Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wanderstöcke?? Leki oder Komperdell??
mountainbiker
25.08.2004, 19:56
Ich hab seit einiger Zeit Komperdell Wanderstöcke die rutschen dauernd zusammen und die Spitzen und Teller nützen sich auch sehr schnell ab und rutschen dauernd runter. Habt ihr auch diese Erfahrungen?? Sind Leki besser??
Meine Antwort:
TCM bei Eduscho/Tschibo
Eur 12,99 (mit Federung) und haben mehrere Touren auf den Schneeberg und im Venedigergebiet problemlos ausgehalten.
Ansonsten verwenden mehrere Verwandte von mir Komperdell und haben nach härterem Gebrauch den Stöcken auch schon mit der Rohrzange nachhelfen müssen.
Die Teleskopstöcke von Adeg um Eur 14,99 konnten wir bis dato noch nicht testen, liegen zuhause im Keller.
LG
Schelli
alpinfreak
25.08.2004, 21:15
Hallo!!!
Bei meinen Komperdell und dann Leki hatte ich dasselbe Problem.Die hielten alle nur je ein Jahr.Ich muss aber dazu sagen,dass ich die Stöcke auch zum Skitourengehen benützt habe. :idee:
Jetzt habe ich eine billige Marke vom Hofer,und die halten nun schon 3 Jahre!!!!Bin auch sehr zufrieden damit!!!! :up:
MFG HANNES
Helmut2700
25.08.2004, 21:29
Hab selber Leki, Komperdell, Salewa Lindur usw verwendet.
Schauts euch mal die neuen Kohla-Stöcke an, haben einen Doppel-Konus und sind derzeit meiner Meinung nach sehr gut.
Kohla hat seit kurzem auch einen 4 teiligen Stock. Ideal beim Klettern, da er ganz im Rucksack verschwindet.
Außerdem kann dir ein kompetenter Händler von Kohla jedes Ersatzteil nachbestellen.
Helmut
Leki und Komperdell total unzufrieden - rutschen dauernd zusammen
:nono:
daxy
mountainbiker
25.08.2004, 22:06
@daxy: Welche verwendest dann??
Ich habe mir die teuren Leki mit der Dämpferfeder gekauft. Sie rutschen auch fallweise zusammen. Meine uralten Leki, die mit dem Halbkugel-Holzgriff, halten wesentlich besser. Beim Einsatz in tropischen Gebieten wird allerdings der Holzgriff, durch die hohe Luftfeuchtigkeit, größer und der Alu-Stock fällt heraus.
Gletscherlilie
26.08.2004, 08:21
Ich hab' bei meinen Leki nicht das Problem des Zusammenrutschens sondern, dass sie sich nur mehr schwer schrauben lassen - scheint irgendwie sehr leicht Staub reinzukommen. Von Komperdell kann ich nur abraten, die verbiegen sich schon, wenn man nur damit ganz konventionell eine Schibindung öffnen will :kopfschüt ... nein, ich öffne Schibindungen normalerweise nicht, indem ich einen Knoten in den Stock mache...
ich benutze seit Jahren ein Paar McKinley-Stöcke (mit Federung) - noch nie Probleme damit gehabt. Allerdings öle ich sie auch ab und zu nach der Reinigung leicht ein !!
Mit Grüßen,
Peter
Mathilde
26.08.2004, 09:06
bin von meinen sauteuren Komperdell ebenfalls enttäuscht - bei höherer Belastung rutschen sie sehr leicht zusammen - dachte immer, ich habe sie zu wenig fest geschraubt - aber nachdem ihr auch diese Probleme habt.........
lg
Mathilde
Stefan B
26.08.2004, 09:21
Ich würde mir die "Black Diamond" Stöcke kaufen, die haben ein ganz anderes Verschlußsystem. Das Propagandaheft vom DAV hat mal einen Testbericht veröffentlicht da haben die BD Stöcke super abgeschnitten.
Sers Steffe.
Mathilde
26.08.2004, 09:36
sind die in jedem Sportgeschäft zu bekommen?
wie sieht es mit dem Preis aus?
lg
Mathilde
Stefan B
26.08.2004, 11:40
Zumindest in jedem das Black Diamond im Programm hat.
Kosten je nach Modell: zw. 75€ und 95€ .
Calimero
26.08.2004, 19:56
Ich hab mir Stöcke vom Hofer gekauft.. die halten super!
Haben vielleicht nicht so eine feine Spitze und sind nicht so leicht - aber meine Stöcke müssen viel aushalten und das tun die ohne Probleme!
lg
Michael
zoki1953
26.08.2004, 20:44
Ich habe bei Hervis KilimAnjarO gekauft,angebot 19,90 bezalt ,schon 1.Jahr über 700 km gegangen und ich bin zufriden, noch funktionirt.
zoki
Hallo Stock-VerwendererInnen(ist wohl gerade eine Wortneuschöpfung geworden),
Ich verwende seit 1976 Leki-Teleskopstöcke und habe sicher inzwischen schon die 6. oder 8. Generation. Ich habe bis heute keine Probleme auch nicht mit dem ungewollten Zusammenschieben. In unserer Firma(Eybl) haben sie mich schon seit langem zum "Stock-Dokter" ernannt und ich habe auch fast noch jeden Stock reparieren können.
Grundsätzliches:
1) Teleskopstöcke waren ursprünglich nie dafür vorgesehen als Tourenskistock verwendet zu werden - zwangsläufig haben Bergsteiger begonnen diese an sich praktischen Stöcke im Laufe der Zeit auch als Skistöcke einzusetzen. Die starke Belastung beim Stockeinsatz kann zum Zusammenschieben der Stöcke führen.
2) der mittlere Stockteil ist im ebenen Gelände und beim Bergabgehen immer auf die vollste Länge auszuziehen - mit dem unteren Teil wird die richtige Gesamtlänge eingestellt(daher sind alle Maßangaben auf Stöcken unsinnig).
3) vor steileren Abstiegen vorallem mit mehr Gepäck bzw. Skiabfahrten muß mein seine Stöcke "mit Gefühl" etwas fester anziehen!
4) Alu-Stöcke oxidieren innen, wenn sie naß werden(Nässe kommt innen rein, wenn man die Stöcke bei Regen zusammenschiebt) - daher ist es unbedingt notwendig, die Stöcke über Nacht auseindander zu nehmen, vorallem zu Hause, wenn man sie längere Zeit nicht braucht, damit sie innen austrocknen können.
5) durch die Oxidation = Rosten der Inneseite des Stockes wird der Innendurchmesser um ein klein wenig kleiner und beim hin und her Schieben der Rohrteile wird durch die Klemmkeile der Rost abgeschabt. Die Klemmkeile aus Plastik verkleben sich gerne mit mit dem Rostmaterial, was zu einem Festklemmen bzw. erschwärtem Rein- und Rausschieben führt. Manche Leute greifen dann zu Kombizangen und anderen "Gewaltanwendungen" was schlußendlich zu einem "Verschneiden" des Gewindes der Klemmkeile führt und zum Dauerschaden des Stockes...
Das abgeschabte Rostmaterial verwandelt sich bei Nässe zu einer schmierigen Paste, die das Festklemmen der Klemmkeile verhindert...
6) Klemmkeile niemals ölen(ist wohl eh jedem klar, erlebe ich aber immer wieder)
7) Wenn ein Fixieren des Klemmkeils nicht möglich ist, zieht man diesen soweit aus dem Stock, daß er gerade mit dem Rand sichtbar wird, schraubt den Stock so fest zu das der Keil sich gerade verbeißt und schiebt dann den Stock auf die gewünschte Länge und zieht ihn dann "mit Gefühl" fest zu.
Alle weiteren Tricks und derer gibt es noch viele kann ich jedem/r "Betroffenen" gerne persönlich zeigen(hier bitte aber PN´s an mich abschicken, damit es nicht wieder heißt ich mache Werbung!!!)
8) lange Stockspitzen(braucht man für die größeren Winterteller) knicken bei oftmaligen Öffnen von div. Steighilfe div. Tourenbindungen ab - da gibt es noch keine Alternative, leider.
9) Titanal-Stöcke haben fast immer einen geringeren Außendurchmesser und sind um einiges biegsamer(elastischer) als reine Alurohre und brechen daher auch viel leichter ab, weil die meisten VerwenderInnen nicht das Gefühl haben für Biegebelastungen(klingt jetzt ziemlich arrogant, ist aber leider so!!!). die Gewichtsersparnis von einigen Dkg ist nur was für echte Gewichtsfanatiker...
10) Karbonstöcke sind noch biegsamer und brechen daher noch viel häufiger ab. Sie werden meist als Kombistöcke verwendet, d.h. der Stock kann auch als Lawinensonde verwendet werden. Ein rascher Umbau zur Sonde ist aber nicht möglich, eine klassische Lawinensonde ist wesentlich schneller verwendungsbereit!
11) Weitere Infos zu Klemmkeilen etc. folgen noch :schlaf:
LGr. Pablito
Stefan B
27.08.2004, 11:39
Servus pablito,
das Alustöcke wegen der Oxitschicht nicht mehr funktionieren glaube ich nicht weil AlO2 extrem Abriebsfest und in Luft und Wasser max. 200µm dick wird. Ich stimme aber zu, dass man die Stockelemente trennen und trocknen sollte. Dies aber vorallem wegen dem Gewinde des Klemmstückes. Das vernarbt durch die Verrostung sonst bis zur undrehlichkeit (auch ne wortschöpfing ;o) ).
Ach ja und rein technisch ist nicht verständich warum ein Stock früher brechen soll wenn er elastischer ist, eigendlich ist es genau anders herrum.
Grüße Steffe.
Ich verwende, seit ich Schitouren gehe (seit 9 Jahren), einen Leki-Stock und hatte noch nie Probleme mit der Verschraubung oder mit Zusammenschieben während des Gebrauchs. Das mit dem "schlechten Biß" der Spreizdübel im Rohr kann, wie schon mehrfach erwähnt, durch das komplette Auseinandernehmen der Einzelteile vermindert, aber meiner Erfahrung nach nicht ganz verhindert werden.
Wenn der Fall "Schlechter Biß"eintritt, rauhe ich zusätzlich zum Auseinandernehmen die Klemmflächen der Spreizdübel mit der Säge meines Taschenmessers auf für den besseren "Anbiß". Danach beißen die Dübel wie neu gekauft. Das kann man so 4 bis 5 Mal machen, dann sind neue Dübel dran (Durchmesserverringerung), die aber kein Vermögen kosten.
In diesen 9 Jahren hatte ich nur einen Bruch eines Segmentes (Ursache: Eigenverschulden) und einen anomymen Finder, der die Stöcke gefunden hat, bevor ich sie verlor :hauen: (paßt in das Thema von Schelli "Ehrlichkeit & Kameradschaft am Berg - früher und heute ").
Und wenn einmal ein Segment bricht, dann kann man ja schauen, daß man das gleiche Modell wieder bekommt, da die verbleibenden Dübel und Segmente als Ersatzteile dienen können.
Roman
ich gehe meine skitouren seit mehr als 10 jahren nur mehr mit hundsgewöhnlichen skistöcken - vorteile aus meiner sicht:
+ leichter als teleskopstöcke
+ schwerpunkt ist bei teleskopstöcken weiter unten, was mir beim stockeinsatz, wo der stock rund um den körper schwingt, unangenehm aufgefallen ist
+ belastbarer, da keine flexiblen elemente
nachteile hab ich nicht wirklich feststellen können - wenn man die ski am rucksack tragen muss, ist es völlig powidel, ob da noch stöcke in voller länge dabei hängen oder nicht (anders im sommer, da ist das möglicherweise ein argument FÜR teleskopstöcke). bei querungen von steilhängen kann man den hangseitigen stock sehr rasch einfach weiter unten nehmen - hab noch nie erlebt, dass jemand die höhe seines teleskopstockes angepasst hätte ...
lg
Guinness
30.08.2004, 09:55
Hallo!
Meine Erlebnisse zum Thema Wanderstöcke...
Ich hab Leki-Stöcke gehabt, die wirklich gut gehalten haben. Leider hab ich mich beim Ablaufen über ein Geröllfeld draufgelegt und ein Segment ist abgebrochen.
Danach hab ich mir gedacht, ich probiere einmal ein Paar von Komperdell (Name ist mir leider entfallen). Nach der ersten Tour habe ich diese umgetauscht, weil sich die aufgeklebten Rutschbremsen am Griff durch Hitze, Schweiß und Belastung abgelöst haben und ich die Finger voll Klebstoff hatte.
Jetzt besitze ich ein Paar Komperdell Titanal Contour. Sehr gut gefällt mir, dass die Dinger ungemein leicht sind. Leider ist der schwarze, geschäumte Griff etwas gewöhnungsbedürftig: Besitze die Stöcke jetzt seit einem Jahr und die Griffe färben noch immer total ab, wenn sie mit Schweiss in Berührung kommen - was sich ja beim Wandern eher nicht umgehen läßt...
LG, Guinness!
Zum Thema Wanderstöcke hier ein Link zu einer mitunter kritischen Auseinandersetzung mit der Materie:
http://magazin.orf.at/sbgmagazin/leben/stories/20064/
Ich selbst habe keine Erfahrung mit Wanderstöcken. Auf den "Flachetappen" würde ich es für mich persönlich seltsam finden, plötzlich mit Stöcken herum zu marschieren. Dort wo es vom Gelände schwieriger wird, hätte ich wiederum eher das Gefühl, dass mir die Stöcke eher im Wege sind, als mir zu helfen.
Lediglich bei langen Bergab-Passagen (z.B. unlängst Gr. Priel - 4 Std. nur bergab) komme ich ins Überlegen, ob die Stöcke nicht doch hilfreich wären.
Nachdem ich bislang aber von körperlichen Beschwerden verschont geblieben bin - sicher auch ein positiver Effekt meiner sonstigen sportlichen Betätigungen - habe ich bisher auf diese Investition verzichtet...
Link zur ORF-Seite (http://magazin.orf.at/sbgmagazin/leben/stories/20064/)
(Lediglich bei langen Bergab-Passagen (z.B. unlängst Gr. Priel - 4 Std. nur bergab)
komme ich ins Überlegen, ob die Stöcke nicht doch hilfreich wären.)
Hallo wobe1,
ich bin 2 Jahre fast ausschließlich mit Stöcken gegangen
(habe zeitweise mit den Knien Probleme gehabt)
und habe dabei die Erfahrung gemacht,
das ich in etwas schwierigerem Gelände, wo ich die Stöcke
nicht mehr verwenden konnte, meine Trittsicherheit und auch meine
Schwindelfreiheit nicht mehr so gut war als früher,
als ich ohne Stöcke gegangen bin.
Seit vier Jahren gehe ich wieder ohne Stöcke,
habe meine Gehtechnik verändert
(gehe im Abstieg ziemlich knieweich, steige also nie in das gestreckte Knie)
und habe null Probleme mit den Füßen,
Trittsicherheit und meine Schwindelfreiheit ist wieder OK.
Ich habe Stöcke aber trotzdem immer mit und war bei
nassem Wetter oder Neuschnee auch sehr glücklich damit.
lg
Karl
Hallo,
noch ein nützlicher Artikel!
Karl
http://www.bergundsteigen.at/file.php/archiv/2000/2/22-25%20%28gehen%26steigen%29.pdf
Schöngeist
04.09.2004, 23:30
ein unendliches thema
leki oder komperdell?
ich persönlich bevorzuge leki da die innenkonen
aus metall bestehen, und nicht wie bei komperdell aus kunststoff.
für skitourengeher oder personen über ca 95 kg empfehle ich leki,
für leichtere herrschaften oder damen ist komperdell aufgrund
des leichten gewichtes und der sehr komfortablen griff und handschlaufe
zu empfehlen.
zur wartung ist zu sagen , wenn ich von einer berg oder skitour zurückkomme
ziehe ich alle stocksegmente raus und lasse sie abtrocknen
bestes fixiersystem besitzt aber eindeutig black diamond, allerdings
werden die komperdellstöcke mit einem stark verbesserten Fixiersystem
derzeit angeboten, speziell bei der titanalserie
für meine wanderung am westcoasttrail for 2 monaten habe ich mir
etwas zusammengebastelt aus diversen überbleibseln in meiner firma
den komfortablen moosgummioberteilgriff von komperdell (komfort)
kombiniert mit den unteren stocksegmenten von leki (robustheit)
funktionierte perfekt
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