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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

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Selbstsicherung für Alleingänger

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  • #91
    AW: Selbstsicherung für Alleingänger

    Also ich hab kein Grigri, bisher nur dynamisch gesichert...
    Aber Wikipedia sagt dazu:
    Das Gerät funktioniert ähnlich wie ein Sicherheitsgurt im Auto. Bei langsamem Seilzug in Richtung des Kletterers wird der Seildurchlauf nicht blockiert. Bei plötzlichem, ruckartigem Seilzug wird – ohne Zutun des Bedieners – ein Mechanismus aktiviert, der das Seil vollständig blockiert. Das automatische Blockieren funktioniert nur dann zuverlässig, wenn eine Hand das Bremsseil umschließt. Das Grigri arbeitet folglich beim Sichern eines Kletterers nach dem Alles-oder-nichts-Prinzip. Ein schrittweise reguliertes Bremsen des Seildurchlaufes bei einem Vorstiegssturz im Sinne eines gerätedynamischen Sicherns ist mit dem Grigri nicht möglich.
    Da das GriGri ganz plötzlich blockiert, kann ich mir schon vorstellen, dass das sehr viel Kraft auf das Seil überträgt. Aber ich habe mir ein Grigri noch nie näher angesehen.
    Jetzt mal noch eine Frage. Bist du schonmal hart in das mod. Grigri oder den Soloist gefallen? Wenn ja, gab es da irgendwelche Beschädigungen? Das wäre mal wirklich interessant.

    Dass ich dem ganzen Zeug nicht traue, ist wohl etwas übertrieben. :P
    Ich vertraue auf mein EQ, welches ich mir nach bestem Gewissen zusammenstelle.
    Das Teil, welches ich hier suche, habe ich noch nicht und möchte das Beste bekommen, ohne mich dabei nur auf meine Intuition verlassen zu wollen. Außerdem erhoffe ich mir Tipps von erfahreneren Kletterern als ich.
    Darum frage ich hier im Forum. Ich hab auch schon Kletterkollegen gefragt, die klettern aber alle nicht solo und haben keine Ahnung davon. Desweiteren habe ich schon bei verschiedenen Herstellern angefragt. Aber wie man an der von mir Zitierten Petzl-Nachricht sieht, disclaimern sich die Hersteller natürlich alle. Ich könnte jetzt noch bei meinem Verein nachfragen (dem DAV), doch die Leute finden dieses Unterfangen wahrscheinlich auch gefährlich usw.
    Also bitte, ich boulder gerne aber es stattdessen zu tun ist keine Alternative
    Und am Fixseil klettern ist schön und gut, jedoch möchte ich mich langsam zum clean solo lead hinarbeiten.
    Also: Wenn ich Empfehlungen und Anregungen bekomme, habe ich bald das Sicherungsgerät, welches zu mir passt. Rumgeeier kann ich mir damit ersparen

    Aber bitte versteh das nicht falsch, du hast bereits Erfahrungen mit den Geräten gesammelt, also weißt du dadrüber mehr als ich Nur glaube ich erst an die Funktion, wenn du auch wirklich nen maximal üblichen Sturz beim Vorstieg da rein gefallen bist...

    Greets
    Zuletzt geändert von Climbin; 09.01.2016, 20:45.

    Kommentar


    • #92
      AW: Selbstsicherung für Alleingänger

      Das ist mal wieder einer der berühmten Fehler auf Wikipedia. Das Grigri macht nicht einfach zu und blockiert komplett (dafür bräuchte es besagte Zähne von Seilklemmen). Das Grigri klemmt das Seil extrem stark ab und rutscht ab einer Belastung von ca 10 kN durch. Zum Vergleich: Ein Tuber beginnt bei ca 2,5 kN und ein Halbmastwurf bei ca 3kN zum durchrutschen - je nach Handkraft und Zustand des Seils. Wenn man leicht ist und ein weiches Seil hat, wird man ein Grigri tatsächlich nie zum durchrutschen bringen können. Die Norm schreibt eine maximale Kraft von 12kN auf den Kletterer vor (Einfachseil, 80kg, Faktor 2 Sturz) - bei diesen Bedingungen kommt es durchaus zu einem Durchrutschen des Grigris!
      Ein Forumsmitglied hat einen solchen Sturz bereits ausprobiert:
      http://www.gipfeltreffen.at/showthre...t=solo+amerika

      Von der Seite betrachtet sollte ein unbeschädigtes Seil Soloklettern genauso aushalten, schließlich schreibt Petzl ja auch ausdrücklich, dass man das Grigri zum Sichern vom Stand einsetzen kann (http://www.petzl.com/de/Sport/Sicher...ilgerate&l=INT die Warnhinweise beziehen sich auf Bedienfehler). Der Seilmantel "weiß ja nicht", ob er jetzt an einem Stand einen Faktor 2 Sturz hält, oder ob er doch an einem Solokletterer ist.

      Noch ein allgemeiner Punkt: die 12kN in der Norm kommen nicht von irgendwo, sondern von Versuchen der französischen Luftwaffe, welche Beschleunigung ein Mensch (in ihrem Fall ein Fallschirmspringer) über eine zehntel Sekunde aushält, das Ergebnis waren 12kN. Auf diesen Wert wurden dann die Falschirme gebracht. Und später Kletterseile - selbst ein 120m Sturz in ein 60m Seil wird durch Seildehnung (bei 80kg!) mit 12kN abgebremst (laut Norm, tatsächlich darf der Wert auch KLEINER sein).
      Das legt gleich den nächsten Schluss nahe: einen solchen Sturz ins Grigri hält man zwar aus, besonders angenehm dürfte es aber nicht sein (Brüche und sonstige Verletzungen sollten bei freier Sturzbahn aber nicht entstehen, ein Fallschirmspringer der Luftwaffe muss nach der Landung ja kampfbereit sein)!

      Kommentar


      • #93
        AW: Selbstsicherung für Alleingänger

        Ich hab noch ein bisschen weiter gedacht. Wenn das Grigri 10 kN hält, dann hat man im Sturzfall in den Stand eine Belastung von maximal 10kN (normalerweise ohne Dummyrunner maximal 3kN). Hat man schon mindestens eine Zwischensicherung eingehängt, aber noch einen relativ großen Sturzfaktor, so wirken maximal 20kN (vermindert um den Anteil der Seildehnung) auf die oberste Zwischensicherung - da wundert es mich nicht, dass es dem BrunnerS die Zwischensicherung ausgerissen hat...
        Sobald der Sturzfaktor kleiner wird, werden die Belastungen entsprechend der Seileigenschaften (Dehnung) geringer, dafür wirkt das Grigri als statische Sicherung.

        Clean Solo Lead stelle ich mir in dem Zusammenhang auch lustig vor, wenn du 1m nach dem Standplatz einen Keil legst, die nächste Sicherung 5m entfernt ist und dein Keil dann nach dem 10m Sturz nicht 6kN (Sicherung mit Halbmastwurf), sondern 20kN halten muss. Immerhin muss der Stand nach dem Ausbruch des Keils dann nur noch 10 kN (statt 3 kN) halten...

        Nach diesen Überlegungen würde ich mir (falls ich mal auf die Idee komme, soloklettern zu gehen) ein möglichst weiches Seil kaufen, da damit die meisten Stürze weicher gehalten werden (Auch wenn das System meiner Meinung nach eher wie ein Klettersteigset als Absturzsicherung gesehen werden sollte, ist ein möglichst geringer Fangstoß sicher vorteilhaft, da allfällige Verletzungen geringer ausfallen sollten und man ja allein ist) und das clippen von Dummyrunnern (oder Sicherungen, die darauf hinauslaufen) vermeiden
        Zuletzt geändert von Timi; 10.01.2016, 00:05.

        Kommentar


        • #94
          AW: Selbstsicherung für Alleingänger

          Zitat von Climbin Beitrag anzeigen
          Also: Wenn ich Empfehlungen und Anregungen bekomme, habe ich bald das Sicherungsgerät, welches zu mir passt. Rumgeeier kann ich mir damit ersparen
          Es gibt kein Sicherungsgerät zur Selbstsicherung im Vorstieg (Edit: naja jedenfalls bemerkt man in keinem Laden ein solches Produkt). Die ganze Methode ist eine Improvisation, die zu 100 % eigenverantwortlich von Erfahrenen/Experten betrieben wird. Dann ist es wenigstens ein kalkuliertes Rumgeeier.

          Beim Militär sind übrigens 3 % Schwund beim Fallschirmsprung kalkuliert.

          Bei etwas chaotischem wie irgendeinem Vorstiegssturz in irgendeinem Gelände unter irgendwelchen Bedingung ist nichts sicher, solange man nicht jeden Aspekt alleine vorher komplett durchgeplant und überschaut hat.

          (gekürzt)

          Die Methode wird nicht gelehrt, weil sie nicht zur Vermittlung geeignet ist und nicht allgemeingültig kalkulierbar und damit "seriös" ist. Die wenigen überprüften Infos die es dazu gibt sind wohl schon grossteils in dem thread hier verlinkt.

          Aber ich denke ich werde es mal für mich nutzen lernen irgendwann, für eine kurze Schlüsselstelle auf einer ausgesuchten Tour, wo an der Kletterstelle im Sturzfall unterhalb wenig Anprallgefahr herrscht. Sicher muss man auch lange damit irgendwo Trockenübungen machen.

          Ich denke so kann man eine einzelne Schlüsselstelle überwinden, der man technisch, aber nicht psychisch gewachsen ist.

          PS: aber halt uns bitte auf dem laufenden von dem Projekt. Mich interessierts.
          Zuletzt geändert von ftw; 10.01.2016, 17:58.

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          • #95
            AW: Selbstsicherung für Alleingänger

            .
            okay.. ein restweekned..
            und natürlich mus ich mich wieder mal dem thema widmen..
            vor allem weil ich einen seeeeehr interessanten blogspot dazu gefunden hab..
            http://soloalliance.blogspot.co.at/2...zyl-shunt.html
            .
            der offenbar durchaus erfahrene ältere herr (engländer natürlich) verwendet da
            mein lieblingsgerät den SHUNT und eine methode die ich selber auch benutze, wenn
            ich mich beim alleingehen in leichtem gelände über eine schwierigere passage selber
            rudimentär absichern will (siehe z.bsp höllkogelschlucht)
            .
            das "problem " dabei war bisher dass ich vorab immer beidhändig genug seil für den vorstieg
            ausgeben musste und beidhändig is ja nicht gerade ideal beim klettern
            dafür macht der verkehrte shunt auch 100% zu.. war okay..
            aber jetzt
            .
            hat der englische wiffzack offfenbar wirklich einen weg gefunden, dass sich das seil selbst ausgibt
            und es sich sogar einstellen lässt wie sehr.. er benutzt dazu offenbar eine "schwachstelle" des shunts
            (einen bug, inverse engineering wie geil) .. nämlich den "fehler" dass der shunt beim roped solo im
            überhang eben nicht zumacht wenn er mit den hebel gegen den körper drückt..
            .
            er macht das mit einem kaffeebecherdeckel.. das hab ich jetzt nicht hinbekommen..
            aber der shunt hat am hebel hinten auch ein LOCH, das genau dazu da ist dass man ihn
            aufmachen kann.. wenn ich da eine reepschnur durchfädle und an meinen brustgurt hänge
            kann ich mit dem oberkörper ausgeben.. wie sehr kann ich sogar durch die länge einstellen..
            .
            im sturzfall macht der "verkehrte" shunt in jeden fall zu weil er dann nämlich dass seil
            aus der "richtigen" richtung kiegt und sich "richtig" aufstellt..
            .
            voraussetzung dazu ist aber dass das auszugebende seil von oben (also über die schulter) kommt..
            das klappt mit halbseilen und meinem üblichen rack sehr gut.. theoretisch kann ich oben sogar
            einfach abziehen und brauch nicht mehr abzuklettern..
            .
            hab das grad jetzt im wohnzimmer probiert und es läuft..
            bei gelegenheit geh ich mal in meinem "alpinübungsklettergarten" den ich mir gottseidank
            letztes jahr im winter in linz ausgegraben hab.. und teste das mal im feld..
            .
            fachliches feedback willkommen..
            fachlich, gell ? ich betone fachlich,fachlich fachlich fachlich fachlich fachlich fachlich fachlich
            fachlich fachlich fachlich fachlich fachlich fachlich fachlich fachlich fachlich fachlich fachlich
            fachlich fachlich fachlich
            Angehängte Dateien
            Zuletzt geändert von Fleisch; 03.07.2016, 17:00.

            but i see direct lines

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            • #96
              AW: Selbstsicherung für Alleingänger

              ACHTUNG ! Keine Empfehlung ! Rein persönliche Erfahrung !
              Widerspricht allen Sicherheitsvorgaben des Herstellers !
              Nicht N
              achmachen ! Schimpfen erlaubt !
              .
              SHUNT SOLO LEAD self belay
              mit Halbseilen

              .
              Rigging and Racking :
              .
              Der Bergsteiger trägt Klettergurt, Brustgurt und an den beiden Schultern
              entweder die Träger eines Rucksacks oder einer Double Gear Sling. In den
              Klettergurt wird nun mit einem Karabiner eine Bandschlinge eingehängt an
              der wiederum der Petzl Shunt VERKEHRT (upsidedown) mit einem Sackstich
              (in dem Hebel) eingebunden wird. Weiters wird der Shunt nun nach oben
              gespannt, dafür benutzt man das kleine Loch am Hebel (direkt bei der Feder)
              und verwendet dafür eine dünne Reepschnur, die wiederum in den Schlaufen
              des Brustgurtes verknotet wird. Der Shunt liegt bzw. steht jetzt also verkehrt mit
              dem Hebel zur Brust des Bergsteigers. Streckt sich dieser jetzt durch (Kreuz hohl)
              bzw richtet sich auf so wird der Hebel des Shunts gegen die Brust gedrückt und
              gibt Seil frei, fällt der Bergsteiger nach hinten bzw krümmt sich zusammen, so
              lockert sich die Reepschnur und der Shunt stellt sich auf und macht zu. Wie
              schnell bzw langsam der Shunt auf und zu macht lässt sich mit der Länge
              der Reepschnur einstellen. Die Schnur hat am besten einen Klick-Verschluss
              oder Mini-Schnapper, den man schnell lösen kann. (Warum siehe unten)
              .
              Als Seil wird ein 40m Halbseil verwendet das je zur Hälfte in zwei seperaten
              Seilsäcken im Rucksack getragen wird. Je ein Strang verläuft von dort über
              jeweils eine Schulter des Bergsteigers durch zwei Schnapper/Karabiner an
              den Schultern gelenkt von OBEN durch den Shunt und dann weiter zwischen
              den Beinen durch bis zum nächsten Sicherungspunkt bzw bis zum GRUNDANKER.
              Dort wird das Seil im Mittelpunkt eighängt und dann die beiden Hälften je in
              einen der Seilsäcke gestopft, sodass sie locker ausgeben.
              .
              Der Rest des Racks hängt von dem Vorhaben ab, von normalen Exen,
              Mobilrack bis zur Bohrmaschine, Abseilachter und Handschuhe sind wohl
              auch sinnvoll. Daisychain sowieso.
              .
              Man kann das ganze Rigging auch auf eine Tactical Vest mit Molle System
              schnallen, die allerdings etwas schwerer ist als die reine Climbig Variante.
              .
              Solo Vorstieg / Self Belay Lead :
              .
              Erstmals braucht man einen bombproof bottom anchor, sprich einen
              100%igen nach allen Richtung voll belastbaren Stand. Hier ist ein
              Bohrhaken wohl ideal, aber auch ein Multidirectional Trad Stand mit
              Ausgleichsspinne o.ä. geht auch. Dort hängt man einen Schrauber ein
              und in dem die MITTE des 50 m Halbseils. Danach macht am jeweiligen
              Seilende einen Knoten und stopft die beiden Seilhälften in die beiden
              Ropebags. Dann hängst man sich den Rucksack/Tactical Vest um und
              klickt die beiden Seilstränge zur Führung in die Schulterschnapper.
              .
              Jetzt hängt man den SHUNT wie oben beschrieben ein, eventuell
              den Prusik dazu und es kann losgehen. Das Seil läuft jetzt aus den
              Rucksack über die beiden Schultern von OBEN durch den Shunt,
              den Prusik, zwischen den Beinen durch bis zum STAND/ GRUNDANKER.
              Wenn man klettert und den Oberkörper hebt, läuft das Seil automatisch
              durch, man kann es auch UNTERHALB des Shunts mit der Hand durch einen
              Zug nach unten und zum Körper sehr einfach ausgeben.
              .
              Erreicht man die erste Zwischensicherung, oder legt sie, oder bohrt sie..
              hängt man eine Exe ein, nimmt das Seil UNTER dem Shunt und klippt
              am besten beide Seilstränge darin ein. So geht es nun weiter nach oben
              bis man einen guten Platz für einen neuen Stand erreicht, oder das Seil
              zu Ende geht. Am besten markiert man die beiden Enden 2m vor Ende,
              dann ist man 20m vorgestiegen und hat noch Reserve.
              .
              Oben baut man also erstmal wieder einen bombpoof Stand. Auch hier
              ist ein Bohrhaken wohl die einfachste Lösung. Dann selbstsichert man sich
              daran mal mit Daisychain oder Standschlinge und schnauft durch.
              .
              Jetzt zieht man den Rest des Seils aus den Rope Bags und löst die
              Endknoten. Aufpassen dass das Seil jetzt nicht runterfällt !. Man löst
              den Shunt und Prusik bzw zieht die Enden des Seils durch. Fixiert ein
              Ende des Seils am Stand und zieht dann das ganze Seil nach oben ab,
              bis das komplette Seil beim Bergsteiger am oberen Stand ist. So haben
              sich auch alle Sicherungen gelöst. Jetzt hängt man das Seil an der
              Mittenmarkierung in einem Schrauber am oberen Stand ein und seilt
              sich mit Abseilachter die SL ab, um seine Sicherungen zu holen. Man
              könnte diese natürlich jetzt zurücklassen, gleich weiterklettern und später
              holen, wenn mann sich gesamt wieder abseilt. Das hängt einfach davon ab
              wieviel Zeugs man dabei hat.
              .
              Man holt sich also sein Zeugs beim Abseilen wieder bis man am
              unteren Stand angekommen ist. Dort löst man jetzt die obere Reepschnur
              des Shunts, dreht ihn einfach um, hängt ihn wieder ins Seil ein und klettert
              jetzt wieder rauf. Diesmal aber nicht im Vorstieg sondern "TopRope Solo".
              Der Shunt hängt jetzt richtig rum. Der Prusik kann als Redundanz auch wieder
              benutzt werden.
              .
              Wieder oben angekommen, geht das Spiel wieder von vorne los.
              Man selbstsichert sich im Stand, dreht den Shunt wieder auf Vorstieg um
              (verkehrt) hängt die Reepschnur am Brustgurt wieder ein und es kann
              wieder weiter vorgestiegen werden. Das Seil hängt jetzt sogar schon richtig
              im oberen Stand (Mitte) und wenn einem das neuerliche Reinstopfen in die
              RopeBags zu mühsam ist, kann man auch gleich wieder weiterklettern
              und die Seilhälften einfach über den Rücken und Schultern nachziehen.
              (Hier vielleicht ein Führungs-Schnapper hinten am Rucksack.)
              Denn eigentlich hängen sie ja jetzt fein säuberlich parallel und wenn es
              das Gelände erlaubt, ist das sicher eine zeitsparende Möglichkeit.
              Deswegen auch das eher kurze Seil mit 50m=2x25, weil Seilreibung
              ist solo im Vorstieg weniger witzig.
              .
              So klettert man seine ganze Route bis zum Ende bzw. Gipfel und
              geht dann oben einfach übern Wanderweg heim. Wenn man Zwischensicherungen
              und auch die Stände mobil baut, lässt man mit der Methode theoretisch NICHTS
              in der Wand zurück. Wenn man aber nicht bis zum Gipfel/Ende durchsteigt,
              ohnehin abseilt bzw. vielleicht sogar ein neue Route solo als Projekt erstbegeht
              und daran arbeitet, so ergeben sich ein paar Erleichterungen.
              .
              Da man hier ja einfach sein eigener Nachsteiger ist, muss man um seine
              Sicherungen zu holen, abseilen und wieder toprope (im Nachstieg) die
              SL aufsteigen. Wenn man aber genug Sicherungen dabei hat kann man
              sich das sparen.. bis diese eben ausgehen. Man zieht einfach ab, lässt
              alles hängen und klettert weiter. Bei 20m sind das bei 5m Sicherungsabstand
              4 Sicherungen + 2 Stände oder bei 2,5m Abstand 8 Sicherungen + 3 Stände.
              Sprich in leichtem Gelände kann man durchaus mal 2 SL auf einmal machen.
              .
              Wenn man solo mit Borhmaschine erstbegeht wären das für 2SL in
              unbekanntem neuen Terrain maximal 24 Bohrhaken, 16 Exen, 3 Schrauber
              und 3 alte Seilschlingen. Viel länger reichen zwei Akku eh vermutlich nicht, also
              kommt dazu eine Bohrmaschine, ein Ersatzakku, Hammer, Schraubenschlüssel
              , 2 "Not-Friends" und 4 "Not"-Schlaghaken und eventuell 1 Cliff und ein Pecker.
              Abseilachter, Schlingen, Reepschnur und das übliche Zeugs. Rein gewichtsmässig
              ist es also auch nicht schlimmer als mit Partner, und da mein/unserer
              Sicherungsabstand normalerweise eher 8-10 als 2-5 Meter beträgt, geht sich
              in normalem Gelände vermutlich sogar eine dritte SL locker aus.
              .
              Ergänzende Überlegungen :
              .
              Das Ganze ist natürlich im Sturzfall ein Faktor 2 Sturz in einen statischen Punkt,
              dem unteren Stand. Allerdings ist das auch nicht anders als Partnersichern vom
              Stand aus, mit dem Unterschied dass der Shunt komplett zumacht. Verbessern
              lässt sich das durch ein sehr dynamisches Seil (im Trad eh normal) und eventuell
              einen Falldämpfer am Stand. Nachdem ich eh ein nicht mehr gebrauchtes KS-Set
              zuhause liegen hab, wird das jetzt als gedämpfte untere Standschlinge verwendet. Es
              verbindet/redundiert die beiden Bohrhaken und hat gleichzeitig einen Bandfalldämpfer.
              .
              Ich seh aber grad dass der Shunt offenbar ohnehin slipage hat und weich zumacht
              https://www.youtube.com/watch?v=Jv-YCRb6xbI da könnt ich mir das KS set sparen..

              .
              Wenn man das Seil hinterherzieht, lassen sich (vorher) sehr leicht Backup-Knoten
              (Sackstich) einknüpfen, wobei die dann an der Schulter bzw. Hüfte hängenbleiben und
              sich vermutlich nicht mit einer Hand öffnen lassen. Vermutlich weniger sinnvoll.
              .
              Nach dem Feld-Test :
              .
              Es funktioniert wirklich einwandfrei und ist erstaunlich wie weich und problemlos
              ausgegeben wird. Auch das händische Ausgeben zum Klippen über Brusthöhe klappt
              im wahrsten Sinne reibungslos und dadurch kann man sich auch wie normal mal schnell
              in die Sicherung setzten ohne die Daisychain zu benutzen. Besonders interressant ist
              auch dass man "Zug" geben kann, in dem man den seilstrang im Rücken greift und anzieht.
              So kann man Slack immer wieder mal ausgleichen.
              .
              Wenn man abrutscht macht der Shunt wirklich sofort und ohne jede Verzögerung zu.
              Auch wenn man sich ganz langsam ablässt, hängt man in der Sicherung. Ein echter Fall
              ist dazu nicht nötig. Dies wird vor allem im leichten Gelände wohl wichtig.
              .
              Ich hab jetzt das Seil einfach ohne Rucksack nachgezogen. Dazu hab ich es durch zwei
              Schnappern an den Schultern und am Rücken geführt. Das klappt sehr gut, man kann dadurch
              eben das Seil hinten greifen und Slack ausgleichen.
              .
              Was ich noch nicht gefunden hab, ist eine funktionierende Redundanz. Ein Prusik macht
              zuviel zu , egal welche Reepschnurdicke und egal ob 1,2 oder 3fach. Na mal schauen.
              .
              Das Sytem ist so dermassen smooth dass ich aufpassen muss dass ich nicht glaube ich
              klettere shunt-toprope-solo wie normal. Das ist echter Vorstieg, wenns mich haut dann
              wie im VS sonst auch .. tief, hart, und mit aua...
              .
              derzeit hab ich an partnern wirklich keinen mangel..
              aber gut zu wissen dass das jetzt klappt, immerhin such ich nacj sowas
              auch schon ein paar jahre..
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              Zuletzt geändert von Fleisch; 09.07.2016, 18:53.

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              • #97
                AW: Selbstsicherung für Alleingänger

                .
                sodalle..
                heute hab ich den SHUNT LEAD SOLO mal in der echten senkrechten getestet..
                in meiner standard-route am burenkogel.. V, 18m, mittlerer hakenabstand..
                und etwas feucht und rutschig heute..
                .
                ich hatte zum üben wirklich das ganze zukünftige solo-alpin-set dabei..
                auch mit der neuen bohrmaschine. hammer, schlaghaken usw. auch um zu sehen
                wie wo was am besten gehängt werden kan..
                .
                zusätzlich gabs eine redundante absicherung mit normalen shunt toprope solo..
                weil zum ersten mal ohne rastpunkt einhändig lead solo clippen.. pfu..
                da hab ich lieber noch ein reserve-system das mich fängt dabei..
                .
                das riggin war fast gleich wie letztes mal..
                ausser dass ich diesmal das seil nicht nachgezogen sondern im rucksack hatte..
                ich hab es dafür wie in link in eine dry-bag gestoüft, das ist innen glatt
                beschichtet und dadurch rutscht es super raus..
                .
                den brustgurt hab ich auch durch den rucksack ersetzt (weil ich den vergessen hab)
                und statt der reepschnur gabs ein elastisches cord.. das hat der alte engländer auch
                mal beschrieben.. klappt sehr gut.. ich werd das mit dem brustgurt kombinieren..
                indem ich in das obere loch des shunt eine gummicord-schlinge knüpfe und
                die dann in die reepschnur am brustgurt clippe/knüpfe.. das elastische element
                ist nämlich echt nicht schlecht.. ein alter fuchs der angelsache der..
                .
                der ganze rucksack hatte mit 1,5l wasser und dem zweiten seil genau 16kg..
                wenn ich die beiden extras wegrechne und 20 bolts, 10 exen und bissi mobil
                wieder dazu.. kommt vermutlich dasselbe raus. unter 15kg geht alpine eh nix
                das ist akzeptabel..vor allem weil ich das seil und die haken beim rad auf den
                packlträger schnallen kann (2 extra gummischnüre), dann hab ich das zeug nicht
                auf den schultern..40min forststrasse sind so kein problem.. der rucksack ist
                ein 55l essl-kader.. der hat im gegensatz zum TT pathfinder kein steifes V2
                system, ich hab aber die PVC-rutschplatte vom winterbergsteigen als versteifung
                drinnengelassen (die wiegt nix) und dadurch ist das gewicht noch gut erträglich
                und es sticht nix..auch ein zustieg von 45min geht da noch..
                .
                als ground-anchor gabs die berühmten zwei wurzeln am burenkogel..
                ich hätte auch einen bolt dort setzten können, wollte aber das standplatzl des burenkogel
                nicht malträtieren und ich hatte ja ein redundanzsytem, falls es die wurzeln gezogen hätte
                (hats eh nicht , die sind bombenfest)..
                .
                ich hab ein (für meine verhältnisse) relativ neues tendon 8.6 master -halbseil verwendet..
                40m lang, mittenmakierung mit jeweils endknoten, gestopft in ein northland drybag, getragen
                dem essl-rucksack, wobei die deckelklappe nach innen ins rückenfach hinter die rutschplatte
                gesteckt war sodass der rucksack oben offen ist, an den beiden schulterriemen direkt vorne
                am schlüsselbein jeweil 2 führungskarabinerm rutscht problemlos raus. sehr smooth.
                keine schlingen. kein salat.
                .
                nachdem das seil an der mittenmarierung in den ground-anchor mit einem schrauber eingehängt
                wurde, und ich mir den rucksack umgeschnallt hab, hab ich dann den shunt wie üblich verkehrt
                eingelegt, die blaue kurze bandschlinge durch den hebel mit sackstich durchgezogen und
                die bandschlinge wiederum an den hauptschleifen des gurte mit sackstich+ karabiner befestigt
                am besten liegt der shunt in höhe des solarplexus, dann wird das obere loch (mit der cordschlinge)
                mittels reepschnur im brustgurt (in meinem fall heute nur cord direkt in rucksack) eingebunden
                und es kanns losgehen..
                .
                und .. es lief ERSTAUNLICH perfekt..
                das seil gibt sich VÖLLIG friktionsfrei von selbst aus.. wenn man über kopf klippen will
                zieht man einfach unter demm shunt nach unten und das seil flutscht reibungslos nach..
                irgendwie .. ganz ehrlich.. die methode gibt schneller seil zum clippen aus als ein partner..
                sobald aber der zug von oben kommt macht der shunt SOFORT zu.. das heisst man kann hoch klippen
                und sich gemütlich reinsetzten ohne gruselig nach unten zu rutschen, durch die leichte reibung
                im rucksack und über die schulterriemen hat man erstaunlich wenig slack.. das seil ist fast immer
                beinahe leicht gespannt.. beruhigende sturzhöhenminimierung.. einzig wenn man sehr weit oben ist
                spürt man das seilgewicht beim hoch klippen.. aber bei 20m hält sich das in grenzen..
                .
                ich war heut schon testweise im vollem solo lead EBG ornat unterwegs.. die bosch uneo hängt
                einfach in einem petzl iceclip an der rechten arschbacke und hängt sich erstaunlich wenig an..
                ausgleich linke arschbacke war dann bolts, schlaghaken, hammer und schraubenschlüssel und 2 friends
                trotz des BD big gun gurts ist mir der platz fast zu eng geworden, ich werd doch wieder eine
                gearsling dazu tragen, dann hab ich unter den achseln und vor der brust auch schlingen für die
                exen.bsp..
                .
                wenn man am seilende ist kommen dann plötlich die beiden knöpfe an den seilenden zum vorschein und
                bleiben im shunt hängen (auch ein weitere redundanz), man haut sich die daisy in die letzte sicherung
                und baut stand. schlauer ist es natürlich schon vorher ein standplatzerl zu suchen und zu bauen, dafür
                kriegen die seileneden jetzt auch 3m vor eine noch eine extra-markierung. wenn man stand hat und noch
                seil im ruckaack übrig ist, dann zieht man das halt einfach bis zu den knöpfen raus, macht diese auf
                (seil nicht loslassen..hehe) und zieht sie aus dem shunt (off belay). dann verbindet man die beiden
                enden mit sackstich am stand. hurra.
                .
                dann 8er rein und man seilt sich am doppelseil nach unten ab, baut die exen und das mobil zeugs ab
                und landet wieder am ausgangspunkt. durchschnaufen. relaxen. dann baut man den groundanchor ab und
                bindet am unteren ende des doppelseils ein gewicht an (idealerweise die bolts) . shunt jetzt richtig
                rum einhängen und es geht toprope gesichert wider rauf (man kann auch jümarn). oben zieht man dann
                das seil (mit den bolts dran) zu sich nach oben. seillänge abgeschlossen. das spiel beginnt von vorne
                .
                will ich 2x25m auf einmal machen, seile ich NICHT ab. sondern ziehe das seil nach lösen der endknöpfe
                zu mir nach oben ab. natürlich hängen jetzt alle exen und sicherungen noch unten. ich brauche also
                noch genug für die nächsten 25m (das schleppt sich aber, kommt auf die schwierigkeit an).. bin ich
                die zweiten 25m oben, fixiere ich nur ein seilende am stand und seile mich die vollen 50m im
                einfachstrang ab, bau das zeugs ab, und dann steige ich mit dem shunt als seilklemme/scherung
                toprope gesichert die 50m wieder auf.. spart raufundrunter, braucht aber mehr sicherungszeugs.
                .
                summa summarum des heutigen test :
                das funkt.. und zwar besser als je erwartet..
                nächster schritt ist das freie (neue) alpine gelände..
                erstmal in meinem üblichen alleingangs-level.. steigern kann man später immer noch..
                aber zumindest muss ich mir jetzt nicht für eine einzelne 4er stufe einen partner suchen..
                hehe..

                .
                der burenkogel ist übrigens gerade etwas "verlegt"
                die rodltalstrasse ist wegen baumschlag bis 31.august gesperrt und auch der
                zustieg fällt die ersten 5m in die sperrzone.. hab ich leider übersehen..
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                • #98
                  AW: Selbstsicherung für Alleingänger

                  Ich habe sowas bisher immer mit dem ATC-Guide gemacht. Funktionierte recht zufriedenstellend und geht auch mit Halbseilen. Mir ist nicht ganz klar, welchen Vorteil andere Geräte im Vergleich hierzu haben. Weniger Reibung beim Vorsteigen?

                  Ok, das Seil aus dem Rucksack ginge nicht wirklich, es muss von unten kommen, sonst ist die Reibung zu hoch.
                  Zuletzt geändert von flyingscot; 19.07.2016, 19:31.

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                  • #99
                    AW: Selbstsicherung für Alleingänger

                    .
                    ich denke das ist einfach "geschmakssache"
                    jeder hat da so seon lieblingsgerär.. der solo-engländer beschreibt
                    deine methode (in dem fall reverso) auch http://soloalliance.blogspot.co.at/2...o-edelrid.html
                    und im prinzip ist es dasselbe..
                    .
                    ich liebe meinen shunt heiss, hauptsächlich weil ich ständig damit alleine
                    toprope sportklettere (im mühlviertel kann man immer von hinten zu fuss rauf und oben
                    steht ein baum), dadurch ist das das teil dass ich wohl am meisten in der hand habe..
                    ich verwende es auch (wie heute) beim partner alpinklettern beim abseilen als prusik
                    und habs daher auch dort dabei.. und falls mal blöderweise der partner nicht auftaucht
                    kann ich mit (fast) dem gleichen eq alleine dorthin fahren, (okay das wäre beim reverso auch so)
                    .
                    vielleicht ein vorteil des shunt.. er macht in eien richtung schznell völlig zu (reinsitzen)
                    aber das könnte der ATC/reverso vermutlich auch..
                    .
                    frage : kommt bei dr das/die seile dann nicht von der schulter ? und wenn nicht rucksack..
                    dann schlingen am gurt ? backupknoten ? und wie machst du die im klettern auf ?..
                    .
                    und hast du eine idee für ein backup ? redundanz? falls der atc ähh.. zerbricht ?
                    (doch eher unwahrscheinlich)
                    .
                    und generell : 1000 dank für die antwort an sich..
                    ich hab mir schon gedacht dass es durchaus mehr leute gibt die so klettern..
                    und bin über jedes feedback froh..

                    eigentlich hab ich erwartet bei sowas hier wie üblich gesteinigt zu werden..

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                    • AW: Selbstsicherung für Alleingänger

                      Sehr interessante Beschreibung!
                      Vielen Dank für das ausführliche Testen und detaillierte Aufschreiben!

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                      • AW: Selbstsicherung für Alleingänger

                        "im sturzfall macht der "verkehrte" shunt in jeden fall zu weil er dann nämlich dass seil
                        aus der "richtigen" richtung kiegt und sich "richtig" aufstellt.. "

                        Soweit ich das hier verstanden haben (??? ) , blockiert der Shunt hier NUR wenn das rettende Seil im Sturzfall nach vorne oder nach OBEN also vom Körper weg gezogen wird, den Shunt somit wegziehn will und dabei sich jedoch der am Gurt fixierte Shunt-Blockierungshebel mit anzieht - man also im Normalfall gerettet ist.


                        Vorausgesetzt man achtet um so mehr darauf, dass das Seil der letzten Zwischensicherung nicht zwischen den Beinen hochläuft.

                        Ich kenne jedenfalls Stürze , die nicht Mustergültig abliefen und der Kanditat das rettende Seil im Abwärtsflug zwischen die
                        Beine bekam, die letzte Exe war seitlich davon , das Seil sog es statt nach oben erst mal nach unten um den Oberschenkel
                        , dieser fungierte dann kurzzeitig als schmerzhafte "Dülfer-Sitz-Reibungsstelle"...der Rest kann man sich denken.



                        Ansonsten ist das sicher eine gute brauchbare Lösung und wer sich der möglichen Flugbahnen, Strauchelbahnen beim Absturz bewusst ist , wird auch dementsprechend agierten und natürlich , grad hier, umso mehr drauf achten dass er das Seil nicht "übersteigt".

                        Einzig wenn sich beim rausziehn fürs Clippen das Seil im Rucksack verklemmt etc.. könnte es etwas mühsam sein , den Rucksack
                        erst wieder abzulegen und den Seilsalt auseinanderzuwurschteln.

                        Als Backupsystem würde ich ggf. zukünftig auf sowas setzen was in beide Richtungen blockiert.
                        http://www.alpinsport-basis-blog.de/?p=4989

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                        • AW: Selbstsicherung für Alleingänger

                          Zitat von Fleisch Beitrag anzeigen
                          .
                          frage : kommt bei dr das/die seile dann nicht von der schulter ? und wenn nicht rucksack..
                          dann schlingen am gurt ? backupknoten ? und wie machst du die im klettern auf ?..
                          .
                          und hast du eine idee für ein backup ? redundanz? falls der atc ähh.. zerbricht ?
                          (doch eher unwahrscheinlich)
                          Oberhalb der letzten Sicherung läuft das Seil von unten in den ATC, eine 180 Grad Umlenkung und wieder nach unten, wo es nachgezogen wird.

                          Schlingen habe ich anfangs mal probiert, ist total nervig. Ich ziehe das Seil einfach nach, ohne Knoten (der könnte sich verhängen), d.h. natürlich auch ohne Redundanz/Backup.

                          Brechen darf das ATC natürlich nicht . Aber ich schalte üblicherweise am Stand noch nen Bandfalldämpfer vor, damit im Sturzfall der Sturzzug und die Belastung der Zwischensicherungen nicht zu hoch werden können. Und ich klettere damit eher im "alpinen" Modus: Stürzen verboten, dann geht nämlich der Bandfalldämpfer kaputt
                          Zuletzt geändert von flyingscot; 20.07.2016, 19:05.

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                          • AW: Selbstsicherung für Alleingänger

                            ..
                            erster ausgiebiger test heuer des "Lead Solo" mit dem "Shunt" in kombination
                            mit technischen klettern ala america.. wer über die "aid" mehr wissen will
                            schaut unter "technisches klettern für einsteiger"..
                            hier gehts ums solosichern im vorstieg..
                            .
                            als "base" hab ich mir zwei bolts unsichtbar "unterirdisch" gesetzt..
                            das ist eigentlich mein trad-felsen, den will ich mir ästhetisch/optisch nicht versauen..
                            ich werde zukünftig die zwei bolts auf exenlänge zusammensetzten (wenn der fels es erlaubt)
                            und die mitte de halbseils mit einem schrauber in einem bolt hägen und dann mit einer
                            exe redundieren.. es ist angenehmer wenn das system sofort am boden greift..
                            .
                            ich trage heute die metolius double gear sling..
                            und die ersetzt den brustgurt perfekt.. der vesruch einen seilsack hinten
                            dranzuhängen scheitert. ich ziehe das seil frei über meinen rücken und die schultern
                            in den shunt.. das klappt gut.. die beiden stränge werden durch schnapper ab den schultern
                            und einem hinten am rücken geführt .. und geben selbständig aus.. auch bei größeren moves
                            in der freikletterei ist das kein problem.. seilreibung hält sich in grenzen..
                            .
                            an den seilenden sind natürlich knoten.. wenn das am ende ganz durchläuft hängt man ohne
                            seil in der wand.. ich werd mir 2m vor seilende markierungen aufpinseln.. und dort schon stand machen
                            weil man beim abseilen und "cleanen" etwas spiel braucht um seine pieces wieder rauszukriegen..
                            .
                            wenn ich mir an den rücken greife und die seile nach unten ziehen kann ich "zug" geben und
                            "zumachen".. das ist ziemlich praktisch wenn man nicht mit daisy und fiffi arbeiten will ..
                            und sich am aktuellen piece hängend ausrasten..
                            .
                            ich verwende ein 40er tendon halbseil.. 50er würde vermutlich auch noch gehen..
                            darüber wird die seilreibung zu hoch.. ich komme also gut 20m weit.. dann stand und
                            abseilen.. cleanen und wieder hoch.. rucksack bleibt unten.. ich will möglichst beweglich sein..
                            und im alpinen ferein gelände hab ich zur schlosserei ja ohnehin noch die bormaschine am arsch..
                            sollte ich in der wand so lange bleiben, dass ich gwand, futter oder schlafsack brauche muss ich
                            halt haulen..
                            .
                            die einbindung des shunt hab ich heut noch optimiert..
                            eine kurze bandschlinge geht durch die obere und untere schlaufe am klettergurt..
                            NICHT durch die sicherungsschleiden.. die brauch ich für die beiden daisies, 8ter usw..
                            an der bandschlinge hängt ein schrauber und daran das hauptloch des shunt.. am kleinen
                            loch hängt eine adjustable GUMMISCHNUR die in den brustgurt der gearsling gehängt wird..
                            die hält den shunt perfekt in position <3 und er gibt von selber aus.. auch bei großen moves..
                            .
                            eigennotiz offtopic : wenn man die gopro auf den wanderstock steckt und diesen mit
                            einer gummischnur und einem friend in die wand spannt, hat man ein stativ für die vertikale..
                            der stock wird später wieder zuammengeschoben und hängt mit der handschlaufe am iceclip..
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                              ..
                              sodalle..
                              .
                              und hier noch ein kleines VIDEO zum Lead Solo Shunt und wie das ausschaut https://youtu.be/bb040QSl_L4

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                                ..
                                sodalle.. DAS ding könnte das lead solo revolutionieren..
                                der REVO von wild country.. ist praktisch ein silent partner mit anderer technoligie..
                                https://www.youtube.com/watch?v=PLRhBiCWhko
                                das wird spannend..

                                hat das ding schon wer ?

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