausbergen antreten.
                          Den gelungenen Bergtag spürt man bei jedem einzelnen Bild Deines herrlichen Berichts!

                          Danke - Wolfgang & LG
                          Reinhard

                          ALPINJUNKIE ON TOUR
                          Wenn du dich auf den Weg machst, öffnet der Horizont seine Grenzen.


                          Feichtauseen-Zwielauf-Rotgsol-Haderlauskögerl - 24.08.17
                          Stoßbach/Weißenbach: Kalblinge - Pfannstein - 22.08.17
                          Temlberg - 01.08.17

                          Kommentar


                          • #14
                            Herzlichen Dank für eure Antworten!

                            Tatsächlich ist das Schneealpenplateau wie geschaffen dafür, dass man bei Schönwetter und - vor allem! - guter Fernsicht ausgedehnte Runden auf ihm dreht.
                            Unter diesem Gesichtspunkt freue ich mich darauf, weitere Teile des Bergstocks zu erkunden - mit der Mitterbergschneid als einem der nächsten Ziele.

                            Wie es aussieht, wird im Herbst 2017 kein Wochenende mehr mit Bedingungen wie am 14. und 15. Oktober folgen. Umso mehr bin ich dankbar, dass ich einen kompletten Tag auf der Schneealpe verbringen und dabei die vielfältigen Eindrücke und Ausblicke bestens auskosten konnte.

                            Eine Perspektive, die alle Voraussetzungen dafür hat, sich tief einzuprägen:
                            der Blick vom Windberg über den östlichen Teil des Schneealpenplateaus mit dem Lohmstein zur benachbarten Raxalpe mit Gamseck und Heukuppe.
                            099-BlickLohmstein-GamseckHeukuppe.jpg
                            Lg, Wolfgang


                            Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
                            der sowohl für den Einzelnen
                            wie für die Welt zukunftsweisend ist.
                            (David Steindl-Rast)

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                            • #15
                              3 Wochen später (ohne Schönhaltereck, dafür mit Kleiner Mitterbergwand):

                              01.jpg


                              02.jpg


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                              Zuletzt geändert von maxrax; vor einer Woche.

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