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Hilfe zum Erstellen von Tourenberichten

Immer wieder haben einige User Probleme beim Erstellen eines Tourenberichtes, insbesondere beim Hochladen und Einfügen von Bildern.
Ihnen soll die folgende kleine Anleitung ein wenig Hilfe geben, wie ein Tourenbericht ganz kurz und schmerzlos erstellt werden kann

In sechs einfachen Schritten kann ein neuer Bericht leicht erstellt werden:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
2. Bilder verkleinern
3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
4. Bilder hochladen
5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes und Veröffentlichen



Im Folgenden werden die einzelnen Schritte ausführlich erklärt:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
Möglichst aussagekräftige Fotos wählen, die auch die Route und wesentliche Details darstellen.
Gegen einzelne "schöne" Landschafts- und Blumenbilder ist natürlich nichts einzuwenden ...


2. Bilder verkleinern
Bewährt hat sich ein Format mit der längeren Bildkante 900 Pixel.
Damit läßt sich bei Speicherung als JPEG eine recht ordentliche Bildqualität erzielen, bei Photoshop etwa abhängig vom Sujet 80/100.


3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
z.B. "Wanderungen und Bergtouren" - "Steiermark"
+Neues Thema wählen

Titel etwa nach dem Schema
Gipfel (Höhenangabe), Anstiegsroute, Gebirgsgruppe (ostalpin nach AVE)

Möglichst bis zu 5 aussagekräftige Stichworte vergeben.

Zum Bilderhochladen weiter mit der "Büroklammer".


4. Bilder hochladen
Möglichst bitte NUR so:
a) "Büroklammer"
b) "Anhänge hochladen"


4.1 Bilder auswählen
Abhängig vom eigenen Rechner/Betriebssystem.
Maximal 15 Bilder pro Posting sind derzeit zulässig, eine größere Bilderanzahl erfordert Folgepostings (Antworten).
(Bewährt hat sich auch, 1-2 Bilder weniger hochzuladen, um für spätere Ergänzungen eine kleine Reserve zu haben.)

4.2 Liste der hochgeladenen Anhänge
Die Auflistung ist leider nicht chronologisch nach Bildbezeichnung geordnet.

Im Textfeld die gewünschte Einfügeposition mit dem Cursor markieren,
bzw. die gelisteten Bilder in der gewünschten Reihenfolge einzeln als "Vollbild" oder "Miniaturansicht" platzieren.
Eine oder mehrere Leerzeilen zwischen den Bildern erleichtern später das Einfügen von Text.


5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
Die Bilder sind nun in der richtigen Reihenfolge im Textfenster positioniert.
Ich bevorzuge im ersten Schritt die Positionierung als "Miniaturansicht".
Das erleichtert beim Texteinfügen die Übersicht.
Muß aber nicht sein, natürlich lassen sich die Bilder auch gleich als Vollbild (also in der hochgeladenen Größe) platzieren.

5.1 Text
Jetzt kann der Text ergänzt werden.
Möglichst über dem Foto - ich finde das übersichtlicher ...
Der Text kann natürlich auch vorher erfaßt werden und anschließend einkopiert werden.

5.2 Bildgröße ändern
Wurden die Bilder vorerst als "Miniaturansicht" platziert, können sie einfach auf das finale Darstellungsformat skaliert werden:
a) Doppelklick auf die "Miniaturansicht" öffnet ein Pop-Up-Fenster
b) unter "Größe" idR "Vollbild" wählen
c) OK


6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes
Anschließend sollte der Bericht noch in der "Vorschau" kontrolliert werden.
In manchen Fällen muß zur Ansicht der "Vorschau" ziemlich weit nach unten gescrollt werden!

6.1 Veröffentlichen des Berichtes
Zum Schluß noch auf "Abschicken" klicken - und nach einer kurzen "Nachdenkpause" des Servers ist der Bericht online.



Nach dem ersten Durchlesen dieses Leitfadens mag das Erstellen eines Berichtes etwas kompliziert erscheinen - ist es aber nicht:
Viele Tourenberichte schreiben hilft sehr.

Die Reihenfolge der einzelnen Schritte ist nicht so starr wie es hier scheinen mag; natürlich kann auch zuerst der Text erstellt werden und die Bilder nachträglich eingefügt.

Änderungen am fertigen Bericht sind für den Ersteller 24 Stunden lang möglich, bei der Berichtigung später entdeckter Fehler hilft gerne ein zuständiger Moderator. Ebenso beim Verschieben eines Berichtes in das richtige Tourenforum.

Viel Freude bei euren Bergtouren UND dann beim Berichteschreiben,


P.S.: Diese Anleitung, ergänzt um verdeutlichende Screenshots, findet ihr auch unter http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...ourenberichten
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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

Alle Forumsuser/-innen sind aufgefordert, das Regelwerk zu lesen und sich daran zu halten!

1) Registrierung

Die Registrierung und Benutzung unserer Foren ist kostenlos. Es ist registrierten Teilnehmern/-innen (Usern/-innen) erlaubt, den Forums-Account bis auf Widerruf im Rahmen der vorgegebenen, jederzeit änderbaren Forumsregeln für private Zwecke zu nutzen. Ein späteres Löschen des Forums-Accounts sowie der ins Forum eingebrachten Inhalte oder Bilder ist nicht möglich. Auf Wunsch des Benutzers kann der Account stillgelegt werden. Der Benutzername kann dann von niemandem mehr benützt werden und wird vor Missbrauch geschützt.

2) Hausrecht

Die Forenbetreiber legen Wert auf die Tatsache, dass alle User/-innen Gast in diesem Forum sind und die Betreiber als Gastgeber bei Bedarf ihr Hausrecht jederzeit ausüben können und auch werden. User, die sich überwiegend darauf beschränken zu provozieren, werden ausgeschlossen.

3) Haftung

Die von Usern/-innen verfassten Beiträge stellen ausschließlich die persönliche, subjektive Meinung des Verfassers dar, und keinesfalls die Meinung der Betreiber und Moderatoren dieses Forums. Die Forenbetreiber übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der ausgetauschten Informationen.

4) Umgangston

Die Forenbetreiber erwarten von allen Usern/-innen, sich an die Netiquette zu halten. Auf einen wertschätzenden, höflichen Umgangston wird Wert gelegt.

5) Thementreue

Die Forenbetreiber legen großen Wert auf Thementreue der Beiträge und Übersichtlichkeit von Threads, um den Informationsgehalt des Forums möglichst hoch zu halten. Überschneidungen der Inhalte verschiedener Threads sind zu vermeiden.

6) Verboten ist/sind:

- Beleidigungen, Sticheleien und Provokationen (auch per PN);
- Politische oder religiöse Themen;
- Rechtswidrige Inhalte (unter anderem rechtsradikale oder pornografische Inhalte, Hackinganleitungen, Verstöße gegen das Urheberrecht) sowie das Verlinken zu Seiten mit solchen Inhalten;
- Die Verwendung von fremdem Bildmaterial, Kartenausschnitten und Topos ohne Zustimmung des Autors;
- Die Veröffentlichung von persönlichen Nachrichten (PN), E-Mails oder dergleichen ohne Zustimmung des Verfassers;
- Das Aufdecken der Identität oder die Preisgabe persönlicher Daten eines Users/Moderators/Administrators;
- Werbung für konkurrenzierende Plattformen;
- Das Führen von Doppel- oder Mehrfachaccounts;

7) Moderation:

Die Moderatoren/Administratoren werden von den Forenbetreibern bzw. ihren Vertretern ernannt.
Sie sind von den Forenbetreibern verpflichtet, für die Einhaltung der Regeln zu sorgen und somit ermächtigt, die von Usern/-innen bereit gestellten Inhalte (Texte, Anhänge und Verlinkungen) daraufhin zu prüfen und im Bedarfsfall zu bearbeiten, verschieben, zu löschen oder Themen zu schließen. Im Falle der Löschung von Beiträgen können auch jene Beiträge anderer User ganz oder teilweise entfernt werden, die auf einen gelöschten Beitrag Bezug nehmen.

Änderungen von Beiträgen werden - soweit irgend möglich – unter Angabe des Änderungsgrundes gekennzeichnet. Eingriffe, die den Sinn eines Beitrags verändern, werden nicht vorgenommen. Für die geänderten Teile eines Beitrags haftet der ursprüngliche Ersteller nicht.

Wer etwas gegen das aktive Handeln der Moderatoren/-innen vorzubringen hat, kann dies sachlich, mit konkretem Bezug und zeitnah (innerhalb von 6 Wochen ab Anlass) im Unterforum "Zum Forum/Moderation..." darlegen. In allen anderen Foren werden solche Postings im Sinne der Thementreue der Beiträge kommentarlos gelöscht. Bloßes „Mod-Bashing“ führt zu einer sofortigen Sperre.

Das Unterlaufen von Handlungen und Maßnahmen der Moderatoren ist nicht zulässig. Darunter fällt auch das Fortführen des Themas eines geschlossenen oder gelöschten Threads in einem neuen gleichartigen oder ähnlichen Thread. Ergänzungen und Hinweise von Moderatoren und Administratoren dürfen von Usern in deren Beiträgen nicht verändert oder gelöscht werden.

8) Profil/Signatur

Ein übermäßiges Ausnutzen der Signatur ist unerwünscht. Diese sollte vor allem eine maßvolle Größe haben. Nicht mit der Forumsleitung abgesprochene Werbung (für kommerzielle Angebote), Beleidigungen oder Anspielungen in der Signatur oder dem Profiltext werden nicht toleriert.

9) Werbung

Kommerzielle Werbung im Forum Gipfeltreffen ist kostenpflichtig (siehe Unterforum Werbung). Werbepostings müssten vor Platzierung mit der Forumsleitung vereinbart werden.

10) Gemeinschaftstouren/Bazar

Die Forenbetreiber stellen die Foren "Forum für Gemeinschaftstouren" und " Bazar" ausschließlich für private Kontaktzwecke zur Verfügung und gehen damit keinerlei Verpflichtungen oder Haftungen ein! Alle Kontakte in diesen Foren laufen ausschließlich zwischen den Usern/-innen und auf Basis des gegenseitigen Vertrauens. Bei nachweislichen Betrugsfällen stellen die Forenbetreiber alle vorhandenen Informationen zur Verfügung, um eine straf- und zivilrechtliche Verfolgung zu ermöglichen.

11) Regelwidriges Verhalten

User/-innen, die sich regelwidrig verhalten, werden per PN verwarnt und/oder gesperrt. Art und Dauer der Maßnahme richten sich nach der Schwere und der Häufigkeit der Regelübertretung/en. Die betroffenen User/-innen werden darüber per Mail informiert. Ein Posten unter einer anderen Registrierung in der Zeit der Accountsperre ist verboten und zieht automatisch eine Verlängerung der Sperre nach sich.

Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

12) Information

Die Forumsbetreiber behalten sich das Recht vor,
- alle registrierten User/-innen in unregelmäßigen Abständen über Themen rund um das Bergsteigen, alpiner Sicherheit, Risikomanagement und Weiterbildung per Mail zu informieren und
- dieses Regelwerk jederzeit abzuändern.

13) Nutzung von hochgeladenen Anhängen

Die User/-innen stellen den Forenbetreibern die eingestellten Bilder sowie sonstige Anhänge zur Nutzung im Forum zur Verfügung. Eine darüber hinaus gehende Nutzung der eingestellten Bilder und sonstigen Anhänge durch die Forenbetreiber erfolgt nicht.
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WICHTIG - BITTE BEACHTEN!!!

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03.10.2018 Tatranska Magistrale am Südrand der Hohen Tatra, geführte Tour

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  • 03.10.2018 Tatranska Magistrale am Südrand der Hohen Tatra, geführte Tour

    • Wegführung: Bilikova chata (1255m, 7.50) - Sliezky dom (1670m, 10.40-12.10) - Batizovské pleso (1884m, 13.40) - Sedlo pod Ostrvou (1966m, 15.40) - Chata pri Popradske Pleso (1494m)(16.55)
    • Länge: 15,9 km
    • Höhenmeter (Aufstieg): 900 hm
    • Gehzeit Gesamt (inkl. Fotografierpausen): 7,5 Std.

    Geführte Wanderung via WELTbewegend organisiert. Acht Teilnehmer, Übernachtung am ersten und letzten Tag in Stará Lesná. Der Bericht hier stammt vom dritten Tag (insgesamt 5 Wandertage). Alle weiteren Berichte auf meiner Webseite.

    Der einzige Tag, den ich in meiner Wetterprognose trockener und wärmer gesehen hätte. Am Tag vor dem Aufstieg zur ersten Hütte hatten sich die Prognosen allerdings verschlechtert, zum Sturm wurde Niederschlag gerechnet. Letzendlich empfand ich das Wetter unterwegs nicht als so schlimm wie befürchtet, den Sturm gab es nur in den Talkesseln, zwischendurch überwogen die windschwachen Phasen.

    Wie im vorherigen Beitrag erläutert, sorgte das rasch näherkommende Sturmtief davor, dass das Tief, welches den Wintereinbruch verursachte, rasch ostwärts abzog. Um die Mittagszeit (14.00 Uhr) zeigte der Wetterballonaufstieg vom südöstlich des Tatranska Magistrale (Höhenweg) gelegenen Flughafen Poprad die Nullgradgrenze bei ca. 1700m, die Windgeschwindigkeiten lagen bei 50kt (90 km/h) in 2700m und um 40kt (70 km/h) in 1800m aus Nordwest. Diese Werte wurden von den erlebten Windgeschwindigkeiten beim Sliezky dom und am Batizovské pleso deutlich übertroffen. Zum Einen liegt der Flughafen deutlich abseits vom Gebirge und damit von den kräftigen Fallwinden (Föhn bzw. Halny) entfernt, zum Anderen wird der Nordwestwind in den engen, tief eingeschnittenen Talkesseln perfekt kanalisiert und dadurch beschleunigt. Auch bei dem verheerenden Orkan vom 19. November 2004 hatte die Lomnitzer Spitze "nur" Spitzenböen um 170km/h, was alleine nicht ausreicht, um flächendeckend einen Wald umzulegen.

    Bild 1: Blick in der Früh (6.45 Uhr) von der Bilikova Chata nach Südosten .

    Links die Zwischenstation der Seilbahn auf die Lomnitzer Spitze. Sie wird Start genannt, benannt nach dem Start der alten Naturbobbahn in der Nähe. Im Tal wabern Nebelschwaden von den kräftigen Regenfällen am Vortag. Auch wenn es die Wolken nicht vermuten lassen, wehte im Tal um Poprad die ganze Nacht schon kräftiger Westwind mit zeitweise über 30 km/h im Mittel.



    Bild 2: Davon war beim Abmarsch noch nichts zu spüren, als wir beim Hotel Hrebienok vorbeigingen.



    Bild 3: Gebildete Bären.



    Bild 4: Die ersten Meter waren noch schneefrei, die Sonne kämpfte sich sogar durch die Wolken.

    Wind war hier weiterhin keiner zu spüren, so entzwiebelten sich die meisten von uns wieder.



    Bild 5: 14 Jahre nach dem Orkan erholt sich der Wald langsam wieder.



    Bild 6: Etwa auf halber Strecke wandelte sich der Wegzustand deutlich, als wir die 1400m-Höhenschichtlinie überschritten.

    Wenige Zentimeter Neuschnee gestalteten die Platten und Blöcke teilweise rutschig und vorsichtiges Gehen war angesagt.



    Bild 7: Ein endloses Latschenmeer.



    Bild 8: Etwa in Höhe Slavkoské plieska (1650m), gegenüber die Kvetnicová veza (2433m), davor im Taleinschnitt liegt der Velické pleso (1666m) mit dem Sliezsky dom.

    Bis hierhin trugen die Latschen schwer vom nassen Neuschnee und hingen teilweise in den Weg hinein. Über uns sah man anhand der Wolkenbewegungen schon den starken Nordwestwind auffrischen.



    Bild 9: Dann wurde der bereits neuerlich ausgeschnittene Wegabschnitt erreicht, gleichzeitig frischte der Nordwestwind stark auf.

    Rechts vom Kvetnicová veza ist kurzzeitig die Gerlachovský stít (2655m) zu sehen, der höchste Gipfel der Hohen Tatra, der Slowakei und des gesamten Karpatenbogens.

    Grund für den Wechsel von Windstille auf Sturm war die Orientierung des Höhenwegs am Hang bzw. die Nähe zum Velicá dolina. Zudem entstanden in der labilen Kaltluft an der Rückseite des Sturmtiefs Schauerwolken über der Hohen Tatra, was den Höhenwind mit dem Niederschlag zum Boden transportierte.



    Bild 10: Als wir dem Berghotel näher kommen, wird der Wind immer stärker.



    Der Hoteleingang liegt an der Ostseite, genau im Windkanal, die letzten Meter wurde man beim Gehen schon spürbar versetzt. Windböen geschätzt über 90 km/h. Der Kontrast zwischen den Naturgewalten draußen und der Luxusatmosphäre mit gepolsterten Sesseln, piekfeinen Kellnern und Restaurantbetrieb innen war fast surreal. Die erste Hütte am Velické pleso wurde 1871 an der Nordostseite des Sees gebaut und fiel zwei Jahre später einer Lawine zum Opfer. 1895 wurde eine zweite Hütte gebaut und 1908 und 1943 erweitert, brannte aber 1962 ab. An seiner Stelle wurde das jetzige Vier-Sterne-Berghotel gebaut, das höchste Hotel in der Slowakei. Seit dem Umbau im Jahr 2010 zeigt es das jetzige Erscheinungsbild mit Wellness-Dienstleistungen.

    Das Hotelrestaurant bot jedenfalls vorzügliche Speisen, nobel präsentiert, der Küchenchef Lubomír Herko scheint überregional bekannt. Dort blieben wir gut anderthalb Stunden, um uns aufzuwärmen. Es sollte wind- und wetterbedingt die einzige längere Pause bleiben.

    Bild 11: Um die Mittagszeit hatte der Sturm nur kurz nachgelassen.

    Der Velické pleso, dahinter ein Wasserfall, hinter der Steilstufe befindet sich noch ein weiter, winziger See (Dlhé pleso) vor dem Pass (Pol'ský hreben). Das gesamte Velicá dolina misst 6km Länge. Der entwässernde Bach fließt im oberen Talabschnitt teilweise unterirdisch und kommt erst vor dem Wasserfall an die Oberfläche. Rechts zu sehen sind die steilen Westwände des Vel'ká Granátová (2318m).



    Bild 12: Rückblick zum zurückgelegten Höhenweg, gegenüber der Slakovský stít (2432m).



    Bild 13: Das nächste Etappenziel ist das Batizovksá dolina mit dem Batizovksé pleso (1884m), mit dem Koncistá (2538m) in Wolken links und Kotol (2367m) rechts.



    Bild 14: Unmittelbar vor der Gletscherstufe erreicht der Wind erneut Sturmstärke, gleichzeitig geht ein Schneeschauer nieder.



    Bild 15: Stürmische See.

    Zuletzt geändert von Exilfranke; 10.10.2018, 12:55.
    http://www.wetteran.de

  • #2
    Bild 16: Die Ostwand des Koncistá.



    Bild 17: Blick in den Talkessel, mittig hinten der Kostolík (2262m).

    Zu diesem Zeitpunkt erreichte der Wind Sturmstärke, subjektiv die stärksten Winde der gesamten Wanderung, geschätzt über 100 km/h.



    Bild 18: Gegenüber sieht man schon die Fortsetzung des Höhenwegs.

    Zuvor war aber noch der windexponierte Blockgürtel am Südrand des Sees zu überwinden.



    Bild 19: Richtung Talboden schien die Sonne, über der Niederen Tatra hingen flache Schnee- und Graupelschauer.



    Bild 20: Winter und Herbst in einem Bild.

    Für uns immer wieder beeindruckend die geringe Zersiedelung in dem weiten Talbecken.



    Bild 21: Der Weiterweg versprach schon das nächste drohende Unheil mit tiefhängenden Schauerwolken.



    Bild 22: Auch bei der Durchschreitung des Stolska dolina frischte der Wind wieder auf, aber nicht mehr so stark wie davor.



    Bild 23: Rückblick: Mittig das Slowakische Erzgebirge in ca. 60km Entfernung.



    Bild 24: Ausblick: Schneeverwehungen am Weg, teilweise zu Eis hartgepresst.

    Die letzte Querung auf über 2000m Höhe unterhalb des Tupá (2285m) hätte bei mehr Neuschnee heikel sein können wegen Lawinengefahr (Stufe 2 laut slowakwischem Lawinenwarndienst). Dafür lag aber zum Glück viel zu wenig.


    http://www.wetteran.de

    Kommentar


    • #3
      Bild 25: Das vorletzte Etappenziel in Sichtweite: Der Sedlo pod Ostrvou (1966m), links mit dem Ostrva (1984m).

      Gegenüber Patria (2203m) und Malá Basta (2288m). Dazwischen liegt unser Ziel, die Chata pri Popradske plese (1494m).



      Bild 26: Im Süden wieder großflächige Sturmschäden, hinten die längliche Ortschaft Stit an der Bahnstrecke, dahinter der Höhenzug des Smolnik (995m).



      Bild 27: Nur noch wenige Meter zum Sattel mit dem Gipfel dahinter, den wir windbedingt ausließen.

      Über den Gipfeln senkt sich die Wolkendecke wieder, der kräftigste Schneeschauer des Tages naht schon.



      Bild 28: Zuvor dürfen wir aber noch einen weiten Blick in den Talkessel werfen:

      Links die Verlängerung des Mengusovska dolina mit dem Velké Hincovo pleso am Talschluss, unser Ersatzziel für den Rysy am Folgetag. Zum Rysy wäre es hinter dem Velká kopka (2354m) in Bildmitte gegangen, dessen Felsriegel (Propradsky hreben) sich steil nach Süden schiebt. Rechts das Zlomisková ková dolina, das sich in drei Zweige mit dem Dracie pleso, Rumanovy pleso und L'adové pleso aufteilt. Gegenüber rechts der Vysoká (2337m), dahinter stünde der Rysy.



      Bild 29: Abstieg hinter dem Sattel zur schon (noch) sichtbaren Hütte.

      Insgesamt 28 Kehren führen in den Kessel hinab. Von hier oben würde man nicht vermuten, dass trotz des extrem steilen Geländes ein so bequemer Steig angelegt wäre. Die Kehren sind großteils sehr flach und entsprechend auch bei diesen Witterungsbedingungen gut zu gehen.



      Bild 30: Minuten vor dem einsetzenden Schneeschauer.



      Bild 31: Dann fängt es stark zu schneien und graupeln an.

      Bei dichtem Schneetreiben war der Weg zwischenzeitlich kaum noch zu sehen, alles eine homogene weiße Masse.



      Bild 32: Verwehungen.

      Dem Untergrund nach zu urteilen war die Schneedecke kein Nachteil, angenehmer zu begehen als loses Geröll oder grobe Steine.



      Bild 33: Der Schneeschauer zieht langsam ab, im Hintergrund zeigen Schneefahnen die nächsten kräftigen Windböen an.

      Am 20. Jänner 1974 ereignete sich eine große Lawine, die bis zur Hütte reichte und dabei eine Schulklasse verschüttete.



      Bild 34: Blick ins Zlomisková ková dolina, dahinter mächtige Quellwolken des nächsten Schneeschauers.



      Bild 35: Karl wartet schon mit einer guten und schlechten Nachricht.

      Die gute Nachricht war, dass der unerfahrene Hannoveraner, der vorher noch nie wandern war, mit seinem slowakischen Kollegen wohlbehalten in der Hütte angekommen ist. Wir hatten ihn am ersten Tag auf der Chata pri zelenese getroffen, er war seilgesichert im Steilgelände über den Baranie sedlo zur Téryho chata geführt worden. Unvernünftig und fahrlässig in aller Augen. Tags darauf sahen wir einen Rettungshubschrauber mehrmals ins Tal hineinfliegen, auf der Seite des slowakischen Lawinenwarndiensts war von einem verunglückten deutschen Touristen die Rede. Ich fürchtete schon das Schlimmste. Zu Unrecht glücklicherweise.

      "Die schlechte Nachricht is: Es is a Krachmusik drinnen!"

      Wie sich später zu meiner Erleichterung und sogar zur großen Überraschung herausstellte, spielten sie sogar Rock und Grunge auf der Hütte, auch einzelne Metal-Klänge dazwischen. Solltet ihr noch eine Berghütte kennen, die am Abend ein ganzes Nirvana-Album rauf und runterspielt, lasst es mich bitte wissen!



      Bild 36: Rückblick zur abgestiegenen Rinne am Sattel, ein Meisterwerk an Steiganlage.



      Während wir zu Abend aßen, ging schon der nächste kräftige Schneeschauer nieder. Am ersten Abend blieb es relativ ruhig, ehe am zweiten Abend eine Schulklasse ankam. Die Essensauswahl war großzügig, ich aß Hühnerschnitzel mit Pommes und Salat, am nächsten Tag Hirschgulasch mit Böhmischen Knödeln.

      Für die Benutzung der Betten empfehle ich trotz "frischer" Bettwäsche einen Hüttenschlafsack, mein Bett war nämlich leider von Wanzen befallen, was ich zu spät bemerkt habe (aua).
      Sonst keine Beanstandungen.

      Gruß,Felix

      http://www.wetteran.de

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      • #4
        Hallo Felix,
        vielen Dank für den herrlichen Bericht. Ich habe 10 Jahre in der Slowakei gewohnt, und der Bericht erweckt viele Erinnerungen. Wie ja schön auf Deinen Bildern zu sehen ist, scheint unten im Tal Richtung Poprad die Sonne, und in den Bergen tobt das Wetter. Die Hohe Zatra ist ein wahrer Wind und Wolkenfänger, dementsprechend hoch sind im Sommer und im Winter die Niederschlagsmengen. Die meisten Täler sind ja im Winter gesperrt, zum einen wegen des Naturschutzes, aber auch wegen der oft hohen Lawinengefahr.
        lG, Thomas
        Gruss Thomas
        www.segeln-und-klettern.de

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        • #5
          Ach die Hohe Tatra - danke für die Eindrücke. Meine Eltern schwärmen noch heute von ihren Urlauben dort in den 1980er Jahren. Bisher hab ich einen Besuch immer zugunsten anderer Ziele aufgeschoben.

          Für mich als Betrachter sehen die Bilder vom Wintereinbruch wirklich klasse aus. Schnee und Wolken erzeugen eine bishweilen gar mystische Stimmung. Ihr hingegen hättet euch sicher mehr Sonne gewünscht oder

          p.s. Da du kein Wort darüber verlierst. Abgesehen vom lesefreudigen Meister Petz hattet ihr keinen Bärenkontakt oder?
          "Meine Spur ziehe ich am liebsten, wohin keine andere führt. Ich kann zurückblicken und sie beurteilen, was ich sonst nicht könnte, weil sie sich durch die vielen anderen verlieren würde.
          Auch mein Leben will ich unter Kontrolle haben. Darum gehe ich einen eigenen Weg, dem nicht jeder folgt." (Heini Holzer)

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          • #6
            Servus Felix,

            faszinierende Bilder aus der Hohen Tatra hast du mitgebracht!
            Dabei ist mir schon bewusst, dass ich sie vor dem Bildschirm entspannt genießen kann, da die Kälte und der beißende Wind hier nicht zu spüren sind...

            Ich hoffe, diese Gebirgslandschaft mit den zahlreichen Seen auch einmal selbst erleben zu können.
            Und kann schon aufgrund der Fotos gut verstehen, dass die Szenerie einen auch rasch zu einem zweiten Besuch verlockt.
            Lg, Wolfgang


            Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
            der sowohl für den Einzelnen
            wie für die Welt zukunftsweisend ist.
            (David Steindl-Rast)

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