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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

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Hilfeleistung am Berg

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  • Hilfeleistung am Berg

    Liebe Forumsmitglieder, geschätzte Forumsleitung!

    An anderer Stelle wurde bereits eifrig über dieses Thema diskutiert, nur ist es halt äußerst schwierig über Unglücke mitzureden, die man nur aus Pressemitteilungen kennt. Auch werden immer wieder Bergrettungseinsätze von Aussenstehenden kritisiert was für mich nicht im entferntesten nachvollziehbar ist, ich glaube sowas sollten die betroffenen Leute unter sich ausmachen. Trotzdem wäre es meiner Meinung nach einmal wert über dieses komplexes Thema näher nachzudenken und zu diskutieren. Es wäre schön wieder eine komplexe Sammlung verschiedenster Standpunkte, Sichtweisen, Know How und persönliche Erlebnissen entstehen zu lassen, so wie es an anderer Stelle dank eurer Mithilfe immer wieder gelingt.

    vielleicht zum Anstoß ein paar Gedanken

    wo liegen die Grenzen meiner Hilfeleistung, wann wird es für den einzelnen unzumutbar
    welches Material kann mich dabei unterstützen
    wie kann ich mir entsprechendes Wissen aneignen und trainieren, meine Berührungsängste abbauen
    was habe ich selber schon alles erlebt, womit hatte ich Erfolg
    welche rechtlichen Konsequenzen können sich aus welchen Handlungen und Unterlassungen ergeben
    ........

    Dank jedem der sich beteiligt und bitte bedenkt dass es unterschiedlichste Ansichten geben muß und es vielleicht konstruktiv sein kann respektvoll miteinander umzugehen!

    liebe Grüße

    Reini
    Zuletzt geändert von oidmosavoda; 09.01.2013, 13:54.
    .....Beteiligung stillgelegt....und immer gsund heimkommen!

  • #2
    AW: Hilfeleistung am Berg

    Zu deinen Gedanken, allgemein gesprochen:
    1. Man muss sich nicht selbst gefährden, wenn man Hilfe leistet. Ein Hilferuf via Handy sollte immer möglich sein!
    2. Erste Hilfe Set im Rucksack (+ Know how der Anwendung), HANDY
    3. Erste Hilfe Kurs beim Roten Kreuz oder Kurs beim Alpenverein
    5. Strafrechtlich siehe § 95 StGB, zivilrechlich ev. Schadenersatz und Schmerzengeld:

    Unterlassung der Hilfeleistung

    § 95. (1) Wer es bei einem Unglücksfall oder einer Gemeingefahr (§ 176) unterläßt, die zur Rettung eines Menschen aus der Gefahr des Todes oder einer beträchtlichen Körperverletzung oder Gesundheitsschädigung offensichtlich erforderliche Hilfe zu leisten, ist mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen, wenn die Unterlassung der Hilfeleistung jedoch den Tod eines Menschen zur Folge hat, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen, es sei denn, daß die Hilfeleistung dem Täter nicht zuzumuten ist.

    (2) Die Hilfeleistung ist insbesondere dann nicht zuzumuten, wenn sie nur unter Gefahr für Leib oder Leben oder unter Verletzung anderer ins Gewicht fallender Interessen möglich wäre.
    Zuletzt geändert von kärntner1; 09.01.2013, 14:38.
    "Bergsteigen ist mehr als Sport.
    Es ist eine Leidenschaft." Hermann Buhl

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    • #3
      AW: Hilfeleistung am Berg

      zum Erste Hilfe Set im Rucksack, alles recht und schön aber in vielen Mehrseillängenkraxeleien ist man heute häufig "ohne" unterwegs, für diesen Fall hab ich mir ein Verbandspackerl innen in den Helm reingepickt, hat sich schon einige Male recht gut bewährt, glaube kaum dass damit die Sicherheit vom Helm beeinträchtigt sein kann.

      l.g. Reini
      .....Beteiligung stillgelegt....und immer gsund heimkommen!

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      • #4
        AW: Hilfeleistung am Berg

        Vielleicht nicht ganz so konstruktiv wie gewünscht:

        Ich versuche, bei den wenigen Bergtouren die ich über das Jahr so mache, die Zeiten und die Routen mit Karawanenbetrieb zu meiden.

        Das hilft jetzt einem potentiellen Unfallopfer natürlich erstmal nichts; reduziert aber die Wahrscheinlichkeit dass ich einen Unfall oder auch nur eine gefährliche Situation mit ansehen muß. Und positiv für das Natuerlebnis ist es außerdem.

        Entsprechend mache ich z.B. an einem überfüllten Klettersektor auch lieber kehrt und suche mir 'ne andere Tour.

        Davon abgesehen würde ich selbstverständlich mein Berg- oder Kletterziel aufgeben, wenn Hilfe benötigt wird. Oder einschreiten, wenn jemand offensichtlich eine Gefahr übersieht.

        Ich muß eine solche Situation aber nicht dadurch herausfordern, die Modetour mit der längsten Warteschlange auszuwählen.
        Je mehr Enge und Gedränge, desto öfter bleibt die gute Bergkameradschaft im Tal... ...so ist es leider.

        Gruß, Martin
        Zuletzt geändert von Flachlandtiroler; 09.01.2013, 15:28.

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        • #5
          AW: Hilfeleistung am Berg

          Tape dabei, Rettungsfolie, Tempos, Handy, Blasenpflaster.

          Denke immer mehr, dass man Stirnlampe und Biwaksack nahezu immer mitnehmen sollte.

          Ansonsten auf seinen gesunden Menschenverstand vertrauen, wann man nicht mehr ordentlich helfen kann (außer anrufen) ohne sich selber zu stark zu gefährden.
          Wenn einer abgestürzt ist, sollte man nicht hinterherspringen um ihn wiederzufinden oder so.

          Bin bisher nie in eine Notsituation gekommen, nur einmal, da musste ich mir von einem Spanier mit Blasenpflastern aushelfen lassen, sonst wäre Blut geflossen.

          Dass ich mal wieder einen Erste-Hilfe-Kurs machen sollte, und wie zügig ich jemandem helfen kann, wenn ich zum Beispiel selbst ungünstige Standplätze improvisieren müsste, gesichert zu einem gestürzten steigen müsste und erste Hilfe leisten, Spaltenbergung unter ungünstigen Bedingungen erleben müsste, das steht auf einem anderen Blatt. Da müsste mit dünnen Hausmittelchen gearbeitet werden und die müssen langwierig rausgekramt und erfunden werden.

          Edit: Ahso und wie in der Kriegführung die präventive Deeskalation die mächtigste Waffe ist, so ist eine konservative und verantwortliche Tourenplanung in Sachen Verletzungsvermeidung wohl auch die mächtigste Waffe, insbesondere wenn man manchem (noch) nicht richtig gewachsen ist. Und wenn man schon in seinem geplanten Standardprogramm für eine Tour aus dem letzten Loch pfeift, wird es mit dem Handling von Notfällen auch schwierig.
          Zuletzt geändert von wegener; 09.01.2013, 15:45.

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          • #6
            AW: Hilfeleistung am Berg

            Hallo,

            grundsätzlich würde ich jeden helfen der Hilfe braucht egal ob es um einen Unfall oder um den Weg handelt, auch wenn es bedeutet den Gipfel oder das Ziel der Tour dadurch nicht zu erreichen. Da ist einfach eine Grenze erreicht und man sollte hier keine Sekunde zögern, wenn doch finde ich muss man seine Einstellung hinterfragen.

            Ich nehme bei jeder Bergtour - Handy, GPS (inkl Ersatzbatterien), Karte, Biwaksack, Handschuhe, Haube und Erste Hilfe Set mit. Bei Hochtouren wird das noch um Sturmmütze, Skihandschuhe und Skibrille erweitert. In einer richtigen Notsituation war ich selbst noch nie aber natürlich bin ich schon öfter von schlechten Wetter überrascht worden oder war von der Tour überfordert und musste umkehren - da haben mir die Gegenstände schon sehr gute Dienste geleistet.

            Einmal ist eine Freundin von mir vor meinen Augen abgestürzt - Gott sei dank hatte sie "nur" Schürfwunden und wir konnten sehr langsam und vorsichtig den Abstieg zur Hütte fortsetzen.
            Meine Videos: http://www.youtube.com/user/shaking2000?feature=mhum

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            • #7
              AW: Hilfeleistung am Berg

              zunächst einmal danke für eure Antworten

              aber vielleicht bleiben wir einmal beim Verbandszeug, was habt ihr da so alles dabei, was habt´s da so von wem gelernt, auf Kursen gehört....

              selber hab ich grundsätzlich bei Schitouren und im Hochgebirge dieses Ortovoxspackerl was ein bisserl groß ist, bei alpinen Klettertouren hab ich eine abgespeckte Version und nachdem ich ein Mehrrucksacksystem (Klettergarten, Einbohren, Schwammerlsuchen, Hundewandern, Schitouren, Radl, Kajak....)verwende und schon einmal das Packerl übersehen hab, ist jetzt in allen eingesetzten Säcken so eine Minimalbasis drinnen.
              .....Beteiligung stillgelegt....und immer gsund heimkommen!

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              • #8
                AW: Hilfeleistung am Berg

                Schwierig finde ich es bei Höhenkranken. Man könnte ihnen leicht mit Diamox helfen, doch statt abzusteigen würden die meisten weiter aufsteigen. Reden bringt meistens auch nichts. Also bleibt nichts, als sich zu wundern, wer sich noch alles aufwärts schleppt und zu hoffen, dass nichts ernstes passiert.
                "Glück, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

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                • #9
                  AW: Hilfeleistung am Berg

                  Thema Verbandspackerl find ich etwas schwierig, v.a. da jedes Gramm schon manchmal zuviel ist... Bei meinen privaten touren hab ich Haftanfix, Wundauflage und Dreieckstuch mit. Mit dem sollte man 99% der Verletzungen managen können. Samsplint, stiffnec usw.. fallt unter erweiterete EH Leistung und ist bei mir nur im BR Rucksack dabei...
                  Drei Worte die dir die Angst nehmen:
                  Steig du vor!

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                  • #10
                    AW: Hilfeleistung am Berg

                    Hilfeleistung am Berg fängt nicht erst an, wenn etwas passiert ist. Gegenseitige Unterstützung sollte während der ganzen Tour stattfinden, seis, daß man z.B. sein Getränk teilt oder bei heiklen Stellen beruhigend einwirkt.
                    Im Falle eines Unfalls hängt es davon ab, was wo passiert ist. Zumindest die Rettung rufen sollte selbstverständlich sein, erste Hilfe ohne Selbstgefährdung auch.
                    Wenn mehrere helfen, soll jeder tun, was er am besten kann (d.h. der Konditionsstärkste sucht einen Punkt, wo Empfang ist, der Gebietskenner weist die Rettung ein, usw..).
                    Brauchst eh nur do auffi

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                    • #11
                      AW: Hilfeleistung am Berg

                      wie ich wirklich reagieren werde kann ich nicht sagen, war bis jetzt nie wirklich in so einer situation.

                      was ich immer (ja immer! sogar bei zwergerl-wanderungen und mini-kraxeleien) im rucksack habe ist etwas zu trinken, regenschutz, ein (wahrscheinlich übertrieben gefülltes) erstehilfepackerl, ein messer und ein kleines lamperl. meist auch noch ein jauserl oder müsliriegel.
                      je nach tour kommt ein biwaksack (vom winzigen notfallbiwaksack bis zum 2personensack) dazu
                      sobald bienen/wespen fliegen habe ich (sobald ich aus dem haus gehe) meine spritzen, tabletten und den inhalator dabei.
                      für schneetouren gibts das lvs-set
                      beim kraxeln selbst hab ich wahrscheinlich meistens auch zuviel gerümpel dabei.

                      wissen habe ich zum teil vom lawinenseminaren, erstehilfekursen (u.a. ein outdoor-erstehilfekurs den ich wirklich jedem empfehen kann) und sonstigen standard-kursen wie hochtourenkursen usw. und natürlich aus büchern, und anderen medien.
                      notbiwaks usw werden immer wiedermal (in erweiterter gemütlicher version) aus spass an übernachtungen am berg geübt.
                      lvs-übungen im freundeskreis gibts zumindest einmal im jahr.
                      seiltechniken werden auch immer wieder zb im klettergarten geübt.


                      ich hoffe dass ich im fall einer notsituation ruhig bleibe und überlegt handeln kann.
                      tu was du willst, aber tu was!!!

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                      • #12
                        AW: Hilfeleistung am Berg

                        Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
                        Davon abgesehen würde ich selbstverständlich mein Berg- oder Kletterziel aufgeben, wenn Hilfe benötigt wird. Oder einschreiten, wenn jemand offensichtlich eine Gefahr übersieht.

                        Gruß, Martin
                        Richtig, aber das ist auch das Schwierigste, finde ich.
                        Dass ich Bergkameraden jederzeit helfe, mit denen ich auf Tour bin, ist ja ohnehin selbstverständlich. Da richtet sich das Tempo auch nach dem schwächsten Teilnehmer. Denen helfe ich auch mit Blasenpflaster, Trinken, etc. Fremden Bergsteigern in gleicher Tour oder bei Treffpunkten helfe ich aber nur mit Flüssigkeit, wenn eine echte Notsituation entstanden ist.
                        Der springende Punkt bei der Hilfestellung ist aber wohl, dass man auf die Erreichung des eigenen Tourenziels verzichten können muß, um in einer Notsituation helfen zu können. Die eigene subjektive Einschätzung der Notsituation eines fremden Anderen ist dabei wichtig. " Ist das jetzt wirklich so schlimm mit der Not des Anderen, wie er/sie oder sein (Seil)partner sagt. Muß ich jetzt trotz Schönwetter und guter Kondi mein Ziel aufgeben, das ich vielleicht nie wieder, oder erst in Jahren wieder erreichen kann? Muß ich da wirklich helfen? Gehts nicht anders?"

                        Solche Gedanken laufen in Sekunden ab, hoffentlich beantwortet sie jeder um Hilfe gebetene richtig. Sie mögen auch dem um Hilfe gebetenen Schitourenfahrer beim gegenständlichen Lawinenunfall durch den Kopf gegangen sein. Leider hat er sie offensichtlich unrichtig beantwortet, zumindest nach meinem unvollständigen Wissensstand.
                        Wenn man sich einmal entschlossen hat, stehen zu bleiben, um zu helfen, ist das Schwierigste auch schon getan, denke ich.
                        Ich war trotz 40 Jahren Bergsteigerei und Kletterei noch nie ernsthaft in dieser Situation, hoffe aber immer noch , mich dabei zu bewähren und den Ansprüchen gerecht zu werden, die die Berggesellschaft berechtigterweise von mir erwartet. Schließlich erwarte ich das ja selbst von mir.

                        Lg, michl fasan
                        Zu seiner Milbe sagt der Milber:
                        "Geh bitte, schenk mir einen Zahn aus Silber.
                        Damit ich, wenn im Haargewurl
                        ich beißen möchte, hab kan Gsturl!"

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                        • #13
                          AW: Hilfeleistung am Berg

                          Zitat von oidmosavoda Beitrag anzeigen
                          zum Erste Hilfe Set im Rucksack, alles recht und schön aber in vielen Mehrseillängenkraxeleien ist man heute häufig "ohne" unterwegs, für diesen Fall hab ich mir ein Verbandspackerl innen in den Helm reingepickt, hat sich schon einige Male recht gut bewährt, glaube kaum dass damit die Sicherheit vom Helm beeinträchtigt sein kann.

                          l.g. Reini
                          Da kann es "nur" passieren das Du die Dämpfung vom Helm ausser Funktion setzt.... unlustig wenns Dich mal erwischt...

                          lg
                          tch

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                          • #14
                            AW: Hilfeleistung am Berg

                            na geh weiter, so ein Packerl dämpft nämlich überhaupt nicht, kannst beruhigt sein, hat sich oft genug bewährt, zuletzt beim anderorts erwähnten Steinschlagunfall, paßt aber nicht unbedingt für jeden Helmtyp, das geb ich zu......


                            und recht herzlichen Dank für eure Beteiligung

                            Ein nicht unwesentlicher Punkt ist auch der Zugang zum erforderlichen Wissen, während die Bergrettungsortsstellen logischerweise regelmäßig informieren und trainieren findet sich in den Programmen anderer alpiner Vereinigungen selten etwas in dieser Richtung; dabei ist es interessant, Probeverbände machen Spaß, (insbesondere die Dokumentarfotos) und sogar Kinder lassen sich für sowas begeistern!

                            l.g. reini
                            Zuletzt geändert von oidmosavoda; 10.01.2013, 14:26.
                            .....Beteiligung stillgelegt....und immer gsund heimkommen!

                            Kommentar


                            • #15
                              AW: Hilfeleistung am Berg

                              Ein paar Dinge hab ich eigentlich immer mit: Verbandszeug, Pflaster, Silberdecke, Taschenmesser, Feuerzeug, Stirnlampe, Regenjacke, Mütze. Das Gewicht davon ist mir egal.
                              Das Verbandszeug "arbeitet" sich im Rucksack leider mit der Zeit selbst auf. Die Verpackungsfolien werden brüchig, Pflastern tut die Hitze nicht gut. Das Zeug ist daher von Zeit zu Zeit zu ersetzen.
                              Erste Hilfe Kurse muss ich als Ersthelfer an meinem Arbeitsplatz in regelmäßigen Abständen machen. Das ist durchaus hilfreich.

                              Außer mit Pflastern mußte ich - Gott sei Dank - noch nie gröbere Hilfeleistungen durchführen. Das Mühsamste war vor vielen Jahren meine damalige Freundin wegen eines Umkipp - Bänderrisses am Unterberg zur nächsten Forststraße zu schleppen.

                              Die Grenzen der Hilfeleistung abseits der Verständigung der Rettungskräfte liegen für mich da, wo es mir nicht mehr möglich ist, mich sicher zum Opfer zu begeben - wie z.B. ungesichert in einem 3er-Gelände herumkraxeln. Eine exakte Grenzziehung ist aber sicher schwierig, da man im Anlassfall wahrscheinlich für Angehörige mehr Risiko in kauf nimmt, als für fremde Menschen.

                              LG Michael
                              Den Abstand zwischen Brett und Kopf nennt man geistigen Horizont

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