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Regelwerk für die Benutzung des Forums Gipfeltreffen

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Wer gegen geltendes Recht verstößt, wird im Ernstfall von uns zur Anzeige gebracht.

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Die Forumsbetreiber behalten sich das Recht vor,
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Schlechtwetter immer am Wochenende? - Aufklärung

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  • Schlechtwetter immer am Wochenende? - Aufklärung

    Hallo,

    anknüpfend an whitewaters Frage:

    Zitat von whitewater Beitrag anzeigen
    Ich hab mal von einem Meteorologen gehört, dass das Wetter im Sommer relativ oft durch die Hitze und die damit verbundene Gewitterbildung einen Wochenrhythmus hat: 3-4 Tage schön, dann 2-3 Tage Gewitterneigung, danach wieder 3-4 Tage beständig schön (die Leuftfeuchtigkeit ist abgezogen) bis sich durch die Hitze wieder Gewitter bilden können, die sich in den nachfolgenden 2-3 Tagen wieder entladen, usw...
    Damit könnte es durchaus sein, dass durch unglückliche Zufälle die Wochenenden über einen längeren Zeitraum immer in die Schlechtwetterphase fallen - wenn das so wäre, dann brauchen wir heuer gar nicht so viele Bergtouren planen...??
    ein paar erläuternde Abbildungen:

    Die Hitze ist zweitrangig - denn wie man letzte Woche sah, reichen schon 27 Grad, damit es gewittrig wird.

    Entscheidend ist viel mehr, was in der Höhe passiert. Man muss sich vorstellen, dass in der Höhe ein Starkwindband die Erde auf der Nord- und Südhalbkugel umrundet. Klimatologisch gesehen gibt es zwei davon: in der Polarregion (Polarjet) und am Subtropengürtel (Subtropenjet).



    Die beigefügte Karte ist gültig für heute mittag (UTC-Zeit; MESZ = UTC+ 2 Std, also 14 Uhr). Dargestellt ist in schwarzen Linien die 300 hPa Fläche, d.h. angegeben ist die Höhe (Zahlen), in der sich ein Luftdruck von 300 hPa befindet. Bei Tiefdruckeinfluss ist die Druckfläche niedriger, bei Hochdruckeinfluss höher. Vereinfacht kann man sich merken, dass hier die Windgeschwindigkeit in ca. 9,1-9,4 km Höhe dargestellt ist, jedoch nur ab einem Wert von 60 Knoten (ca. 110 km/h). Der Meteorologe spricht ab 60 Knoten von einem Jetstream, die Maxima innerhalb dieser Jetstreams heißen Jetstreak, z.B. über Nordfrankreich, Benelux und Nordsee (110 Knoten, ca. 190 km/h).

    Die Luftfahrt profititiert von den Jetstreams. Demzufolge ist der Flug von New York nach London eine Stunde kürzer als umgekehrt (mit Gegenwind). Das hat auch Einfluss auf die Flugrouten, weil die Piloten versuchen werden, starken Gegenwind zu meiden (Rückflug weiter südlich).

    Wenn es um die Vorhersage für Mitteleuropa geht, achtet der Meteorologe vorwiegend auf das, was sich zwischen der Ostküste Nordamerikas und dem Ostatlantik auftut:

    Hier ist der Jetstream keinesfalls geradlinig, sondern durchläuft Berge und Täler. Die Berge heißen Keile und die Täler Tröge. Keile erzeugen am Boden ein Hochdruckgebiet und Tröge ein Tiefdruckgebiet. Die Situation auf der Karte ist keinesfalls statisch, die Keile und Tröge wandern nach Osten, vergrößern und verkleinern sich dabei (d.h. ihre W-O und N-S-Ausdehnung ändert sich).

    Der tiefste Punkt des Troges ist die Trogachse, der höchste Punkt des Keiles die Keilachse. Zum besseren Verständnis hab ich die Trogachsen schwarz und die Keilachsen rot markiert.

    Die Region östlich der Trogachse wird Trogvorderseite, die östlich des Keiles Keilvorderseite genannt. Analog für die Trog- und Keilrückseite westlicher.

    Tendenziell bringt eine Keilvorderseite Schönwetter und eine Trogvorderseite Schlechtwetter. Die Keilrückseite liegt näher am Keil als die Trogvorderseite, während die Trogrückseite näher am Trog als die Keilvorderseite liegt.

    In der Situation heute mittag um 14 Uhr MESZ liegt Frankreich auf der Trogvorderseite und Österreich auf der Keilrückseite. In Österreich gibt es also bereits noch verbreitet Schönwetter mit strahlendem Sonnenschein und nur wenigen Quellwolken. In Frankreich ziehen dagegen schon dicke Quellwolken mit kräftigen Gewittern durch. Die Richtung der Wolken/Gewitter orientiert sich am Jetstream. Er ist über Frankreich nordostwärts gerichtet, entsprechend driften die Gewitter auch nach Nordosten. Starke Gewitter entwickeln manchmal ein Eigenleben und scheren nach rechts (hier: Osten) aus. Man kann also aufgrund des Jetstreams nicht zwangsläufig sagen, dass heute alle Gewitter nach Nordosten ziehen werden.

    Wie ändert sich die Lage nun?

    Nach 24 Stunden



    liegt die Trogachse genau über Frankreich, die Keilachse über dem Balkan. Entsprechend befindet sich Österreich an der Trogvorderseite mit Regenwetter.

    Weitere 24 Stunden später



    ist die Trogachse über uns und der Höhepunkt des Schlechtwetters erreicht,
    dahinter gelangen wir allmählich in den Einfluss des Keiles über dem Ostatlantik, der unser Wetter am Wochenende weniger schiach gestalten wird.

    Wie man sieht, wandern die Tröge und Keile auf der gesamten Nordhalbkugel nach Osten. Je kürzer der Abstand zwischen Trogachse und darauffolgender Keilachse, umso rascher wandern die Gebilde. Man könnte auch sagen: je mehr Keile und Tröge es gibt, umso rascher wandert alles nach Osten.

    Und das erklärt letzendlich, warum es manchmal im 3-Tage Rhythmus schiach wird: Es gibt viele Tröge und Keile (bzw. Wellen), und nach Trogpassage (Schlechtwetter) folgt lediglich ein Zwischenhoch (Schönwetter), ehe schon der nächste Trog vor der Tür steht.

    Das Muster könnte jetzt den ganzen Sommer so bleiben, es kann sich aber auch ändern, d.h. die Zahl der Wellen verringert sich und die Schönwetterphasen werden länger. Viele werden sich noch an den Jahrhundertsommer 2003 erinnern. Da gab es vom Februar bis November mit kurzen Unterbrechungen (Mai/Juni) immer wieder langanhaltende Trockenperioden, von den Wärmegewittern im Alpenraum einmal abgesehen.

    Damals gab es zwar ebenfalls viele Tröge und Keile, allerdings war das Starkwindband deutlich nach Norden verschoben. Die Trogachsen erreichten Mitteleuropa kaum bzw. streiften nur im Norden und der Hochdruckeinfluss überwog im Großen und Ganzen.

    Zusammenfassung:

    Der 3-Tage-Rhythmus kommt dadurch zustande, dass das Starkwindband über der Nordhalbkugel nicht kreisrund ist, sondern Berge und Täler ausbildet, die zusammen eine Welle bilden. Mit den Bergen ist Hochdruckwetter, mit den Tälern Tiefdruckwetter verbunden. Je nach Anzahl der Wellen wandern diese rasch oder langsam nach Osten. Bei rascher Wanderung ergibt sich ein 3-4 Tage Rhythmus, bei langsamer Wanderung ein Wochenrhythmus oder noch länger. Entscheidend ist auch, ob das Starkwindband eher nördlich von Europa oder genau über Mitteleuropa verläuft. In Trocken- oder Hitzesommern wie 2003 verläuft es eher nördlich, in Sommern wie heuer eher südlich.

    Dieses Jahr kommt zumindest bisher beides zusammen: Das Starkwindband liegt weit im Süden und die Zahl der Wellen ist groß. Bis Ende Juni soll sich nach den aktuellen Prognosen die Zahl der Wellen leicht verringern, d.h. das Schlechtwetter kommt in längeren Abständen. Entsprechend zeichnet sich nach dem Regenwetter am Do/Fr der nächste signifikante Regen erst für darauffolgenden Mi/Do ab.

    Gruß,Felix
    http://www.wetteran.de

  • #2
    AW: Schlechtwetter immer am Wochenende? - Aufklärung

    Wenn tatsächlich immer genau am Wochenende eine Schlechtwetterfront eintritt, vlt. sollt ma einfach mal das Wochenende verschieben. Machen wir zum Beispiel morgen, übermorgen und überübermorgen nochmal Montag, Dienstag und Mittwoch. Dann sind wir 3 Tage verschoben und es sollte dann immer genau am WE schön sein
    lampi
    ________________________________________
    Jetzt auch bei mir - Lampis Berge

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    • #3
      AW: Schlechtwetter immer am Wochenende? - Aufklärung

      Zitat von lampi9 Beitrag anzeigen
      Wenn tatsächlich immer genau am Wochenende eine Schlechtwetterfront eintritt, vlt. sollt ma einfach mal das Wochenende verschieben. Machen wir zum Beispiel morgen, übermorgen und überübermorgen nochmal Montag, Dienstag und Mittwoch. Dann sind wir 3 Tage verschoben und es sollte dann immer genau am WE schön sein
      Mir im Schichtdienst ist es ja an sich auch *egal*, das ist dann sowieso Lotto spielen
      http://www.wetteran.de

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      • #4
        AW: Schlechtwetter immer am Wochenende? - Aufklärung

        Zitat von lampi9 Beitrag anzeigen
        Wenn tatsächlich immer genau am Wochenende eine Schlechtwetterfront eintritt, vlt. sollt ma einfach mal das Wochenende verschieben. Machen wir zum Beispiel morgen, übermorgen und überübermorgen nochmal Montag, Dienstag und Mittwoch. Dann sind wir 3 Tage verschoben und es sollte dann immer genau am WE schön sein

        gute idee! ich will nicht schon wieder vorm hagel flüchten wie letzten sonntag-.- wir könnte es ja so machen, immer wenn schönwetter ist, ist wochenende! :P

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        • #5
          AW: Schlechtwetter immer am Wochenende? - Aufklärung

          Danke, Felix, für die ausführliche Erklärung! :up:
          Tourenberichte und Sonstiges auf www.deichjodler.com

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          • #6
            AW: Schlechtwetter immer am Wochenende? - Aufklärung

            Ebenfalls danke, Felix, für deine äußerst informativen Erklärungen. :up:

            Na dann hoffen wir, dass die Wellen in niedrigeren Frequenzen daherkommen bzw. sie sich überhaupt in den Norden verabschieden.

            LG

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            • #7
              AW: Schlechtwetter immer am Wochenende? - Aufklärung

              Vielen lieben Dank, aber ehrlichgesagt ist mir das immer noch zu hoch, bzw. müsste man sich als Laie trotzdem noch extra damit beschäftigen um das zu verstehen. Ich erkenne bei den Bildern nichtmal Länderumrisse...

              Ich habe mehrfach gelesen und gehört, dass es an der Industrie und dem Verkehr liegt, die schirchen Wochenenden. Wochentags wird ordentlich Dreck rausgehauen, am Wochenende logischwweise weniger, das ballt sich quasi zusammen und es kracht.
              Gerade auch gegoogelt, zB. Hier!

              Ah so a Schas mitn Wetta.

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              • #8
                AW: Schlechtwetter immer am Wochenende? - Aufklärung

                Grüß dich, Felix!
                Ein großes DANKE für deine verständlichen Erklärungen!

                Eine Frage hätt ich:
                Exilfranke:
                In Trocken- oder Hitzesommern wie 2003 verläuft es eher nördlich, in Sommern wie heuer eher südlich.
                Dieses Jahr kommt zumindest bisher beides zusammen: Das Starkwindband liegt weit im Süden und die Zahl der Wellen ist groß. Bis Ende Juni soll sich nach den aktuellen Prognosen die Zahl der Wellen leicht verringern, d.h. das Schlechtwetter kommt in längeren Abständen.
                Kann das bedeuten, dass in diesem Sommer (nach dem trockenen Frühjahr) keine längere Trockenperiode im Sommer/Herbst zu erwarten ist?
                Viele Menschen unserer Gegend beziehen das Trinkwasser aus den Kitzbühler Alpen. Wenn nun einem schneearmen Winter trockene Monate folgen, kann es schon einmal knapp werden...

                Grüße aus dem Pinzgau!
                Leni
                Servus!
                baru

                http://www.sagen.at

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                • #9
                  AW: Schlechtwetter immer am Wochenende? - Aufklärung

                  Ich frag mich, ob vom Eyjafjallaausbruch noch Aerosole in der oberen Atmosphäre herumschwirren, und ob die zusätzlich noch die Wolkenbildung anregen. Irgendwie kommts mir schon etwas feucht vor heuer.
                  (Die Asche vom Puyehue wird wohl den Passat am Äquator nicht überwinden, oder?)
                  Brauchst eh nur do auffi

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                  • #10
                    AW: Schlechtwetter immer am Wochenende? - Aufklärung

                    Zitat von Guru Beitrag anzeigen
                    Ich frag mich, ob vom Eyjafjallaausbruch noch Aerosole in der oberen Atmosphäre herumschwirren, und ob die zusätzlich noch die Wolkenbildung anregen. Irgendwie kommts mir schon etwas feucht vor heuer.
                    (Die Asche vom Puyehue wird wohl den Passat am Äquator nicht überwinden, oder?)
                    Das liegt primär an unserer Erinnerung - voriges Jahr war es VIEL feuchter

                    Ich habe gerade die erste Gewitterwelle beobachtet, die seit 15h nachmittags über die ganze Alpennordseite gerast ist, um dann 10km vor meiner Haustüre in den hohen Norden abzudrehen - aber dafür hat es aus der Ferne schön geblitzt

                    Mich fasziniert immer die Genauigkeit der Wettervorhersagen heutzutage - wie ich ein Kind war, waren die Prognosen nahe bei 50/50 - heute werden Frontdurchgänge oft schon Tage vorher auf einige Stunden genau prognostiziert und treffen punktgenau zu.

                    In meiner Region von Österreich (südliches Marchfeld) ist das Wettergeschehen aber praktisch nicht vorhersagbar - wir sind wettermäßig kein Teil mehr von Österreich. Wenn eine von 5 vorhergesagten Regenereignisse zutreffen täte, wäre ich schon recht zufrieden..

                    lg Josef

                    Kommentar


                    • #11
                      AW: Schlechtwetter immer am Wochenende? - Aufklärung

                      Bei uns ists am frühen Abend sehr schwarz über die Eisenerzer Alpen gekommen, geworden ist aber gar nix draus. War wohl noch ein Wärmegewitterversuch, nach Front hats noch nicht ausgeschaut.
                      Momentan grummelts dumpf in der Ferne.
                      Zuletzt geändert von Guru; 22.06.2011, 22:34.
                      Brauchst eh nur do auffi

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                      • #12
                        AW: Schlechtwetter immer am Wochenende? - Aufklärung

                        Ich habe mehrfach gelesen und gehört, dass es an der Industrie und dem Verkehr liegt, die schirchen Wochenenden. Wochentags wird ordentlich Dreck rausgehauen, am Wochenende logischwweise weniger, das ballt sich quasi zusammen und es kracht.
                        Gerade auch gegoogelt, zB. Hier!
                        Da gilt vermutlich auch der Spruch: Trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

                        Man raunzt halt lieber (so wie hier), als dass man sich über drei schöne Tage freut (Mo bis Mi). Davon abgesehen trifft es auf dieses WE ja gar nicht zu, der Do wird am nassesten ausfallen, ab Fr wird das Wetter besser, Sa u. So soll recht sonnig sein.
                        Zuletzt geändert von feiN; 22.06.2011, 23:55.
                        It's hard to fly like an eagle when you work with turkeys.

                        Norbert

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                        • #13
                          AW: Schlechtwetter immer am Wochenende? - Aufklärung

                          Zitat von Exilfranke Beitrag anzeigen
                          Der 3-Tage-Rhythmus kommt dadurch zustande, dass das Starkwindband über der Nordhalbkugel nicht kreisrund ist, sondern Berge und Täler ausbildet, die zusammen eine Welle bilden. Mit den Bergen ist Hochdruckwetter, mit den Tälern Tiefdruckwetter verbunden. Je nach Anzahl der Wellen wandern diese rasch oder langsam nach Osten. Bei rascher Wanderung ergibt sich ein 3-4 Tage Rhythmus, bei langsamer Wanderung ein Wochenrhythmus oder noch länger.
                          Zuerst einmal DANKE für diesen weiteren informativen Beitrag! :up:

                          Dazu noch eine Frage:
                          Wie bildet sich dieser Wellenrhythmus in der Bewölkung ab? Eigentlich müsste sich das ja auch auf den Satellitenbildern nachvollziehen lassen.

                          LG
                          Matthias

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                          • #14
                            AW: Schlechtwetter immer am Wochenende? - Aufklärung



                            Quelle: http://aviationweather.gov/obs/sat/intl/ Ausschnitt ICAO AREA H

                            Hier ein Satellitenbild von heute morgen für die Nordhalbkugel. blau, gelb und pink stehen für die Fronten (Warm, Kalt und Okklusion) eines Tiefdruckgebiets, die rote Linie zeigt die "Welle" mit den Trögen und Keilen.

                            dunkles grau sind tiefe Wolken, helles grau bis weiß hohe Wolken, das über Afrika und im Golf von Mexico sind große Gewittergebiete, insbesonderes letzteres sind die Brutstätten für Hurrikane.

                            Gruß,Felix
                            http://www.wetteran.de

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