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"Risikomanagement im Extremsport" !wichtig!

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  • "Risikomanagement im Extremsport" !wichtig!

    hallo leutz!

    bald is matura und ich muss noch psychospezialgebiet zum thema risikomanagement im extremsport schreiben.

    hab ihr irgendwelche erfahrungen oder wie geht ihr mit risikosituationen um?

    bin für alle hinweise und antworten oder ratschläge usw. dankbar!

    danke und greez benji

    (geht auch per mail: benjamingubisch@hotmail.com)

  • #2
    AW: "Risikomanagement im Extremsport" !wichtig!

    Mein erster Tipp: Präzisere Fragen überlegen.
    Nummer zwei: Die Suchfunktion nutzen. In vielen Themen wurde über die verschiedenen Aspekte diskutiert, z.B. hier.
    "Glück, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

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    • #3
      AW: "Risikomanagement im Extremsport" !wichtig!

      den hab ich schon gelesen trotzdem danke es geht mehr darum:

      -> warum machen leute das obwohl sie dabei draufgehn könnten?
      -> wie geht ihr damit (risiko) um?
      -> wie begründet ihr die entscheidung für z.b. umkehren oder andere route

      Kommentar


      • #4
        AW: "Risikomanagement im Extremsport" !wichtig!

        Guckste z.B. hier:
        http://www.rohwedder-konzepte.com/in...gen/haupt.html

        Gruß
        Wolle

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        • #5
          AW: "Risikomanagement im Extremsport" !wichtig!

          danke aber das suche ich nicht.

          brauche meinungen und erfahrungen von nicht bergführern oder ausbildern, also ich suche nach ansichten von "normalen" bergsteigern. ich brauche auch nicht die lehrmeinung von führern sondern einfach wie geht der bergsteiger mit dem risiko am berg um (was denkt er etc). ich kenn nur meine meinung und das ist meiner lieben prof (verständlicherweise) zu wenig.

          Kommentar


          • #6
            AW: "Risikomanagement im Extremsport" !wichtig!

            Zitat von Big-Ben Beitrag anzeigen
            den hab ich schon gelesen trotzdem danke es geht mehr darum:

            -> warum machen leute das obwohl sie dabei draufgehn könnten?
            -> wie geht ihr damit (risiko) um?
            -> wie begründet ihr die entscheidung für z.b. umkehren oder andere route
            1.) Ich persönlich mach das, weil es ein intensives Gefühl erzeugt. In einer brenzligen Situation, sofern man sich ihrer bewusst ist, ist man voll bei der Sache. Nach Bewältigung einer solchen Situation stellt sich ein Hochgefühl ein.

            2.) Ich versuche, durch genaue Planung die "objektiven" Gefahren (Steinschlag, Lawinen, ...) möglichst zu minimieren.

            3.) Meist sagt mir das Bauchgefühl, wann es Zeit ist, umzukehren. Durch langjährige Bergerfahrung erkenn ich gewisse Gefahren frühzeitig (z.B. Wetterumschwung, gefährliche Schneelage oder auch zu schlechte Tagesverfassung).

            Trotz alledem bleibt immer ein Restrisiko, und da kommt, glaub ich, die Neugier zum tragen: was geht noch, hab ich mich verbessert oder sind die Verhältnisse diesmal besser.

            PS: Viel Glück bei der Matura
            Brauchst eh nur do auffi

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            • #7
              AW: "Risikomanagement im Extremsport" !wichtig!

              Ach ja, da hab ich noch was gefunden. Der Uwe ist ein langjähriger Freund von mir.

              http://www.uni-graz.at/alpinmedizin/...ragLackner.pdf
              Brauchst eh nur do auffi

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              • #8
                AW: "Risikomanagement im Extremsport" !wichtig!

                Mein Lieblingszitat zum Thema Risikomanagement und Angstbewältigung kommt vom Psychotherapeuten und Begründer der Logotherapie Viktor E. Frankl: "Muss man sich denn auch alles von sich gefallen lassen? Kann man nicht stärker sein als die Angst?"
                Frankl war selber ein ausgezeichneter und leidenschaftlicher Bergsteiger.
                Ein guter Link dazu ist hier: http://www.bergnews.com/service/vikt...tor-frankl.php

                Angst ist eine schlaue Sache, die einen in unbekannten Situationen davor bewahrt, blind ins Verderben zu rennen. Andererseits kann sie einen auch schnell blockieren was ja jeder aus diversen Alltagssituationen kennt.
                Wenn ich mich bewusst in eine Risikosituation begebe, dann muss ich die Angst-Bremse vorübergehend ausschalten und möglichst nüchtern und rational objektive Risiken und meine Fähigkeiten gegeneinander abwägen. Wenn ich mich dann entschieden habe, die Herausforderung anzunehmen, bau ich physische und mentale Spannung auf und schau, dass ich so rasch wie möglich durch die Situation durchkomme. Oft spreche ich mir auch (und durchaus auch laut) Mut zu bzw. kommentiere mein Tun. Die Angst ist immer da - es ist nur wichtig, dass sie nicht die Überhand gewinnt in der Situation, sonst werd ich fehleranfällig und die Sache könnte wirklich gefährlich werden.

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                • #9
                  AW: "Risikomanagement im Extremsport" !wichtig!

                  Zitat von Big-Ben Beitrag anzeigen
                  -> warum machen leute das obwohl sie dabei draufgehn könnten?
                  weil sie glauben, dass nix passiert. stichwort: "ah geht scho"

                  Zitat von Big-Ben Beitrag anzeigen
                  -> wie geht ihr damit (risiko) um?
                  ich sag mir: "ah geht scho" und meist gehts eh.
                  mein schlimmstes bis jetzt waren 1100 Höhenmeter hinunter mit knochenbruch (oder zwei) - natürlich solo - aber 3 wochen später lacht man schon wieder :-) merke: wenns ordentlich blutet, spült es den dreck aus der wunde.

                  Zitat von Big-Ben Beitrag anzeigen
                  -> wie begründet ihr die entscheidung für z.b. umkehren oder andere route
                  pseudorational. eine objektive risikoabschätzung ist in grenzbereichen nicht mehr möglich, weil die risken nicht mehr vollständig erfasst werden können (siehe lawine elmplan) oder weil das unvorhersehbare (zB steinschlag) eben unvorhersehbar ist.
                  entweder, du hast a glück oder nicht. wenn man ein glück gehabt hat, merkt man es meist erst nachher.
                  wenn man umgedreht hat, kann man nie sagen, ob man nicht doch durchgekommen wär.
                  Zuletzt geändert von renoldna; 06.05.2009, 16:47.
                  runter gehts oft schnell.

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                  • #10
                    AW: "Risikomanagement im Extremsport" !wichtig!

                    Zitat von Guru Beitrag anzeigen
                    Ach ja, da hab ich noch was gefunden. Der Uwe ist ein langjähriger Freund von mir.

                    http://www.uni-graz.at/alpinmedizin/...ragLackner.pdf
                    Vielen Dank für den link. Eine sehr spannende Arbeit - auch für Normalbergsteiger.

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                    • #11
                      AW: "Risikomanagement im Extremsport" !wichtig!

                      1) für diese Frage gibt es eigentlich keine Antwort, die zufriedenstellend ist. Ich glaube, dass ich das mache, weil ich mich dadurch spüre. An die Grenzen zu gehen und sie zu überwinden ist einfach ein Lebensgefühl, auch wenn man sich manchmal in Gefahr gibt. Aber man spürt das man lebt!! Wobei jeder andere Grenzen hat!!
                      2) Ich persönlich wiege immer alles ab. Versuche das Risiko soweit zu minimieren, dass eigentlich nur das Restrisiko überbleibt über das man sowieso nicht hinwegkommt. Ich bin sehr auf der sicheren Seite und gehe kein unnötiges Risiko ein, denn ich möchte ja noch länger auf Berge klettern können
                      3) Ob ich eine Route fertig klettere oder umkehre entscheide ich aus dem Bauch heraus. Sehr oft spielt Angst bei mir mit!! Denn wenn ich angst habe kann ich mich nicht mehr auf das Wesentlichste konzentrieren und mache Fehler. Sehr oft denke ich mir im Nachhinein du hättest es gepackt oder das Wetter hätte eh gehalten, aber lieber einmal umgedreht und ein andernmal versucht, als Tod zu sein.
                      lg bergfaxe
                      Verliere nie den Rest deiner Kindheit, das Lockere. Dann nämlich gehören die Berge dir, sonst gehörst du ihnen.
                      Hans Kammerlander

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                      • #12
                        AW: "Risikomanagement im Extremsport" !wichtig!

                        PS: Viel Glück für deine Matura. mochs gscheid, weil sonst musst du zweimal ran so wie ich!!
                        Verliere nie den Rest deiner Kindheit, das Lockere. Dann nämlich gehören die Berge dir, sonst gehörst du ihnen.
                        Hans Kammerlander

                        Kommentar


                        • #13
                          AW: "Risikomanagement im Extremsport" !wichtig!

                          Sehr interessant in dieser Hinsicht und auf jeden Fall zu empfehlen ist
                          "Zur Psychologie des Bergsteigens" von Ulrich Aufmuth
                          Wirklich eine super Abhandlung über Beweggründe und Verhalten im Extremalpinismus
                          "Ich will lieber stehend sterben, als knieend leben,
                          lieber 1000 Qualen leiden, als einmal aufzugeben."


                          http://christianknoll.blogspot.com/

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                          • #14
                            AW: "Risikomanagement im Extremsport" !wichtig!

                            @ Big-Ben

                            vielleicht ist was brauchbares für dich dabei:

                            http://www.risflecting.at/pdf/litera...lys_risiko.pdf

                            ich selber bin "flach"-wanderin im wiederwald habe aber jahrzehntelang den (risiko!-)sport "reiten" ausgeübt

                            zu deiner frage: wie geht ihr mit risikosituationen um

                            es hat bei mir einige pferdeunfälle gegeben, wovon ich mit 12 jahren samt pferd gestürzt bin (eine bleibende schulterverletzung habe) und wieder reiten gegangen bin.
                            vor ca. 13 jahren hatte ich den 2.pferdesturz und mit a bissal weniger glück, hätt ich mir das genick dort gebrochen - hab aber "nur" wieder bleibende ärgere schäden an der schulter
                            nach verheilung der hautverletzungen(schulter blieb defekt) bin ich wieder die nächsten jahre aufs pferd gestiegen (ohne angst)
                            "bei" den unfällen hatte ich (komischerweise) NIE ein angstgefühl - da war ich immer damit beschäftigt "das beste aus der situation" zu machen und das irgendwie so halbwegs heil zu überleben
                            eine "reaktion" (angst, schlecht sein, etc.) habe ich erst immer "nach" extremsituationen (auch in anderen extremsituationen, wo's um gesundheit/leben geht)

                            nach dem 2.unfall bin ich wieder im wahnsinnstempo am strand galoppiert - weil ich 99,999% vertrauen in "dieses" pferd hatte und in mich, dass ich es mit dem leisesten wink dirigieren kann und es auf mich horcht - aber!: ein stolpern ist bei jedem pferd möglich und damit auch wieder ein sturz.
                            warum riskier ich das noch mal .... ? hab mich das oft gefragt!!!! wenn ich im alltagsleben an den ablauf des unfall denke, bekomme ich machmal eine leichte angststarre und denk mir: WAHNSINN was ich das gemacht habe ....das ur Risiko...
                            und dann hab ichs wieder gemacht... und hab keine angst (auch nicht vorher) und hab ein gefühlt dabei, das nur jene(r) kennt, der auch schon mit dem pferd fast "geflogen" ist.

                            nach dem unfall war ich halt vorsichtiger: mit "welchem" pferd ich so was mache; welche strecke ich "düse"
                            aber: es haben pferde schon unter dem reiter im galopp einen herzinfarkt bekommen ... und der reiter ist so blöde gefallen: genickbruch

                            so.... und was jetzt machen um "solche" (eventl.tödliche) einzelfälle nicht zu riskieren..... nicht raufsteigen... eh klar ...... nur: wenn du den (pferde)virus hast wirst du das nicht aushalten....du wirst leiden

                            das ganze ist, wie man an den obigen berichten sieht, das selbe mit "jeder form von leidenschaft"

                            ich denk mir, bei extrem-bergleuten manchmal: uuuh, würd ich nieee machen, viel zu viel risiko
                            und von denen wird sich vielleicht so manch eine(r) denken: pferd... da steig ich nieeee rauf, wenn das an hupfer macht lieg ich unten

                            da dein thema ist: risikomanagement im extremsport
                            hab mich mir mal getraut den kleinen pferdebericht zu schreiben

                            alles gute für die prüfung!!

                            Kommentar


                            • #15
                              AW: "Risikomanagement im Extremsport" !wichtig!

                              Lieber Benjamin,

                              Vielleicht kannst Du im Sinne einer Einführung hiermit etwas anfangen.

                              Risiko ist definiert als das Produkt aus der Wahrscheinlichkeit für einen Schaden mit der zu erwartenden Schadenshöhe. Weil am Berg viele Schadensereignisse möglich sind und die zur Ermittlung des Risikos zur Verfügung stehende Zeit sehr begrenzt ist, ist eine rationale Bestimmung des Risikos nicht möglich. Zudem kommt noch das Problem hinzu, dass der Tod eigentlich mit der Schadenshöhe unendlich zu werten ist, so dass eine Risikorechnung im herkömmlichen Sinne ohnehin nur sehr fragwürdig ist. Weiter bewirken bestimmte vom Subjekt nicht beeinflussbare so genannte objektive Risiken wie Steinschlag, Wetter, unter den Füßen wegbrechende Steigspuren etc., dass eine bestimmte (wenn auch geringe) Wahrscheilichkeit verbleibt, zu Tode zu kommen, wogegen alle anderen Risiken (s.o.) rechnerisch verschwinden müssten. Nicht immer sind objektive und subjektive Gefahren klar gegeneinander zu trennen. Das führt dann oftmals zu heftigen Diskussionen, als Lieblingsthema hat sich in den letzten Monaten hier in diesem Forum das Aufsuchen lawinengefährdeteer Areale herauskristallisiert.

                              Aus diesem Grund werden i.d.R. zwei Strategien gefahren: Eine ist die Minimierung des Schadenseintrittsrisikos - das machen meist ältere Bergsteiger durch die Wahl eher einfacherer Routen. Auf den Einwand, im Falle eines Falles diesen Fall nicht zu überleben antworten sie i.d.R. dass sie nicht fallen. Das haben ja bisher auch immer nur die anderen getan. Verdrängung nennt man das.

                              Die andere Strategie ist die Minimierung der Schadenshöhe - das machen meist jüngere Bergsteiger durch die Wahl eher schwieriger, allerdings mit entsprechendem Einsatz von Seil, Haken und ggf. weiterer Technik gut absicherbarer Routen. Auf den Einwand, dass sie sich evtl. übernehmen, antworten sie i.d.R. dass ein Sturz meist folgenlos bleibt, weil das Gelände hinreichend steil ist, so dass sie bereits durch die Sicherung relativ weich aufgefangen werden, bevor sie irgend wo hart aufschlagen. Ein Versagen der Technik hat an dieser Stelle mit Sicherheit tötliche Folgen. Das Versagen der Technik wird allerdings durch fortschreitende Entwicklungsanstrengungen der Hersteller immer unwahrscheinlicher. Wiederum ist an manchen Stellen die Technik nicht einsetzbar (keine Möglichkeit zur Herstellung von Fixpunkten), was als Mischung zwischen objektiver (Das Objekt lässt eine technisch einwandfreie Sicherung nicht zu) und subjektiver (Der Kletterer hätte sich ja vorher über den Zustand der Routen informieren können) Komponente mehr oder weniger bewusst verdrängt wird.

                              Die in beiden Fällen begangene Verdrängung ist allerdings zwingend erforderlich, um vor sich selbst die Ausübung des Bergsports überhaupt zu rechtfertigen.
                              --------------------------
                              Viel Glück bei der "Reife"prüfung. Rechtschreibfehler sind zu behalten und nicht an die Prüfungskommission durchzureichen.
                              Zuletzt geändert von Lampi; 05.05.2009, 23:56.
                              Beste Grüße, Lamл[tm]
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