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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

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Die Forenbetreiber erwarten von allen Usern/-innen, sich an die Netiquette zu halten. Auf einen wertschätzenden, höflichen Umgangston wird Wert gelegt.

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Die Forenbetreiber legen großen Wert auf Thementreue der Beiträge und Übersichtlichkeit von Threads, um den Informationsgehalt des Forums möglichst hoch zu halten. Überschneidungen der Inhalte verschiedener Threads sind zu vermeiden.

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- Politische oder religiöse Themen;
- Rechtswidrige Inhalte (unter anderem rechtsradikale oder pornografische Inhalte, Hackinganleitungen, Verstöße gegen das Urheberrecht) sowie das Verlinken zu Seiten mit solchen Inhalten;
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11) Regelwidriges Verhalten

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Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

12) Information

Die Forumsbetreiber behalten sich das Recht vor,
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Presanella Nordwand - 27.-31.Oktober 2017

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  • Wette
    hat ein Thema erstellt Presanella Nordwand - 27.-31.Oktober 2017.

    Presanella Nordwand - 27.-31.Oktober 2017


    Sobald man sich wieder in Bewegung setzt, kehrt mit jedem Meter das Leben zurück in die unterkühlten Zehen und Finger. Um den Körper nach der Warterei wieder auf Betriebstemperatur zu bringen, drück ich ein wenig aufs Tempo. Bisher geht es gut voran. Im griffigen Styroporschnee finden die Eisgeräte und Steigeisen soliden Halt, sodass ich bald wieder neben Richard am Stand stehe. Viele Schrauben hat er nicht gesetzt – bei den bisher guten Bedingungen hätte man das Seil vermutlich noch im Rucksack lassen können. Doch die mentale Stütze tut gut. Während man höher und höher steigt, verirren sich die Blicke immer wieder zwischen den Beinen hindurch auf den weit unter uns gelegenen Gletscher. Wir sind mittlerweile gut 250m über dem Einstieg. Da beruhigt es ungemein, mit einem Seil verbunden zu sein, das einem beim möglichen Fehltritt vor dem Sturz ins Leere bewahrt. Die ersten 150m ließen sich im angenehmen Trittschnee und bei etwa 45° ja noch entspannt frei gehen, doch mit kontinuierlicher Aufsteilung der Wand macht sich langsam die Psyche bemerkbar.



    Aber woher soll die Selbstsicherheit auch kommen, wenn die Routine fehlt? In solchen Momenten kann das Seil dem angespannten Geist das Vertrauen in den eigenen Körper und Fähigkeiten zurückgeben. Natürlich verlieren wir so etwas Zeit, doch indem wir um 4Uhr in der Früh gestartet sind, haben wir genügend Puffer eingebaut. „Sieht gar nicht mal so einfach aus“ bemerkt Richard und deutet mit einem Kopfnicken nach oben, während ich am Standplatz gerade meine Selbstsicherung einhänge. Meine Blicke wandern zur Schlüsselstelle der Tour. Aus dem anfänglich noch recht breiten Einstiegsbereich ist mittlerweile eine schmale Rinne geworden und etwa zehn Meter über uns verstellt ein breiter Felsriegel den Weiterweg. Sechs bis sieben Meter ragt dieser steil – beinah senkrecht – empor. Zudem ist er mit einer wenige Zentimeter dicken Eisschicht überzogen, die nicht nur das Klettern erschwert, sondern vor allem das Anbringen von Zwischensicherungen unmöglich macht. Puh, das wird spannend werden. Doch noch finde ich Gefallen an dieser Herausforderung und freue mich beinah, dass ich nun wieder an der Reihe bin. Nach ein paar Metern kann ich sogar nochmal eine Schraube setzen. Sie geht zwar nicht gänzlich rein und stößt auf Fels, doch besser als nichts. Dann stehe ich auch schon direkt unter dem Felsriegel. So richtig einladend wirkt die Sache nicht. Als Richard mein kurzes Zögern bemerkt, zeigt er rechts auf ein kleines Schneefeld: „Vielleicht geht’s da ja besser.“ Ja, nen Versuch ist es wert. Um dorthin zu gelangen, muss ich über Felsen rechts aus der Rinne steigen, aber die Eisgeräte beißen sich im windgepressten Schnee gut fest. „Geht super“ rufe ich hinunter, steige weiter aufwärts und frohlocke innerlich bereits. Nur wenig später muss ich allerdings erkennen, dass der Schnee hier drüben zunehmend schlechter wird und immer weniger Halt bietet. Im Eifer gehe ich noch ein Stück weiter, schließlich bin ich doch schon auf Höhe des oberen Endes vom Felsriegel. Links wartet der Weiterweg in der Rinne, keine zehn Meter von mir. Aber ich komme nicht hinüber. Auch weiter hinauf geht es nicht. Die Pickel greifen ins Leere. Wohin ich mich auch bewege, überall loser Pulverschnee. Ich wühle einiges davon weg, aber ein Meter darunter lauert steiler, abwärts geschichteter Fels. Die Steigeisen rutschen daran ab und je mehr ich mich in alle Richtungen bewege, desto instabiler wird mein Stand. Also halte ich inne, suche stattdessen mit den Augen umher und hoffe auf eine glückliche Fügung. Natürlich registriert auch Richard, dass es nicht weiter geht. „Wie siehts denn da oben aus?“ ruft er empor. „Scheiße!“ – mehr fällt mir auf Anhieb nicht ein. Wir sind zwar noch in Sichtkontakt, von seiner Mimik kann ich aber nichts mehr erkennen. „Kannst du wieder zurückkommen?“ Ich überlege nur kurz. „Sieht schlecht aus. Unter mir gibt der ganze Schnee nach. Ich muss jetzt irgendwie hier durch!“ Richard schweigt einen Moment, dann höre ich wieder seine Stimme: „Ok, aber pass auf. Also fallen sollteste jetzt nicht. Der Stand wird das womöglich aushalten, doch ohne Heli kommen wir dann hier vermutlich nicht mehr raus.“ Tja, das wollte ich doch hören. Ich schaue mich um, blicke die Wand hinunter, wobei die Aussicht nicht nur bis zum Gletscher sondern sogar bis ins Tal reicht. Ich atme tief durch.

    __________________________________________________ ________________________________________

    Vor zwei Tagen hatten wir noch dort unten gestanden. Der erste Blick auf die Wand war besonders eindrücklich gewesen – kein Vergleich zu der klassischen Frühjahrsansicht, wie sie in den zahlreichen Führern oder im Internet abgebildet war. Von der breiten Firnwand war nicht mehr viel geblieben. Es lag so wenig Schnee, dass überall die Felsen herausschauten.


    Schnell hatten sich erste Zweifel bei uns beiden breit gemacht. Vor allem stand die Frage im Raum, ob eine Begehung bei diesen Verhältnissen für uns überhaupt machbar wäre. Doch noch verschoben wir solche Überlegungen. Schließlich sollten wir im Winterraum der Rifugio Stella Denza noch viel Zeit zum Nachdenken haben. Für den kommenden Tag war alpenweit Sturm angekündigt, von Böen mit bis zu 100Km/h war die Rede. Im kalten Hüttchen ohne Ofen ließen wir einen kompletten Tag und zwei Nächte verstreichen, während von draußen der Wind gegen die Fenster peitschte. Wir hatten uns für diese ereignisarme Zeit vorsorglich allerlei Ablenkungen mit hinauf gebracht: Würstchen, Suppen, reichlich Schokolade und Kaffee, aber auch zwei Flaschen Wein und ein Kniffel-Spiel. Dennoch trieb uns das eklige Wetter immer wieder aufs Neue ans Fenster oder vor die Hütte, um in die steile Wand zu schauen. Geht es oder geht es nicht?


    Immer wieder wechselten wir unsere Meinung. Zwei Tage zuvor war die Westwand der Presanella über den Eiswulst begangen worden. Die schönere Linie ging zwar definitiv über den schmalen Firnstreifen durch die klassische Nordwand, aber wäre jene vielleicht die bessere Alternative? Oder gar doch nur der Normalweg? Unsere Pläne schwankten nun immer wieder hin und her – beinahe wie draußen der Wind.
    Zu unserer großen Überraschung hatten wir bereits am Morgen zwei Punkte am Einstieg der klassischen Nordwand erspäht. Im gleichmäßigen Tempo waren sie weiter nach oben gestiegen, bis eine dichte Wolkenwand sie verschluckte und wir sie aus den Augen verloren. Ging es also doch? Während wir noch überlegten, erschien obendrein eine dreiköpfige Gruppe aus dem Tal bei uns an der Hütte. Es waren ein Mann um die 40 mit seiner Frau und seinem Vater. Der jüngere Mann erklärte, dass sie jedes Jahr am gleichen Tag diesen Ort aufsuchten, da sein Jungendfreund vor über einem Jahrzehnt hier bei einer Bergtour ums Leben gekommen war. Als sie von unserem Vorhaben hörten, schüttelte vor allem der ältere Mann bedächtig seinen Kopf. „Das wird nichts. Viel zu wenig Schnee. Wie gesagt: Wir sind jedes Jahr Ende Oktober hier. Aber so arg hat die Wand noch nie ausgesehen.“ Als wir ihm erklärten, dass wir erst am Morgen zwei Personen in der Rinne gesehen hatten – noch dazu bei dem Sturm – wollte er es kaum glauben. Gemeinsam starrten wir alle gebannt die mittlerweile wieder wolkenfreie Nordwand hinauf. Dann gab der Jüngere uns sein Fernglas: „Na vielleicht hilft euch das weiter.“ Unter der Vergrößerung folgten wir der Rinne Stück für Stück nach oben. Mehrere Felspassagen schauten heraus, welche aber vermutlich alle umgangen werden konnten. Nur etwas oberhalb der Wandhälfte stellte sich ein Felsriegel in den Weg, der wohl überklettert werden musste. Ja, das würde der Knackpunkt der Tour sein – Richard und ich waren uns beide einig. Aber ob machbar oder nicht, das stand weiterhin in den Sternen.




    Auf jeden Fall wollten wir die beiden Bergsteiger auf ihrem Rückweg abpassen, die wir zuvor in der Route gesehen hatten.
    Am frühen Nachmittag war es dann soweit. Wir saßen gerade beim wärmen Kaffee zusammen und Richard wehrte sich beim Kniffelspiel tapfer gegen die „Schande der Presanella“, als zwei kräftige Südtiroler den Winterraum betraten.

    Zuletzt geändert von Wette; 13.11.2017, 22:43.

  • Wette
    antwortet
    Tolles Bild Harald. Da sieht man doch mal ganz eindrucksvoll das Eisbollwerk der Westwand zu seinen besten Zeiten. Jetzt wird mir auch klar, warum Thomas damals Probleme mit dem spaltenreichen Zustieg hatte. Von dem bis heute vielzitierten Spaltenlabyrinth war bei uns - 35Jahre später - nicht mehr viel zu sehen. Man konnte die vergangen Ausmaße nur noch erahnen...

    Und wie weiß die klassische Nordwand aussieht - wohlgemerkt im August. Kaum zu glauben.


    Zitat von Wolfgang A. Beitrag anzeigen
    Von mir daher eine Rückmeldung mit einem komplett anderen Fokus:
    In deinem Text sind mir diesmal speziell die Sprünge in der Chronologie aufgefallen: Er beginnt mit der Schlüsselpassage, geht dann zum Warten und den Vorbereitungen zurück und springt schließlich ab der Schlüsselpassage wieder in die Tour selbst.[...] Deinen Bericht habe ich mit besonderer Spannung gelesen - vermutlich u.a. eben deshalb, weil er von der oft üblichen chronologischen Schilderung abweicht. Und ich finde, dass der Text auf seine Art ebenso von einer großen Fertigkeit zeugt wie das Bewältigen einer anspruchsvollen Route durch eine Eiswand.
    Vielen Dank Wolfgang für die netten Worte. Da fühl ich mich aber geschmeichelt.
    Ich hätte nicht damit gerechnet, dass jemand nochmal näher auf den Schreibstil bzw. die Gestaltung des Berichts eingeht. In der Tat wollte ich bewusst vom klassischen Aufbau weggehen und was Neues versuchen. Grundsätzlich verfolge ich ja das Vorhaben, von meinen größeren Touren nachher einen Bericht zu verfassen, der anschließend in mein handschriftlich geführtes Tourenbuch kommt (um Rückfragen vorweg zu kommen: ja, es ist sehr viel Aufwand). Auf Dauer wiederholt sich da natürlich vieles und nicht jede Tour kann immer hochspektakulär sein (das würden Körper und Geist wohl auch nicht lange mitmachen). Doch damit ging über die Zeit ein Motivationsverlust beim Schreiben einher. Einmal mit dem Höhepunkt der Tour - genau in der Mitte sozusagen - zu beginnen, war eine neue Herausforderung, die mir jüngst bei einer langweiligen Zugfahrt kam. Die Umsetzung war wie du schon sagst wirklich nicht leicht. Die Vorgeschichte musste für das Verständnis der größeren Zusammenhänge und Umstände irgendwie eingebunden werden, ohne aber beim Leser Chaos zu stiften und zugleich die grundsätzlich lineare Struktur aufzulösen. Daran habe ich wirklich lang gefeilt. Umso schöner, wenn dieser Anspruch registriert und das Ergebnis dann auch noch positiv aufgenommen wird
    Vielen Dank also nochmals für deine ausführliche Rückmeldung der etwas anderen Art. Ich ziehe daraus viel Energie und Motivation für neue "Schreibaufgaben"

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  • dokta
    antwortet
    Die Presanella N-Wand schaut - wie die meisten Eiswände leider auch - heutzutage traurig aus.

    Im August 1969 war sie noch wirklich schön:

    Presanella.jpg

    LG, Harald

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  • Wolfgang A.
    antwortet
    Gratulation zu eurer beeindruckenden Tour!

    Weiterführende Fragen sowie einen Gedankenaustausch zum Anstieg und seinen Anforderungen haben jene schon längst eröffnet, die selbst auf vergleichbaren Touren unterwegs sind.

    Von mir daher eine Rückmeldung mit einem komplett anderen Fokus:
    In deinem Text sind mir diesmal speziell die Sprünge in der Chronologie aufgefallen: Er beginnt mit der Schlüsselpassage, geht dann zum Warten und den Vorbereitungen zurück und springt schließlich ab der Schlüsselpassage wieder in die Tour selbst.
    Sprünge solcher Art sind ja in vielen Romanen oder Erzählungen üblich (und natürlich mindestens ebenso in Filmen). Ich nehme an, sie sollen vor allem dem Steigern der Spannung dienen.
    Mir scheint aber, man muss es auch beherrschen, in diesem Stil zu schreiben. Ansonsten wirkt das Ganze in erster Linie chaotisch, erschwert die Konzentration und lässt das Interesse schließlich erlahmen.
    Deinen Bericht habe ich mit besonderer Spannung gelesen - vermutlich u.a. eben deshalb, weil er von der oft üblichen chronologischen Schilderung abweicht. Und ich finde, dass der Text auf seine Art ebenso von einer großen Fertigkeit zeugt wie das Bewältigen einer anspruchsvollen Route durch eine Eiswand.



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  • Wette
    antwortet
    Danke für die Bilder. Wow. Wie sehr sich die Nordseite der Presanella verändert hat. Tatsächlich Manfred, es wirkt als hätten wir eine ganz andere Wand begangen.
    Besonders eindrücklich finde ich auch den Vergleich zwischen Winterbild (aus den 60ern/70ern?) und dem heutigen Zustand im Sommer. Ich hätte gedacht, dass auch im Sommer zumindest ein ganz kleiner Eisschlauch die Wand runterzieht. Ebenso interessant sind die Veränderungen in der Westwand. Der Eiswulst ist wirklich arg zusammengeschrumpft...

    Zitat von Tomaselli Beitrag anzeigen
    Leider habe ich in meinem Archiv nichts gefunden. Damals hatte ich noch keinen Fotoapperat, und Dias kopieren von Freunden war ja auch noch nicht so üblich. (Wenn ich damals gewusst hätte, dass ich 2017 dazu ein Foto brauche...). Gruss Thomas
    Manchmal vergesse ich, dass sich die (Foto)-Technik erst in den vergangenen 10-20 Jahren derart rasant entwickelt hat. In den 80ern sahen die Kameras natürlich noch etwas anders aus - und haben auch einiges mehr gewogen. Selbst wenn man sich eine leisten konnte, war die Überlegung sicher doppelt groß, diese auch auf die langen Touren mitzuschleppen. Und eben mal so auf den Auslöser drücken und dann hat man 200Fotos, von denen man sich die schönsten 20-30 Stück einfach am Computer aussuchen kann, ging ja auch nicht. Umso schöner ist es, dass zumindest ein paar Bilder noch aus der "alten Zeit" existieren

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  • Tomaselli
    antwortet
    Leider habe ich in meinem Archiv nichts gefunden. Damals hatte ich noch keinen Fotoapperat, und Dias kopieren von Freunden war ja auch noch nicht so üblich. (Wenn ich damals gewusst hätte, dass ich 2017 dazu ein Foto brauche...). Aber so, wie das Bild in der Eisbibel von Vanis hatte es zumindest auch nach meinen Erinnerungen ausgesehen. Komplizierter Zustieg mit viele Spalten und eine glatte Eiswand ohne Fels bis zum Gipfel. Wir hatten schon einen Versuch ein Jahr vorher, sind aber durch die Spalten in der Nacht nicht durchgekommen. Begangen habe ich die Tour dann im August 1982.
    Gruss Thomas

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  • tauernfuchs
    antwortet
    Zitat von Wette Beitrag anzeigen
    Ach und weil ich es aus deinem Kommentar nicht rauslesen konnte: Bist du die klassische Nordwand auch schonmal gegangen? Oder eine andere Route an der Presanella bzw. Vermiglio?
    Nein, diese Tour bin ich nie gegangen. Die Tour ist aber ein Pause/Vanis -Eis- Klassiker.

    Interessant, wie die Presanella-Nord anno dazumal ausgesehen hat:
    E01Pesanella.jpg

    Ihr habt eine völlig andere Wand begangen, oder?

    LG

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  • mountainrabbit
    antwortet
    Zitat von Fleisch Beitrag anzeigen
    Sehr großes Kino.


    Gratulation zu dieser eindrucksvollen Tour.

    LG, Günter

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  • Andreas W
    antwortet
    Zitat von Tomaselli Beitrag anzeigen
    Da war die Presanella Nord noch eine geschlossene Eiswand ohne Felsen
    Hallo,

    so sah die Wand heuer im Sommer aus (aufgenommen am 18.7.2017 von der Viozhütte).

    P1010977-1.jpg

    Von Eis kaum eine Rede.

    Liebe Grüße
    Andreas


    Zuletzt geändert von Andreas W; 15.11.2017, 20:27. Grund: kleiner Tippfehler

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  • Wette
    antwortet
    Zitat von Tomaselli Beitrag anzeigen
    Ich war schon lange nicht mehr in dieser Gegend und bin bei Deinen Bildern ziemlich erschrocken, wie die Eiswand in den letzten Jahren verschwunden ist. Ich habe die Tour 1982 gemacht. Da war die Presanella Nord noch eine geschlossene Eiswand ohne Felsen, nur so zum Hochlaufen....
    Gruss Thomas
    1982 ist lange her. Gibts davon noch Bilder? Ich mag den Vergleich zwischen alten und aktuellen Fotos bzw. Verhältnissen. Würde mich sehr freuen, wenn du das eine oder andere hier reinstellen würdest - vorausgesetzt natürlich, dass es nicht allzu viel Arbeit macht


    Zitat von tauernfuchs Beitrag anzeigen
    Gratuliere herzlich zu eurer Tour!
    Danke für den tollen Bericht, der auch wirklich packend geschrieben ist.
    So eine kleinere Fehleinschätzung des besseren Routenverlaufs – das kommt schon einmal vor. Immerhin seid ihr souverän wieder raus gekommen aus dem Verhauer.
    Im Übrigen – gut überstanden wächst man an so etwas. Wenn dir das wieder mal unterkommt, dass du so heikles Gelände mit wenigen Zwischensicherungen steigen musst, hilft dir das Wissen so etwas Ähnliches schon mal geschafft zu haben.
    Ich habe auch gestaunt, wie mager die seinerzeit so schöne Eiswand bereits aussieht, zweifellos ist sie dadurch auch anspruchsvoller geworden.
    Die Wahl der Jahreszeit passt für mich total gut, zuvor hat es Neuschnee gemacht, der hatte Zeit sich zu setzen, manchmal firnt er auch noch um.
    Wahrscheinlich hat der Sturm tatsächlich die Verhältnisse sehr verschlechtert als sie wenige Tage zuvor noch waren. Der Sturm fegt halt sehr oft den Schnee raus und dann tritt eben vor allem weiter sofort Blankeis zutage.
    Um diese Jahreszeit ist aber vor allem eine Gefahr gebannt, die speziell im Frühjahr bei angrenzenden Felsen nicht zu unterschätzen ist: Der Steinschlag infolge Ausaperung.
    Gut auch, dass ihr so zeitig aufgebrochen seid, so hattet ihr trotz eurer Episode noch genug Zeit für eine ordentliche Absicherung.
    Freut mich, dass euch das so schön gelungen ist!

    LG
    Danke dir Manfred für die ausführliche Rückmeldung. Ich weiß deine versierte und von zahlreichen Erfahrungen geprägte Meinung immer wieder sehr zu schätzen.
    Ich meine auch, dass man mit seinen Aufgaben wächst, solange man sich nicht völlig übernimmt. Die gewonnen Erfahrungen lass ich nun erstmal setzen und komme dann bei der nächsten Herausforderung gern drauf zurück

    Ach und weil ich es aus deinem Kommentar nicht rauslesen konnte: Bist du die klassische Nordwand auch schonmal gegangen? Oder eine andere Route an der Presanella bzw. Vermiglio?

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  • Fleisch
    antwortet
    Sehr großes Kino. Herrliche Lektüre. Ich hätte das unter Italien fast übersehen..

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  • Wette
    antwortet
    Zitat von Manfred9 Beitrag anzeigen
    Bravo!!!
    Super Tour und sehr eindrucksvoll geschildert. Da brauch ich keinen Krimi mehr zu lesen, so spannend war das.
    Das fasse ich mal als Kompliment auf. Vielen Dank Manfred
    Spannung und ein bisschen Drama sind in gewisser Weise das Salz in der Suppe eines guten Berichts. Gerade wenn die Bilder und die gezeigte Landschaft wenig Abwechslung bieten, so wie es in einer kalten, schattigen Nordwand oft der Fall ist. Was ich mir allerdings selbst immer wieder auferlege, ist das Vermeiden von künstlicher Spannung, wo in Wirklichkeit keine ist bzw. war. Fantastisch angehauchte Märchengeschichten braucht es hier im Forum schließlich nicht.
    Beim Verfassen des aktuellen Berichts war dies umzusetzen aber recht einfach: Während ich mir das Erlebte nochmal durch den Kopf gehen ließ, wurde es mir manchmal selbst zu spannend, sodass ich eher etwas weggelassen hab, als dass ich was hätte dazu dichten müssen

    Zitat von Hard85 Beitrag anzeigen
    Warum müsst du und tauernfuchs eigentlich immer im selben Monat eure großartigen Berichte schreiben? Da fällt die Wahl bei der Abstimmung dann immer so schwer...

    Genial geschrieben, sehr kurzweilig zu lesen, und natürlich eindrucksvolle Tour! Vielen Dank fürs Teilen!
    Vielen Dank für die Blumen
    Was die Abstimmung angeht, wirst du gar nicht in Verlegenheit kommen. Ich habe die Bilder dieses Mal auf einem externen Server hochgeladen. Der Grund ist ganz einfach: Wir haben nämlich vor der Tour lange nach (beispielhaften) herbstlichen Verhältnissen der Nordwand gesucht und kaum etwas gefunden. Bei Google findet man fast nur Bilder und Beschreibungen von perfekter Frühjahrs-Firnstapferei. Vielleicht findet nun jemand beim Googlen unsere Bilder und kann sich ein besseres Bild machen.

    Ohnehin hätte ich mir gegen den Tauernfuchs nur wenig Chancen ausgerechnet. Die exzellente Gesamtmischung aus Tour, Text und Bildern wird in diesem Monat (aus meiner Perspektive) wohl kaum zu schlagen sein. Wobei: Überraschungen kommen meist unerwartet

    Zitat von horridoh Beitrag anzeigen
    Auch wenn ich leider gerade nicht die Zeit hatte, alles zu lesen, bin ich jetzt schon zutiefst beeindruckt!!!
    Sehr schöne Bilder! Danke!
    Hehe und ich hatte geglaubt, allein mit den Bildern niemanden hinterm Ofen vorlocken zu können. Daher auch der viele Text
    Aber umso besser, wenn auch die Fotos gefallen. Ich selbst bin mit diesen nicht ganz zufrieden. Hatte dieses Mal ne andere Kamera dabei und kam im Eifer des Gefechts noch nicht so richtig mit der Technik klar...

    Zitat von placeboi Beitrag anzeigen
    Wieder einmal sehr packend geschrieben. Irgendwie bin ich ganz froh im Herbst meist auf der Südseite unterwegs zu sein. Dennoch habe ich am 28.10. an einem Stand im Wind furchtbar gefroren.

    Wenn ich mir die Datumsangabe oben ansehe, dann fehlt eine Nacht (oder ich bin nach einem langen Arbeitstag zu müde vernünftig zu lesen oder zu schreiben ). Seid ihr noch einen weiteren Tag auf der Hütte geblieben?
    Na so gesehen haben wir ja auch die Südseite gewählt. Zumindest was den geographischen Standort in den Alpen betrifft

    Zur Datumsangabe: Da merkt man wieder, wie genau du einen Bericht beim Lesen unter die Lupe nimmst. Hast schon ganz richtig gerechnet. Ein Tag fehlt in der Beschreibung. Am Freitag sind wir erst Nachmittags in Erfurt/Dresden losgekommen, sodass wir eine Nacht auf dem Jaufenpass eingelegt haben. Anschließend folgten 3Nächte auf der Hütte (Aufstiegstag + Sturmtag + Gipfeltag). Dienstagfrüh ging es dann pünktlich mit dem Sonnenaufgang zurück zum Parkplatz und heim.
    Zuletzt geändert von Wette; 14.11.2017, 23:27.

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  • tauernfuchs
    antwortet
    Gratuliere herzlich zu eurer Tour!
    Danke für den tollen Bericht, der auch wirklich packend geschrieben ist.
    So eine kleinere Fehleinschätzung des besseren Routenverlaufs – das kommt schon einmal vor. Immerhin seid ihr souverän wieder raus gekommen aus dem Verhauer.
    Im Übrigen – gut überstanden wächst man an so etwas. Wenn dir das wieder mal unterkommt, dass du so heikles Gelände mit wenigen Zwischensicherungen steigen musst, hilft dir das Wissen so etwas Ähnliches schon mal geschafft zu haben.
    Ich habe auch gestaunt, wie mager die seinerzeit so schöne Eiswand bereits aussieht, zweifellos ist sie dadurch auch anspruchsvoller geworden.
    Die Wahl der Jahreszeit passt für mich total gut, zuvor hat es Neuschnee gemacht, der hatte Zeit sich zu setzen, manchmal firnt er auch noch um.
    Wahrscheinlich hat der Sturm tatsächlich die Verhältnisse sehr verschlechtert als sie wenige Tage zuvor noch waren. Der Sturm fegt halt sehr oft den Schnee raus und dann tritt eben vor allem weiter oben sofort Blankeis zutage.
    Um diese Jahreszeit ist aber vor allem eine Gefahr gebannt, die speziell im Frühjahr bei angrenzenden Felsen nicht zu unterschätzen ist: Der Steinschlag infolge Ausaperung.
    Gut auch, dass ihr so zeitig aufgebrochen seid, so hattet ihr trotz eurer Episode noch genug Zeit für eine ordentliche Absicherung.
    Freut mich, dass euch das so schön gelungen ist!

    LG
    Zuletzt geändert von tauernfuchs; 15.11.2017, 21:54.

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  • placeboi
    antwortet
    Wieder einmal sehr packend geschrieben. Irgendwie bin ich ganz froh im Herbst meist auf der Südseite unterwegs zu sein. Dennoch habe ich am 28.10. an einem Stand im Wind furchtbar gefroren.

    Wenn ich mir die Datumsangabe oben ansehe, dann fehlt eine Nacht (oder ich bin nach einem langen Arbeitstag zu müde vernünftig zu lesen oder zu schreiben ). Seid ihr noch einen weiteren Tag auf der Hütte geblieben?

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  • horridoh
    antwortet
    Auch wenn ich leider gerade nicht die Zeit hatte, alles zu lesen, bin ich jetzt schon zutiefst beeindruckt!!!
    Sehr schöne Bilder! Danke!

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