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Hilfe zum Erstellen von Tourenberichten

Immer wieder haben einige User Probleme beim Erstellen eines Tourenberichtes, insbesondere beim Hochladen und Einfügen von Bildern.
Ihnen soll die folgende kleine Anleitung ein wenig Hilfe geben, wie ein Tourenbericht ganz kurz und schmerzlos erstellt werden kann

In sechs einfachen Schritten kann ein neuer Bericht leicht erstellt werden:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
2. Bilder verkleinern
3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
4. Bilder hochladen
5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes und Veröffentlichen



Im Folgenden werden die einzelnen Schritte ausführlich erklärt:

1. Bilder zum Bericht aussuchen
Möglichst aussagekräftige Fotos wählen, die auch die Route und wesentliche Details darstellen.
Gegen einzelne "schöne" Landschafts- und Blumenbilder ist natürlich nichts einzuwenden ...


2. Bilder verkleinern
Bewährt hat sich ein Format mit der längeren Bildkante 900 Pixel.
Damit läßt sich bei Speicherung als JPEG eine recht ordentliche Bildqualität erzielen, bei Photoshop etwa abhängig vom Sujet 80/100.


3. Im Forum "Toureninfo & Verhältnisse" das passende Unterforum auswählen
z.B. "Wanderungen und Bergtouren" - "Steiermark"
+Neues Thema wählen

Titel etwa nach dem Schema
Gipfel (Höhenangabe), Anstiegsroute, Gebirgsgruppe (ostalpin nach AVE)

Möglichst bis zu 5 aussagekräftige Stichworte vergeben.

Zum Bilderhochladen weiter mit der "Büroklammer".


4. Bilder hochladen
Möglichst bitte NUR so:
a) "Büroklammer"
b) "Anhänge hochladen"


4.1 Bilder auswählen
Abhängig vom eigenen Rechner/Betriebssystem.
Maximal 15 Bilder pro Posting sind derzeit zulässig, eine größere Bilderanzahl erfordert Folgepostings (Antworten).
(Bewährt hat sich auch, 1-2 Bilder weniger hochzuladen, um für spätere Ergänzungen eine kleine Reserve zu haben.)

4.2 Liste der hochgeladenen Anhänge
Die Auflistung ist leider nicht chronologisch nach Bildbezeichnung geordnet.

Im Textfeld die gewünschte Einfügeposition mit dem Cursor markieren,
bzw. die gelisteten Bilder in der gewünschten Reihenfolge einzeln als "Vollbild" oder "Miniaturansicht" platzieren.
Eine oder mehrere Leerzeilen zwischen den Bildern erleichtern später das Einfügen von Text.


5. Die Bilder mit dem Text ergänzen
Die Bilder sind nun in der richtigen Reihenfolge im Textfenster positioniert.
Ich bevorzuge im ersten Schritt die Positionierung als "Miniaturansicht".
Das erleichtert beim Texteinfügen die Übersicht.
Muß aber nicht sein, natürlich lassen sich die Bilder auch gleich als Vollbild (also in der hochgeladenen Größe) platzieren.

5.1 Text
Jetzt kann der Text ergänzt werden.
Möglichst über dem Foto - ich finde das übersichtlicher ...
Der Text kann natürlich auch vorher erfaßt werden und anschließend einkopiert werden.

5.2 Bildgröße ändern
Wurden die Bilder vorerst als "Miniaturansicht" platziert, können sie einfach auf das finale Darstellungsformat skaliert werden:
a) Doppelklick auf die "Miniaturansicht" öffnet ein Pop-Up-Fenster
b) unter "Größe" idR "Vollbild" wählen
c) OK


6. Fertigstellen/Kontrollieren des Berichtes
Anschließend sollte der Bericht noch in der "Vorschau" kontrolliert werden.
In manchen Fällen muß zur Ansicht der "Vorschau" ziemlich weit nach unten gescrollt werden!

6.1 Veröffentlichen des Berichtes
Zum Schluß noch auf "Abschicken" klicken - und nach einer kurzen "Nachdenkpause" des Servers ist der Bericht online.



Nach dem ersten Durchlesen dieses Leitfadens mag das Erstellen eines Berichtes etwas kompliziert erscheinen - ist es aber nicht:
Viele Tourenberichte schreiben hilft sehr.

Die Reihenfolge der einzelnen Schritte ist nicht so starr wie es hier scheinen mag; natürlich kann auch zuerst der Text erstellt werden und die Bilder nachträglich eingefügt.

Änderungen am fertigen Bericht sind für den Ersteller 24 Stunden lang möglich, bei der Berichtigung später entdeckter Fehler hilft gerne ein zuständiger Moderator. Ebenso beim Verschieben eines Berichtes in das richtige Tourenforum.

Viel Freude bei euren Bergtouren UND dann beim Berichteschreiben,


P.S.: Diese Anleitung, ergänzt um verdeutlichende Screenshots, findet ihr auch unter http://www.gipfeltreffen.at/forum/gi...ourenberichten
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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

Alle Forumsuser/-innen sind aufgefordert, das Regelwerk zu lesen und sich daran zu halten!

1) Registrierung

Die Registrierung und Benutzung unserer Foren ist kostenlos. Es ist registrierten Teilnehmern/-innen (Usern/-innen) erlaubt, den Forums-Account bis auf Widerruf im Rahmen der vorgegebenen, jederzeit änderbaren Forumsregeln für private Zwecke zu nutzen. Ein späteres Löschen des Forums-Accounts sowie der ins Forum eingebrachten Inhalte oder Bilder ist nicht möglich. Auf Wunsch des Benutzers kann der Account stillgelegt werden. Der Benutzername kann dann von niemandem mehr benützt werden und wird vor Missbrauch geschützt.

2) Hausrecht

Die Forenbetreiber legen Wert auf die Tatsache, dass alle User/-innen Gast in diesem Forum sind und die Betreiber als Gastgeber bei Bedarf ihr Hausrecht jederzeit ausüben können und auch werden. User, die sich überwiegend darauf beschränken zu provozieren, werden ausgeschlossen.

3) Haftung

Die von Usern/-innen verfassten Beiträge stellen ausschließlich die persönliche, subjektive Meinung des Verfassers dar, und keinesfalls die Meinung der Betreiber und Moderatoren dieses Forums. Die Forenbetreiber übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der ausgetauschten Informationen.

4) Umgangston

Die Forenbetreiber erwarten von allen Usern/-innen, sich an die Netiquette zu halten. Auf einen wertschätzenden, höflichen Umgangston wird Wert gelegt.

5) Thementreue

Die Forenbetreiber legen großen Wert auf Thementreue der Beiträge und Übersichtlichkeit von Threads, um den Informationsgehalt des Forums möglichst hoch zu halten. Überschneidungen der Inhalte verschiedener Threads sind zu vermeiden.

6) Verboten ist/sind:

- Beleidigungen, Sticheleien und Provokationen (auch per PN);
- Politische oder religiöse Themen;
- Rechtswidrige Inhalte (unter anderem rechtsradikale oder pornografische Inhalte, Hackinganleitungen, Verstöße gegen das Urheberrecht) sowie das Verlinken zu Seiten mit solchen Inhalten;
- Die Verwendung von fremdem Bildmaterial, Kartenausschnitten und Topos ohne Zustimmung des Autors;
- Die Veröffentlichung von persönlichen Nachrichten (PN), E-Mails oder dergleichen ohne Zustimmung des Verfassers;
- Das Aufdecken der Identität oder die Preisgabe persönlicher Daten eines Users/Moderators/Administrators;
- Werbung für konkurrenzierende Plattformen;
- Das Führen von Doppel- oder Mehrfachaccounts;

7) Moderation:

Die Moderatoren/Administratoren werden von den Forenbetreibern bzw. ihren Vertretern ernannt.
Sie sind von den Forenbetreibern verpflichtet, für die Einhaltung der Regeln zu sorgen und somit ermächtigt, die von Usern/-innen bereit gestellten Inhalte (Texte, Anhänge und Verlinkungen) daraufhin zu prüfen und im Bedarfsfall zu bearbeiten, verschieben, zu löschen oder Themen zu schließen. Im Falle der Löschung von Beiträgen können auch jene Beiträge anderer User ganz oder teilweise entfernt werden, die auf einen gelöschten Beitrag Bezug nehmen.

Änderungen von Beiträgen werden - soweit irgend möglich – unter Angabe des Änderungsgrundes gekennzeichnet. Eingriffe, die den Sinn eines Beitrags verändern, werden nicht vorgenommen. Für die geänderten Teile eines Beitrags haftet der ursprüngliche Ersteller nicht.

Wer etwas gegen das aktive Handeln der Moderatoren/-innen vorzubringen hat, kann dies sachlich, mit konkretem Bezug und zeitnah (innerhalb von 6 Wochen ab Anlass) im Unterforum "Zum Forum/Moderation..." darlegen. In allen anderen Foren werden solche Postings im Sinne der Thementreue der Beiträge kommentarlos gelöscht. Bloßes „Mod-Bashing“ führt zu einer sofortigen Sperre.

Das Unterlaufen von Handlungen und Maßnahmen der Moderatoren ist nicht zulässig. Darunter fällt auch das Fortführen des Themas eines geschlossenen oder gelöschten Threads in einem neuen gleichartigen oder ähnlichen Thread. Ergänzungen und Hinweise von Moderatoren und Administratoren dürfen von Usern in deren Beiträgen nicht verändert oder gelöscht werden.

8) Profil/Signatur

Ein übermäßiges Ausnutzen der Signatur ist unerwünscht. Diese sollte vor allem eine maßvolle Größe haben. Nicht mit der Forumsleitung abgesprochene Werbung (für kommerzielle Angebote), Beleidigungen oder Anspielungen in der Signatur oder dem Profiltext werden nicht toleriert.

9) Werbung

Kommerzielle Werbung im Forum Gipfeltreffen ist kostenpflichtig (siehe Unterforum Werbung). Werbepostings müssten vor Platzierung mit der Forumsleitung vereinbart werden.

10) Gemeinschaftstouren/Bazar

Die Forenbetreiber stellen die Foren "Forum für Gemeinschaftstouren" und " Bazar" ausschließlich für private Kontaktzwecke zur Verfügung und gehen damit keinerlei Verpflichtungen oder Haftungen ein! Alle Kontakte in diesen Foren laufen ausschließlich zwischen den Usern/-innen und auf Basis des gegenseitigen Vertrauens. Bei nachweislichen Betrugsfällen stellen die Forenbetreiber alle vorhandenen Informationen zur Verfügung, um eine straf- und zivilrechtliche Verfolgung zu ermöglichen.

11) Regelwidriges Verhalten

User/-innen, die sich regelwidrig verhalten, werden per PN verwarnt und/oder gesperrt. Art und Dauer der Maßnahme richten sich nach der Schwere und der Häufigkeit der Regelübertretung/en. Die betroffenen User/-innen werden darüber per Mail informiert. Ein Posten unter einer anderen Registrierung in der Zeit der Accountsperre ist verboten und zieht automatisch eine Verlängerung der Sperre nach sich.

Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

12) Information

Die Forumsbetreiber behalten sich das Recht vor,
- alle registrierten User/-innen in unregelmäßigen Abständen über Themen rund um das Bergsteigen, alpiner Sicherheit, Risikomanagement und Weiterbildung per Mail zu informieren und
- dieses Regelwerk jederzeit abzuändern.

13) Nutzung von hochgeladenen Anhängen

Die User/-innen stellen den Forenbetreibern die eingestellten Bilder sowie sonstige Anhänge zur Nutzung im Forum zur Verfügung. Eine darüber hinaus gehende Nutzung der eingestellten Bilder und sonstigen Anhänge durch die Forenbetreiber erfolgt nicht.
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WICHTIG - BITTE BEACHTEN!!!

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05.01.2019 Wolfsberg (804m), Kreuzstein (833m), Hochgosch (878m), Zmölnigkofel (816m), Nockberge

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  • 05.01.2019 Wolfsberg (804m), Kreuzstein (833m), Hochgosch (878m), Zmölnigkofel (816m), Nockberge

    • Wegführung: Spittal/Drau Hbf (10.20) - St. Wolfgang (745m, 11.00) - Wolfsberg (804m, 11.28) - Kreuzstein (833m, 12.15) - Kreuzstein (Grenzstein, 12.30)- Hochgosch (878m, 12.50) - Zmölnigkofel (816m, 13.20) - Egelsee (13.45) - Seesüdseite (642m, 14.25) - Grenzstein (15.00) - Edling - Spittal Hbf. (16.24)
    • Länge: 24,0 km
    • Höhenmeter (Aufstieg): 800 hm
    • Gehzeit Gesamt (inkl. Fotografierpausen): ca. 5,5 Std.
    • Viecher: 1 Schwarzspecht


    Extremwetterlage. Massive Neuschneemengen entlang der Alpennordseite. Straßensperren, Gefahr größerer Lawinenabgänge. Schon der Nordstau zur Wochenmitte hatte die Lawinengefahr auf 3-4 ansteigen lassen. Am Freitag rückte eine markante Warmfront nach, der Okklusionspunkt lag am Samstagmittag ungefähr über dem Salzburger Land. Dahinter strömte wieder Höhenkaltluft heran (in 1500-3000m ungefähr gleichbleibende Werte, in 5,5km Höhe 3-4 Grad kälter). Damit griff der Nordstau im Tagesverlauf auf die Alpensüdseite über. Dazu noch mehr im Laufe des Berichts.

    Ich wusste, dass man bei diesen Bedingungen mit Schneeschuhen nirgendwo was verloren hatte und flüchtete daher in den Süden. Viel Spielraum bestand bei der noch kurzen Tageslänge nicht, also suchte ich eine Route in der Nähe zu einem größeren Bahnhof. In dem Fall Spittal an der Drau. Dort hielt sich in der Früh noch Frostluft, dafür schien bereits die Sonne. Schon die Fahrt mit dem RJ verlief kaum ohne offen stehende Münder angesichts der tief verschneiten Landschaft, insbesondere im hinteren Gasteiner Tal. Dann gings durch den Tunnel und bei Mallnitz war der Schnee weitgehend durch den stürmischen Nordföhn verblasen bzw. zu mächtigen Wechten aufgetürmt.

    Dahinter befand sich Neuland für mich, die Tauernstrecke ist zu beiden Seiten spektakulär, einerseits der Blick ins Mölltal, andererseits in die Schluchten bergseitig, zur Ruine Oberfalkenstein und zur alten Trasse der Tauernbahn mit aufgelassenen Tunneln und Pfeilern der Viadukte, wie beim Zwenbergtunnel. Dann erreichten wir den Talboden, wo sich über Spittal eine markante Dunstschicht hielt, unter der sich die seichte Frostluft verberg. Darüber wehte laut Messstation in Millstatt bereits Nordföhn mit Plusgraden. Ich brauchte knapp fünfzehn Minuten bis zum Beginn des Fußwegs nach St. Sigmund.

    Bild 1: Sonnenschein beim Anstieg über den anfangs schmalen Fußweg.



    Bild 2: Blick auf Spittal/Drau und die seichte Dunstschicht.



    Bild 3: Temperaturverlauf und Windmittel/spitzen an den Stationen Spittal/Drau (544m) und Millstatt (716m) - Quelle: zamg.ac.at (wetter aktuell)

    Bei beiden Stationen fand das Nordföhnmaximum kurz nach 13 Uhr Lokalzeit statt, bei Millstatt brach der Föhn schon in der Früh durch, in Spittal erst kurz nach 13 Uhr. Insgesamt stieg die Temperatur in Spittal um 15 Grad innerhalb 5 Stunden. Während der Föhn in Spittal später wieder abhob und der Wind auf Südost zurückdrehte, wehte der Nordföhn in Mittstatt bis zur zweiten Nachthälfte durch. An beiden Stationen auffällig ist der Temperaturrückgang trotz Föhn am Nachmittag, was mit den übergreifenden Niederschlägen und starker Verdunstungskälte erklärbar ist.



    Bild 4: Reißeckgruppe mit Hocheck (2432m), Gurglitzen (2352m), Hohe Leier (2774m) und Gmeineck (2592m)

    Aus dieser Perspektive ist es schwer vorstellbar, dass jenseits des Alpenhauptkamms ein Schneesturm wütet. Lediglich ein paar dünne Cirrostratusfelder zeugen von der Wetterscheide.



    Bild 5: Zoom auf ein Stück Erinnerung.

    Bei der Anreise zum Moderatorentreffen 2014 von gipfeltreffen.at wanderten wir auf die Böse Nase (2227m), dem kecken Vorgipfel unterhalb des Gurglitzen. Im Hintergrund Sonnblick (2515m), Kleine Leier (2630m) und Hohe Leier (2774m). Der andauernde Nordföhn hat den Gipfelgrat weitgehend abgeblasen. Schnee wurde bis ins Tal verfrachtet, während der Rücken zum Mölltal hin bis zur Waldgrenze schneefrei ist.



    Bild 6: Skigebiet Goldeck (2142m) mit dürftiger Schneelage.

    Die Kaltlufthaut ist immer noch erkennbar, verschwindet aber zusehends. Sollte ich nochmal in den Süden flüchten müssen, wäre das Goldeck oder zumindest die vorgelagerte Goldeckhütte (1929m) eine Alternative zu meterhohem Schnee.



    Bild 7: Erstes Highlight meiner Wanderung ist die Wolfgangskirche.

    Die Kirche wurde ab 1177 erstmals urkundlich erwähnt, der Chor stammt aus dem Jahr 1446, der Turm aus der romanischen Zeit.



    Bild 8: Sehenswert sind auch die karolingischen Ziertafeln aus dem 9. oder 10. Jahrhundert beim Westeingang.



    Bild 9: Schlichtes Langhaus mit Rundbogenfenstern und spätgotischem Chor.



    Bild 10: Fresken rechts vom Hauptaltar.



    Hatte ich nach Tunnel bei Mallnitz kein Internet, aber zumindest GPS-Empfang, verhielt es sich nach dem Neustart vom Handy leider umgekehrt. Phasenweise Netz, aber kein GPS mehr. Das war sehr ärgerlich, denn ich kannte mich Null aus und hatte drei weglose Gipfel geplant. Erschwerte Bedingungen also, andererseits gut, um in meistens harmlosen Gelände das Orientierungsvermögen zu trainieren.

    Bild 11: Lenkenspitz (2298m) und Kleiner Kreuzeck (2505m), rechts Geierspitz (2403m), Kreuzeckgruppe.





    Bild 12: Blick nach Norden zum Tschniernock (2088m), Hochpalfennock (2099m9 und Tschierweger Nock (2010m), rechts schließt die Millstätter Alpe (2091m) an.



    Bild 13: Den ersten Gipfel finde ich auch ohne GPS, ein gut ausgetretenes Steiglein gibt den Weg vor.



    Bild 14: Wolfsberg (804m) neben dem gleichnamigen Tunnel der Tauernautobahn.



    Bild 15: Im Abstieg sonnige Blicke zum Goldeck.


    http://www.wetteran.de

  • #2
    Bild 16: Winterphänomen: Kammeis!

    Feuchtes Erdreich und trocken-kalte Luft erzeugen ein Dampfdruckgefälle, das die Feuchtigkeit aus dem Boden zieht und sofort gefrieren lässt. Wegen der Dichteanomalie des Wassers dehnt es sich immer wieder aus und zerstört so sukzessive den Forstweg.



    Bild 17: Wie Svarowskis Bergkristalle, nur viel zerbrechlicher.



    Bild 18: Indian Summer im Hochwinter.



    Bild 19: Die Inversion im Tal ist verschwunden, der Föhn unmittelbar vor dem Durchbruch, die Sonne zunehmend hinter tieferen Wolken verborgen.

    Links noch einmal Kleiner Kreuzeck und Geierspitz, in Bildmitte Salzkofel (2498m), rechts im Schneetreiben verborgen Kehlluckerlkopf (2635m) und Polinik (2784m), Hausberg von Obervellach. Polinik kommt von slawisch Pol- für Mittag, typisch für Gipfel, die südlich einer größeren Ortschaft stehen, wo die Sonne mittags über dem Gipfel steht.



    Bei der Vielzahl an kleineren und größeren Erhebungen war es ohne GPS nicht leicht, ich entschied mich intuitiv richtig, vielleicht bin ich auch doch nicht so schlecht im Karten lesen.

    Bild 20: Tiefe Gräben durchziehen die Nordflanke des Kreuzstein.

    Da wusste ich, dass ich richtig war, denn die Gräben sind in der AMAP erkennbar.



    Bild 21: Am wohl eher selten bestiegenen Kreuzstein (833m).



    Bild 22: Gewaltige Blöcke am Nordhang der Erhebung, wie man sie überall am Millstätter Rücken findet. Reste eiszeitlicher Hinterlassenschaften.



    Bild 23: Kulturdenkmal Grenzstein.

    Erstmals 1533 als Kreuzstein mit eingemeißeltem Kreuz erwähnt. Hier befinden sich außerdem die Jahreszahlen 1653,1660,1766,1792 und 1958, die auf regelmäßige Kontrollgänge hinweisen. Die schalenförmige Vertiefung aus dem 16. Jahrhundert an der Oberseite des Findlings sollte vermutlich den Egelsee darstellen.



    Dann folgte der nächste weglose Abschnitt, zunächst ein paar verwirrende Wegkreuzungen, alles brav markiert, bis ich abkürzte in Richtung nächsten Gipfel. Dort fand ich am steilen Südhang einen aufgelassenen, sehr alten, befestigten Forstweg und zum Schluss steil über einen Moos bewachsenen Hang hinauf auf das Plateau des Hochgosch.

    Bild 24: Bequemer Jägersitz, links im Hintergrund der eigentliche Gipfel.



    Bild 25: Großer Grenzstein am Gipfel des Hochgosch (878m).

    Der Hochgosch war im Frühmittelalter Standort einer Fluchtburg bzw. Wallanlage, bestehend aus einer Holz-Erde-Befestigung und steinernen Blendmauer. Der Ringwall war rund 700m lang. Mittels Laboruntersuchungen konnte die Bauzeit auf das Jahr um 860 bestimmt werden. Mangels größerer Funde wird aber vermutet, dass die Wallanlage höchstens kurze Zeit bestanden hat.



    Der nächste kleine Gipfel war erstmals markiert. Im neueren Kartenwerk wird er Lug-ins-Land (816m) genannt, landläufig ist er unter dem älteren Namen Zmölnigkofel bekannt, im Mittelalter Stermitz (slawisch: steiler Abhang) genannt. Die ältesten Funde stammen aus der Kupferzeit.

    Bild 26: Blick nach Südosten zum Dobratsch (links), rechts Kabesnock (1820m), Riednock (1537m) und Golsernock (1561m), Gailtaler Alpen.



    Bild 27: Verdeckter Blick auf Spittal an der Drau.



    Bild 28 und 29: Freigelegtes Mauerwerk aus der Spätantike (4.-6. Jahrhundert).




    http://www.wetteran.de

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    • #3
      Bild 30: Egelsee (von Ecksee) und Hochgosch dahinter.



      Bild 31: Eislaufen bei Plusgraden und föhnigem Nordwind.



      Eigentlich wollte ich noch auf den Hahnenkofel, aber dann wäre es mit dem Tageslicht knapp geworden. Und ohne GPS wollte ich das nicht riskieren. Aber ein Abstecher zum Millstätter See, an dem ich noch nie war, sollte drin sein. Also folgte ich dem Fahrweg Richtung Schloßvilla bis zur Abzweigung zurück zum Hochgosch.

      Bild 32: Stürmischer Nordföhn am Südufer.



      Bild 33: Ortsteil Pesenthein von Millstatt, auf einem Schwemmkegel des Pöllandbachs errichtet, der unterhalb der Millstätter Alpe entspringt.



      Bild 34: Blick auf Millstatt mit dem gleichnamigen Stift und Stiftskirche.

      Das Stift wurde um 1070 gegründet und ist für seinen Kreuzgang und die bedeutende romanische Tiersymbolik bekannt. Funde karolingischer Flechtwerksteine und Reliefplatten (wie bei St. Wolfgang) deuten auf eine Kirchengründung schon im 8. oder 9. Jahrhundert hin. Bei der Stiftskirche handelt es sich um eine ehemalige romanische Pfeilerbasilika.



      Bild 35: Wieder im Anstieg zurück auf den Rücken bietet ein Schlag nochmal einen letzten Blick auf den See.

      Die Sonne erfasst nur noch das Nordufer, Regen- und Schneeschauer greifen bis auf die Südhänge der Nockberge über.



      Bild 36: Abenteuerliche Hochsitzkonstruktion.



      Bild 37: Vorbei am Nordhang des Wolfsbergs, dieses Mal am markierten Weg.



      Bild 38: Elfernock (2031m) und Dobratsch (2166m)



      Im Abstieg vom Wolfsberg verfehlte ich erst die Fortsetzung des markierten Wegs, der mich direkt zum Ausgangspunkt gebracht hätte, und dann übersah ich auch den Fußweg um den Edlinger Friedhof. Also ging ich einen weiten Bogen und dann die lange Hauptstraße durch Edling an der Kirche vorbei.

      Bild 39: Das Renaissance-Schloss Porcia in Spittal an der Drau.

      Ab 1534 im Auftrag des Grafen Gabriel von Salamanca-Ortenburg (1489-1539) erbaut und erst 1597/1598 fertiggestellt. Heute für Konzerte genutzt.



      Bild 40: Track (nachgezeichnet) auf der AMAP:



      Bild 41: Übergreifender Nordstau.

      Mittags noch größere Sonnenfenster im Drautal, am Nachmittag mit einfließender Höhenkaltluft übergreifende Schauer auf die Alpensüdseite.



      Beim Bahnhof hätte ich gerne was anständiges gegessen, aber ich fand nur einen Bäcker. Aber Mehlspeisen und Kaffee waren auch in Ordnung, dazu konnte ich auf einem Heizkörper sitzen und die Wartezeit bis zum pünktlichen RJ verging schnell. Pünktlich trotz andauernden Schneefalls auch die Ankunft in Salzburg, wo der Schneefall ab Mittag unterhalb von 600m Höhe leider in Regen überging und die Straßen in Gatsch verwandelte.

      Erwähnenswert zuletzt auch, dass mit einströmender Höhenkaltluft und absinkenden Wolkenobergrenzen zunehmend die Eiskeime fehlten und damit die Grundlage für Schneeflocken, was den zeitweiligen Übergang in Nieselregen in Südbayern und am Alpennordrand erklärte.

      Gruß,Felix
      http://www.wetteran.de

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      • #4
        Wunderbar kein Schnee im Süden, Schönes Ausweichziel.
        Lg. helmut55

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        • #5
          Servus Felix,

          vielen Dank für den sehr interessanten Bericht!

          Angesichts der Schneemassen, in denen die österreichischen Alpen am Hauptkamm und nördlich davon aktuell versinken, wirken die bis in mittlere Höhen aperen Hänge in Kärnten geradezu unglaublich.

          Mit ihrer sehr individuell gewählten Route, weglosen Abschnitten sowie mehreren kulturell oder geschichtlich interessanten Plätzen muss es eine Wanderung ganz nach deinem Geschmack gewesen sein.
          Lg, Wolfgang


          Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
          der sowohl für den Einzelnen
          wie für die Welt zukunftsweisend ist.
          (David Steindl-Rast)

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          • #6
            Servus Felix !

            Eine Weile hab ich diesmal gebraucht, um nach Deinem whatsapp die richtige Region zu finden.

            Interessant, wie wenig Schnee da "hinter den Bergen" liegt, da hast Du ein ausgezeichnetes Ausweichziel genützt.

            LG, Günter
            Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
            (Marie von Ebner-Eschenbach)

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